Lockout - Mather & St. Leger (2012)

Moderator: jogiwan

Re: Lockout - Mather & St. Leger

Beitragvon purgatorio » 18. Aug 2015, 06:38

LOCKOUT (Frankreich 2012, Regie: James Mather, Stephen St. Leger)

Die ersten 20 Min. geben die Marschrichtung vor: Ein Anti-Held, der wesentlich mehr einsteckt als austeilt, sehr gute neben sehr schlechten Effekten (die Verfolgungsjagd in der Stadt – Computerspiele in den 90ern sahen besser aus!), unglaublich viele blöde Sprüche, eine Story, die man aus vielen anderen Filmen ähnlichen Kalibers kennt und ein gelegentlich gut platzierter Bruch mit der Erwartungshaltung (saugeil: ein Sprung von einem Hochhaus durch das Fenster eines gegenüberliegenden Hauses – nur dass das Fenster hier einfach stabil genug ist und der Held eben blöde draußen dran klebt :D ). Spätestens jetzt sollte man entschieden haben, ob man das Ding weiterguckt oder lieber abschaltet. Wer dran bleibt bekommt routinierte Action und halbwegs vernünftig agierende Typen, klassische Stereotype und eine zwar spannungs- und emotionslose aber auch nicht uninteressante Story, die kurzweilig und zügig durcherzählt wird. Fertig.
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Re: Lockout - Mather & St. Leger

Beitragvon jogiwan » 16. Okt 2015, 07:44

jogiwan hat geschrieben:Wieso ein Remake der "Klapperschlange" drehen und dem Carpenter noch was auf die Kralle legen, wenn man genausogut eine geringfügig variierte Sache des Ganzen bringen kann. Man ersetze "Sssssnnake" durch "Sssnnnow", den Präsidenten durch seine Tochter und das hermetisch abgeriegelte New York durch ein Hochsicherheitsgefängnis im All - voila: fertig ist das unterhaltsame Plagiat der Sorte Kawumm.


hehe... autsch! :kicher:

hat geschrieben:Box Office described the picture as "a sleek, slick and shameless rip-off of John Carpenter's Snake Plissken films 'Escape from New York' and 'Escape from L.A.' " And Carpenter himself agreed. The director took production company EuropaCorp and the film's writers — Stephen St. Leger, James Mather and Besson— to court over the matter, claiming they plagiarized his work. Surprisingly, Carpenter has won.


quelle: http://blogs.indiewire.com/theplaylist/ ... t-20151015
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Re: Lockout - Mather & St. Leger (2012)

Beitragvon jogiwan » 18. Okt 2015, 09:40

hehe, hier nochmals uf Dütsch:

kleine.at hat geschrieben:Luc Besson hat abgekupfert: Regisseur muss 80.000 Euro zahlen

Weil er "Die Klapperschlange" plagiiert hat, verurteilte ein französisches Gericht den Regisseur Luc Bessons zu Schadenersatzzahlungen an seinen Kollegen John Carpenter und dessen Filmfirma. Regisseur Luc Besson und seine Firma EuropaCorp sind wegen Plagiats verurteilt worden. Ein Pariser Gericht sah es als erwiesen an, dass der Film "Lockout" von 2012 übermäßig viele inhaltliche Parallelen zu "Die Klapperschlange" von John Carpenter (1981) aufweist. Wie die AFP erfuhr, wurden Bessons Firma, Autor sowie Regisseur daher zu einer Schadenersatzzahlung von 80.000 Euro verurteilt.

Die Richter argumentierten, dass "Lockout" "bedeutende Eigenschaften" von "Die Klapperschlange" übernommen habe. Regisseur Carpenter wurden daher 20.000 Euro zugesprochen, seinem Drehbuch-Koautor Nick Castle 10.000 Euro. Weitere 50.000 Euro soll die Firma Studiocanal erhalten, die die Rechte an dem Originalfilm innehat. Die Kläger hatten ursprünglich drei Millionen Euro Schadenersatz gefordert.

EuropaCorp legte Berufung gegen das Urteil ein. Ein Sprecher sagte, die fraglichen Filmelemente gehörten "zum gemeinschaftlichen Fundus des Kinos". Das Urteil fiel bereits im vergangenen Mai, wurde jedoch erst jetzt bekannt.


quelle: http://www.kleinezeitung.at/s/kultur/48 ... uro-zahlen
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Re: Lockout - Mather & St. Leger (2012)

Beitragvon Onkel Joe » 18. Okt 2015, 10:30

80.000 tacken sind aber wirklich mickrig da hätte ich deutlich mehr erwartet!
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Re: Lockout - Mather & St. Leger (2012)

Beitragvon Theoretiker » 19. Dez 2015, 20:24

Typische Besson-Produktion, also Action ohne nennenswerte Story. Die ist aber gefällig inszeniert, Pearce unterhält mir One-Linern und das Tempo passt. Nett für zwischendurch.

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Re: Lockout - Mather & St. Leger (2012)

Beitragvon jogiwan » 29. Jul 2016, 17:23

ein teurer Einspruch... :troest:

Luc Besson wegen Plagiats zu Schadenersatz verurteilt

Wegen eines Plagiats ist der französische Starregisseur und -produzent Luc Besson mit seiner Firma Europacorp zu 465.000 Euro Schadenersatz verurteilt worden.

Das Pariser Berufungsgericht sah es als erwiesen an, dass der Europacorp-Film „Lockout“ von 2012 übermäßig viele inhaltliche Parallelen zu John Carpenters Kultfilm „Die Klapperschlange“ aus dem Jahr 1981 aufweist. Das bereits im Juni gesprochene Urteil wurde heute vom Sender BFM Business publik gemacht. Im Science-Fiction-Film „Lockout“ übernehmen meuternde Häftlinge im Jahr 2079 die Kontrolle über ein Weltraumgefängnis, das gerade von der Tochter des US-Präsidenten besucht wird. Ein früherer CIA-Agent wird losgeschickt, um die junge Frau zu retten.

Bereits in erster Instanz verurteilt

In dem düsteren Zukunftsthriller „Die Klapperschlange“ ist Manhattan in ein Hochsicherheitsgefängnis verwandelt worden. Dort bringen Häftlinge den US-Präsidenten in ihre Gewalt. Ein früherer Elitesoldat (Kurt Russell) soll den Präsidenten binnen eines Tages finden und in Sicherheit bringen. In erster Instanz wurden Besson und seine Produktionsfirma bereits im vergangenen Jahr zu Schadenersatz verurteilt, damals nur zu 85.000 Euro. Dagegen legte Europacorp Berufung ein und unterlag nun. Das Pariser Berufungsgericht setzte den Schadenersatz zudem viel höher an als die erste Instanz. Gezahlt werden müssen die 465.000 Euro an Regisseur Carpenter, seinen Drehbuch-Koautor Nick Castle und die Firma Studiocanal, welche die Rechte an „Die Klapperschlange“ hält.


quelle: http://www.orf.at/#/stories/2351738/
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Re: Lockout - Mather & St. Leger (2012)

Beitragvon Blap » 29. Aug 2017, 08:00

Oh weia, was für ein Blödsinn. Dennoch recht unterhaltsam. :palm: :lol:

... die deutsche Synchro ist meist nahezu unerträglich. Sollte ich mir das Teil erneut geben, dann auf jeden Fall nicht in deutscher Sprache.
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Re: Lockout - Mather & St. Leger (2012)

Beitragvon purgatorio » 29. Aug 2017, 12:23

Sehr bitter. Aber Herrn Luc Besson dürfte das vielleicht auch wieder animieren sich ambitionierten, neuen und eigenen Ideen zu widmen.
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