Die Folterkammer des Dr. Fu Manchu - Jess Franco (1969)

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Die Folterkammer des Dr. Fu Manchu - Jess Franco (1969)

Beitragvon dr. freudstein » 2. Jun 2011, 21:58

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Herstellungsland: Deutschland / Spanien / Großbritannien / Italien 1969

Regie: Jes(u)s Franco

Darsteller: Christopher Lee, Richard Greene, Tsai Chin, Maria Perschy, Howard Marion-Crawford,
Günther Stoll, Rosalba Neri, Jose Manuel Martin, Werner Abrolat, Osvaldo Genazzani, Herbert Fux u. a.

Story:
Dr. Fu Man Chu trachtet erneut danach sich die Welt untertan zu machen. Als neuestes Druckmittel benutzt er eine Maschine, die in Sekunden Wasser zu Eis gefrieren lassen kann. Nach einer erfolgreichen Demonstration seiner Maschine, stellt er der geschockten Weltöffentlichkeit ein Ultimatum sich vollständig zu ergeben. Nur noch Dr. Fu Man Chus Nemesis Nayland Smith kann seinem Erzfeind Einhalt gebieten...

http://www.ofdb.de/film/9409,Die-Folter ... Fu-Man-Chu
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Re: Die Folterkammer des Dr. Fu Manchu - Jess Franco (1969)

Beitragvon DrDjangoMD » 2. Jun 2011, 23:04

Sicher kein guter Film, aber reich an Bösewichtern und Aktionszenen, die mich anderthalb Stunden gut unterhalten haben und an die ich mich am nächsten Tag schon nicht mehr erinnern konnte. Günther Stoll ist leider sichtlich nicht in seiner besten Verfassung in dieser Rolle aber er ist immerhin noch Günther Stoll und macht allein damit den Film schon ansehenswerter. Schlechter Film, aber man kann ihn sich ohne Skrupel bis zum Ende ansehen.
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Re: Die Folterkammer des Dr. Fu Manchu - Jess Franco (1969)

Beitragvon dr. freudstein » 3. Jun 2011, 00:31

AHF Satz Deutschland
incl. Umschlag der Verleihfirma und Texttafeln

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Re: Die Folterkammer des Dr. Fu Manchu - Jess Franco (1969)

Beitragvon dr. freudstein » 3. Jun 2011, 21:19

Nachtrag des A4 Plakates:

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Re: Die Folterkammer des Dr. Fu Manchu - Jess Franco (1969)

Beitragvon Blap » 28. Jul 2011, 09:56

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DVD-Box von Kinowelt


Die Folterkammer des Dr. Fu Man Chu (Deutschland, Großbritannien, Spanien, Italien 1969, englischer Titel: The Castle of Fu Manchu)

Günther schwingt das Skalpell, Rosalba zieht die Wumme

...und wieder schlägt Fu Man Cu (Christopher Lee) zu! Nicht weniger als die übliche Forderung nach der Weltherrschaft im Gepäck, lässt er zwecks Demonstration seiner Macht ein dickes Schiff im Ozean versinken. Professor Heracles (Gustavo Re) hat eine Substanz entwickelt, die gigantische Mengen Wasser umgehend zu Eis erstarren lassen kann. Selbstverständlich hat der verschlagene Dr. Fu Man Chu den Wissenschaftler längst in seine Gewalt gebracht, doch der schwerkranke Gelehrte rückt die Formel nicht raus, steht kurz vor dem Herztod. Klar ist jedoch, dass grosse Mengen Opium zur Herstellung des Materials benötigt werden. In Anatolien verschafft sich der Supergangster Zugriff auf den Stoff, dazu nimmt er die Hilfe des lokalen Gauners Omar Pascha (José Manuel Martín), und dessen Tochter Lisa (Rosalba Neri) in Anspruch. Nachdem sich Fu Man Chu den Palast des Gouverneurs unter den Nagel gerissen hat, beendet er die Zusammenarbeit mit Omar auf seine Weise, Lisa verschwindet in finsteren Foltergewölben. Damit sich Professor Heracles nicht aus dem Leben verabschiedet, lässt Fu Man Chu den Herzspezialisten Dr. Curt Kessler (Günther Stoll) samt seiner Assistentin Dr. Ingrid Koch (Maria Perschy) entführen, Kessler soll eine Herztransplantation durchführen. Gewissermaßen vor der Nase von Nayland Smith (Richard Greene) und Dr. Petrie (Howard Marion Crawford), werden Kessler und Koch aus London verschleppt. Nayland Smith macht sich auf die Suche nach seinem Erzfeind, wird er Fu Man Chu endlich zur Strecken bringen? Immerhin kann er auf die Hilfe Omar Paschas setzen, der seine Lisa den Krallen des Chinesen entreissen will...

Jess Franco führte bereits beim vierten Auftritt des Oberschurken Fu Man Chu Regie, auch der fünfte und letzte Beitrag zu dieser schönen Filmreihe geht auf sein Konto ("Filmreihe" bezieht sich auf die fünf Fu Man Chu-Streifen aus den sechziger Jahren, vorherige und spätere Werke sind davon ausgenommen). Zur Gestaltung des Auftakts der fünften Sause, bediente man sich beim zweiten Film der Reihe, Szenen aus dem Finale von "Die 13 Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu" müssen herhalten. Eine dreiste und clevere Maßnahme, das Konto des Geldgebers wird sich gefreut haben, tatsächlich funktionieren die "gestohlenen" Szenen in ihrem neuen Umfeld erstaunlich gut.

Christopher Lee gibt den ultrabösen, skrupellosen Megaschurken mit gewohnter Souveränität, wer sich seinem Willen widersetzt wird vernichtet. Bekanntlich führen selbst Gehorsam und Zusammenarbeit nicht zum Ziel, Geschäftspartner die ihre Aufgaben erfüllt haben, lässt der Doc ebenfalls gern von seinen Mitarbeitern entsorgen. Wenn freche Arbeiter sich nicht als Packesel einspannen lassen, lässt Fu Man Chu vor Zorn den grössten Staudamm des nahen Osten bersten, den ungehorsamen Pöbel sintflutartig hinfort spülen. Nebenbei führt er damit dem noch nicht in der Spur laufenden Dr. Kessler vor Augen, dass man sich vorzugsweise dem Willen Fu Man Chus unterwerfen sollte. Günther Stoll sehe ich sehr gern, in den letzten Monaten tauchte er immer wieder in den frühen Derrick-Episoden auf, leider verstarb er bereits 1977. Stoll hat in "Die Folterkammer des Dr. Fu Man Chu" einige herrliche Szenen. Stoll und Perschy werden von den Schergen des Bösewichts in Särgen abtransportiert, schälen sich nach dem Ende der Zwangsnarkose wie Untote aus den Holzkisten. Jess Franco taucht diese Momente in soft-gruselig bunte Farben, derartige "Spätsechziger-Psychedelic-Ausleuchtung" bietet der Streifen immer wieder an. Stoll darf nicht nur dem Sarg entsteigen, gemeinsam mit Frau Perschy verpflanzt er ein Pumporgan, Fu Man Chu hat freilich an einen geeigneten Operationssaal gedacht. Maria Perschy ist recht hübsch anzusehen, ihre Rolle gibt indes nicht allzu viel her. In erster Linie darf sie Günther Stoll schöne Augen machen, so verpasst man dem Treiben nebenbei eine kleine Liebesgeschichte. Weitaus interessanter mutet der Part von Rosalba Neri an, die mit dem Schiessprügel für eine Dosis Radau sorgt. Neri sorgt in anderen Filmen, bei einigen Fans des Eurokult-Kinos für feuchte Träume, spontan denke ich an "Das Schloss der blauen Vögel" (1971) von Fernando Di Leo. Diesmal gibt sie sich züchtig, gewährt dem geifernden Lüstling keine Einblicke. Leider taucht Rosalba im Mittelteil des Films ab, für meinen Geschmack hätte man ihre Rolle gern ein wenig grösser anlegen dürfen. Tsai Chin sehen wir wie immer als treue und fiese Tochter des Dr. Fu Man Chu, Howard Marion Crawford gehört als Weggefährte von Nayland Smith ebenfalls zum Inventar der Reihe. Richard Greene mag nicht ein so überzeugender Nayland Smith wie Nigel Green sein (Der in "Ich, Dr Fu Man Chu" diese Rolle innehatte), kann aber mit einer zufriedenstellenden Vorstellung aufwarten. Nayland Smith steht sowieso nicht mehr so stark im Mittelpunkt wie zu Beginn der Reihe, von daher gibt es nichts relevantes an der Leistung von Greene zu bemängeln.

Jess Franco taucht in seinen Filmen gern selbst vor der Kamera auf. In diesem Streifen sehen wir ihn als phlegmatischen Polizisten, der in der Türkei für Recht und Ordnung sorgen soll. Ich mag die Auftritte des knubbeligen Spaniers, solche Schlaffis wie der von ihm verkörperte Inspektor Ahmet passen prima zu Franco. Insgesamt wirkt "Die Folterkammer des Dr. Fu Man Chu" für einen Jess Franco Film eher zahm, auf Erotik und sonstige Auswüchse wurde (leider) verzichtet. Im Vergleich zu Francos "Der Todeskuss des Dr. Fu Man Chu", kommt der fünfte Streifen um den Superschurken ein wenig hüftsteifer daher. Ich vermisse den frischen Wind des Vorgängers, welcher der Reihe sehr gut zu Gesicht stand. Wirft man darüber hinaus einen Blick auf die Filmographie des Meisters, stellt man fest, dass Franco während der späten sechziger/frühen siebziger Jahre, ganz andere Kaliber auf die Beine gestellt hat. Selbst der Blick in die vermeintliche Folterkammer fällt fast verschämt aus, die Handbremse bleibt angezogen. Im Finale geht manchmal die Übersicht verloren, die Kamera hat Mühe dem Popanz zu folgen.

Auf der DVD findet man (wie üblich) die deutsche und die internationale Version des Films. Beide Fassungen funktionieren, einmal mehr gefällt mir die lange (internationale) Fassung etwas besser, sie wirkt stimmiger, runder. Auch bezüglich der Bildqualität hat die lange Variante klar die Nase vor, die deutsche Kinofassung hat mit deutlichen Qualitätsschwankungen zu kämpfen. Für die lange Fassung -die in englischer Sprache vorliegt- stehen zuschaltbare Untertitel in deutscher Sprache zur Verfügung. Der unverzichtbare Hinweis auf die "Dr. Fu Man Chu Collection" aus dem Hause Kinowelt, in der alle fünf "Fu Man Chu" Filme mit Christopher Lee enthalten sind:

• Ich, Dr. Fu Man Chu (1965)
• Die 13 Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu (1966)
• Die Rache des Dr. Fu Man Chu (1967)
• Der Todeskuss des Dr. Fu Man Chu (1968)
• Die Folterkammer des Dr. Fu Man Chu (1969)


Das Set wird inzwischen für schlappe 15€ gehandelt, ein sehr fairer Kurs für diese fünf schönen Filme! Sicher, die Umsetzung der deutschen Fassungen mag nicht perfekt sein. Doch die internationalen Auswertungen sind in der Regel sowieso vorzuziehen, ich betrachte die deutschen Versionen als angenehmen Bonus. Auch wenn nur der erste Film von mir 8/10 (sehr gut) erhielt, möchte ich für das Gesamtpaket dennoch 8/10 ziehen! Fu Man Chu sorgt für gute Laune, und wenn ich die unzähligen "Wohlfühlpunkte" zumindest im Ansatz in die Bewertung einfliessen lasse, dann sind 8/10 keinesfalls zu großzügig bemessen!

Nun steht die Einzelwertung für "Die Folterkammer des Dr. Fu Man Chu" an. Beim direkten Vorgänger sah diese wie folgt aus: "7/10 (gut) halte ich für angemessen, der "Wohlfühlfaktor" lässt den Flick in höhere Regionen schweben. Danke, lieber Jes(u)s." Weil die "Folterkammer" ein wenig abfällt, kann ich mir lediglich 6,5/10 abringen. Aber ihr wisst ja: Knuffigkeit passt in kein Zahlenraster!

Lieblingszitat(e):

Aus der englischen Fassung:

"We are very happy to serve you."

Aus der deutschen Fassung:

"Wenn sich die Regierungen der Großmächte meinem Willen nicht beugen, werde ich die Menschheit vernichten!"
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Re: Die Folterkammer des Dr. Fu Manchu - Jess Franco (1969)

Beitragvon Prisma » 13. Dez 2014, 02:27



Christopher Lee   Tsai Chin   Maria Perschy   in

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● DIE FOLTERKAMMER DES DR. FU MAN CHU / EL CASTILLO DE FU-MANCHU / IL CASTELLO DI FU MANCHU / THE CASTLE OF FUMANCHU (D|E|I|1969)
mit Günther Stoll, Howard Marion-Crawford, Werner Abrolat, Rosalba Neri, José Manuel Martín und Richard Greene
eine Gemeinschaftsproduktion der Terra Filmkunst | Italian International Film | Tilma Films | Balcázar Producciones Cinematográficas | im Verleih der Constantin
ein Film von Jess Franco


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»Die Foltern des Fu Man Chu sind grausamer als der Tod!«


Super-Schurke Dr. Fu Man Chu (Christopher Lee) lässt in der Karibik einen künstlichen Eisberg entstehen, mit dem er ein großes Passagierschiff kollidieren lässt. Hunderte Menschen kommen ums Leben. Mit dieser Demonstration ist die Ankündigung verbunden, die Menschheit auszurotten, falls die Regierungen aller Länder sich nicht seinem Willen beugen. Dieses Verfahren wurde von Professor Henderson (Gustavo Re) entwickelt, der sich in der Gewalt Fu Man Chus befindet, doch der Wissenschaftler ist schwer herzkrank, so dass er seine Erfindung nicht verfeinern kann. Lin Tang (Tsai Chin) wird beauftragt, den Chirurgen Dr. Kessler (Günther Stoll) und dessen Assistentin Dr. Koch (Maria Perschy) zu entführen, damit die beiden eine Herztransplantation bei Henderson vornehmen können. Falls sie sich weigern, werden sie in der Folterkammer landen. Nayland Smith (Richard Greene) von Scotland-Yard nimmt erneut die Verfolgung auf, doch wird er den größenwahnsinnigen Verbrecher noch aufhalten können..?

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Nach diesem fünften Teil wurde der Plan einer weiteren Fortsetzung schnell zu den Akten gelegt, da Jess Francos zweite Fu-Man-Chu-Adaption sowohl bei der Kritik als auch bei der Zuschauergunst nicht unbedingt erfreut aufgenommen wurde. Und tatsächlich ist Film N°5 noch verworrener und umständlicher konstruiert worden als sein eigentlich unterhaltsamer Vorgänger. Bereits der Beginn lässt den Eindruck entstehen, dass man hier nicht nur schnell inszeniert hat, sondern dass wesentliche Fragmente lediglich eilig zusammen gebastelt wurden, so dass kein rundes Gesamtbild entsteht. Minutenlanges Archiv-Material lässt eine frühe Langeweile entstehen und eine kaum zu überbietende Zusammenhanglosigkeit windet sich durch den kompletten Verlauf. Auf der anderen Seite bekommt man es zusätzlich auch noch mit einem durch und durch konservativen Franco zu tun, was die Aufmerksamkeit nicht gerade unterstützend fordert. Erneut ist es der Regie in keinem Moment gelungen, an das bestehende Zeitfenster anzuknüpfen und es sieht tatsächlich so aus, als würde Dr. Fu Man Chu seine Rachepläne im Jahr 1969 schmieden. Diese Zeit- und Gedankensprünge machen die ohnehin ausgelutschte Geschichte nicht gerade interessanter, es haben einfach ein paar zündende Einfälle gefehlt, um der Reihe zu einen neuen Schub zu verhelfen. Aber die Inszenierung stellt ja insofern quasi eine Expertise dar, dass man sich diese Strategie wohl schon vorher aus dem Kopf geschlagen hatte. Jess Francos Eigensinn überlagert somit resolut das tatsächliche Serien-Konzept und der Zusammenhang wird nur noch durch die boshaften Protagonisten und deren Gegenspieler am Leben gehalten. Die Zusammenstellung der Stammbesetzung und der immer wieder neu integrierten Charaktere sorgt für eine willkommene Abwechslung, hochkarätige Darsteller für Wiedersehensfreude, wenngleich sie unter der Regie beinahe nur noch Sekundär-Charakter haben.

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In "Die Folterkammer des Dr. Fu Man Chu" ist es beonders seltsam und unverständlich, aber Christopher Lee und Tsai Chin wollen hier nicht die gewohnte Freude aufkommen lassen. Sie wirken erstens recht konträr zu der jeweiligen Strategie aus Vorgängerfilmen inszeniert, außerdem fehlt zweitens die diabolische Note. Dr. Fu Man Chu möchte erneut die Weltherrschaft für sich gewinnen, doch in keinem der anderen Beiträge ging es so konfus zu, wie hier. Christopher Lee wirkt nahezu so, als sei er lediglich zum Stichwortgeber degradiert worden und Tsai Chin plätschert ohne die bekannte und gerne wahrgenommene Vehemenz nebenher, so dass es von vorne herein klar erscheint, dass auch hier kein Blumentopf zu gewinnen ist. Dieser Eindruck nimmt dem Szenario in schwerwiegender Art und Weise die sowieso nicht vorhandene Spannung und Francos zweiter Beitrag verkommt zu einem unausgereiften Abenteuer-Film. Maria Perschy kann ihrre Unterforderung leider zu keinem Zeitpunkt verbergen, also beschloss sie offenbar als Ablenkungsmanöver, besonders schön und elegant wie selten auszusehen. Ihre Rolle gestaltet sich im Serien-Kontext nur noch als obligatorisch und geht schließlich unter, was sehr schade ist. Günther Stoll teilt das gleiche Schicksal, denn seine - im eigentlichen Sinne Schlüsselfigur - verblasst ebenfalls im Dickicht der Inszenierung.

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Richard Greene und Howard Marion Crawford messen zwar gewohnt ihre Kräfte, was jedoch hier nichts anderes als ausgemergelte Routine bedeutet und eine mit Maschinenpistolen herumballernde Rosalba Neri verleitet bestenfalls zum Träumen, andernfalls eher zum Schmunzeln. Darsteller und Stab läuten das Ende der Serie also mit Pauken und Trompeten ein und man wundert sich, dass hier durchgehend derartig schlampig und verworren inszeniert wurde. Im Großen und Ganzen hat Jess Franco wenig empathische Fähigkeiten bei der Bearbeitung des Stoffes angesichts bestehender Regeln einer laufenden Serie bewiesen und wirklich alles hier wirkt isoliert voneinander, als habe jeder aneinander vorbei gearbeitet. Hin und wieder kommen einige schöne Bilder und gelungene Veranschaulichungen zum Vorschein, die die Wurzeln in Erinnerung rufen, allerdings folgen darauf unmittelbar wieder Stilbrüche und unwirsche Bearbeitungsmethoden, so dass man es schlussendlich mit dem wohl schwächsten "Fu Man Chu"-Teil zu tun hat. Insgesamt gesehen ist "Die Folterkammer des Dr. Fu Man Chu" als unkonventioneller Versuch im Sinne der Reihe gescheitert, aber eigenartigerweise gibt es dennoch genügend Unterhaltungspotential aufzuspüren. So lala!
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