Sumuru - Die Tochter des Satans - Lindsay Shonteff (1967)

Moderator: jogiwan

Re: Sumuru - Die Tochter des Satans - Lindsay Shonteff

Beitragvon Blap » 7. Feb 2012, 22:51

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Sumuru die Tochter des Satans (Großbritannien 1967, Originaltitel: The Million Eyes of Su-Muru)

Die kleine Schwester des Dr. Fu Man Chu

Sumuru (Shirley Eaton) will die Weltherrschaft, Frauen sollen über den Planeten regieren. Ihre freundlichen Mitarbeiterinnen haben bereits viele mächtige Herren unter Kontrolle, doch Sumuru hat ihr endgültiges Ziel noch nicht erreicht. Auf der Speisekarte der nach Macht gierenden Dame steht Präsident Boong (Klaus Kinski), Staatschef einer asiatischen Republik namens Sidonesien und dem weiblichen Geschlecht hemmungslos verfallen. Nun wird dringend ein Experte oberster Güteklasse benötigt, um die gefährlichen Pläne Sumurus nachhaltig zu unterbinden. Nick West (George Nader) wird auf den Fall angesetzt, in Hongkong soll er für Sicherheit des gefährdeten Regierungschefs sorgen. Doch Sumuru sollte man(n) keinesfalls unterschätzen, jeder Fehler kann tödlich sein...

Wie der legendäre Dr. Fu Man Chu, stammt auch die wilde Sumuru aus der Feder des englischen Schriftstellers Sax Rohmer. Beide Figuren eint das Streben nach Weltherrschaft, der unbedingte Wille zum Erfolg wird mit Vorliebe durch Mord und Totschlag untermauert. Fu Man Chu schaffte es bereits vor dem zweiten Weltkrieg auf die Leinwand (ab 1929), in den sechziger Jahren (1965-69) verwöhnten fünf Fu Man Chu Streifen den geneigten Filmfreund, in allen fünf Werken verkörpert der einzigartige Christopher Lee den skrupellosen Superschurken. Sumuru brachte es in den flotten Sixties immerhin auf zwei Filme. Auf den hier kurz vorgestellen "Sumuru die Tochter des Satans", folgte 1969 der von Jess Franco inszenierte Flick "Die sieben Männer der Sumuru" (The Girl from Rio). Lindsay Shonteff nahm beim ersten Höllenritt der lüsternen Amazone auf dem Regiestuhl Platz, der 2006 verstorbene Regisseur drehte immerhin mehr als zwanzig Filme, ist aber leider nur noch einem kleinen Publikum bekannt. Den Zuschauer erwartet eine kurzweilige Agentensause, coole Helden, schrullige Typen und eine stattliche Anzahl schöner und bööööser Frauen. Wer nach Logik, Sinn und Verstand schreit, der macht vermutlich besser einen weiten Bogen um diesen Film. Mit Sumuru taucht der Fan in ein herrlich prickelndes Abenteuer ein, kann mit Genuss in der Welt der sechziger Jahre versinken. Freunde dieser Epoche bekommen die Vollbedienung auf dem Tablett serviert, inklusive stimmungsvoller Kulissen, Klamotten und Knarren.

George Nader ist vor allem durch seine Darstellung des Romanhelden Jerry Cotton in Erinnerung geblieben, dem er in acht Filmen (1965-69) ein Gesicht gab. Mir kommt Nader oft wie ein Verwandter von Norman Bates vor, obschon er uns gern als kleiner Bruder von James Bond verkauft wird. Was solls, irgendwie eiert Nader auf liebenswerte Art durch den Film. Spätestens wenn Frankie Avalon ihm Blumen ans Krankenbett bringt und Nader diese Geste mit dem selbstironischen Spruch "Bin ich eine Diva?" quittiert, hat der gute George sich auch meine Zuneigung erarbeitet. Ein hagerer Homosexueller rettet die Welt und alle Frauen liegen ihm zu Füßen. Das nenne ich subversiv, mutig und herrlich erfrischend, sehr schön, ein Faustschlag in die Fratzen reaktionäner Betonköpfe. Frankie Avalon fungiert als Co-Held, in erster Linie hangelt er sich auch "irgendwie" durch das Szenario, taumelt nahezu ohne Atempause auf dem schmalen Grat zwischen Spassvogel und Nervensäge umher. Nicht minder grotesk Wilfrid Hyde-White in der Rolle des britischen Geheimdienstoffiziers, der seine Schäflein mit schelmischer Cleverness vor sich hertreibt. Der Mann bekommt was er erwartet, notfalls hat der Gentleman ein geeignetes Druckmittel in der Hinterhand, welches er bei Bedarf mit diebischer Freude genüsslich ausspielt. Klaus Kinski taucht zwar lediglich in einer kleinen Neben(doppel)rolle auf, zieht aber richtig fett vom Leder. Nein, er keift nicht hysterisch herum, diesmal gibt er einen dauerspitzen Bock, der sich als erstaunlich tuntiger Weiberheld präsentiert. Schaut euch ganz genau die Szene an, in der er der vor dem Gesicht holden Blondine Maria Rohm seine Zunge aus dem Maul springen lässt, ich bin vor Freude auf dem Sofa rumgehüpft! Kinski total irre, aber doch völlig anders als vermutet, grandios! Zeit für die Damen! Shirley Eaton gefällt mir als Sumuru sehr gut, macht bitte nicht den Fehler sie mit Chris Lee zu vergleichen, dessen Dominanz Eaton selbstverständlich zu keiner Zeit erreichen kann. Ehrlich, wer könnte sich mit Herrn Lee messen, also übt Nachsicht mit Frau Eaton! Sumuru ist böse, sexy und scharf, wer will ihr da den Griff in Richtung Weltherrschaft verübeln. Von mir aus, ich stelle mich gern als Lustsklave zur Verfügung. Maria Rohm gerät ins das nähere Umfeld der angehenden Weltherrscherin, ihr Schauspiel wirkt noch sehr hölzern, in den folgenden Jahren machte sie in dieser Hinsicht deutliche Fortschritte. Ansonten ist mir vor allem Patti Chandler aufgefallen, die als Helferlein Sumurus nicht viel mehr leistet als ständig ohne erkennbaren Sinn zu lächeln. Aber wie sie lächelt, mhhhm, da möchte ich sofort in den Bildschirm hüpfen. Damit genug zur vor der Kamera agierenden Riege, es wäre ermüdend die Namen der weiteren Schönheiten und Gesichtsruinen aufzulisten, dazu bleiben die Randfiguren zu beliebig.

"Sumuru die Tochter des Satans" pendelt "irgendwo" (schon wieder eines dieser "irgend..." Wörter) zwischen Fu Man Chu, James Bond und Irrsinn umher, manchmal eine Spur zu brav, hier und da eine Prise zu blöd (was eventuell auf das Konto der deutschen Synchronisation gehen mag), bekommt aber immer "irgendwie" die Kurve, ist zu keiner Sekunde langweilig. Ernsthaftigkeit kann man der deutschen Synchro nicht vorwerfen. Teils haut sie uns plumpe Kalauer um die Ohren, jedoch ist auch angenehme Ironie auszumachen, die Synchro ist durch und durch ein Kind ihrer Zeit, Tarnung zwecklos. Für mein persönliches Phrasenschwein: Sumurus erster Auftritt ist ein putziges Knuffelchen mit jeder Menge Wohlfühlatmosphäre! Sicher nicht die Speerspitze bester Unterhaltung aus den Sechzigern, aber für Fans und Süchtlinge eine wahre Wonne! Ich verzichte auf eine Bewertung per Punkteskala, warum Liebe und Leidenschaft immer in ein Korsett pressen?

Einsteiger greifen zunächst zu Dr. Fu Man Chu, die entsprechende DVD-Box mit allen fünf Filmen aus den sechziger Jahren ist zum kleinen Preis erhältlich. Ihr wollt mehr? Dann holt euch "Sumuru die Tochter des Satans" ins Haus! Die DVD ist der Startschuss zur Reihe "Special Screenings", bald folgt mit "Teufelskreis Y" (Twisted Nerve, Großbritannien 1968) die #2 der Kollektion (eine längst überfällige Veröffentlichung, die ich gern der bereits vorhandenen UK-DVD zur Seite stelle). "Sumuru die Tochter des Satans" wird auf der Scheibe in der ungekürzten Kinofassung angeboten, die längere Originalversion ist leider nicht enthalten. Kürzungen sind generell skeptisch zu betrachten, in diesem Fall kann aber mit gutem Gewissen von einer alternativen Version gesprochen werden. Die enthaltene Fassung funktioniert, trotzdem wäre ich sehr gern zusätzlich in den Genuss der längeren Version gekommen (bei dem für die DVD aufgerufenen Kurs kein unverschämter Wunsch). Dennoch will ich nicht nörgeln, der Dank überwiegt, ich habe mich sehr über die Verfügbarkeit des Streifens gefreut! Qualitativ wird dem Zuschauer ein schönes "Kinobild" geboten, die Schärfe ist solide, die Farben frisch. Kratzer und kleine Jump Cuts werden "Sterilglotzern" sauer aufstossen, aus meiner Sicht verstärken sie die das "wohlige Nostalgiefeeling". Der Bonusbereich gibt eine Wochenschau aus der Premierenwoche (28/1967) her, den deutschen Kinotrailer und eine hübsche Bildergalerie. Weiterhin liegt ein Booklet bei, die DVD kommt in einem Amaray-Clone daher (warum kein Original-Amaray, dieser Titel ist keine Wühltischware!), das Case steckt in einem Schuber. Besagter Schuber wurde ansprechend gestaltet, transportiert die Stimmung alter Motive mit gutem Gespür in die heutige Zeit.

Fazit zum Film: Für Fortgeschrittene, Fans und sonstiges Gezücht! Fazit zur DVD: Macht nicht wunschlos glücklich, stellt allerdings einen guten Auftakt der Reihe dar, die ich zukünftig sehr wohlwollend und interessiert im Auge behalten werde. Die eingeschlagene Marschrichtung passt, mit ein wenig Feinarbeit könnten folgende Veröffentlichungen echte Überflieger werden!

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Re: Sumuru - Die Tochter des Satans - Lindsay Shonteff

Beitragvon sid.vicious » 28. Jun 2012, 10:28

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Alternativer Titel: The Million Eyes of Su-Muru
Produktionsland: Großbritannien
Produktion: Harry Alan Towers
Erscheinungsjahr: 1967
Regie: Lindsay Shonteff
Drehbuch: Kevin Kavanagh
Kamera: John von Kotze
Schnitt: Allan Morrison
Musik: John Scott, Daniel White
Länge: ca. 77 Min.
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Frankie Avalon, George Nader, Shirley Eaton, Wilfrid Hyde-White, Klaus Kinski, Pattie Chandler, Salli Sachse, Ursula Rank, Krista Nell, Maria Rohm



Sumuru hat eine Organisation geschaffen die ausschließlich aus Frauen besteht. Sumuru beabsichtigt die Weltherrschaft an sich zu reißen. Allerdings hat sie mit Tommy Carter und Nick West zwei Gegenspieler die das verhindern wollen.

„Das Geschlecht des reichsten Mannes der Welt existiert nicht mehr. Ich habe es im Auftrag meiner Herrin vernichtet. Im Auftrag von Sumuru!“

Welch wohltuende Worte zum Start, die durch die Anfangsmusik beendet werden. Eine Musik die mich persönlich schon an die Klänge eines Martin Hermann Böttcher erinnert. Sumuru und ihre Gefolgschaft geben zu Beginn richtig Vollgas, bis sie von Nick West erst einmal für kurze Zeit ausgebremst werden.

Nichts gegen Shirley Eaton als Sumuru, aber optisch gesehen stiehlt ihr Patti Chandler in der Rolle der Louise schon ein wenig die Show. Leider ist Patti zu selten im Bild, da sie sich anfänglich als unerbittlich, kaltblütig und extrem charismatisch zeigt.

Neben Sumuru und ihren Damen birgt der Film, wie oben bereits angesprochen, auch deren Gegenspieler, nämlich George Nader in der Rolle des Agenten Nick West und der aus meiner Sicht sehr nervende Tommy Carter gespielt von Frankie Avalon. Frankie Avalon hätte sich lieber um seine Karriere als Sänger kümmern sollen, als Schauspieler ist er nicht gerade der Aspekt der einen Film aufwerten kann. Der G-Man sprich George Nader spielt den von ihm erwarteten Part routiniert runter ohne großartig dabei zu glänzen. Inmitten von Sumuru und ihren Damen ist dieses auch nicht einfach.

Die Story die der Film präsentiert ist eher minimal, man erwartet allerdings auch nicht mehr, da diese ordentlich umgesetzt wurde. Der Charakter von Sumuru ist natürlich wesentlich fieser und gemeiner als der von Fu Man Chu und im Keller der Satanstochter geht es dann auch schon mal zur Sache. Da schwingt Sumuru die Peitsche und verwandelt einen Gefangenen mit Hilfe einer Injektion zu Stein. Shirley Eaton fühlt sich als Sumuru sichtlich wohl.

Die Räumlichkeiten die der Film präsentiert sind recht ansehnlich. Gerade in Sumurus Keller ist es sehr gemütlich. Die Kameraarbeit ist ebenfalls in Ordnung. Leider ist der Film unter dem Strich ein wenig zu brav ausgefallen, somit verschenkt dieser auch einiges an Potential. Shirley Eaton und Patti Chandler hätten hier bedeutend mehr rausholen können, hätte man sie sich doch mehr austoben lassen. Einen kleinen Sonderbonus gibt es noch für Maria Rohm und Klaus Kinski.

Fazit: Unter dem Strich bleib eine unterhaltsame Mischung aus Fu Man Chu, Bond und irgendetwas nicht so einfach zu Definierendes. Nett anzusehen.

6,5/10
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Re: Sumuru - Die Tochter des Satans - Lindsay Shonteff

Beitragvon ugo-piazza » 3. Mär 2013, 00:11

sid.vicious hat geschrieben:Nett anzusehen.


Ja. Aber Teil 2 ist besser, interessanter, Jessiger. :mrgreen:


Beim 1. Teil werde ich den Eindruck nicht los, dass man versucht hat, den Film mit angezogener Handbremse zu fertigen, und das funktioniert entsprechend nur eingeschränkt.

Schön aber

- die Szene, in der Klaus Kinski den Champagner sinnfrei im Raum verspritzt

- die Szene, in der George Nader entsetzt aus seinem Bett springt, nachdem er die nackte Frau neben sich entdeckt hat (und BEVOR er bemerkt, dass die Frau tot ist!)

- die Bauchfrei-Outfits der Sumuru-Armee :D


Die deutsche Synchro hätte m.E. etwas weniger brandtesisch vertragen können - und einen anderen Sprecher für Frankie Avalon.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Sumuru - Die Tochter des Satans - Lindsay Shonteff

Beitragvon untot » 28. Mär 2013, 14:31

Netter kleiner eher unspektakulärer Film, den man zwar gut gucken kann, der aber irgendwie nicht ganz zu überzeugen weiß.

6/10
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Re: Sumuru - Die Tochter des Satans - Lindsay Shonteff

Beitragvon purgatorio » 13. Okt 2013, 08:07

SUMURU – DIE TOCHTER DES SATANS (THE MILLION EYES OF SUMURU, Großbritannien 1967, Regie: Lindsay Shonteff)

Der Film ist schon unfassbar kacke! Aber der macht andererseits auch so unfassbar viel Spaß, dass er jedem hier absolut wärmstens ans Herz gelegt werden sollte. Ich habe mich köstlich amüsiert über diesen stumpfen Unsinn voller Witz, Charme, Frechheit, und chauvinistischem Nonsens: 6/10

„Ich habe eine Welt errichtet, die Männer nicht mehr braucht!“ „Das spricht sich herum – aber was machen sie wenn’s dunkel wird?“ :lol: :palm:
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Re: Sumuru - Die Tochter des Satans - Lindsay Shonteff

Beitragvon buxtebrawler » 8. Okt 2015, 15:31

Erscheint voraussichtlich am 09.10.2015 bei NSM Records zusammen mit "Die sieben Männer der Sumuru" im Mediabook auf DVD:

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Extras:
SUMURU - DIE TOCHTER DES SATANS
* Deutscher Kinotrailer
DIE SIEBEN MÄNNER DER SUMURU
* Nostalgiefassung (4:3)
* US Vor- und Abspann

Bemerkungen:
- Sumuru - Doppel Feature Mediabook Limited 1.000 Edition
- Ungekürzte und digital remasterte deutsche Kinofassungen (76min & 79min - Uncut)

Quelle: http://www.ofdb.de/view.php?page=fassun ... &vid=65170
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Sumuru - Die Tochter des Satans - Lindsay Shonteff

Beitragvon buxtebrawler » 30. Okt 2017, 15:11

Erscheint voraussichtlich am 08.12.2017 bei Turbine Classics noch einmal zusammen mit "Die sieben Männer der Sumuru" auf DVD:

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Extras:
Film 1: Deutscher Kinotrailer
Film 2: Nostalgiefassung (Bildformat 4:3 Open Matte) & US
Vor- und Abspann

Quelle: https://ssl.ofdb.de/view.php?page=fassu ... &vid=82105
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Sumuru - Die Tochter des Satans - Lindsay Shonteff

Beitragvon Arkadin » 26. Jan 2018, 12:32

Okay, ich weiß nicht, in wie weit man von der deutschen Kinofassung auf den Film als solches schließen kann. Vertraue ich auf die IMDb fehlen hier so um die 20 Minuten. Zudem wurde dem Film eine "flotte" Synchro verpasst und Frankie Avalon eine Kicksstimme ala Jerry Lewis. George "Jerry Cotton" Nader ist der unwiderstehliche Aushilfs-James-Bond auf den alle Frauen - ob Freund oder Feind - sofort fliegen. Dafür ist Nader aber schon viel zu alt - und dass man das mit dickem Kajal, Bräunungscreme und weit geöffneten Hemden kaschieren will, hilft auch nix. Eher im Gegenteil. Von Shirley Eaton als Titel-Schurkin sieht man dann auch viel zu wenig. Noch weniger sieht man von Kinski, der hier mal keinen Bösewicht spielt, sondern eine eher lustige Rolle hat. Schade. Dafür sieht Maria Rohm sehr lecker aus. Was "Sumuru" aber völlig aushebelt ist dieser extreme Chausvinismus gegen den die "Kommissar X"-Filme fast schon wie feministische Manifeste aussehen. Normalerweise bin ich da weniger empfindlich und sehe das aus der damaligen Zeit heraus - aber hier ist das schon richtig unangenehm. Die DVD von NMS/Granate ist wahrlich keine Granate, sondern recht lieblos von einer alten, ziemlich durchgenudelten 35mm-Kopie abgescannt. Die Farben sind sehr blass, Laufstreifen und Bildsprünge prägen das Bild. "Nostalgie-Feeling" nennt man das wohl.
Früher war mehr Lametta
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