Die Haut, in der ich wohne - Pedro Almodóvar (2011)

Moderator: jogiwan

Die Haut, in der ich wohne - Pedro Almodóvar (2011)

Beitragvon jogiwan » 13. Okt 2011, 16:19

Die Haut, in der ich wohne

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Originaltitel: La piel que habito

Alternativtitel: The skin, I live in

Herstellungsland: Spanien / 2011

Regie: Pedro Almodóvar

Darsteller: Antonio Banderas, Elena Anaya, Marisa Paredes, Blanca Suárez, Eduard Fernández, u.a.

Story:

Seit seine Frau bei einem tragischen Autounfall grausam verbrannte, setzt der angesehene plastische Chirurg Dr. Robert Ledgard (Antonio Banderas) alles daran, eine widerstandsfähige, künstliche Haut zu erschaffen. Diese hätte ihr damals das Leben retten können. Nach zwölf Jahren unermüdlicher Forschungsarbeit ist es Dr. Ledgard nun endlich gelungen, eine robuste und doch makellose Haut zu entwickeln, die gegen alle äußeren Einflüsse resistent ist. Was Ledgard jetzt noch braucht, ist die bedingungslose Mitarbeit eines Komplizen sowie ein Forschungsobjekt, das sich der qualvollen Prozedur einer Transplantation unterzieht. Ethisch-moralische Bedenken sind Ledgard gänzlich fremd und seine treue Haushälterin Marilia (Marisa Paredes) unterstützt ihn in jeder Hinsicht. Fehlt nur noch ein menschliches Versuchskaninchen. Da erinnert sich Ledgard an eine offene Rechnung…
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Re: Die Haut, in der ich wohne - Pedro Almodóvar (2011)

Beitragvon untot » 13. Okt 2011, 16:29

Der Stoff an sich ist ja nicht neu, dennoch macht es mich neugierig was Almodówar daraus gemacht hat...
Hast den schon gesehen Jogi?? :?
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Re: Die Haut, in der ich wohne - Pedro Almodóvar (2011)

Beitragvon jogiwan » 13. Okt 2011, 16:44

nö, noch nicht! Der läuft morgen bei uns an und in Deutschland wohl nächste Woche... ich werde aber natürlich versuchen, meine Kino-Phobie zu überwinden und den im Kino zu sehen... Die Kritiken sind ja sehr gut und vor allem auf das Wiedersehen mit Antonio und anderen Bekannten aus diversen Almodóvars freu ich mich schon sehr. Ich muss aber ehrlich gestehen, dass ich mir es irgendwie nicht vorstellen kann, dass der spanische Regisseur da so einfach einen handelsüblichen Psychothriller gezimmert hat...
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Re: Die Haut, in der ich wohne - Pedro Almodóvar (2011)

Beitragvon Arkadin » 13. Okt 2011, 16:50

Blöderweise habe ich schon eine "zu ausführliche" Review gelesen ( :roll: ).
Nein, nix handelsübliches. Nein.
Ich freue mich auch schon drauf, habe aber keinen Lust den in der Synchro zu sehen. Gerade spanische Filme verlieren da immer immens. Aber wenn der Jogi ins Kino geht, guck ich vielleicht mal eine deutsche Synchro. :popcorn:

"Zerissene Umarmungen" muss ich mir immer noch besorgen... :oops:
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Re: Die Haut, in der ich wohne - Pedro Almodóvar (2011)

Beitragvon jogiwan » 13. Okt 2011, 16:53

ich geh natürlich ins OmU-Kino :D :D :D
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Re: Die Haut, in der ich wohne - Pedro Almodóvar (2011)

Beitragvon jogiwan » 14. Okt 2011, 09:16

dazu ein wunderbarer Satz von orf.at

orf.at hat geschrieben:
Es gibt Cineastenkino, das die Unfertigkeit und Brüchstückhaftigkeit zum Credo der filmischen Arbeit erhebt. Und es gibt Cineastenkino, das Filmhandwerk in höchster Perfektion sein will. Der Spanier Almodovar arbeitet eindeutig im zweiten Teil dieses Spektrums, und nach jedem seiner Filme der letzten Jahre darf man sich die bange Frage stellen, ob die Verdichtung, die seine Filme mittlerweile kennzeichnet, noch steigerbar ist.

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Re: Die Haut, in der ich wohne - Pedro Almodóvar (2011)

Beitragvon Arkadin » 14. Okt 2011, 09:52

jogiwan hat geschrieben:dazu ein wunderbarer Satz von orf.at

orf.at hat geschrieben:
Es gibt Cineastenkino, das die Unfertigkeit und Brüchstückhaftigkeit zum Credo der filmischen Arbeit erhebt. Und es gibt Cineastenkino, das Filmhandwerk in höchster Perfektion sein will. Der Spanier Almodovar arbeitet eindeutig im zweiten Teil dieses Spektrums, und nach jedem seiner Filme der letzten Jahre darf man sich die bange Frage stellen, ob die Verdichtung, die seine Filme mittlerweile kennzeichnet, noch steigerbar ist.



Das trifft den Nagel schon auf den Kopd. Wobei Almodovar vom Unfertigen kommt und letztendlich bei der Perfektion gelandet ist.
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Re: Die Haut, in der ich wohne - Pedro Almodóvar (2011)

Beitragvon jogiwan » 14. Okt 2011, 09:59

es ist schon seine große Kunst, seine ganzen Filme von vorne bis hinten so stimmig zu gestalten, sämtliche Handlungsstränge harmonisch zu beenden und auch noch den Nebenfiguren eine derartige Tiefe zu verleihen, von denen Hauptdarsteller in anderen Filmen nur träumen können. Man sollte nur nicht den Fehler begehen, diese Erwartungshaltung dann auch auf andere Regisseure und deren Filme zu projizieren... :roll:
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Re: Die Haut, in der ich wohne - Pedro Almodóvar (2011)

Beitragvon jogiwan » 1. Apr 2012, 15:16

Nachdem ich den Streifen jetzt zum zweiten Mal gesehen hab, kann ich diesen ungewöhnlichen Thriller nur jedem ans Herz legen. "Die Haut, in der ich wohne" hat nicht nur Ähnlichkeiten mit Franjus "Augen ohne Gesicht" und sogar "Frankenstein", sondern kombiniert auch Elemente aus Mad-Scientist- und Horrorfilm mit einer abgründigen und hochgradig bizarren Geschichte einer persönliche Rache und Bestrafung, die den Zuschauer auch erst einmal auf die falsche Fährte lockt. Es scheint, als hätte der spanische Regisseur nach dem selbstreferenziellen Werk "Zerrissene Umarumgen" mal Lust auf etwas anderes bekommen und bleibt sich dennoch mit den vielischichtigen Charakteren und durchkomponierten Bild-Ästhetik treu. Ist aber definitv ein Film, der mit jeder Sichtung wächst! 8,5/10
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Re: Die Haut, in der ich wohne - Pedro Almodóvar (2011)

Beitragvon Adalmar » 2. Jan 2013, 20:44

Ich kann mich dem Lob weitgehend anschließen. Wunderschön ausgestatteter, leicht bizarrer (Tigermann) Thriller mit einem großartigen Pärchen Banderas/Anaya. War mein erster Almodóvar, aber bestimmt nicht mein letzter.
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