All Night Long 3 - Katsuya Matsumura (1996)

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All Night Long 3 - Katsuya Matsumura (1996)

Beitragvon jogiwan » 4. Okt 2017, 06:19

All Night Long 3

Bild

Originaltitel: Ôru naito rongu 3: Saishûshô

Herstellungsland: Japan / 1996

Regie: Katsuya Matsumura

Darsteller: Yûji Kitagawa, Ryôka Yuzuki, Tomorowo Taguchi, Meika Seri

Story:

Der intellektuell etwas beeinträchtige Kikuo arbeitet in einem Stundenhotel als Reinigungskraft und entwickelt dadurch eine Obsession für menschlichen Abfall aller Art inklusive allerlei Köperausscheidungen. Eines Tages entdeckt er einen Sack voll Abfall von der hübschen Hitomi, die in seiner Nähe wohnt und sammelt fortan ihren Abfall und erfährt dadurch auch nahezu alles über ihr Leben und täglichen Gewohnheiten, während die Angebetete nichts davon ahnt. Als er eines Tages auf der Müllhalde, eine von seinen Arbeitskollegen gequälte Frau entdeckt, nimmt er diese mit nach Hause und behandelt die verletzte Frau ebenfalls wie Abfall, katalogisiert ihren Verfall und tötet diese wenig später und entsorgt ihre Teile. Anstatt so etwas wie Mitgefühl und Reue zu empfinden, fühlt sich Kikuo in seinem Treiben bestätigt und das tote Mädchen war auch nur der erste Schritt, seinem eigentlichen Objekt der Begierde näher zu kommen.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



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Re: All Night Long 3 - Katsuya Matsumura (1996)

Beitragvon jogiwan » 4. Okt 2017, 06:23

Der dritte Teil der „All Night Long“-Serie präsentiert nach dem nihilistischen Erstling und dem völlig abgehobenen und eigentlich völlig jenseitigen zweiten Teil abermals die ganze Bandbreite an Verlierern der japanischen Leistungsgesellschaft und portraitiert das Treiben eines geistig beeinträchtigten Junge, der als Putzkraft in einem Stundenhotel arbeitet und eine recht ungesunde Obsession für Haushaltsabfälle und junge Frauen entwickelt. Dabei ist der Streifen mit der Überzeichnung japanischer Gesellschaftsphänomenen nicht nur thematisch wieder völlig neben der Spur, sondern auch von den Bildern her sehr ekelhaft ausgefallen, sodass der dritte Teil auch eher nur noch für Zuschauer geeignet ist, die sich generell für die asiatische Sicko-Richtung interessieren und akzeptieren können, dass hier das volle Programm aufgeboten wird, an dem sich die FSK so normalerweise stößt. Wie der deprimierende Erstling und der völlig durchgeknallten, zweiten Teil ist auch der dritte Aufguss für den Zuschauer kein angenehmes Unterfangen und in Katsuya Matsumuras Streifen ist auch ausnahmslos keine Figur vorhanden, die nicht irgendeinen an der Klatsche hat und/oder Dinge tut, die irgendwann zwangsläufig zu einem sehr ungesunden Ende führen müssen. Das Fehlen jeglicher Identifikationsfiguren, der erneut sehr nüchterne Erzähltstil und frauenverachtende Grundton haben dann auch die Wirkung, dass man das ganze Treiben zum Glück auch eher distanziert verfolgen und entspannt auf die ekelhaften Ideen warten kann, die der Streifen im Verlauf der 83 Minuten auch zuhauf bietet.
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