Die Erde stirbt - Geburten verboten - Michael Campus (1972)

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Die Erde stirbt - Geburten verboten - Michael Campus (1972)

Beitragvon sergio petroni » 11. Dez 2017, 18:27

DIE ERDE STIRBT - GEBURTEN VERBOTEN

Bild

Originaltitel: Z.P.G.

Alternativtitel: Z.P.G. - Die Erde stirbt, ZPG: Zero Population Growth

Herstellungsland-/jahr: GB 1972

Regie: Michael Campus

Darsteller: Oliver Reed, Geraldine Chaplin, Don Gordon, Diane Cilento, Eugene Blau, Bent Christensen,
Belinda Donkin, Birgitte Federspiel, Birgitte Frigast, Anne-Lise Gabold, Michel Hildesheim,
Peter Hohnen, ...

Story: In einer nahen Zukunft hat die Überbevölkerung die Ressourcen der Erde erschöpft. Natürliche Pflanzen und Tiere gibt es nur noch im Museum zu bestaunen. Im täglichen Leben macht die Luftverschmutzung eine Gasmaske unumgänglich, Nahrung gibt es nur als künstliches Surrogat. Als letzte Konsequenz beschließt die Regierung für die nächsten drei Jahrzehnte, auf Geburten die Todesstrafe auszusetzen.
Stattdessen komplettieren industriell gefertigte Baby- und Kinderpuppen die Familien. Ein Paar beschließt trotz totalitärer Überwachung, das Risiko einer Schwangerschaft einzugehen.
(quelle: ofdb.de)
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Die Erde stirbt - Geburten verboten - Michael Campus (1972)

Beitragvon sergio petroni » 11. Dez 2017, 18:46

In ferner Zukunft: Die Ressourcen der Erde sind erschöpft. Umweltverschmutzung und Überbevölkerung
machen ein freies Leben unmöglich. Die Weltregierung setzt auf strenge Regularien, die bis in's
kleinste Detail in das Leben der Menschen eingreifen. Die Kalorienzahl pro Tag ist begrenzt, Pflanzen und Tiere
gibt es in freier Natur nicht mehr. Ein dichter Smog macht das Leben im Freien nahezu unmöglich.
Um die Lage zu entschärfen, beschließt die Weltregierung, die Bevölkerung durch eine
vorgeschriebene Nullgeburtenrate zu reduzieren. Verkündet wird der Beschluß durch die
omnipräsenten Drohnen. Als Ersatz gibt es für junge Paare Roboterkinder zu erwerben.
Wer dennoch ein Kind gebiert, wird mit dem Tode bestraft; und zwar die ganze Familie!
Russ (Oliver Reed) und Carol (Geraldine Chaplin) gehen das Risiko einer Schwangerschaft
trotzdem ein. Doch sie haben nicht mit dem unvorhersehbaren Verhalten ihrer Freunde gerechnet....

Z.P.G. ist eine britische Dystopie, die in Kopenhagen gedreht wurde. Der Erstling von Regisseur
Michael Campus bietet mit Reed und Chaplin zwei Weltstars auf. Campus setzt nicht auf spektaluäre
Effekte oder bombastische Science-Fiction-Kulissen. Das zwischenmenschliche steht bei ihm
im Vordergrund. Wenn im Museum auf das unverantwortliche Handeln der Weltbevölkerung
in den 1970ern hingewiesen wird (Umweltvergiftung, Völlerei, Bevölkerungswachstum)
fühlt man sich schon an der eigenen Nase gepackt.
Die Antwort darauf (ein freudloses, reguliertes Leben ohne eigene Initiativen/Gedanken)
ist aber nun auch nicht gerade verlockend. Und daß selbst die Erfüllung vieler (Leben zu zeugen/gebären)
reguliert bzw. verboten wird macht das Leben eigentlich nicht mehr lebenswert.
Z.P.G. bietet eine Szene, in der ein Denunziant eine Familie mit Kind anzeigt, die schwer
an eine erinnerungswürdige Sequenz aus "Die Körperfresser kommen" erinnert. Zufall ziemlich ausgeschlossen.
Die ziemlich kurz gehaltene Schlußszene soll wohl Reminiszenzen an "Planet der Affen"
wecken, hat aber nicht deren emotionalen Impakt.
"Z.P.G." bietet allerlei Gelegenheiten um über sich selbst und sein Verhalten nachzudenken,
ist als Dystopie aber nur guter Durchschnitt, aber allemal gut guckbar!
6/10
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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