The Killer is among the Thirteen - Javier Aguirre (1973)

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The Killer is among the Thirteen - Javier Aguirre (1973)

Beitragvon jogiwan » 2. Mär 2014, 10:38

The Killer is among the Thirteen

Bild

Originaltitel: El Asesino está entre los trece

Herstellungsland: Spanien / 1973

Regie: Javier Aguirre

Darsteller: Patty Shepard, Simón Andreu, Jack Tayler, Dyanik Zurakowska, Carmen Maura, Trini Alonso

Story:

Zum zweijährigen Todestag ihres Mannes lädt die wohlhabende Lisa Mandel Freunde und Bekannte ihres Mannes über das Wochenende auf ihren abgelegenen Landsitz. Nach dem ersten Kennenlernen und kurzen Smalltalk eröffnet die Gastgeberin ihren verblüfften Gästen beim Abendessen jedoch unvermittelt, dass ihr Mann nicht wie weithin angenommen bei einem Unfall gestorben ist, sondern heimtückisch ermordet wurde und einer der Gäste dafür verantwortlich sei. Diese sind zwar kurzfristig sehr aufgebracht und weisen auch jegliche Schuld von sich und doch hatte jeder der geladenen Gäste kurz vor dessen Tod noch Kontakt oder hat auf sonstige Weise von dessen Tod profitiert. Als sich die Indizienkette immer weiter zusammenzieht geschehen auch weitere Morde und das Haus für seine Gäste zur tödlichen Falle…
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Re: The Killer is among the Thirteen - Javier Aguirre (1973)

Beitragvon jogiwan » 2. Mär 2014, 10:50

Hübsch gemachte Mischung aus Giallo und Agathe Christie-Krimi der nicht von ungefähr an die Storys von "Ein Unbekannter rechnet ab" oder auch "Das Geheimnis des blauen Schlosses" erinnert und den Zuschauer zum eifrigen Mit-Raten einlädt. Der eher ruhig erzählte und Dialog-lastige Streifen bringt die für diese Filme übliche Figurenkonstellation aus guten und schlechten Hause und lässt sich auch sehr lange Zeit, die Charaktere und ihr Verhältnis untereinander näher zu beleuchten. Dann geht es jedoch Schlag auf Schlag und einer nach dem anderen scheidet durch brutale Verbrechen aus der Reihe der Verdächtigen aus. "El Asesino está entre los trece" ist dabei sehr solide in Szene gesetzt und wer diese Art von Streifen mag, wird auch bei Javier Aguirre auf seine Kosten kommen. Besonderes Highlight ist natürlich der Cast und neben einer blutjungen Carmen Maura ("Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs") und Eusebio Poncela ("Das Gesetz der Begierde") aus dem früheren Almodóvar-Stammensemble gibt es auch noch Jack Taylor und Dyanik Zurakowska ("Vampire's Night Orgy"), sowie Paul Naschy in einer kleinen Rolle als umtriebiger Chauffeur. Alles in allem ein schöner, wenn auch züchtig gehaltener Film in der Tradition bekannterer Werke, der jedoch nicht nur Fans des spanischen Kinos ansprechen sollte.
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Re: The Killer is among the Thirteen - Javier Aguirre (1973)

Beitragvon sergio petroni » 3. Mai 2014, 18:39

Mrs. Mandel (Patty Shepard) hat nach dem seltsamen Tod ihres Ehemannes zwei Jahre zuvor
dessen ansehnliches Erbe angetreten. Sie residiert samt Bediensteten auf einem riesigen Anwesen
im sonnigen Spanien. Den zweiten Todestag ihres Gatten hat sie zum Anlaß genommen,
mehrere Personen einzuladen, die in irgendeiner Weise eine Verbindung zum Toten hatten.

Da wären zunächst das Muttersöhnchen Francis, ein Cousin von Lisa Mandel, sowie dessen herrische
Mutter. Der in eine Konservenfabrikdynastie eingeheiratete Jorge samt wohlhabender Ehefrau
zählt ebenfalls zu den Gästen. Da Jorge nicht gerade das Bild eines Mannes ist, ist dessen Frau
Abenteuern nicht abgeneigt.
Weitere Gäste, die sich mehr oder weniger fremd sind ergänzen das Ensemble. Zu guter letzt
stößt auch noch der Frauenheld Jorge (Simon Andreu) zur Gruppe. Dieser hatte offensichtlich ein
Verhältnis mit einer oder mehreren der anwesenden Damen.
Aber auch die vierköpfige Dienerschaft (unter anderen Paul Naschy) plus Gärtner sind nicht nur Staffage im folgenden perfiden Spiel der Mrs. Mandel. Diese geht von einem gewaltsamen Tod ihres Gatten aus und
ist der festen Überzeugung, daß sich der Täter unter den geladenen Gästen befindet. Nachdem diese
Meinung in Form von Schuldzuweisungen beim ersten gemeinsamen Abendessen kundgetan wurde, beginnt der Reigen an gegenseitigen Verdächtigungen und Anfeindungen und auch der erste Tote läßt nicht lange auf sich warten.
Mrs. Mandel erkennt so langsam, was sie da angezettelt hat, doch die gerufenen Geister lassen
sich nicht so leicht wieder einfangen.

So entspinnt sich ein "Whodunit" im Stil von Agatha Christies "Zehn kleine Negerlein", elegant
gefilmt vor sonniger Kulisse. Der Cast macht seine Sache sehr gut. Auch das Ende weiß zu Gefallen.
Somit haben wir es hier mit nett harmloser Unterhaltung aus spanischen Landen zu tun,
die in jeder Einstellung das Flair der Siebziger atmet.
6,5/10
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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