Lorna - Russ Meyer (1964)

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Lorna - Russ Meyer (1964)

Beitragvon jogiwan » 11. Jan 2018, 09:03

Lorna

Bild

Originaltitel: Lorna

Herstellungsland: USA / 1964

Regie: Russ Meyer

Darsteller: Lorna Maitland, Mark Bradley, James Rucker, Hal Hopper

Story:

Die junge und überaus attraktive Blondine Lorna lebt in einem Kuhdorf und ist gelangweilt von ihrem Leben, ihren schäbigen Haus, ihrem Gatten der tagsüber schwer schuftet und abends zu müde für partnerschaftliche Aktivitäten ist und zu allem Überfluss auch noch den Jahrestag der gemeinsamen Hochzeit vergisst. Als Lorna beim Sonnenbaden von einem ausgebrochenen Gewalttäter beobachtet wird, der sich wenig später wie ein Tier auf die Blondine stürzt, ergibt sich Lorna dem Geschehen und erlebt einen hemmungslosen und sexuell überaus befriedigenden Akt mit dem namenlosen Fremden. Später nimmt sie den Verbrecher mit nach Haus und kauft ihm sogar mit ihrem mühsam ersparten Geld Whiskey in der Stadt. Doch wenig später steht auch der reumütige Gatte zum Hochzeitstag verfrüht auf der Matte und Lorna und ihr Leben steuert geradewegs auf eine Tragödie zu.
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Re: Lorna - Russ Meyer (1964)

Beitragvon jogiwan » 11. Jan 2018, 09:05

Mit „Lorna“ widmet sich Sexploitation-Regisseur Russ Meyer abermals den „einfachen“ Menschen bzw. ihren Problemen und zeigt den tristen Alltag einer hübschen Frau in einer amerikanischen Kleinstadt der Sechzigerjahre. Während ein bärtiger Prediger zu Beginn voller religiösem Eifer von Moral und Anstand erzählt, wird der Zuschauer aber wenig später Zeuge einer versuchten Vergewaltigung ohne Konsequenz und auch danach verhalten sich die Protagonisten natürlich so, wie man es eigentlich nicht machen sollte. Lorna stürzt sich in ein außereheliches und sexuelles Abenteuer mit einem ausgebrochenen Gewalttäter, während der treusorgende Gatte sie vor seinen Kollegen verteidigt und am Ende gibt es natürlich einen Sieg der Moral über die Sünde mit bitteren Konsequenzen für alle Beteiligten. Dabei ist „Lorna“ eigentlich eher dramatisch erzählt und nackte Haut rückt hier auch eher in den Hintergrund. Den Humor und Herrenwitz früherer Werke sucht man hier ebenfalls vergeblich und die Richtung geht insgesamt schon eher in „Faster Pussycat. Kill! Kill!“ der ein Jahr darauf entstand. Insgesamt betrachtet schon ein kurioses Werk irgendwo zwischen spekulativer Sexploitation und Kleinstadt-Beziehungs-Drama mit moralischem Einschlag, das aber durchaus interessant und kurzweilig ausgefallen ist und am Ende für den Zuschauer sogar noch eine kleine surreale Szene mit Bibelbezug bereithält.
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