FLESH + BLOOD - Paul Verhoeven (1985)

Moderator: jogiwan

Re: FLESH + BLOOD - Paul Verhoeven (1985)

Beitragvon jogiwan » 8. Sep 2013, 17:01

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Im Jahre 1501 kämpft der Söldner Martin (Rutger Hauer) Seite an Seite mit seinen treuen Freunden und Captain Hawkwood (Jack Thompson) um im Auftrag von Lord Arnolfini (Fernando Hilbeck) dessen besetzte Burg wieder in Besitz des rechtmäßigen Eigentümers zu bringen. Obwohl erbittert gekämpft wird, ist die Stimmung am Schlachtfeld jedoch sehr gut, da Arnolfini als Ansporn für die Truppe an bunt zusammengewürfelten, draufgängerischen und gewaltbereiten Männer und Frauen versprochen hat, dass diese anschließend plündernd und brandschatzend durch die Straßen ziehen dürfen und alle Reichtümer behalten dürfen, dass sie finden.

Während die Burg gestürmt wird und die Besetzer wahllos ermordet werden, verletzt Hawkwood im allgemeinen Gemetzel irrtümlich eine Nonne und wird daraufhin von Arnolfini zu einem zweifelhaften Deal genötigt, der Hawkwood dazu drängt, seine Mitstreiter zu verraten. Die Truppe an Söldnern in Feierlaune wird daraufhin von Arnolfinis Gefolge in der Burg zusammengetrieben und in einen Hinterhalt gelockt, in alle Windrichtungen vertrieben und Martin und seine hochschwangere Freundin Celine müssen unverrichteter Dinge und vor allem ohne Reichtümer abziehen.

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Als Celine daraufhin eine Totgeburt erleidet sinnen Martin und seine Freunde auf Rache und nachdem die eingeschworene Gruppe auch noch einen Wink des Schicksals erhalten, der vom Kardinal (Ronald Lacey) als göttliches Zeichen interpretiert wird, beschließen diese, an Arnolfini Rache für die erlittene Schmach zu nehmen und sich das versprochene Geld mit Gewalt zu holen. Als Prediger verkleidet überfallen sie den Lord und dessen Gefolge auf den Weg in dessen Burg, kapern vor den Augen der überrumpelten Männer und Frauen deren Wägen und machen sich damit auf und davon.

In einem der Wägen entdeckt Martin wenig später in ihrem Lager die junge Agnes (Jennifer Jason Leigh), die eher unabsichtlich entführt wurde und eigentlich Arnolfinis Sohn Steven (Tom Burlinson) als Frau versprochen wurde. Als Martin davon erfährt, vergewaltigt er die junge Frau vor den Augen der anderen und nimmt diese als Geisel um weitere Forderungen stellten zu können. Doch Agnes ist nicht das hilflose Opfer und findet wenig später anscheinend Gefallen an der unorthodoxen Lebensweise der Räuber, während Steven seinerseits alles daran setzt, seine zukünftige Gattin aus den Händen der Söldner zu befreien…

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Der Mensch bzw. die Menschheit neigt ja in vielen Dingen dazu, bei bestimmten Ereignissen, Zeiträume und selbst bei eigenen Erinnerungen die negativen Aspekte auszublenden und sich mit Jahren des Abstandes nur auf die positiven Dinge zu beschränken bzw. nur noch so zu präsentieren. Das ist nicht nur eine hübsche Schutzfunktion des menschlichen Gehirns, sondern entspricht auch der menschlichen Natur, dass man sich von negativen Erfahrungen und dergleichen nicht unnötig zu belasten bzw. auf Dauer fertig machen lassen sollte.

Geht es in Büchern, Filmen und Liedern um Ritter und Piraten ist diese hübsche Eigenart ja anscheinend besonders ausgeprägt und statt tödlicher Krankheiten, niedriger Lebenserwartung, mangelnde Hygiene, Armut, Gewalt und Sklaverei handeln Filme, die das Mittelalter beschreiben mit wenigen Ausnahmen meist von lustigen und farbenfrohen Abenteurern, eloquenten Draufgängern und harten Kerlen, unkaputtbaren Männerfreundschaften, unsägliche Reichtümer, Schwertkämpfen und exotischen Schauplätzen, die mit historischen Begebenheiten von damals wohl eher herzlich wenig gemeinsam haben.

Mitte der Achtziger hat sich der niederländische Regisseur Paul Verhoeven dazu entschlossen, der nostalgisch-verklärten Sichtweise auf das Mittelalter etwas entgegen zu setzen und drehte in internationaler Co-Produktion und nach eigenem Drehbuchentwurf und in der fünften und letzten Zusammenarbeit mit Rutger Hauer den düsteren Streifen „Flesh + Blood“, mit dem – wohl nicht ganz gelungenen - Vorsatz ein halbwegs glaubwürdiges Werk zu schaffen, dass im Gegensatz zu ähnlichen Werken aus der Kiste eine realistische Gewaltdarstellung präsentieren sollte.

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Herausgekommen ist dabei ein eigentlich sehr unterhaltsames und auch unterschätztes Werk mit Verhoeven Lieblingsthemen Sex und Gewalt, dass für den Kinostart 1985 offensichtlich nicht nur viel zu düster ausgefallen war, sondern aufgrund der recht drastischen Darstellungen von Vergewaltigungen, Morden und sonstigen delikaten Themen auch weltweit Probleme mit der Zensur bekam. Auch in Deutschland wurde das Werk im Jahr 1989 von der BJPS indiziert und erst im März 2013 nach Antrag wieder von selbigen gestrichen und ist somit auch erstmalig legal im Laden erhältlich.

Stößt man in Filmforen auf das Werk bzw. auf Leute, die den Streifen bereits seit seiner Erstaufführung kennen, ist auch immer die Rede, dass „Flesh + Blood“ auch äußerst düster, ernsthaft und konsequent brutal ausgefallen ist und man kann sich schon gut vorstellen, dass vielen Zuschauern seinerzeit die Kinnlade runtergeklappt ist, wenn Verhoeven eine Liebeszene unter verwesenden Leichen, eine Gruppenvergewaltigung mit Lagerfeuer-Romantik und kollektives Morden und Brandschatzen als natürlichste Sachen der Welt präsentiert und seinen Antihelden Martin mittels Wagenrad dann auch noch zur Heiligenikone im Flammenmeer stilisiert, kann man die ganze Sache wohl auch nicht mehr ganz so ernstnehmen.

Was vor 28 Jahren aber wohl noch schockierend und bedrückend empfunden wurde, wird heutzutage doch sicher auch ganz anders aufgenommen und ich muss ehrlich gestehen, dass ich bei meiner Sichtung bestens unterhalten wurde. Das grotesk-überdrehte Historien-Spektakel startet auch gleich von Null auf Hundert, tendiert dank aberwitziger Momente nicht nur einmal in Richtung Komödie und die gezeigte Brutalität wird auch Comic-haft überdrehter Momente ebenfalls entschärft, dass sich auch ein etwaiger Authentizitätsanspruch relativiert.

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Optisch ist „Flesh + Blood“ auch sehr überzeugend ausgefallen und von den Strapazen, Querellen und Besetzungs-Problemen im Hintergrund der 6,5 Millionen Dollar-Produktion, die Verhoeven an spanischen Schauplätzen an den Rand des Erträglichen geführt haben sollen, ist dem fertigen Produkt nicht anzusehen. Darstellerisch ist das Spektakel ebenfalls sehr gut ausgefallen und neben Stamm-Darsteller Rutger Hauer überzeugen bis auf den etwas zu farblosen Tom Burlinson auch alle anderen Darsteller insbesondere Jennifer Jason Leigh, die hier ja auch mit vollen Körpereinsatz agiert.

Koch Media bringt diesen bislang imho doch etwas unterschätzten Raubritter-Action-Kracher in drei Variationen und neben der ungekürzten DVD und Blu-Ray-Disc, die mir vorlag, können Fans auch noch zum Mediabook greifen, der auch noch exklusives Bonusmaterial in Form von zahlreichen Interviews bietet. Die von mir gesichtete Fassung hat jedenfalls eine schöne Bildqualität, die auch an Kino und nicht an HD-Projektion erinnert und bietet als Bonus neben einer Bildergalerie auch noch den deutschen und englischen Trailer, der ebenfalls etwas reißerisch daherkommt.

Unterm Strich ist „Flesh + Blood“ vielleicht zwar vielleicht nicht das von mir im Vorfeld erwartete, düstere Historien-Spektakel mit Authentizitätsanspruch, aber dafür ein für den Genre-Fan unterhaltsamer und auch sehr blutiger Mittelalter-Spaß, in dem auch immer wieder Verhoevens Sinn für etwas abseitigen Humor zum Ausdruck kommt. Wer diesen teilt und das turbulente Geschehen auf der Leinwand auch eher augenzwinkernd betrachtet, kommt in dem Werk auch zweifelsfrei auf seine Kosten und wird sich bei der zweistündigen, hysterischen und auf Krawall gebürsteten Blutwurst auch herrlich unterhalten fühlen.

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Herzlichen Dank an dieser Stelle auch an werten Arkschi für die Screenshots! :thup:
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Re: FLESH + BLOOD - Paul Verhoeven (1985)

Beitragvon Arkadin » 8. Sep 2013, 17:59

Dann haue ich meine Review auch mal gleich rein.

Westeuropa, 1502: Nachdem Arnolfini (Fernando Hilbeck) mit Hilfe von Söldnern seinen ehemaligen Besitz wieder in seine Gewalt bringen konnte, zwingt er den Anführer der Söldner, Hawkwood (Jack Thompson) , diese zu verraten und aus der Festung zu treiben. Aus Rache überfallen einige der Söldner, unter der Führung von Martin (Rutger Hauer), eine Eskorte. Dabei verletzten sie Arnolfini schwer und entführen unwissentlich die hübsche Agnes (Jennifer Jason Leigh), die Arnolfinis Sohn Steven (Tom Burlinson) heiraten sollte. Steven beginnt, zusammen mit dem widerwillig folgendem Hawkwood, die Söldner durch das pestverseuchte Land zu jagen. Diese erobern eine Burg und schwelgen im erbeuteten Luxus. Agnes hingegen muss sich ihrer Haut wehren und tut dies, indem sie Martin verführt. Doch liebt sie ihn wirklich, oder versucht sie nur zu überleben? Währenddessen nähern sich Steven und seine Männer der Burg…

Als ich das erste Mal „Flesh+Blood“ sah, hatte mich der Film nachhaltig beeindruckt. Insbesondere die Szenen mit der Alraune und dem pestverseuchten Hundekadaver im Brunnen hat mich lange beschäftigt. Paul Verhoevens Intention, keine romantisierte Version des Mittelalters zu zeigen, sondern den Schmutz, die Unmoral und die Gewalt, war voll aufgegangen. Verhoevens Filme haben immer eine sehr brachiale Wucht, was auch für „Flesh+Blood gilt, der allen Hollywood-Konventionen mit Schmackes gegen das Knie tritt. Da sterben Kinder und Hunde, die hübsche Hauptdarstellerin zeigt sich mit Vorliebe nackt, die Menschen sind nicht schön, die „Helden“ vergewaltigen und morden Unschuldige. Unter den nominellen Helden gibt es ein homosexuelles Pärchen, was angenehmerweise gar nicht spekulativ, sondern völlig normal in Szene gesetzt wird. Allerdings ist Verhoeven auch nicht der erste, der das Mittelalter auf diese Art und Weise porträtiert. Das hatten vor ihm schon Monty Pythons mit „Ritter der Kokosnuss“ und nochmal Terry Gilliam mit „Jabberwocky“ getan. An diese Filme erinnert „Flesh+Blood“ dann auch irgendwie, ist ihnen gegenüber aber bitterernst und äußerst brutal in Szene gesetzt.

Ist der Film aber gut gealtert, und besitzt er immer noch seine Sprengkraft wie früher? Bedingt. Mittlerweile haben ja beinahe alle Filme, welche im Mittelalter spielen, den Anspruch eben dieses besonders dreckig und grausam zu zeigen. Auch wenn heute kaum jemand auf den Gedanken kommen würde, eine Liebesszene vor den zerfetzten Kadavern zweier Gehenkten zu inszenieren, so wie Paul Verhoeven es hier tut. Auch muss man sagen, dass die handelnden Personen noch immer einen Tick zu sauber und gut aussehen. Doch für die Zeit, in der „Flesh + Blood“ entstand, war diese Inszenierung durchaus ein Novum, auch wenn – wie bereits geschrieben – Terry Gilliams frühe Mittelalter-Komödien „Flesh+Blood“ in Punkto Hässlichkeit, Dreck und Scheiße weit übertrafen. Auch die Brutalität wirkt heute nicht mehr ganz so brachial, wie beim ersten Mal. Obwohl Verhoeven sie ohne jegliche Zurückhaltung filmt und Gewalt erschreckend beiläufig eingesetzt wird. Auch hier ist man heute – auch durch Verhoevens spätere Filme – anderes gewohnt. Doch in Zusammenspiel all dieser Elemente weiß „Flesh+Blood“ noch immer zu packen, auch wenn die einzelnen Teile für sich genommen, vielleicht nicht mehr so grenzüberschreitend wirken, wie noch vor 30 Jahren.

Dafür sind die Anspielungen, die Verhoeven einbaut, noch immer aktuell. So kleiden sich Martins Männer allesamt in kommunistisches Rot, um ihre Gleichheit hervorzuheben. Doch schon bald versucht jeder Erster unter Gleichen zu werden. Vor allem Martin macht kein Hehl daraus, dass er sich als Anführer der unterprivilegierten Truppe sieht. So streift er dann bei der erstbesten Gelegenheit mit den lakonischen Worten, seine Kleidung wäre schmutzig geworden, das Rot ab, um im strahlendem Weiß seine Einzigartigkeit zu betonen. Die Heuchelei der Kirche wir durch den leicht irre wirkende Geistlichen verkörpert, der keine Skrupel kennt, den Gegner wie Vieh abzuschlachten und dabei noch fromme Worte auszustoßen. In allem und jeden sieht er ein Zeichen Gottes, wodurch er die Gruppe nach seinem Gutdünken lenken kann und hofft, Martin zu seiner Strohpuppe machen zu können. Ihm stellt Verhoeven den jungen, idealistischen Steven entgegen, der an die Wissenschaft glaubt, dessen skurrilen Erfindungen mehr Unglück als Gewinn bringen. Beide Seiten, Wissenschaft und Kirche, bringen niemanden voran und führen nur in die endgültige Niederlage. Erst als sich Steven in eine geschundenes Tier verwandelt, seine hehren Ansprüche ablegt und allein seinem Instinkt folgt, kann er etwas ändern.

Unter den Schauspielern zeigt Jennifer Jason Leigh eine starke Leistung. Nicht nur wird ihr von Verhoeven so einiges abverlangt, sie muss auch einen Großteil der Zeit ihre Rolle im Evas-Kostüm spielen. Doch dies tut sie mit einer großen Natürlichkeit und Ambivalenz. Einerseits zuckersüß und naiv, kann sie im Bruchteil einer Sekunde in bösartig und durchtrieben wechseln. Nie kann man sich wirklich sicher sein kann, woran man bei ihr ist. Hat sie sich tatsächlich in den rücksichtslosen Abenteurer Martin verliebt, oder tut sie nur so und leidet still, um ihr Leben zu retten? Im Inneren weiß sie es wohl selbst nicht so genau, und gerade diese Zerrissenheit bringt Leigh durch ihr Schauspiel wunderbar zum Ausdruck. Demgegenüber wirkt Rutger Hauer in der Rolle des Martin eher gelangweilt. Oftmals hat man das Gefühl, dass er auf Autopilot spielt und an der Motivation seiner Figur nicht wirklich interessiert ist. Es fällt auch auf, wie uneinheitlich Martin inszeniert ist. Mal eindeutig Held und selbstsicherer Haudrauf, mal wieder niederträchtiger Schurke. Besonders deutlich wird dies dann im Schlussbild, welches sich nicht wirklich in die zuvor gezeigten Szenen einfügen möchte. Vielleicht liegt diese Inkonsequenz in der Inszenierung auch an dem großen Streit, den er mit Verhoeven über den Film führte und der die Partnerschaft so stark beschädigte, dass sie nach fünf gemeinsamen Filmen, nie wieder zusammen arbeiteten.

Zwei weitere Faktoren arbeiten gegen den Film und Verhoevens Plan ein realistisches Bild des Mittelalters zu zeigen. Einmal wenn Steven für seine Befreiung so mir nichts, dir nichts einen Blitzeinschlag nutzt (wahrscheinlich gewinnt er ebenso spielend auch im Lotto) und dann die überdramatische Musik des großen, und leider viel zu früh verstorbenen, Basil Poledouris, die in der Tat so stark an den parodistisch-pathetischen Soundtrack von „Ritter der Kokosnus“ erinnert, dass es schwer fällt, bei den Schlachtszenen nicht zu grinsen. Schade auch, dass Verhoevens ursprüngliche Intention, den Film um die verratene Freundschaft zwischen Martin und dem von Jack Thompson souverän gespielten Hawkwood kreisen zu lassen, aufgrund Intervention der Produktionsgesellschaft, nicht realisiert wurde. Dies ist nur noch in rudimentärer Form zu erahnen und allein aus dem Grunde traurig, als das Hawkwood neben Agnes die interessanteste Figur des Filmes ist und ein weitaus größeres Potential mitbringt, als in dieser finalen Version von „Flesh+Blood“ genutzt wird. Vielleicht liegt es auch in diesem frühen Einmischen der Produktion, die darauf bestand, die Liebesgeschichte in den Vordergrund zu rücken, dass die Figur des Martin so inkonsequent gezeichnet ist.

Doch sieht man von diesen Schwächen ab und betrachtet „Flesh + Blood“ im Kontext seiner Zeit, macht es große Freude Verhoeven dabei zuzusehen, wie er auf unkonventionelle Art auf Moral und „political correctness“ pfeift. Zusammen mit Jenifer Jason Leighs schauspielerischen Leistung und der Fülle an guten Ideen, wirkt „Flesh + Blood“ noch immer kräftig und unterhaltsam. Es ist ein typischer Verhoeven und ein wichtiges Puzzleteil auf seinem Weg von Holland nach Hollywood und zurück. Getragen wird der Film auch von Jan de Bonts dynamischer Kamera, die den Bildern eine ganz eigene Wucht verleiht.

Die DVD aus dem Hause Koch Media hat zwar kein brillantes, aber auch kein schlechtes Bild, was den rauen Charakter des Filmes betont. Der Original Stereo-Ton ist in HD remastert. An Extras muss der Käufer der normalen DVD mit dem Audiokommentar des Regisseurs vorlieb nehmen. Wer allerdings das dreifache investiert, kann mit dem Media-Book glücklich werden, welches den Film auf DVD und Blu-ray enthält (eine absolut schwachsinnige Kombo, da der Blu-ray-Besitzer die DVD als Bierdeckel nehmen kann und, wer nur einen DVD-Player sein eigenen nennt, nichts mit der Blu-ray anfangen kann). Ferner enthält das teure Mediabook noch eine Bonus-DVD, die mit tonnenweise interessanten Extras gefüllt ist.

Noch mehr Schreenshots: http://www.filmforum-bremen.de/2013/09/ ... leshblood/
Früher war mehr Lametta
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Re: FLESH + BLOOD - Paul Verhoeven (1985)

Beitragvon dr. freudstein » 8. Sep 2013, 18:14

Sehr gut, nun wurde dieser Thread durch 2 sehr hervorragende Reviews aufgepeppt. Kenne den Film nicht, aber anhand der Reviews kann man sich wirklich ein sehr gutes Bild davon machen :thup: Interessiert bin ich schon, allein weil 1985 ja noch in mein Beuteschema passt :lol:
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Re: FLESH + BLOOD - Paul Verhoeven (1985)

Beitragvon Onkel Joe » 19. Sep 2013, 20:55

Beim Mediabook gibts Probleme:

"Die Disc im Mediabook sind allesamt falsch gelabelt ...

Die Disc gelabelt Blu-ray ist die Bonus DVD
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Re: FLESH + BLOOD - Paul Verhoeven (1985)

Beitragvon purgatorio » 20. Sep 2013, 05:23

Onkel Joe hat geschrieben:Beim Mediabook gibts Probleme:

"Die Disc im Mediabook sind allesamt falsch gelabelt ...

Die Disc gelabelt Blu-ray ist die Bonus DVD
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Die Disc gelabelt Bonusmaterial DVD ist die Film DVD"


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Re: FLESH + BLOOD - Paul Verhoeven (1985)

Beitragvon Captain Blitz » 24. Sep 2013, 10:26

Danke für den Hinweis, dann lasse ich erst mal die Finger davon.
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Re: FLESH + BLOOD - Paul Verhoeven (1985)

Beitragvon McBrewer » 1. Jun 2014, 23:58

Nachdem ich mir letztens die ungekürzte Blaustrahl Disc zugelegt hatte, war es mal wieder Zeit an einer Auffrischung meiner alter Erinnerungen an dieses blutige Mittelalterabenteuer um Martin und seine Mannen/Frauen.
Und ich hatte mich nicht mehr getäuscht, geht es doch arg erdig zur Sache. Eine wirkliche Identifikationsfigur sucht man lange vergebens, braucht man auch garnicht. In FLESH & BLOOD haben es alle faustdick hinter den Ohren und Freundschaften bzw. Allianzen fallen schneller als die abgetrennten Körperteile in dem Film.
Rutger Hauer ist aber mal eine selten coole Sau & lässt diese selbstverständlich auch raus. Jennifer Jason Leigh steht ihm als verschlagenes blondes Biest im nichts nach und ist dementsprechend auch äusserst "zeigfreudig" Bild
Und Brion James in einer Filmproduktion wertet eine solche natürlich enorm auf. Einzig Besserwisser Tom Burlinson/Steven nervt ein wenig mit seine Gadgets, das aber nur ein kleines Staubkorn auf dieser wunderbaren Langspielplatte.Trotz der Laufzeit von über 2 Stunden kommt kaum Langeweile auf, daher kann dieser Geschichtsfilm gerne öfters in guter HD-Qualität im Player landen. :thup:
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Re: FLESH + BLOOD - Paul Verhoeven (1985)

Beitragvon buxtebrawler » 2. Jun 2014, 10:44

McBrewer hat geschrieben:nur ein kleines Staubkorn auf dieser wunderbaren Langspielplatte


Welch schöne Metapher :)
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: FLESH + BLOOD - Paul Verhoeven (1985)

Beitragvon purgatorio » 10. Okt 2014, 07:26

FLESH + BLOOD - FLEISCH UND BLUT (FLESH + BLOOD, Niederlande, Spanien, USA 1985, Regie: Paul Verhoeven)

Mittelalter-Satire aus europäischem Haus, die in irrwitzigem Tempo jede Skurrilität auffährt und abarbeitet (speziell die Inkubationszeiten der Pest sind beachtlich, aber auch diverse Lokalitäten dürften erinnerungswürdig bleiben, speziell die romantische Szene unter dem Leichenbaum sei hierfür angeführt). Spektakulärer Film, brutal und zynisch, dreckig und barbarisch – da freut sich das Herz. Ein Fest für die Sinne in einem schmierig-roten Gewand! 8/10
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Re: FLESH + BLOOD - Paul Verhoeven (1985)

Beitragvon Die Kroete » 10. Okt 2014, 15:33

McBrewer hat geschrieben:...Und Brion James in einer Filmproduktion wertet eine solche natürlich enorm auf... :thup:


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