O Fio do Horizonte - Fernando Lopes

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O Fio do Horizonte - Fernando Lopes

Beitragvon Ringo aka Angelface » 25. Mär 2010, 18:36

O Fio do Horizonte (Fluchtpunkt)

Portugal/Spanien/Frankreich 1993
Regie: Fernando Lopes
Mit: Claude Brasseur; Andréa Ferréol; Ana Padrão; Antonio Valero

Der Pathologen Spino (Brasseur) untersucht während der Nachtschicht die Leiche eines jungen Mannes, der kurz zuvor erschossen wurde. Er glaubt sich selbst in dem Opfer zu erkennen und begibt sich auf die Suche nach der Identität des Opfers. Immer tiefer verstrickt er sich in den Fall, wobei auch Gräber seiner eigenen Vergangenheit aufbrechen....

Regisseur Lopes schuf einen Psychokrimi, der durchaus auch als Spätgiallo durchgeht. Ein mysteriöser Mord zu Beginn, eine Hauptfigur, die alleine den Täter sucht, als Ursache ein Geheimnis aus der Vergangenheit und nicht zuletzt eine dubiose Lösung sind klassische Versatzstücke des Genres. Das Ende hat mich sogar etwas an „Spuren auf dem Mond“ erinnert.
Der Film lebt von seiner morbiden Atmosphäre, der ungewöhnliche Schauplatz ist das alte Lissabon. Die Handlung schreitet eher gemächlich voran, dennoch bleibt die Spannung erhalten, getragen durch eine undefinierte Bedrohung sowie den langsamen, scheinbaren Realitätsverlust der Hauptperson. Spino vernachlässigt Freundin und Job und taucht immer tiefer in die Halbwelt von Lissabon ab.

Der Film ist sicherlich kein Klassiker und auch keine vergessene Perle, aber die guten Hauptdarsteller und die ungewöhnliche Handlung ergeben einen ansehnlichen Krimi.

In Zahlen 7/10.
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