Gemini - Tödlicher Zwilling - Shin'ya Tsukamoto (1999)

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Gemini - Tödlicher Zwilling - Shin'ya Tsukamoto (1999)

Beitragvon jogiwan » 3. Dez 2017, 08:34

Gemini - Tödlicher Zwilling

Bild

Originaltitel: Sôseiji

Alternativtitel: Gemini - Mörderischer Zwilling

Herstellungsland: Japan / 1999

Regie: Shin'ya Tsukamoto

Darsteller: Masahiro Motoki, Ryo, Yasutaka Tsutsui, Shiho Fujimura

Story:

Yukio Daitokuji lebt mit seinen Eltern und seiner großen Liebe Rin in einem geräumigen Haus und genießt als Arzt das Ansehen und den Respekt seiner Umgebung im Nachkriegs-Japan des zwanzigsten Jahrhunderts. Doch wenig später bekommt die heile Welt des Arztes große Risse und neben einem unerklärlichen und bestialischen Gestank im Haus und seltsamen Todesfällen, muss er sich eines Nachts auch zwischen zwei medizinischen Notfällen entscheiden und trifft dabei eine zweifelhafte Entscheidung. Doch danach kippt die Szenerie endgültig und Yukio wird eines Morgens in seinem Garten von einer Person attackiert, die ihm zum Verwechseln ähnlich sieht und behauptet, der Liebhaber seiner Frau zu sein. Dieser „Zwilling“ wirft den Arzt in einen Brunnen und nimmt dessen Stelle ein, während Yukio im Brunnen gefangen fortan mit seinem Schicksal hadert und verzweifelt versucht, aus seiner Situation zu entkommen und Erklärungen für seine Lage zu finden.
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Re: Gemini - Tödlicher Zwilling - Shin'ya Tsukamoto (1999)

Beitragvon jogiwan » 3. Dez 2017, 08:35

Wieder ein sehr schräger Film von Regisseur Shin'ya Tsukamoto, der sich hier statt der üblichen Entmenschlichung in der Großstadt eine ganz klassische Horrorstory von Rampo Edogawa vorknöpft um dieser dann doch wieder seinen ganz eigenen Stempel aufzudrücken. Denn klassisch erscheinen bei „Gemini“ auch nur die hübschen Settings, während der Rest geradewegs einem fiebrigen und sehr wüsten Alptraum entsprungen scheint. In Japan gilt der Zwilling ja meines Wissens als Todesbote und das Auftauchen einer ident scheinenden Person hat für den jungen Arzt auch sehr bittere Konsequenzen. Dabei wird es weitestgehend offengelassen, wie die sprunghafte Handlung des interessanten Streifens zu deuten ist und ob es sich bei dem Zwilling um eine reale Person oder personifizierten Teil der Persönlichkeit handelt, der nach einem inneren Kampf die Oberhand erhält. Wie üblich ist „Gemini – Mörderischer Zwilling“ dabei auch durchaus vielschichtig, fordernd und hat mir auch gerade deswegen so gut gefallen, weil man als Zuschauer nach einem eher ruhigen Start sehr unvermittelt in einem bizarren Alptraum landet, bei dem nicht nur für den Protagonisten kein normales Erwachen möglich scheint. Und da sind wir dann auch wieder beim üblichen Tsukamoto-Thema, dass sich durch alle seine Filme zu ziehen scheint.
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