Fango Bollente - Vittorio Salerno (1975)

Action, Crime, harte Cops, Gangster & Mafia

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Re: Fango Bollente - Vittorio Salerno (1975)

Beitragvon Nello Pazzafini » 13. Jul 2017, 19:24

gut Schlamm braucht Weile!

aber auf den film kann man sich richtig richtig freuen, einer der Vollgas gibt ;)
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Re: Fango Bollente - Vittorio Salerno (1975)

Beitragvon sergio petroni » 13. Jul 2017, 20:54

Nello Pazzafini hat geschrieben:gut Schlamm braucht Weile!

aber auf den film kann man sich richtig richtig freuen, einer der Vollgas gibt ;)


Kann's kaum erwarten :sabber:
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Fango Bollente - Vittorio Salerno (1975)

Beitragvon ugo-piazza » 1. Okt 2017, 22:54

Da kann ich den obskuren Cameramännern mal wieder gar nicht genug danken, "Fango Bollente" aus dem Schlamm gezogen zu haben. Ein Film wie ein Faustschlag in den Unterleib, bei dem sich ein WTF-Moment an den nächsten reiht, und der doch weit davon entfernt ist, ein schebbiger Sleazer von der Stange zu sein. Gewalt ohne Motiv, just for fun, weil man's kann. Joe D'Alessandro möchte man hier nicht einmal am hellichten Tag über den Weg laufen. Schon gar nicht, wenn gerade ein Gabelstapler herumsteht.

Um Gewalt zu ächten, muss man sie zunächst zeigen, lautete das Credo von Vittorio Salerno, dem es speziell hier darum ging, darzustellen, dass Gewalt keinen nachvollziehbaren Grund braucht. Sie passiert einfach und jeden kann es treffen. Ein sehr eindringlicher Film, den ich jedem ans Herz legen kann.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Fango Bollente - Vittorio Salerno (1975)

Beitragvon jogiwan » 5. Nov 2017, 09:05

Oftmals entsteht der Eindruck, dass die Hemmschwelle für Gewalt erst in Zeiten von „Social Media“-Empörungs-Mob, Radikalisierungen von allen Seiten und von Populisten befeuerter Gesellschaftsspaltungen mittlerweile so herabgesetzt wurde, dass für einige Menschen bereits ein kleiner Funke ausreicht um eine Situation eskalieren zu lassen. Doch ein hoher Grad zur Gewalttätigkeit begleitet die Menschheit seit Anbeginn ihrer Existenz und Vittorio Salerno beweist in seinem eindrucksvollen und gesellschaftskritischen Kracher „Fango Bollente“ aus dem Jahr 1975, dass Gewalt auch gar keine große Aufstachelung benötigt, wenn man eine allgemeine Unzufriedenheit bereits länger mit sich herumträgt. Hier sind es drei Männer bzw. Arbeitskollegen, die Gewalt als Ausgleich zu ihrer bescheidenen Existenz entdecken und diese immer weiter schüren und dabei auch gar kein tiefergehendes Motiv dazu benötigen. Das Erschreckende an dem Film, ist ja die Tatsache, dass die Männer dabei völlig Empathie-frei, sehr brutal und impulsiv zu Werke gehen und dadurch auch jeder ins Blickfeld der Männer geraten kann und den Zuschauer mit unangenehmen Fragen konfrontiert. Dabei wird in dem zynischen Abgesang auf die Menschheit ein ziemliches Programm aufgefahren und „Fango Bollente“ plättet den Zuschauer für 81 Minuten und darüber hinaus mit seiner Mischung aus extraherbem Exploitation-Film, tollen Darstellern, Prog-Rock-Soundtrack und Sozialkritik, bis dieser nicht mehr weiß, wie ihm geschieht. Essentiell? Aber hallo!
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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