X 312 - Flug zur Hölle - Jess Franco (1971)

Moderator: jogiwan

X 312 - Flug zur Hölle - Jess Franco (1971)

Beitragvon jogiwan » 30. Sep 2012, 13:07

X 312 - Flug zur Hölle

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Originaltitel: Vuelo al infierno

Alternativtitel: Die grüne Hölle des Amazona / Flight to Hell

Herstellungsland: Spanien, Deutschland / 1971

Regie: Jess Franco

Darsteller: Thomas Hunter, Gila von Weitershausen, Hans Hass Jr., Fernando Sancho

Story:

Ein kleines Charterflugzeug ist von Chile nach Brasilien unterweg und hat eine Handvoll Passagiere an Bord, die allesamt einen Grund zur überstürzten Flucht aus dem Land haben. Als das Gerücht die Runde macht, dass sich auch ein ehemaliger Bankdirektor mit wertvollen Diamanten im Gepäck mit dieser Maschine absetzen möchte, wird bei einem Zwischenstopp ein Mann eingeschleust, der die Maschine in der Luft entführen soll. Doch der Plan geht schief und die Maschine stürzt im Dschungel ab. Während sich die Überlebenden durch die grüne Hölle kämpfen müssen, droht jedoch weitere Gefahr, als auch die Habgier innerhalb der dezimierten Gruppe Überhand nimmt und sich auch noch Eingeborene und eine Verbrecherband hinter den Abgestürzten hermachen...
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Re: X 312 - Flug zur Hölle - Jess Franco (1971)

Beitragvon jogiwan » 8. Sep 2013, 09:19

Eigentlich ganz nette Mischung aus Katastrophen- und Abenteuerfilm, in der man als Jess Franco-Fan ja auch jede Menge bekannte Gesichter zu sehen bekommt und neben jeder Menge zwielichtiger Gestalten sogar ein Eingeborenenstamm kurz "Hallo" sagt. Der spanische Regisseur zoomt, schwenkt und wackelt sich ja auch einen Wolf um den Zuschauer nicht zu langweilen und "X 312 - Flug zur Hölle" ist für Franco-Verhältnisse auch überraschend flott und kurzweilig ausgefallen. Zwar kann man richtiges Duschungel-Feeling mit der Lupe suchen und jedesmal bevor es ans Eingemachte geht, wird auch abgeblendet, aber dennoch ist der Streifen sehr unterhaltsam ausgefallen und bietet auch eine nette Geschichte mit viel Nonsens-Momenten über menschliche Habgier und wohin diese führen kann. Die Ami-DVD von Image-Entertainment bringt den Streifen mit deutscher (!) Tonspur, guter Bildqualität und optionalen, englischen Untertiteln. Spaßiges Teil und auch sicher einer von Francos mainstreamigeren Auftragwerken, dem man auch durchaus mehr Bekanntheitsgrad wünschen würde.
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Re: X 312 - Flug zur Hölle - Jess Franco (1971)

Beitragvon ugo-piazza » 8. Sep 2013, 21:17

jogiwan hat geschrieben: Zwar kann man richtiges Duschungel-Feeling mit der Lupe suchen


:opa: Duschgel! :D
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: X 312 - Flug zur Hölle - Jess Franco (1971)

Beitragvon jogiwan » 8. Sep 2013, 21:30

Duschlingel! :lol:
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Re: X 312 - Flug zur Hölle - Jess Franco (1971)

Beitragvon dr. freudstein » 8. Sep 2013, 21:53

:lol: :lol: :lol:
wohl nen Bierchen zuviel gehabt, heute oder gestern :mrgreen:
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Re: X 312 - Flug zur Hölle - Jess Franco (1971)

Beitragvon jogiwan » 23. Mär 2015, 11:10

ab 19.05.2015 von Pidax

hat geschrieben:Jess Francos Mischung aus Kriminal- und Abenteuerfilm wartet mit beliebten Schauspielern auf: neben Thomas Hunter ist hier vor allem „Sir John“ Siegfried Schürenberg in einer grandiosen Rolle hervorzuheben, an seiner Seite spielen Gila von Weiterhausen, Hans Hass jr., Ewa Strömberg, Esperanza Roy, Howard Vernon und „Dauerbösewicht“ Paul Müller. Ein kurzweiliger Streifen aus der Werkstatt Artur Brauners, in dem der berühmt berüchtigte Regisseur Jess Franco natürlich auch einen obligatorischen Gastauftritt hat!


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Re: X 312 - Flug zur Hölle - Jess Franco (1971)

Beitragvon buxtebrawler » 23. Mär 2015, 11:13

jogiwan hat geschrieben:ab 19.05.2015 von Pidax

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:thup:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: X 312 - Flug zur Hölle - Jess Franco (1971)

Beitragvon Die Kroete » 23. Mär 2015, 12:34

buxtebrawler hat geschrieben:
jogiwan hat geschrieben:ab 19.05.2015 von Pidax

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:thup:


Der Captain auf dem Cover sieht aus wie Fernando Sancho !? :o
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Re: X 312 - Flug zur Hölle - Jess Franco (1971)

Beitragvon Prisma » 23. Mär 2015, 14:05



X 312 - FLUG ZUR HÖLLE

● X 312 - FLUG ZUR HÖLLE / VUELO AL INFERNO (D|E|1971)
mit Thomas Hunter, Esperanza Roy, Fernando Sancho, Gila von Weitershausen, Hans Hass jr.,
Siegfried Schürenberg, Howard Vernon, Paul Muller, Beni Cardoso und Ewa Stroemberg
eine Produktion der CCC Filmkunst | Fénix Films | im Verleih der Cinerama
Ein Film von Jess Franco


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»Das scheint ja wirklich ein heißes Ding zu sein«


Tom Nilson (Thomas Hunter) nimmt in seinem Büro in Rio mit letzter Kraft einen Bericht auf Tonband auf. Nur er kann über die mysteriösen Umstände des Absturzes einer kleinen Chartermaschine berichten, die irgendwo im brasilianischen Urwald verloren ging. Da sich herausstellte, dass ein Pasagier, der Bankpräsident Ruprecht (Siegfried Schürenberg), wertvolle Juwelen überführen sollte, schaltete sich eine Verbrecherorganisation ein, die die Beute rücksichtslos an sich bringen wollte. Zwar hatten alle Fluggäste den Absturz überlebt, doch es kam dennoch zu lebensgefährlichen Komplikationen, die im Urwald lauern. Wer hat den Kampf ums Überleben gewonnen und kann Nilson seine Informationen rechtzeitig weiter geben..?

Jess Francos "X 312 - Flug zur Hölle" ist angesichts des Gesamt-Ergebnisses ohne jeden Zweifel einer seiner angepassteren Filme geworden, und man bekommt einen hohen Unterhaltungswert geboten, da der Regisseur zu jener Zeit auch noch nicht so kopflastig inszenierte. Zu sehen sind bereits viele Ansätze seiner später immer deutlicher werdenden Handschrift, wobei das alles hier noch sehr verhalten wirkt. Der Spielfilm schafft es, einen überzeugenden, wenn auch nur vagen Spannungsbogen aufzubauen und zu transportieren, er wirkt relativ klar im Aufbau und es kommt zu sehr begrüßenswerten Überraschungsmomenten. Betrachtet man die Besetzung, so gehen einem hier vor Freude die Augen über, vor allem, weil die bunte Mischung auch noch hauptsächlich zu überzeugen weiß. Franco erklärte in einem Interview, dass ursprünglich Susann Korda für weibliche Hauptrolle vorgesehen war, die schließlich von Gila von Weitershausen ersetzt wurde, da die Spanierin kurz vor Drehbeginn tödlich verunglückte. An dieser Information bleibt man gedanklich immer wieder hängen, wenn man sich vorstellt, welchen Reiz die atemberaubende Susann Korda dieser Geschichte zusätzlich gegeben hätte. Schön und gut, Franco lässt also schon einmal die Turbinen warm laufen, und der Flug in die grüne Hölle kann losgehen, der sich immer wieder mit obligatorischen, schönen Landschaftsaufnahmen schmückt und durchaus ein spezielles Flair vermitteln kann.

Bild Bild

Thomas Hunter als Berichterstatter der Geschichte, die als Film eine komplette Rückblende darstellt, wirkt recht überzeugend, vor allem aber agil, so dass er dem Szenario einen deutlichen Stempel aufdrücken kann. Die schöne und darstellerisch sehr stichhaltige Esperanza Roy, hier unter anderem zuständig für die erotischen Momente, darf man von oben bis unten in ihrer besten Verfassung bestaunen, im Gegensatz zu Kollegin Gila von Weitershausen, die hier eine 08/15-Nummer abspult. Franco erwähnte, sie sei zu den Dreharbeiten sehr angeschlagen gewesen, da sie angeblich unter Drogen gestanden haben soll, genau wie wohl ihr Filmpartner Hans Hass jr., den man auch schon deutlich lebendiger gesehen hat. Auch die hochverehrte Ewa Stroemberg, die ja stets einen Grund zum Jubeln darstellt, bleibt weit unter ihren Möglichkeiten als nervende und oberflächliche Mrs. Wilson. Fernando Sancho als abstoßender Gauner spielt wie immer bemerkenswert, er wird im Gedächtnis bleiben, genau wie Howard Vernon als Boss der Dschungel-Clique. Mit Goldkette, Schnapsflasche in der einen, und Gespielin in der anderen Hand, wirkt er wie ein übler Zuhälter, der sich später noch genüsslich lesbische Liebesspiele zwischen Beni Cardoso und der frisch eingefangenen Esperanza Roy anschauen wird. Die Stammbesetzung rundet Paul Muller in einer kleinen Rolle ab, und Siegfried Schürenberg sorgt für einen Hauch von anderen darstellerischen Sphären. Tolle Runde, es geht kaum besser!

Mit seiner spartanischen Ausstattung und einigen einkopierten Bildern wirkt "X 312 - Flug zur Hölle" natürlich nicht gerade besonders hochwertig und es sieht tatsächlich so aus, als sei der Film auch recht schnell hergestellt worden. Die wenigen Räumlichkeiten sehen beinahe aus wie Steinzeithöhlen, der Flugzeugabsturz stellt keine inszenatorische Meisterleistung dar, die Dialog-Arbeit ist schon sehr simpel veranstaltet worden, man möchte beinahe sagen etwas einfältig geraten, was aber natürlich auch Spaß machen kann. Wie erwähnt gibt es auch erotische Sequenzen, die hier noch wirklich sehr ästhetisch wirken (dank Esperanza Roy) was Jess Franco in späteren Jahren ja leider häufiger verloren ging. Für das Produktionsjahr und Francos damalige Verhältnisse wirkt der Film recht brutal bei den Ermordungsszenen, vor allem durch das Entledigen der Leichen im Dschungel, wenn man zum Beispiel einkopierte Bilder von heranschwimmenden Krokodilen sieht. Es werden also ungewöhnlich viele Köpfe rollen, außerdem bekommt man noch einen ganz ordentlichen Whodunit-Effekt geboten, den man vom spanischen Regisseur meistens ja nicht gerade gewöhnt war. Musikalisch wirkt die ganze Chose eher unauffällig, die Musik von Wolf Hartmayer und vor allem Bruno Nicolai wirkt im Wesentlichen unspektakulär. Im Endeffekt sieht man mit "X 312 - Flug zur Hölle" einen eher untypischen Franco, der aber genau wie etliche seiner anderen Arbeiten wirklich gut unterhalten kann, auch wenn hier und da manchmal scharenweise Patzer auftauchen. Charme und Trash, eine stets günstige und unterhaltsame Mischung!
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Re: X 312 - Flug zur Hölle - Jess Franco (1971)

Beitragvon FarfallaInsanguinata » 24. Mär 2015, 23:17

Mh, meine Ausführungen beziehen sich mal wieder, wie von mir nicht anders zu erwarten auf die alte deutsche Videofassung und auf eine Jahrzehnte zurückliegende Sichtung. :lol:

Aber den fand ich trotz der obligatorischen Punkte, Jess Francos Output muss komplett geschaut werden und Frühwerk von Gila von Weitershausen mag komplett geschaut werden, doch eher mager und zäh/langweilig.
Die Information, dass Susann Korda hier als Darstellerin vorgesehen gewesen wäre, war mir persönlich neu. Vielleicht hätte sie dem Film tatsächlich mehr Flair verleihen können.

Für mich, so wie verwirklicht, definitiv einer der schlafferen/uninteressanteren Francos.

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