The House That Jack Built - Lars von Trier (2018)

Moderator: jogiwan

The House That Jack Built - Lars von Trier (2018)

Beitragvon jogiwan » 17. Mai 2018, 13:03

The House That Jack Built

Bild

Originaltitel: The House That Jack Built

Herstellungsland: Dänemark / 2018

Regie: Lars von Trier

Darsteller: Matt Dillon, Bruno Ganz, Uma Thurman, Siobhan Fallon Hogan

Story:

(folgt)

www.youtube.com Video From : www.youtube.com
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Re: The House That Jack Built - Lars von Trier (2018)

Beitragvon jogiwan » 17. Mai 2018, 13:05

Ein neues Kapitel aus der kontroversen Episodenwerk "Lars und die Frauen" ;)

orf.at hat geschrieben:Cannes: Zuschauer verlassen bei Lars-von-Trier-Film den Saal

Der dänische Regisseur Lars von Trier hat bei seinem Comeback in Cannes erneut für Schockmomente gesorgt: Wegen extremer Gewaltszenen in seinem neuen Film verließen gestern Abend mehrere Zuschauer die Vorführung von „The House That Jack Built“ beim Filmfestival an der Cote d’Azur. In einer Szene werden etwa Kinder ermordet, in einer anderen werden einer Frau die Brüste abgeschnitten.

Von Trier bricht regelmäßig Tabus in seinen Filmen und zeigt besonders brutale und sexuell explizite Szenen. Dieses Mal warnte er seine Zuschauer vor: Auf ihren Tickets wurden sie vor „gewaltsamen Szenen“ gewarnt. In dem Film spielt der US-Schauspieler Matt Dillon einen Serienmörder.

Der 62-jährige von Trier war zuletzt vor sieben Jahren bei dem Filmfest vertreten. Damals hatte er einen Skandal ausgelöst, als er Sympathie für Adolf Hitler bekundete. Die Festivalleitung erklärte ihn daraufhin in einem beispiellosen Schritt für unerwünscht. Für die Äußerung entschuldigte sich der Däne später. Dass er in diesem Jahr erstmals wieder eingeladen wurde, kommentierte er nicht.


Lars dankt für die Gratis-Werbung! :prost:
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Re: The House That Jack Built - Lars von Trier (2018)

Beitragvon karlAbundzu » 17. Mai 2018, 13:07

Haut anscheinend auf die Kacke:
https://www.vice.com/de/article/8xea3p/the-house-that-jack-built-zu-brutal-100-cannes-besucher-verlassen-bei-lars-von-triers-neuem-film-den-saal
Als Matt Dillon-Fan und bei den Kritiken ja schon fast ein Muß für mich.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: The House That Jack Built - Lars von Trier (2018)

Beitragvon jogiwan » 17. Mai 2018, 13:15

Der Lars ist in Cannes offensichtlich immer für einen Skandal gut. "Antichrist" und "Nymphomaniac" waren ja auch schon kein Kindergeburtstag und explizite Gewalt sexueller Natur und Gewalt gegen Kinder sind für viele berechtigterweise ein absolutes No-Go! Andererseits sollte man vorher wissen, auf was man sich hier einlässt und anscheinend sind die Zuschauer ja bereits im Vorfeld explizit auf die Gewaltdarstellung hingewiesen worden. Also klingt schon alles etwas nach Publicity, was Regisseur und Festival ja gleichermaßen gut gebrauchen kann.

karlAbundzu hat geschrieben:Als Matt Dillon-Fan und bei den Kritiken ja schon fast ein Muß für mich.


als Lars von Trier-Fan schließe ich mich an! Für mich ist er der einzige Regisseur der sich mit seinen Werken auch gegen die eigenen Fans richtet.
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Re: The House That Jack Built - Lars von Trier (2018)

Beitragvon Arkadin » 17. Mai 2018, 18:18

jogiwan hat geschrieben:als Lars von Trier-Fan schließe ich mich an! Für mich ist er der einzige Regisseur der sich mit seinen Werken auch gegen die eigenen Fans richtet.


Für mich bleibt von Trier weiterhin einer der relevantesten Regisseure der Gegenwart, der einfach gegen alle - ja auch seine Anhänger - seine Geschichten und sein Art Geschichten zu erzählen völlig kompromisslos durchsetzt. Und dessen Filme auch immer wieder autobiographische Züge tragen. Wenn auch teilweise extrem verklausuliert. Guckt Euch mal "Melancholia" an, denkt an von Trieres Depression und dann ersetzt die von Kirsten Dunst gespielte Braut gegen von Trier und die Hochzeit etzt mit Cannes gleich. Dann versteht ihr, was ich meine.

An "Nymphomaniac" habe ich mich noch nicht ran getraut und vor "House That Jack Built" habe ich richtiggehend Angst, dass mich das emotional an die Grenzen führt. Aber natürlich werde ich mir beide noch ansehen und mich ganz von Triers Radikalität ausliefern.

Zu diesem alten Cannes-Skandal mit Hitler und so. Erstens heißt ist "Sympathy" im Englischen NICHT das deutsche Sympathie - auch wenn die Presse das damals genau so übersetzt hat. Zweitens sollte man sich unbedingt mal die gesamte Pressekonferenz und nicht nur die fraglichen Schnippsel ansehen. Da stellt sich das alles in einem völlig anderem Kontext da. Klar ist das Blödsinn, den Lars von Trier da erzählt. Aber es ist auch völlig klar, dass das Blödsinn ist und keinesfalls ernst gemeint. Von Tier macht ein paar lustig gemeinte Bemerkungen, die Presseleute lachen sich schief, und dann macht er immer weiter bis er dann am Ende (leider) überdreht, Dass das aus der Situatation heraus kommt wird gerne mal unterschlagen. Und drittens: Von Trier ist krank. Das sagt er selber. Das Filmen ist für ihn Therapie und die Chance sich seinen Dämonen und Ängsten zu stellen. Dass er dabei Grenzen überschreitet und tabus bricht sollte jedem klar sein.

Und letztlich: Ja, tolle Werbung für den Film und in Cannes :wix: en sie sich bestimmt einen auf diesen PR-Coups. Bei von Trier bin ich mir da gar nicht so sicher, ob er das so toll findet. Ich denke eher, es ist ihm ziemlich egal. Obwohl es ihm natürlich die Chance gibt, seine nächste Therapiesitzung in Bildern festzuhalten.
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Re: The House That Jack Built - Lars von Trier (2018)

Beitragvon karlAbundzu » 18. Mai 2018, 14:27

Arkadin hat geschrieben: Von Tier macht e

Wunderschöner Verschreiber in dem Zusammenhang.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
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Re: The House That Jack Built - Lars von Trier (2018)

Beitragvon jogiwan » 3. Nov 2018, 13:04

Neulich auf der Viennale:

orf.at hat geschrieben:Von Trier ist ja immer wieder für Aufregung gut. In „Idioterne“ (1998) ließ er Studenten als Menschen mit Behinderung beim Gruppensex antreten. In Cannes war er 2011 nach wirren Aussagen bei der Premiere von „Melancholia“ über Adolf Hitler zur Persona non grata erklärt worden. Heuer sollen, ebenfalls in Cannes, wegen der saubrutalen Gewalt in „The House That Jack Built“ ganz schön viele Besucher regelrecht davongelaufen sein. Und außerdem sehen manche Kritiker in dem Film ein Anti-„#MeToo“-Statement.


aber dann...

orf.at hat geschrieben:Man mag die exzessive Darstellung von ebensolcher Gewalt aus den verschiedensten Gründen ablehnen – und Von Trier dennoch zugestehen, dass er mit „The House That Jack Built“ einen seiner besten Filme abgeliefert hat. Das ist Tarantino ohne Pop, dafür mit Kunst. Das Viennale-Publikum hat das offenbar so ähnlich gesehen. Wer rauslief, kam wieder rein – und es wurde viel gelacht.


quelle: https://orf.at/viennale18/stories/3089681/
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Re: The House That Jack Built - Lars von Trier (2018)

Beitragvon jogiwan » 10. Nov 2018, 08:26

Im Vorfeld gab es ja bereits etliche Stimmen die meinten, dass das vermutlich niemals der Fall sein dürfte...

schnittberichte.com hat geschrieben:The House That Jack Built ist in Deutschland ungekürzt - Lars von Triers Film startet in Deutschland in der Komplettfassung ohne Jugendfreigabe

Lars von Triers neuester Film, das drastische Serienkiller-Drama The House That Jack Built, wird seit seiner Premiere auf den Filmfestspielen in Cannes heiß und kontrovers diskutiert. [...] Auf unsere Anfrage bestätigte uns Concorde-Film jetzt freundlicherweise, dass The House That Jack Built bereits von der FSK geprüft und dabei ungekürzt ohne Jugendfreigabe ab 18 Jahren freigegeben wurde. Es handelt sich nicht um die nachträglich gekürzte R-Rated, Concorde bringt den Film stattdessen ab dem 29. November 2018 in seiner 153-minütigen Originalfassung in die Kinos, die bei der Premiere in Cannes für viel Aufsehen und Gesprächsstoff sorgte.


quelle: schnittberichte.com
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Re: The House That Jack Built - Lars von Trier (2018)

Beitragvon karlAbundzu » 18. Dez 2018, 15:04

Nachdem ein Freund in sozialen Netzwerken rumjammerte , dass Bremen im Kino Arthouse-Wüte wird, erbarmte sich die Schauburg, um von Trier an einem Wochenende zeigte. Und so mußten wir da hin.
Matt Dillon spielt einen Serienkiller, der sich für einen Künstler und gefühlskalt hält. Beides stimmt natürlich nicht. Er erzählt Verge Episoden aus seinem Leben. Natürlich Morde. Er steigert sich immer mehr rein. Seine künstlerischen Ansprüche an die Morde und die danach hingelegten Leichen werden immer höher. In seinen Episoden wirken alle anderen nicht besonders helle, er gibt sich kaum Mühe, nicht erwischt zu werden , es klappt trotzdem immer. In Momenten erinnert er an Dexter, in anderen an Hannibal, oder auch Ed Gein. Aber dann doch eigen.
Anfänglich noch von Zwangshandlungen geplagt, schwinden diese immer mehr von Mord zu Mord.
Gfilmt ist das sehr kühl. MIt Gewaltspitzen, ekligen Bildern und schwer ertragenden Morden, allerdings nichts, was man nicht auch schon härter/intensiver sah. Dillon ist eine Bank. Große OneManShow. Und, obwohl tendenziell langsam erzählt keine Längen. Super Sounddesign.
Es ist aber auch ein Film über Lars von Trier (wie schon Melancholia, vielleicht auch Antichrist). Der Nichtverstandene Künstler, der für die falschen Sachen erwischt wird. Der zweifelt, mit einigem unangenehmen beinahe veflucht ist. In Archivbildern sind dann auch haufenweise Bilder seiner älteren Werke zu sehen. Bruno Ganz spielt einen anderen Aspekt Lars von Trier und eben auch seine Kritiker.
Und auch das funktioniert sehr gut und langweilt nicht durch eine Art von Selbstüberhöhung.
Ansonsten geht er wie es so seine Art ist nicht gerade subtil vor. Siehe die Archivaufnahmen, eben nicht nur eigener Werke, sondern auch bekannte Diktatoren tauchen auf. Auch die Assoziationen, die andere sich nicht trauen: Dillon - Dylan z. B. Auch in der ersten Episode, die so dann nur auf englisch Sinn macht. Wen Bruno Ganz spricht, ist auch schon durch seinen Namen klar. Aber subtil soll das auch nicht sein. Sondern klar, brutal und auf abwegige Weise komisch.
Danke, dass ich den im Kino sehen durfte, noch ein feiner Höhepunkt zum Jahresende.
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Re: The House That Jack Built - Lars von Trier (2018)

Beitragvon FarfallaInsanguinata » 18. Dez 2018, 22:03

Die Schauburg?! 8-)
Ich persönlich finde Lars von Trier ja völlig überbewertet. Eine Freundin von mir bricht immer noch in Begeisterung aus, wenn die Rede mal auf "Antichrist" kommt, was ich tunlichst vermeide. "Nymphomaniac" fand ich einfach nur öde; und um es platt zu sagen, wenn ich einen Film sehen möchte, der mir Geschlechtsverkehr, erigierte Schwänze und entblößte Muschis zeigt, werfe ich einfach einen Porno in den Player, der ist zumindest ehrlich exploitativ.
Bei von Trier habe ich das Gefühl, der muss was möglichst skandalöses liefern, da sein Image ihm ja gar keinen anderen Raum mehr lässt.
Trotzdem bin ich selbstverständlich jederzeit aufgeschlossen und bereit, mich vom Gegenteil überzeugen zu lassen. ;)
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