Id - Kei Fujiwara (2005)

Moderator: jogiwan

Id - Kei Fujiwara (2005)

Beitragvon jogiwan » 18. Nov 2017, 10:23

Id

Bild

Originaltitel: Ido

Herstellungsland: Japan / 2005

Regie: Kei Fujiwara

Darsteller: Kimihiko Hasegawa, Kei Fujiwara, Baiken Jukkanji, Kenji Nasa

Story:

Eines Tages taucht im Umfeld einer Schweinefarm ein mysteriöser Fremder mit Mundharmonika auf, der scheinbar unter Gedächtnisverlust leidet und sich an nichts aus seiner Vergangenheit erinnern kann. Dennoch wird er willkommen geheißen und integriert sich rasch in der Gruppe von sozialen Außenseitern, die auf dem völlig versifften Gelände und zwischen den Mastschweinen so etwas wie einen Rückzugsort vor der herkömmlichen Welt gefunden haben. Doch mit der Ankunft des stillen und beobachtenden Fremden beginnen auch die unterschwelligen Konflikte innerhalb der Gruppe immer mehr hervorzubrechen und wenig später gibt es nicht nur einen Toten und seltsame Mutationen, sondern auch die Ankunft eines weiteren Fremden, der das Geheimnis des Mannes mit der Mundharmonika zu kennen scheint.
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Re: Id - Kei Fujiwara (2005)

Beitragvon jogiwan » 18. Nov 2017, 10:24

Mit „Id“ hat Regisseurin und Darstellerin Kei Fujiwara so etwas wie einen losen Nachfolger zu ihrem unter Fans doch etwas umstrittenen „Organ“ aus dem Jahr 1996 geschaffen, der jedoch nur mit zwei Figuren Verweise an den Vorgänger bereithält und auch eine andere Geschichte erzählt, die ohne Kenntnis des Vorgängers funktioniert. Diese handelt von Menschen die körperlich oder geistig beeinträchtigt sind und Konflikten, inneren Dämonen und Mutationen. Dabei ist „Id“ abermals alles andere als leicht zu konsumieren, verwirrend erzählt, fragmentarisch aufgebaut und vor allem auch wieder sehr ekelhaft. Die gesellschaftliche Bestandsaufnahme ist tief pessimistischer Art und „Id“ bietet auch so etwas wie ein Sammelbecken von Verlierern, Außenseitern und traumatisierten Menschen, die sich von der normalen Welt ausgespukt wurden und anstatt sich zu solidarischen, dann auch noch untereinander aufeinander losgehen. Wenn schon Arschkarte, dann auch richtig und die Sache mit der Schweinemast und der Mutationen soll wohl ebenfalls sinnbildlich für die völlig fehlgeleitete Entwicklungen unserer Gesellschaft stehen. Natürlich ist das dann alles auch sehr surreal, arty-farty, düster und vor allem blutig und als Zuseher kann man sich zwischen Blut, Kotze und Kot auch ganz seinen eigenen Reim auf die ganzen verschiedenen und verwirrenden Dinge machen, die Kei Fujiwara hier abermals für den hoffentlich sehr aufgeschlossenen Zuschauer mit entsprechendem Durchhaltevermögen bereit hält.
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Re: Id - Kei Fujiwara (2005)

Beitragvon sergio petroni » 18. Nov 2017, 12:33

Hm, klingt für mich (im Moment) zu extrem.
Ist das nicht einer der Lieblingsfilme von Arkadin?! :?
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Id - Kei Fujiwara (2005)

Beitragvon jogiwan » 18. Nov 2017, 12:44

sergio petroni hat geschrieben:Hm, klingt für mich (im Moment) zu extrem.
Ist das nicht einer der Lieblingsfilme von Arkadin?! :?


Arkschi hat den wohl im Kino gesehen und ist nach 30 Minuten raus, was ich auch verstehen kann. "Id" ist kein Film, den ich z.B. auf einem Festival sehen wollen würde, wenn dieses nicht gerade unter einem "Knall-dem-Besucher-ordentlich-eins-vorn-Latz"-Motto laufen würde, dass sich dann jedem Anflug von guter Laune destruktiv entgegen stellt. Im Patschenkino geht das ja einfacher und "Organ" und "Id" sind ja auch eher der cineastischen Grenzerfahrung zuzuordnen und keine Spiel- und Wohlfühl-Filme mit einfach zu deutendem Handlungsstrang. Da muss ja auch die Laune, die Erwartungshaltung und das Drumherum passen und ich quäl mich ja offensichtlich gerne selbst. ;)
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