Heil Honey I'm Home! - Juliet May (1990)

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Heil Honey I'm Home! - Juliet May (1990)

Beitragvon Canisius » 15. Nov 2017, 23:56

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Heil Honey I'm Home!

Herstellungsland: England/ 1990

Idee: Geoff Atkinson

Regie: Juliet May

Darsteller: Neil McCaul, DeNica Fairman, Maria Friedman, Gareth Marks

Story: „Adolf Hitler and his wife Eva live somewhere in 1930s American suburbia, next door to a Jewish couple, Arny and Rosa Goldenstein, and their dour niece, Ruth.„ (Quelle: https://web.archive.org/web/20070404125 ... 3509.shtml)
„Seine Stiefel aus frischem Krokodilleder knarrten. Er trug eine Jacke aus gegerbter Elefantenhaut und im offenen Hemd eine Kette aus Leopardenkrallen und Affenzähnen.
Mit dem Outfit, dachte Meuchköt, käme er durch keine europäische Flughafenkontrolle.“
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Re: Heil Honey I'm Home! - Juliet May (1990)

Beitragvon Canisius » 15. Nov 2017, 23:57

Diese britische Comedy Sitcom des Fernsehsenders „Galaxy“ (da läuft z.B. „Dr. Who“ oder „Parker Lewis“) erntete nach der Erstausstrahlung im September 1990 schlechte bis vernichtende Kritiken. Geschmacklos sei sie, denn sie würde das 3. Reich und dessen Verbrechen trivialisieren.
Es kam, wie es kommen musste, und so wurde lediglich die erste Folge ausgestrahlt und verschwand mit 10 weiteren abgedrehten Episoden im Giftschrank.

Machen wir einen Zeitsprung in das Jahr 2017.

Glücklicherweise hat ein freundlicher Mensch besagte Pilotfolge bei YouTube hochgeladen, und so kann der interessierte und mündige Zuschauer gucken, was er eigentlich nicht sehen soll.
Ist es nun der Stoff aus dem Legenden sind?
Oder ist es gehypter Schrott, der seinen Kultfaktor weitgehend der politisch inkorrekten Charakterkonstellation verdankt?

Hm, also ich musste einige Male durchaus herzhaft lachen. Reicht das als Antwort? Nein?
Gut, wenn Adolf nach Hause kommt und wirklich “Heil Honey, I'm home!“ ruft, dann muss ich schmunzeln. Ganz ehrlich.
Auch finde ich witzig, dass deutlich wird, wie Hitler unter der Braun'schen Knute steht. Das lässt den Diktator als Pantoffelhelden erscheinen.
Aber nicht nur die Schnitzel machende und tratschsüchtige Eva strapaziert die Nerven von „naughty Adolf“. Seine jüdischen Nachbarn Herr und Frau Goldenstein (Er: der Säufer, der gerne Geschichten erzählt und Hitler „shorty“ nennt. Sie: Klatsch- und Tratschverbündete Evas) lassen ihm keine Ruhe. Dabei steht doch wichtiger Besuch (in Person von Neville Chamberlain) an.
Herrlich bescheuert ist es, wie
Goebbels „goofball Joe“ bei den Hitlers anruft und von den Schwierigkeiten beim Abholen des britischen Premierministers berichtet. Stichwort Namensschild.
Oder ein wichtiges Abkommen wird kurzerhand im Kühlschrank deponiert.
Selbstverständlich ohne es zu unterzeichnen.

Fazit:

Ja, die Komik von HHIH funktioniert größtenteils auch deshalb, weil es sich bei den herumalbernden und schäkernden Protagonisten um Adolf Hitler („slick Führer“) und Eva Braun handelt. Verdammt nochmal. Das ist (trotzdem oder gerade deshalb) komisch!
Und überhaupt: hat man schon mal einen besseren Witz über Eisbären gehört, als ihn Neville Chamberlain hier zum Besten gibt? Ich nicht.

Sind die Dialoge originell? Nein.
Wie sieht es mit der historischen Akkuratesse aus? Schlecht.
Geschmacklos? Ja.
Ernst zu nehmen in irgendeiner Form? Niemals

Bei HHIH handelt es sich schlicht um kuriosen und kurzweiligen Nonsens, der mich ganz passabel unterhalten hat. Ein bisschen hoffe ich darauf, dass die unausgestrahlten 10 Episoden irgendwann auftauchen werden.
Zuletzt geändert von Canisius am 16. Nov 2017, 00:01, insgesamt 1-mal geändert.
„Seine Stiefel aus frischem Krokodilleder knarrten. Er trug eine Jacke aus gegerbter Elefantenhaut und im offenen Hemd eine Kette aus Leopardenkrallen und Affenzähnen.
Mit dem Outfit, dachte Meuchköt, käme er durch keine europäische Flughafenkontrolle.“
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Re: Heil Honey I'm Home! - Juliet May (1990)

Beitragvon Canisius » 15. Nov 2017, 23:58

www.youtube.com Video From : www.youtube.com
„Seine Stiefel aus frischem Krokodilleder knarrten. Er trug eine Jacke aus gegerbter Elefantenhaut und im offenen Hemd eine Kette aus Leopardenkrallen und Affenzähnen.
Mit dem Outfit, dachte Meuchköt, käme er durch keine europäische Flughafenkontrolle.“
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