Sint - Dick Maas (2010)

Moderator: jogiwan

Sint - Dick Maas (2010)

Beitragvon Jeroen » 7. Mär 2011, 11:28

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Sint

Alternativtitel: Saint

Niederlande, 2010

Regie: Dick Maas

Darsteller: Huub Stapel, Egbert Jan Weeber, Madelief Blanken, Caro Lenssen, Escha Tanihatu, Bert Luppes, Terrence Sinclair, Cynthia Abma, Kees Boot, Joey van der Velden, Bob Schwarze, Frederik Brom, Rob Andrist Plourde, Jim Deddes, Niels van den Berg

Kinostart (NL): 11. November 2010

Dick Maas meldet sich mit einem höchst interessant aussehenden Horrorfilm zurück. Seiner Auslegung nach ist Sankt Nikolaus nämlich gar nicht der nette Mann mit den Geschenken, zu dem ihn die niederländische Folklore verklärt hat. Tatsächlich ist er ein von der Kirche ausgeschlossener, von einem Lynchmob lebendig verbrannter und infolge dessen mächtig angepisster Fiesling. Immer dann, wenn am Nikolaus-Abend (in Holland feiert man am 5. Dezember) Vollmond ist, was alle 32 Jahre vorkommt, reitet er durch das Land um Menschen wie möglich in den Tod zu reißen. Nur der Polizist Goert weiß das, wurde doch seine Familie 32 Jahre zuvor massakriert. Doch zunächst schenkt niemand seinen Warnungen Glauben. Die Hauptfiguren sind einige Teenies, die es mit dem Schlecht-Heiligmann zu tun kriegen...

Sint wird verkörpert von Huub Stapel, einem Stammschauspieler bei Dick Maas, dessen bekannteste Rolle wohl die des Johnny Flodder in den ersten beiden Kinofilmen war. Der Trailer sieht auf jeden Fall wirklich geil aus. Endlich mal wieder ein origineller Horrorfilm. Die Meinungen im Netz sind zumeist leider nur verhalten positiv, allerdings werde ich mir da lieber mein eigenes Urteil bilden. Dick Maas ist ja ein Könner (De Lift, Amsterdamned, Flodder), der aber leider auch öfter mal unter seinen Möglichkeiten geblieben ist (das Lift-Remake, die Flodder-Sequels).

Leider habe ich nur das Making Of, aber noch nicht den Film nicht sehen können, da ich zu der Zeit nicht in Holland war. Jetzt heißt es Geduld haben, denn der Heimkinofreund muß noch lange warten. Aus nachvollziehbaren Gründen wurde die Veröffentlichung auf DVD und Blu-Ray nämlich erst auf die kommende Nikolaus-Saison 2011 terminiert.

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Re: Sint - Dick Maas (NL 2010)

Beitragvon Arkadin » 7. Mär 2011, 12:22

Erinnert von der Prämisse etwas an den Finnen "Rare Exports".
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Re: Sint - Dick Maas (NL 2010)

Beitragvon Onkel Joe » 7. Mär 2011, 13:37

Sieht sehr gut aus der Trailer und das könnte ein großer Sinnfreier Spaß werden.Schade das wir noch so lange hin haben bis zum tödlichen Nikolausi :mrgreen: .
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Wer tanzen will, muss die Musik bezahlen!
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Re: Sint - Dick Maas (NL 2010)

Beitragvon untot » 7. Mär 2011, 15:12

Sehr schön, ist notiert, ich liebe sowas! :mrgreen: :popcorn:
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Re: Sint - Dick Maas (NL 2010)

Beitragvon jogiwan » 24. Nov 2011, 10:06

kommt am 25.11.2011 von "Entertainment One/WVG" und gibts u.a. bei Amazon:

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Der Nikolaus hat für uns allen etwas mitgebracht... :shock:
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Re: Sint - Dick Maas (NL 2010)

Beitragvon Mirko di Wallenberg » 24. Nov 2011, 10:44

Ich habe letzte Woche "Sint" gesehen! Tja, die Morden waren recht spektakulär inszeniert aber Spannung kam nicht wirklich auf. :schnarch:
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Re: Sint - Dick Maas (NL 2010)

Beitragvon purgatorio » 24. Nov 2011, 11:03

... aber Spaß hat's gemacht?
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Re: Sint - Dick Maas (NL 2010)

Beitragvon Mirko di Wallenberg » 24. Nov 2011, 11:33

Ich war enttäuscht das nicht mehr aus der Geschichte geholt werden konnte als Dick Maas getan hatt! Die Figur hatte so viel Potential und Grausamkeit! Schade! :wart:
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Re: Sint - Dick Maas (NL 2010)

Beitragvon untot » 20. Jan 2012, 20:37

Ach mir hat der Film echt Spaß gemacht, hier war doch alles geboten, Spannung, Action, Grusel, Mord, Blut, Explosionen, ein Geisterschiff und ein mehr als grausliger, herrlich fieser Nikolaus mit seinen nicht minder bösen Helfern, mir fehlte eigentlich nichts.
Ich hab mich wirklich gut unterhalten.

7,5/10
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Saint - Dick Maas

Beitragvon horror1966 » 30. Jul 2013, 13:01

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Saint
(Sint)
mit Egbert Jan Weeber, Bert Luppes, Caro Lenssen, Huub Stapel, Escha Tanihatu, Jim Deddes, Joey van der Velden, Jaap Spijkers, Ben Ramakers, Kees Boot, Bob Schwarze, Lien Van de Kelder, Julian Maas
Regie: Dick Maas
Drehbuch: Dick Maas
Kamera: Guido van Gennep
Musik: Dick Maas
FSK 16
Niederlande / 2010

Sankt Nikolaus war mitnichten ein wohltätiger Bischof, sondern ein exkommunizierter Raubritter, der im Mittelalter die Lande terrorisierte, bis ihm Vigilanten den Garaus bereiteten. Doch damit endete der Spuk nicht. Immer nämlich, wenn Vollmond auf den 5. Dezember fällt, kehrt Nikolaus als Dämon zurück und hinterlässt eine Blutspur. Nur der Polizist Goert weiß von dem Geheimnis, doch hält ihn jeder für verrückt. Zumindest, bis sich am 5. im Vollmond die Notrufe häufen. Mitten im Schlamassel: Teenager Frank, dessen Tag heute eh nicht ist.


Der Name Dick Maas bürgt bei niederländischen Produktionen eigentlich immer für einen extrem hohen Unterhaltungswert und so darf man auch bei "Saint" auf ein äußerst kurzweiliges Film-Vergnügen hoffen, das einem vom holländischen Kult-Regisseur (Eine Familie zum knutschen, Fahrstuhl des Grauens) präsentiert wird. Der Nikolaustag hat in den Niederlanden generell eine weitaus höhere Bedeutung als beispielsweise bei uns und aus diesem Aspekt heraus wird hier eine wahrlich fantastische Geschichte erzählt, die einen vollkommen anderen Blick auf den Nikolaus gewährt, der sich nämlich als mordender Unhold herausstellt. Um zu erfahren wie es überhaupt dazu gekommen ist, wird man zu beginn erst einmal mit 2 verschiedenen Rückblenden konfrontiert, wobei die erste im Jahr 1492 spielt, um danach einen Zeitsprung ins Jahr 1968 zu machen, wo fast die komplette Familie des jungen Kurt niedergemetzelt wird. Danach geht es in die Gegenwart und wieder einmal nähert man sich dem Erscheinen des bösen Nikolaus und seinen Spießgesellen, die alle 23 Jahre in der Nacht vom 5. Dezember auf Beutefang gehen, was für etliche Menschen in Amsterdam mit einem vorzeitigen und extrem brutalen Tod gleichzusetzen ist.

Erstaunlich ist bei dieser Produktion insbesondere der vorhandene Härtegrad des Geschehens, denn für eine 16er Freigabe kann man doch an manchen Stellen nur verwundert die Augen rollen und sich wundern, das der Film bei der FSK mit dieser Freigabe durchgegangen ist. Wie dem aber auch sei, phasenweise eröffnet sich ein herrlich blutiges Spektakel, das dennoch nicht mit expliziten Gewaltdarstellungen überladen ist, sondern vielmehr einen äußerst stimmigen Eindruck hinterlässt. Mit knapp 80 Minuten Laufzeit ist die Geschichte auch genau richtig bemessen, entstehen so doch keinerlei Längen und die Ereignisse werden knackig und mit einem ordentlichen Tempo erzählt. Allerdings gestaltet sich das letzte Drittel von "Saint" am schwächsten, kann die Story doch die bis dahin wunderbar aufgebaute Spannung nicht mehr halten und die Geschehnisse gestalten sich zudem zu vorhersehbar.

In diesem Punkt liegt jedoch auch die einzige Schwäche eines Szenarios, das ansonsten wirklich überdurchschnittlich gute Horrorkost anbietet, an der man seine helle Freude haben kann. Dick Maas ist es dabei vortrefflich gelungen, seinem Film auch eine ordentliche Portion schwarzen Humor beizufügen, der sich manchmal erst auf den zweiten Blick erkennen lässt. Hauptsächlich tritt dieser in der vorhandenen Situationskomik auf, die einem immer wieder aufs Neue ins Auge springt und den von Haus aus schon sehr hohen Unterhaltungswert noch einmal aufwertet. Auch in darstellerischer Hinsicht gibt es keinerlei Grund zur Beanstandung, auch wenn man bei einem Film dieser Art sicher kein oscarreifes Schauspiel erwarten darf. Und so bekommt man insgesamt gesehen ein absolut gelungenes Filmchen präsentiert, das zwar eine vollkommen an den Haaren herbeigezogene Geschichte erzählt, die jedoch erstklassig in Szene gesetzt wurde.

Filme die unter der Regie von Dick Maas entstehen, übern immer einen ganz besonderen Reiz aus, denn der gute Mann versteht es vortrefflich, den Zuschauer immer wieder zu überraschen. Zumeist handelt es sich dabei um eher unscheinbar wirkende Werke, die aber vom reinen Unterhaltungswert eine ganze Menge zu bieten haben. Nicht anders verhält es sich bei "Saint", der bis auf ein etwas schwächelndes letztes Drittel durchgehend überzeugen kann. Streckenweise schon etwas skurril, kann man dieses Werk dennoch als vollwertigen Horrorfilm ansehen, der jede Menge Spaß macht und zudem mit einem sehenswerten Härtegrad ausgestattet ist, denn man bei der Freigabe nicht unbedingt erwartet hätte.


Fazit:


Blutig, hart und voll mit schwarzem Humor bietet "Saint" ein kurzweiliges Horror-Vergnügen, das man sich auch gern mehrmals anschauen kann. Ein wirklich gelungener Genre-Beitrag von unseren niederländischen Nachbarn, der nicht nur in der Vorweihnachtszeit funktioniert.


7/10
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