La Herencia Valdemar I & II- José Luis Alemán (2010)

Moderator: jogiwan

La Herencia Valdemar I & II- José Luis Alemán (2010)

Beitragvon jogiwan » 13. Aug 2011, 11:01

La Herencia Valdemar

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Originaltitel: La Herencia Valdemar

Alternativtitel: The Valdemar Legacy

Herstellungsland: Spanien / 2010

Regie: José Luis Alemán

Darsteller: Paul Naschy, Óscar Jaenada, Luis Zahera, Daniele Liotti, u.a.

Story:

Die Immobilien-Sachverständige Luisa wird von der Valdemar-Stiftung in die alte und verlassene Villa des vor langer Zeit verstorbenen Gründers geschickt, um die Einrichtung zu katalogisieren und zu schätzen. Dort angekommen findet sie am Dachboden die verwesende Leiche ihres Vorgängers und wird von einem mysteriösen Wesen attackiert. Als die junge Frau längere Zeit verschwunden bleibt wird von der Stiftung der Privatdedektiv Nicolás angeheuert, der den Verbleib von Luisa erforschen soll. Und während seiner Reise zu dem ominösen Haus erfährt er dieser von einer mysteriösen Frau die tragische Geschichte von Lázaro Valdemar, der seinen Hang zum Okkultismus teuer bezahlen musste...
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Re: La Herencia Valdemar I & II- José Luis Alemán (2010)

Beitragvon jogiwan » 13. Aug 2011, 22:53

Herencia Valdemar II: La Sombra Prohibida

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Originaltitel: La Herencia Valdemar II: La Sombra Prohibida

Alternativtitel: The Valdemar Legacy II: The Forbidden Shadow

Herstellungsland: Spanien / 2010

Regie: José Luis Alemán

Darsteller: Daniele Liotti, Óscar Jaenada, Laia Marull, Silvia Abascal, u.a.

Story:

Die Gutachterin Luisa entkommt ihren Entführern und trifft auf ihrer Flucht auf eine Wahrsagerin, die ihr eine düstere Zukunft prophezeit. Wenig später wird sie neuerlich gefangen und trifft auf die mitllerweile ebenfalls entführten Privatdetektiv Nicolas und zwei ihrer Arbeitskollegen. Alles deutet darauf hin, dass die vier Personen nicht ohne Grund zu dem abgelegenen und verfluchten Anwesen gelockt wurden und schon wenig später nimmt das Grauen neuerlich seinen Lauf...
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Re: La Herencia Valdemar I & II- José Luis Alemán (2010)

Beitragvon jogiwan » 14. Aug 2011, 18:20

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Die Gutachterin Luisa (Silvia Abascal) wird von ihrem Chef im Auftrag der ominösen Valdemar-Stiftung in die alte und verlassene Villa des vor langer Zeit verstorbenen Gründers geschickt, um dort die Einrichtung zu katalogisieren und für einen bevorstehenden Verkauf zu schätzen. Diese ist zwar wenig begeistert, willigt jedoch kurzfristig ein und begibt sich auf die Reise nach Montenegro. Dort angekommen findet sie am Dachboden die verwesende Leiche ihres Vorgängers und wird wenig später ebenfalls von einem mysteriösen Wesen attackiert. Nur mit großer Mühe und der beherzten Hilfe des Hausmeisters Santiago schafft sie es dem Wesen zu entkommen.

Als die junge Luisa dennoch längere Zeit verschwunden bleibt und deren Verwandtschaft die Polizei einschalten möchte, wird von der Stiftung der Privatdetektiv Nicolás (Òscar Jaenada) angeheuert, der dem Verbleib von Luisa nachgehen soll. Begleitet wird dieser auf seiner Reise von eine mysteriösen Frau, die während der Zugfahrt dem jungen Mann die tragische Geschichte des Lázaro Valdemar (Daniele Liotti) erzählt, der im vorigen Jahrhundert sich für Okkultismus interessiert, dafür im Gefängnis landete und danach in die Fänge des mysteriösen Aleister Crowley gelangt, der durch eine Seance ein bösartiges Wesen aus dem Totenreich holte und dieses bitter bezahlen musste.

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Doch die Stiftung spielt nicht mit offenen Karten und nach der Ankunft des Privatdetektives wird dieser gemeinsam mit zwei weiteren Kollegen von Luisa entführt und an einen geheimen Ort gebracht. Die Lage scheint aussichtslos und dennoch schafft es die sympathische Luisa das Vertrauen eines der Entführer zu erlangen und überredet diesen zur gemeinsamen Flucht durch die unterirdischen Höhlengänge. Doch dort wartet neben der Dunkelheit noch eine weitere Gefahr, die eindeutig nicht menschlichen Ursprung ist. Die flüchtende und mittlerweile auch etwas dezimierte Gruppe kommt jedoch nicht weit und wird neuerlich von Leuten der Stiftung gefangen genommen. Alles deutet darauf hin, dass an diesem Abend das Werk von Lázaro Valdemar fortgeführt und zu Ende gebracht werden soll…

Hmm… ein Satz mit X – das war wohl nix. Die Eindrücke nach Sichtung von „La Herencia Valdemar“ und „La Herencia Valdemar II: la sombra prohibida“ sind ja durchaus zwiespältig ausgefallen. Mir ist ja irgendwie nicht ganz bewusst, wie die beiden Streifen konzipiert wurden, aber offensichtlich wurde Teil 1 im Jänner 2010 veröffentlicht, während Teil 2 jedoch erst ein Jahr später starten durften und da die beiden Streifen von José Luis Alemán auch auf Festivals gezeigt wurden, deutet wohl alles darauf hin, als wären die beiden Filme auch im Kino gezeigt wurden. Allerdings erzählen Teil 1 und 2 eine zusammenhängende Geschichte, die unabhängig voneinander nicht funktioniert und diese getrennt voneinander im Abstand von einem Jahr zu vermarkten, macht meines Erachtens dann auch keinen großen Sinn.

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Teil 1 startet dabei durchaus spannend mit der Geschichte der Gutachterin, die im Haus auf ein grausiges Geheimnis stößt ist auch ein guter und vor allem gruseliger Auftakt. Danach wird jedoch dieser Handlungsstrang im ersten Teil nur noch lose weitergeführt und nach einem Sprung in die Vergangenheit geht es den Rest des ersten Teiles nur noch um den besagten Valdemar und seinem Hang zum Okkultismus. Das ist dann irgendwie zwar schon interessant und schön gemacht, doch irgendwie interessiert sich der Zuschauer zu diesem Zeitpunkt ja schon eher für Luisa, die jedoch nur am Ende nochmal kurz thematisiert wird.

Teil 2 hingegen startet dann wiederum in der Gegenwart und erinnert nach der Entführung bzw. Flucht auch eher an einen Thriller im „Saw“-Stil, da die Gruppe natürlich nicht weiß, warum sie überhaupt in die Einöde gelockt wurden. Danach springt die Geschichte wieder in die Vergangenheit um am Ende die beiden Handlungsstränge mehr schlecht als recht in einem hanebüchenen Vor-Finale zusammen zu führen. Die Alles-in-Einem-Geschichte ist dabei stets ziemlich holprig erzählt und versucht immer wieder zwanghaft sich an reale Personen und Ereignisse zu orientieren, was schlussendlich jedoch wenig überzeugend und auch nicht unbedingt überraschend ausgefallen ist. Und so werden Untoten-Thematik, Okkultismus, Historien-Liebesdrama, Erpressungs- und Verschwörungsgeschichte, Entführungsthriller- und sogar übernatürliche Druiden-Elemente mit apokalyptischen Einschlag doch recht plump miteinander vermengt.

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Irgendwie erinnert mich „La Herencia Valdemar“ trotz großem Budget, sympathischen Cast und durchaus stimmiger Optik auch etwas zu sehr als RTL-Eventkino und TV-Ware und es würde mich nicht wundern, wenn man die beiden Streifen auch irgendwann mal in diesem Zusammenhang auf einem privaten Sender sehen könnte. Was mich neben der etwas seltsamen und über weite Strecken auch ziemlich spannungsfreien und unglaubwürdigen Abenteuer-Geschichte jedoch am meisten gestört hat, war der übermäßige und mittlerweile alltägliche Einsatz von CGI im Finale, der an Filme wie „Harry Potter“ und „Herr der Ringe“ erinnert und auch irgendwie nicht so recht zum eher gelungenen, weil auch stimmigeren, ersten Teil im Historiengewand passen mag.

Warum der Streifen aber hier dennoch etwas Aufmerksamkeit verdient, liegt an der Tatsache, dass die beiden Filme auch gleichzeitig einer der letzten Auftritte von Paul Naschy a.k.a. Jacinto Molina als Schauspieler beinhalten, der am 30. November 2009 in Madrid verstorben ist. Ihm ist der zweite Teil dann auch gewidmet und seine Darstellung als Valdemars besorgter Hausdiener Jervás zählt auch zweifelsfrei zu den Höhepunkten der beiden Filme. Der restliche Cast ist mir mit Ausnahme des Pedro-Almodóvar-erprobten Eusebio Poncelo als zwielichtiger Stiftungs-Vorsitzender ja eher unbekannt, macht aber seine Sache dennoch recht gut und vor allem Siliva Abascal überzeugt als toughe und dennoch smarte Luisa.

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Ob oder wann die beiden Streifen jemals im deutschen Sprachraum erscheinen werden, lässt sich ja zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen und außerhalb vom Spanien scheinen die beiden Filme wohl auch noch nicht gezeigt worden zu sein. Das verwundert auch wenig, da die wohl mühsam zusammengezimmerte Story leider so gar nicht stimmig ausgefallen ist und weder der Horror-, noch der Mystery- oder Thriller-Freund so richtig auf seine Kosten kommt. Auch die holprige Erzählweise scheint meines Erachtens wenig gelungen und vor allem die gegen Ende zuhauf auftretenden Plot-Twists sorgen mit zunehmender Laufzeit für lange Gesichter. In Spanien gibt es die beiden Filme jedoch bereits einzeln oder zusammen zu kaufen und die beiden Scheiben verfügen ja löblicherweise sogar über englische Subs.

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Unterm Strich bleiben zwei spanische Gruselfilme, die zwar zusammenhängend, aber irgendwie dennoch weder Fisch noch Fleisch geworden sind. Alemáns beide Teile sind weder sonderlich spannend oder gar stimmig ausgefallen ist und nur durch das Mitwirken des allseits beliebten Paul Naschy bewahrt das unrühmliche Vermächtnis von Onkel Valdemar vor den Untiefen (unter-)durchschnittlicher Produktionen. Aus Spanien ist man ja mittlerweile was Horror und Grusel betrifft ja mittlerweile einen recht hohen Standard gewöhnt, den „La Herencia Valdemar I & II“ trotz gelungenem Cover-Artwork nur ansatzweise erfüllen kann. Auch wenn die Optik teils stimmig ist und die Darsteller eigentlich alles richtig machen, so liegt es vor allem an der seltsamen und schludrigen Geschichte und dem inflationären Gebrauch von Plot-Twists und computergenerierten Bilder, dass hier dann doch keine rechte Freude aufkommen mag. 3/10 plus einen Gnadenpunkt für meinen so geschätzten Paule, macht am Ende dennoch nur unterdurchschnittliche 4/10.

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Re: La Herencia Valdemar I & II- José Luis Alemán (2010)

Beitragvon Arkadin » 14. Aug 2011, 19:54

Schade. Die Bilder sehen so ja ganz simmungsvoll aus. :|
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Re: La Herencia Valdemar I & II- José Luis Alemán (2010)

Beitragvon jogiwan » 14. Aug 2011, 20:03

Ich finde es auch schade - da hat einer einfach zuviel gewollt und letztendlich ist ein undefinierbares und auch viel zu zahmes Etwas herausgekommen, bei dem ich nicht wirklich erahnen kann, was da jetzt die angepeilte Zielgruppe sein soll. Die Bilder und die Settings sind ja auch sehr gelungen und auch das Budget war sicherlich hoch, aber letztendlich hat alles nix genutzt. Das die zwei Filme in Spanien offensichtlich auch noch in einem Abstand von einem Jahr veröffentlich wurden, ist auch mehr als seltsam...
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Re: La Herencia Valdemar I & II- José Luis Alemán (2010)

Beitragvon dr. freudstein » 14. Aug 2011, 20:12

Den einzigen den das freut ist der :opa:

Hatte mir jetzt eigentlich auch anhand der Bilder und Cover auch die passende Kritik dazu erhofft :(
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