Das Geheimnis des Dr. Z - Jess Franco (1966)

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Re: Das Geheimnis des Dr. Z - Jess Franco (1966)

Beitragvon Adalmar » 10. Jul 2013, 23:35

reggie hat geschrieben:Ich finde ja Buxtes Reviews immer Grundsolide und Ehrlich, was er schreibt das stimmt bestimmt ;) Und würde ich wahrscheinlich auch so sehen :?
Gerade bei Franco Filmen gibts immer viel schönrederei seitens der Fans. Und der Dr.Z wurde ja überall sehr gut bewertet, wahrscheinlich etwas überbewertet. Kenne den Film ja noch nicht...


Heißt das, andere Rezensenten sind unehrlich und schreiben was anderes hin als ihre wirkliche Meinung? Ich weiß auch nicht, was Schönrederei konkret besagen soll, ich rede mir keinen Film schön in dem Sinne, dass ich ihn besser bewerte, als ich ihn wirklich finde. Vielleicht solltest du den Film doch erst mal sehen, ehe du ihn als überbewertet einstufst.

"Paroxismus" ("Venus in Furs") von Franco hat Bux viel positiver bewertet als ich, ist da dann er der Schönredner und ich der Ehrliche?
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Re: Das Geheimnis des Dr. Z - Jess Franco (1966)

Beitragvon ugo-piazza » 9. Feb 2014, 22:18

Noch einmal ein schwarz-weißer Franco, und auch hier gelingt es Onkel Jess gut, mit der schwarz-weiß-Fotografie umzugehen. Inhaltlich wird die Figur des Dr. Orloff (zumindest am Rande) und auch der Handlungsort Hartog wieder aufgenommen und in die Gegenwart transferiert und mit etwas Frankenstein und Edgar Wallace vermischt, hinzugefügt die Rache der Hinterbliebenen an den Mitgliedern der angeblich zurückgebliebenen Ärztekammer, die ein paar Jahre später in "Sie tötete in Ekstase" wieder auftauchte. So viel Nacktheit gibt es hier nicht, aber ein paar Erotikpunkte für die "Spinnenfrau" Estella Blain sind schon drin. Und außerdem haben beide Werke gemein, dass Howard Vernon das erste Racheopfer wird. Jess selbst gibt uns diesmal den Inspektor Tanner. Und unter uns PASTOREntöchtern gesagt, den 1972er Giallo "Sette Scialli di seta gialla" hätte es ohne Dr. Z wohl auch nicht gegeben. Von der optischen Umsetzung gut gelungen, hat Dr. Z allerdings das Problem, zwischen den Stühlen zu sitzen, und das bekommt ihm leider nicht so richtig. Aus heutiger Sicht eine unschöne Assoziation erzeugt die anfängliche Szene, in der Dr. Z mitsamt Rollstuhl eine Treppe hochgetragen wird, um den Konferenzsaal zu erreichen, denn da musste ich an meine Begegnung mit dem im Rollstuhl sitzenden Franco vor anderthalb Jahren denken.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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