Der Eiskalte Engel - Jean-Pierre Melville

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Der Eiskalte Engel - Jean-Pierre Melville

Beitragvon Onkel Joe » 2. Sep 2010, 20:34

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Originaltitel:Le Samouraï
Herstellungsland:Frankreich/Italien/1967
Regie:Jean-Pierre Melville
Darsteller:Alain Delon, François Périer, Nathalie Delon, Cathy Rosier, Jacques Leroy, Michel Boisrond, Robert Favart und Jean-Pierre Posier.
Story:
Jeff Costello (Alain Delon) ist ein Auftragskiller, der stets allein arbeitet. Als er bei einem Mord von einer Nachtklubsängerin gesehen wird, bedeutet dies, daß er erstmals in Gefahr gerät, gefaßt zu werden. Doch die Frau verrät ihn nicht, trotzdem wird die Polizei aufmerksam und schon bald wird er vor die Wahl gestellt, seine einzige Zeugin zu töten oder selbst sein Leben zu lassen.

Melville´s Meisterwerk in dem Alain Delon zeigt das er mehr als ein guter Schauspieler ist.
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Wer tanzen will, muss die Musik bezahlen!
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Re: Der Eiskalte Engel - Jean-Pierre Melville

Beitragvon Canisius » 13. Feb 2018, 18:04

Vor kurzem hatte ich das Vergnügen, diesen Klassiker erstmals mit deutschem Ton sehen zu können. Was kann ich schreiben, ohne zu wiederholen, was schon x-mal geschrieben worden ist?
Die überzeugenden schauspielerischen Leistungen, die Edeloptik (gleich die erste Einstellung, die Delon in seiner kargen Bude Gitanes rauchend auf dem Bett liegend zeigt, ist ein Gemälde! :nick: ) und den tollen melancholischen Score brauche ich nicht zu erwähnen oder?
Aufgefallen ist mir, wie gelungen die deutsche Synchro ist. Bietet diese nicht nur charismatische Sprecher, sondern auch so manch kultigen Oneliner: Der Absolutaussage des eiskalten Engels „Ich verliere niemals!“ wird bspw. die Absolutaussage des ermittelnden Kommissars „Ich denke niemals!“ gegenübergestellt. Schön, so etwas mag ich.
Und wie clever doch die Verhöre inszeniert worden sind, in denen mehrere Zeugen separat und zeitgleich befragt werden und der Kommissar immer zwischen den Räumen hin und her flitzt. Das nenne ich Einsatz! :)
Auch das temporeiche Katz- und Mausspiel in der Pariser U-Bahn wirkt heute noch packend und modern.
Ich habe nach dem Film folgende Notiz an mich selbst geschrieben: sollte ich mal nach Paris kommen, muss ich mir in jedem Fall weiße Stoffhandschuhe einpacken und diese dann an einer Bar sitzend hervorholen und anziehen. Wichtig dabei: versuchen, Blickkontakt zum Barmann zu halten. Das ganze sollte, um seine volle Wirkung zu entfalten, provozierend langsam geschehen.
Ergänzung: falls eine Band spielt, so darf ich auch gerne aufstehen und auf die Pianistin zugehen. Auf eigenes Risiko allerdings! :rambo:
There's a skeleton dancin' in my mind
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