Aftermath - Nacho Cerdà (1994)

Moderator: jogiwan

Aftermath - Nacho Cerdà (1994)

Beitragvon dr. freudstein » 25. Aug 2010, 15:47

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Herstellungsland: Spanien / 1994

Regie: Nacho Cerdà

Darsteller: Xevi Collellmir, Jordi Tarrida, Ángel Tarris, Pep Tosar

Story:

Die junge Marta Arnau Martí kommt bei einem Autounfall ums Leben. Ihr Leichnam wird in einer Leichenhalle aufgebahrt, wo ein geistig gestörter Pathologe seine nekrophilen Fantasien auslebt. Nachdem er die Leiche betastet und dabei onaniert, hat er Sex mit dem toten Körper...

Quelle: ofdb.de
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Re: Aftermath - Nacho Cerdà

Beitragvon Onkel Joe » 27. Aug 2010, 11:24

Für mich das SCHLECHTESTE Cover aller Zeiten !!!
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Re: Aftermath - Nacho Cerdà

Beitragvon jogiwan » 27. Aug 2010, 11:39

"Aftermath" ist sicherlich kein herkömmlicher Film, sondern wohl eher eine grenzwertige Filmerfahrung, der sich wohl nur aufgeschlossenen Menschen stellen sollte. Ähnlich wie bei "irreversible" und Konsorten geht es wohl weniger um die Zurschaustellung von unschönen Dingen, sondern darum, beim Zuschauer bestimmte Emotionen auszulösen. Für mich persönlich stellt der pathologische "Aftermath" paradoxerweise ein Plädoyer für das Leben dar, da er sehr eindrucksvoll zeigt, dass nach dem unvermeindlichen Ende lediglich eine unschöne und hilflose Hülle zurückbleibt, die im Grunde nichts Menschliches mehr in sich trägt. "Aftermath" konfrontiert den Zuschauer mit unschönen und auch unbequemen Wahrheiten und das macht ihn so besonders - auch wenn ich mir den vermutlich nie wieder anschauen möchte...
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Re: Aftermath - Nacho Cerdà

Beitragvon untot » 16. Sep 2010, 23:17

Aftermath ist sicher kein Filmchen für zarte Gemüter, weil teils schon krasse Darstellungen gibt.
Trotzdem fand ich ihn interessant, abstoßend und fazinierend zugleich, wies solche Produktionen eben so an sich haben.
Einziges Manko ist, das es nach einer halben Stunde schon vorbei ist, kaum kommt der Film richtig in Fahrt ist er auch schon wieder vorbei.
7/10
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Re: Aftermath - Nacho Cerdà

Beitragvon purgatorio » 18. Aug 2011, 13:45

Das Untörtchen hätte sich die "Autopsie" wohl gerne auf 2 Stunden Laufzeit gedehnt angesehen?

Aftermath hinterließ tatsächlich einen Nachgeschmack. Wirklich bewerten möchte ich den Film aber erst im Kontext der Kurzfilm-Trilogie von Cerdà über das Leben und den Tod. Herausgelöst ist es sicherlich ein grenzwertiger Film der bei weitem nicht jedem zusagen dürfte. Auch die Suche nach einem künstlerischem Anspruch ist wohl nicht leicht zu bewerkstelligen, nachdem man sich die Schandtaten des Pathologen an diesem Leichnam ansehen musste (er ist aber da!)
Im Übrigen sah ich mal ein medizinisches Autopsie-Video (ist schon echt lange her) und kann daher sagen: So stark blutet eine Leiche nicht! Nie! Die Frage die ich mir dann aber stellte war, ob meine Suche nach Fehlern im unfassbar realistischen Masken- und Make-Up-Design nur der Griff nach einem Notnagel und der Wunsch nach Distanz war. Denn viel Distanz lässt dieser Film nicht zu.
Ich glaube, ich notiere hier noch unter dem Eindruck des bitteren Nachgeschmacks nur wirre Gedankenschnipsel - eine Zweitsichtung wird's wohl richten müssen :thup: Dann im Gesamtkontext Cerdà-Frühwerks!

Post Scriptum: Die Cover sind in der Tat unter aller Sau und werden dem Charakter des Films nicht gerecht.
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Re: Aftermath - Nacho Cerdà

Beitragvon untot » 18. Aug 2011, 14:00

Nenene, ich hätte z.B. gerne mehr über den Charkter des Arztes erfahren... mich hätte interessiert warum der so drauf ist! :nick:
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Re: Aftermath - Nacho Cerdà

Beitragvon jogiwan » 18. Aug 2011, 14:09

Die Frage, was mit uns nach unserem Tode passiert, zieht sich ja durch sämtliche Weltreligionen und gehen von Wiedergeburt bis hin zur allseits beliebten Himmel / Hölle-Theorie, mit der die römisch-katholische Kirche ihre Mitglieder seit Jahrtausenden zur Tugend zwingt. Hat der Mensch eine Seele, die nach seinem Tode weiterlebt und was passiert mit unseren Körpern. Der Tod ist eine Tatsache, die im tagtäglichen Leben so weit wie möglich von sich hergeschoben wird und ist man dann tatsächlich damit konfrontiert, ist man meist überfordert. Cerdà präsentiert den Tod in seiner ungeschönten Weise und zwingt dem Zuseher dadurch sich mit dem Tod auseinander zu setzen. Der menschliche, wenn auch tote Körper wird in “Aftermath” nicht mit Würde, sondern im medizinischen Kontext wie eine Ware behandelt, an dem ohne Rücksicht auf allgemeingültigen Wertvorstellungen herumgeschnitten und -gewerkt wird. Grausam, sowas!
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Re: Aftermath - Nacho Cerdà

Beitragvon untot » 18. Aug 2011, 15:17

Darüber denke ich des öfteren nach, sieht man einen toten Körper, ist es für mich nicht mehr der Mensch den ich gekannt habe, alles was ihn ausgemacht hat, ist weg, spräche für die Tatsache, das etwas wie eine Seele existiert.
Ich find das gar nicht grausam, nach meinem Tod ist mein Körper eine leere Hülle, weiter nichts, was die dann mit mir anstellen, wär mir offen gesagt völlig gleichgültig.
Wenn Gunther von Hagens ein echt fieses Plastinat von mir anfertigen würde, fände ich das sogar ziemlich cool und wenn ein kranker Pathologe seine "Spielchen" mit mir treibt, so fände ich das zwar krank klar, aber ich wäre dann eher amüsiert als geschockt, muss ich zu geben.
:shock: Das klingt jetzt als wenn ich respektlos gegenüber nem toten Körper wäre, dem ist nicht so, ganz im Gegenteil, ich würde ja nicht mal einen Gegenstand lieblos behandeln!! :nixda:

In der Medizin werden auch Lebende längst wie Ware, oder Vieh behandelt!!
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Re: Aftermath - Nacho Cerdà

Beitragvon Vinz Clortho » 18. Aug 2011, 15:54

Onkel Joe hat geschrieben:Für mich das SCHLECHTESTE Cover aller Zeiten !!!

Ach du Schande. Ist der auch aus Zwiebelmett?! :shock: McBrewer, du altes Ferkel! :lol:
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Re: Aftermath - Nacho Cerdà

Beitragvon purgatorio » 18. Aug 2011, 17:09

untot hat geschrieben:(...)und wenn ein kranker Pathologe seine "Spielchen" mit mir treibt, so fände ich das zwar krank klar, aber ich wäre dann eher amüsiert als geschockt, muss ich zu geben.

:shock:
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