Flic Story - Jacques Deray (1975)

Moderator: jogiwan

Flic Story - Jacques Deray (1975)

Beitragvon sid.vicious » 8. Mär 2012, 11:15

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Alternativer Titel: Bulle und der Killer, Der
Alternativer Titel: Cop Story
Alternativer Titel: Duell in sechs Runden
Alternativer Titel: Flic Story - Duell in sechs Runden
Produktionsland: Frankreich, Italien
Produktion: Alain Delon
Erscheinungsjahr: 1975
Regie: Jacques Deray
Drehbuch: Roger Borniche, Alphonse Boudard
Kamera: Jean-Jacques Tarbès
Schnitt: Henri Lanoë
Musik: Claude Bolling
Länge: ca. 107 Min.
Freigabe: FSK 16
Darsteller: Alain Delon, Jean-Louis Trintignant, Renato Salvatori, Claudine Auger, Maurice Biraud, André Pousse, Mario David, Paul Crauchet, Denis Manuel, Marco Perrin, Henri Guybet, Maurice Barrier, Françoise Dorner, William Sabatier, Adolfo Lastretti, Giampiero Albertini, Frédérique Meininger, Catherine Lachens, Rossana Di Lorenzo, Jacques Marin, Lionel Vitrant, Annick Berger, Christine Boisson, Alphonse Boudard, Michel Charrel, Marie Marczack


Inspector Roger Borniche sieht sich als Bekämpfer des Verbrechens, jedoch lehnt er auch die brutalen Methoden seiner Kollegen ab. Borniche erhält den Auftrag den aus der Psychiatrie entflohenen Gangster Emile Buisson zu verhaften. Doch die Sache gestaltet sich als recht schwierig.

„Flic-Story“ ist ein französischer Kriminalfilm der eine sehr ungewöhnliche Form der Verbrecherjagd demonstriert. Ein Film der sich eher mit den beiden Hauptpersonen und deren Charakter beschäftigt. Emile Buisson gespielt von Jean-Louis Trintignant und Inspektor Roger Borniche der von Alain Delon dargestellt wird. Das hier eine gewisse Achtung voreinander besteht untermauert der Film zum Ende besonders. Beide Charaktere haben ob ihrer Intelligenz Respekt voreinander. Inspektor Borniche verabscheut die brutale Vorgehensweise seiner Kollegen und stellt dieses in einer Situation mit den Methoden der Gestapo gleich. Borniche bevorzugt es seinen Verstand einzusetzen um andere Leute für seinen Zweck zu gewinnen, was ihm auch gelingt. Das seine arrogante und von sich selbst überzeugte Art bei seinen Vorgesetzten und seinen Kollegen nicht sonderlich ankommt, ist demnach vorprogrammiert. Trintignant stellt einen schwer durchschaubaren, intelligenten und unberechenbaren Emile Buisson dar. Jean-Louis Trintignant erinnert mich in seinen Gesichtszügen auch ein wenig an James Woods und ist nicht so einfach als der bekannte „Corbucci Silence“ zu identifizieren.

Des weiteren sollte man auch die Musik, die Jacques Deray für seinen Film ausgewählt hat lobend erwähnen, da diese absolut passend ist.

Fazit: Ein etwas ungewöhnlicher Kriminalfilm, der von der Extraklasse seiner beiden Hauptdarsteller sehr gut leben kann.

8/10
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Re: Flic Story - Jacques Deray

Beitragvon untot » 12. Mär 2012, 18:08

Fand den auch ziemlich gut, nur mit seiner Coolness übertreibt es der gute Delon hier dann doch ein klein wenig, das wirkt leicht lächerlich finde ich!
Ansonsten ist der Film wirklich top!

7/10
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Re: Flic Story - Jacques Deray

Beitragvon Nello Pazzafini » 12. Mär 2012, 19:38

ich weiss schon was du meinst aber das war einfach eine coole sau :D ich kann mir leicht vorstellen das der das dann auch so gelebt hat (vor allem wenn ich mir all seine Romanzen ansehe :mrgreen: )
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Re: Flic Story - Jacques Deray

Beitragvon untot » 13. Mär 2012, 02:38

Ne coole Sau ist der Alain schon von Geburt an würd ich mal behauten und ich mag das ja auch, bin schließlich auch bloß ne Frau, :engel: aber hier hat er schon wirklich gnadenlos dick aufgetragen. :kicher:
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Re: Flic Story - Jacques Deray

Beitragvon Onkel Joe » 13. Mär 2012, 07:52

Mit den Franzosen hab ich es nie so gehabt, diesen kenne ich gar net aber in der Bucht habe ich mir den nun mal gekauft.Für nen 5er,- inkl. Shipping denke ich kann man nichts verkehrt machen.
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Re: Flic Story - Jacques Deray

Beitragvon Onkel Joe » 7. Jun 2012, 16:09

Ein Film aus Franz de Kack so wie ich sie gar net mag, vielleicht der falsche Tag aber momentan so um die 5/10.
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Re: Flic Story - Jacques Deray

Beitragvon sergio petroni » 17. Jul 2017, 17:46

"Flic Story" von Jaques Deray aus dem Jahre 1975 ist enthalten in der "Alain Delon Collection 2".
Die Geschichte spielt im Jahre 1947 und Delon gibt den aufrechten Bullen Borniche. Seine
Kollegen wenden bisweilen brachiale Verhörmethoden an. Doch das ist nicht Borniches Ding.
Auch nicht, als der brutale Buisson (Jean-Louis Trintignant) aus dem Knast entlassen wird.
Denn kaum auf freien Füßen geht er auf Rachefeldzug und verübt Überfälle ohne Rücksicht
auf Verluste und mit offenem Visier. Dabei legt er eine Paranoia an den Tag, die ihresgleichen sucht.
Daß das nicht lange gutgehen kann, versteht sich von selbst.

Eine recht ungewöhnliche Storyline zählt zu den Stärken dieses Streifens. Die so unterschiedlichen
Antagonisten nähern sich im Verlauf des Films immer mehr an. "Flic Story" ist ein
französischer Kriminalfilm der etwas anderen Art, und trotzdem oder auch vielleicht
gerade deshalb sehenswert.
6/10
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Flic Story - Jacques Deray (1975)

Beitragvon Arkadin » 14. Nov 2017, 15:54

"Flic Story" ist eine solider, routinierter Thriller. Delon hat den mitproduziert und lässt sich als coolen, lebenslustigen Typen inszenieren, der für mich immer ein kleines Stück zu souverän und "gut" wirkt. Demgegenüber ist Jean-Louis Trintignant der wahre Star des Filmes. Sein Killer ist nicht nur eiskalt und schon irgendwie jenseits von Gut und Böse, sondern Trintignant sieht hier auch wirklich bedrohlich aus. Keine Ahnung, was sie mit ihm angestellt haben, aber er wirkt irgendwie ganz anders als sonst. Hart, emotionslos, irre. Insgesamt unterhält der Film sehr gut und es schleichen sich auch ein paar kleinere Härten ein. Enttäuschend ist das finale, welches lange aufgebaut wird und dann irgendwie unspektakulär in einem Gerangel endet. Auch der Epilog wirkt nicht wirklich zum Film homogen, sondern fast schon wie ein neuer Film - der dann aber in 5 Minuten abgehandelt wird. wie ich gelernt habe, beruht der Film auf einem wahren Fall bzw. den Erinnerungen der Delon-Figur. Vielleicht wurde sich da einfach nur an das Buch gehalten und die Realität ist ja nicht immer besonders filmisch. Guter und unterhaltsamer Film mit einem überwältigend guten Trintignant - aber auch nicht mehr.
Früher war mehr Lametta
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