Isle of Dogs - Ataris Reise - Wes Anderson (2018)

Moderator: jogiwan

Isle of Dogs - Ataris Reise - Wes Anderson (2018)

Beitragvon jogiwan » 16. Feb 2018, 13:41

Isle of Dogs - Ataris Reise

Bild

Originaltitel: Isle of Dogs

Herstellungsland: USA, Deutschland / 2018

Regie: Wes Anderson

Darsteller: -

Story:

In Wes Andersons neuem Animationsfilm macht sich ein Junge auf die Suche nach seinem Hund. Der erzählt die Geschichte von Atari Kobayashi, dem 12-jährigen Pflegesohn des korrupten Bürgermeisters Kobayashi. Als durch einen Regierungserlass alle Hunde der Stadt Megasaki City auf eine riesige Mülldeponie verbannt werden, macht sich Atari allein in einem Miniatur-Junior-Turboprop auf den Weg und fliegt nach Trash Island auf der Suche nach seinem Bodyguard-Hund Spots. Dort freundet er sich mit einem Rudel Mischlingshunde an und bricht mit ihrer Hilfe zu einer epischen Reise auf, die das Schicksal und die Zukunft der ganzen Präfektur entscheiden wird. (quelle: film.at)
it´s fun to stay at the YMCA!!!



» Es gibt 1 weitere(n) Treffer aus dem Hardcore-Bereich (Weitere Informationen)
Benutzeravatar
jogiwan
 
Beiträge: 29368
Registriert: 12.2009
Wohnort: graz / austria
Geschlecht: männlich

Re: Isle of Dogs - Ataris Reise - Wes Anderson (2018)

Beitragvon jogiwan » 10. Nov 2018, 08:09

Natürlich ist „Isle of Dogs - Ataris Reise“ der von Wes Anderson erwartete visuelle Overkill mit liebevoll gemachter Stop-Motion-Technik und skurriler Einfälle soweit das Auge reicht, aber irgendwie war mir die Geschichte gestern irgendwie doch zu Abenteuer-lastig, zu düster und auch zu politisch. „Isle of Dogs“ ist zwar immer noch ein guter Film, bietet aber nicht die Herzlichkeit, den Humor und den Wohlfühl-Faktor von „Der fabelhafte Mister Fox“, der im Gegensatz zu dem hier einfach alles richtig macht. „Isle of Dogs“ hingegen wirkt im Grundton pessimitisch und ist eine Abrechnung mit machtversessenen Menschen und einem totalitären System und die Geschichte über die Suche eines Jungen nach seinem deportierten Hund kann bzw. muss man natürlich auch auf die aktuelle politische Lage umlegen. So hat „Isle of Dogs“ natürlich auch eine Botschaft, die meines Erachtens aber etwas zu dominant in den Vordergrund rückt, während der universelle Teil wie Freundschaft und der Bezug von Mensch zu Tier in den Hintergrund gedrängt wird. Vielleicht ändern weitere Sichtungen meine Einschätzung, aber ein klein wenig war ich gestern beim Abspann dann doch enttäuscht, auch wenn meine Meinung sicherlich als Meckern auf höchsten Niveau zu interpretieren ist.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



» Es gibt 1 weitere(n) Treffer aus dem Hardcore-Bereich (Weitere Informationen)
Benutzeravatar
jogiwan
 
Beiträge: 29368
Registriert: 12.2009
Wohnort: graz / austria
Geschlecht: männlich

Re: Isle of Dogs - Ataris Reise - Wes Anderson (2018)

Beitragvon karlAbundzu » 10. Nov 2018, 09:42

Ein Katzenliebender Clan verfrachtet alle Hunde auf eine Insel, weil sie nach und nach an der Hundegrippe erkranken. Als einer der ersten den Hund seines Adoptivsohnes Atari, der irgendwann natürlich auf die Insel fährt, um ihn zu finden. Dort findet er eine Gruppe Hunde, und das Abenteuer beginnt.

Hm, wahrlich kein schlechter Film, sehr schön animiert und wirklich guter Soundtrack von Desplat (japanisches Getrommel und traurige Popmusik).
Nur einiges hakt:
Liebgewonnene Charaktere werden einfach fallengelassen, die Motivation der beiden Haupthunde ist ein wenig plump, viel zu viel Text und Dialog, die dann doch von der prima Animation ablenken; böswillig könnte man dem Film Pro-Amerikanismus, Rassismus und Antidemokratische Einstellung vorwerfen. Als Retterin fungiert eine amerikanische Austauschstudentin, ein räudiger, bissiger schwarzer Hund wird heldenhaft, als er fast ganz weiß gewaschen wird.
Für einen Wes Andersen enttäuschend, insgesamt habe ich mich halt doch erfreut an den Bildern, den guten Sprechern (hier vorne: Jeff Goldblum), den aufblitzenden Witz.
Je mehr ich drüber nachdenke, um so mehr verliert der Film. Auch das mit den verschiedenen Sprachebenen hat eigentlich nur einen Doppler und Verlängerungseffekt.
Oder, wie es meine Begleitung zusammenfasste: Viel zu wenig Katzen.
jogiwan hat geschrieben: solange derartige Filme gedreht werden, ist die Welt noch nicht verloren.
Benutzeravatar
karlAbundzu
 
Beiträge: 5205
Registriert: 11.2012
Geschlecht: nicht angegeben


Zurück zu "Amerika"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste