Balada triste de trompeta - Álex de la Iglesia (2010)

Moderator: jogiwan

Re: Balada triste de trompeta - Álex de la Iglesia (2010)

Beitragvon karlAbundzu » 5. Feb 2016, 15:22

Bei Zimmermann die hübsch aufgemachte Doppel-CD für wenig geholt und mir jetzt mal die extras angesehen.
Ein halbstündiger Auftritt / Q&A des Regiesseurs und der Hauptdarstellerin in Berlin nach einer Aufführung (ich schätze mal Berlinale), sehr interessant und lustig und Buttgereit stellt auch eine Frage. Eine Viertelstunde ein sogenanntes "making of" fürs fernsehen produziert, aber gehaltvoller, als die meisten anderen der Sorte. Eine Stunde Produktionstagebuch, da kann man mal sehen wie so was gedreht wird, und wie die Stimmung am Set ist. Und 10 Minuten über Special effects, also Gegenüberstellung der reinen Studioszenen und wie sie dann im Film aussehen, also green screen, Überblendungen, CGis und Farbpielereien.
Alles nicht ganz schlecht und Alex de la Iglsias Auftritt auch ganz gelungen, aber brauchen tu ich das alles nicht, ich freu mich mehr über Kurzfilme oder so was...
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Balada triste de trompeta - Álex de la Iglesia (2010)

Beitragvon buxtebrawler » 5. Feb 2016, 16:06

karlAbundzu hat geschrieben:Bei Zimmermann die hübsch aufgemachte Doppel-CD für wenig geholt und mir jetzt mal die extras angesehen.


Du bezeichnest DVDs oder Blu-rays als CDs? Voll opamäßig :P
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Balada triste de trompeta - Álex de la Iglesia (2010)

Beitragvon karlAbundzu » 6. Feb 2016, 11:50

Klein, rund und spiegelig.....
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: Balada triste de trompeta - Álex de la Iglesia (2010)

Beitragvon purgatorio » 17. Apr 2016, 08:24

MAD CIRCUS – EINE BALLADE VON LIEBE UND TOD (BALADA TRISTE DE TROMPETA, Spanien, Frankreich 2010, Regie: Álex de la Iglesia)

Auch für den hartgesottensten Faschisten dürfte dies ein kaum kalkulierbares Schreckensbild sein: Ein Clown im Kleid, mit golden gelockter Perücke und einer Machete metzelt sich unaufhaltsam durch die Reihen der Franco-Truppen. Javier, der Sohn des Clowns, ist nun seiner Kindheit beraubt und muss mit ansehen, wie sein Vater in der Gefangenschaft gebrochen wird. Bevor er brutal in den Minen des Regimes ermordet wird, schwört er den Sohn jedoch noch auf Rache ein.

Jahre später, des Lächelns beraubt, tritt Javier als trauriger Clown dem Zirkus bei. Hier verliebt er sich unsterblich in die Artistin Natalia, welche sich jedoch als Partnerin des jähzornigen und brutalen Clowns Sergio entpuppt. Angetrieben von Hoffnung, die über Melancholie und unterdrückte Gefühle zu siegen beginnt, tritt Javier in ein Konkurrenzverhältnis zu Sergio. Beide Clowns buhlen nun mit allen Mitteln und immer brutaler um die Gunst der Frau. Der irre Kampf zwischen Lachen und Weinen beginnt und zieht nicht nur die Zirkusgemeinde in Mitleidenschaft…

Die Exposition des Films ist so genial und mitreißend, dass ich sie gleich zwei Mal guckte. Unfassbar, wie gut die gemacht ist! Ob das Niveau gehalten werden kann, fragte ich mich schon nach den ersten Filmminuten. Es kann! Und wie! MAD CIRKUS oder die BALADA TRISTE DE TROMPETA ist ein beispielloser, surrealer Trip, ein Rausch von Film, der permanent zwischen Lachen und Weinen, Wahnsinn und Vernunft pendelt… obwohl, die „Vernunft“ müsste man eigentlich streichen. Der Film ist ein Abstieg in den Irrsinn. Sehr tragisch, sehr witzig, unglaublich schräg und nur schwer zu beschreiben. Das muss man gesehen haben! Ganz großer Film über den Wahnsinn der Welt, der Liebe und des Lebens, welcher sich in die Gesichter seiner Antihelden einritzt und sie zum Angriff auf jede Norm und Vernunft blasen lässt – eine Achterbahnfahrt von Film!
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