Deepwater Horizon - Peter Berg (2016)

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Deepwater Horizon - Peter Berg (2016)

Beitragvon sergio petroni » 17. Mai 2018, 17:50

DEEPWATER HORIZON

Bild

Originaltitel: Deepwater Horizon

Herstellungsland-/jahr: USA 2016

Regie: Peter Berg

Darsteller: Mark Wahlberg, Kurt Russell, Douglas M. Griffin, James DuMont, Joe Chrest,
Gina Rodriguez, Brad Leland, John Malkovich, David Maldonado, J.D. Evermore,
Ethan Suplee, Jason Pine, ...

Story: Weit draußen im Golf von Mexiko, 84 Kilometer südlich der Küste von Louisiana, liegt die Bohr-Plattform namens Deepwater Horizon. Hier wird tagäglich Öl aus der Tiefe an die Oberfläche befördert. Mithilfe von Probebohrungen soll nun das Macondo-Ölfeld erschlossen werden. Doch dann kommt es zu einer Explosion und während die Männer auf der Bohrinsel (unter ihnen Mark Wahlberg) um ihr Überleben kämpfen, entfaltet sich ein Unglück katastrophalen Ausmaßes.
(quelle: moviepilot.de)
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Deepwater Horizon - Peter Berg (2016)

Beitragvon sergio petroni » 19. Mai 2018, 13:50

Die Bohrinsel "Deepwater Horizon" war von der britischen BP geleast und kostete BP am Tag
cirka 1 Million Dollar. Mit einer Bohrtiefe von bis zu 11 km hielt die "Deepwater Horizon" den Bohrtiefenrekord.
Aufgrund von Verzögerungen bei der Erkundung des Maconda-Bohrfeldes im Golf von Mexiko
und der hiermit verbundenen hohen täglichen Kosten ohne Ertrag, wurde manch Sicherheitsvorkehrung
in den Wind geschrieben. Was meistens gut ging, ging in diesem Fall schief. Durch Gaseinbrüche
in die Bohrung trat ein explosives Gemisch an die Oberfläche und geriet dort in Brand.
Nachdem die Bohrinsel sank, riß das Bohrgestänge ab und Öl ergoß sich 84 Tage lang
ungehindert in den Golf von Mexiko. Damit ließ die daraus entstehende Umweltkatastrophe
das Tankerunglück der "Exxon Valdez" wie einen Kartbahnunfall aussehen.

Im Film nun werden die unmittelbaren Ereignisse vor und nach der Explosion dargestellt.
Damit dies möglichst realistisch gelingen konnte, wurde die Plattform mehr oder weniger
nachgebaut; und zwar an Land. Der Zuschauer verfolgt in erster Linie den Bohrexperten
Williams (Mark Wahlberg), den Sicherheitsexperten Harrell (Kurt Russell) und den Vertreter
von BP (John Malkovich) bei ihrer Arbeit. Doch viel Zeit für Charakterzeichnung
bleibt nicht. Die Geschehnisse sind hinlänglich bekannt. So versucht der Film auch gar nicht
Spannung aufzubauen, wo es keine gibt. Regisseur Peter Berg beschränkt sich darauf,
die Katastrophe mit Bombast darzustellen, mit einem bild- und soundtechnischen Overkill.
Und das gelingt ihm formidabel, und der Zuschauer kann sich (sofern in der richtigen Stimmung)
vom perfekt instrumentalisierten Katastrophenhandwerk wegblasen lassen.
War eine gute Gelegenheit, meine neue Soundbar zu testen. Bis jetzt hat
sich der Nachbar unterhalb noch nicht beschwert.....
6,5/10
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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