Der Babadook - Jennifer Kent (2014)

Moderator: jogiwan

Der Babadook - Jennifer Kent (2014)

Beitragvon sergio petroni » 4. Jul 2015, 15:54

Der Babadook

Bild

Originaltitel: The Babadook

Herstellungsland/-jahr: AUS 2014

Regie: Jennifer Kent

Darsteller: Essie Davis, Noah Wiseman, Daniel Henshall, Hayley McElhinney, Barbara West,
Benjamin Winspear, Cathy Adamek, Craig Behenna, Adam Morgan, Peta Shannon, ...

Story: Die alleinerziehende Mutter Amelia (Essie Davis) hat den sechs Jahre zurückliegenden Tod ihres Mannes noch immer nicht überwunden. Hinzu kommt, dass ihr Sohn Samuel (Noah Wiseman) ihr zunehmend Kummer bereitet. So quälen den Jungen Albträume von einem Monster, das ihn und seine Mutter umbringen will. Als er dann auch noch eine alte Schauergeschichte mit dem Titel "Mister Babadook" findet, verstärkt dies seine Angst nur noch, verkündet jenes Buch doch, dass man die titelgebende Kreatur nicht mehr loswerden kann, sobald man einmal einen Blick hineingeworfen hat. Von seiner Furcht übermannt, wird Samuel immer unberechenbarer und gewalttätiger. Dennoch glaubt die besorgte Amelia zunächst nicht an eine übernatürliche Heimsuchung. Doch nach und nach wird auch sie von verstörenden Erscheinungen geplagt. Hat ihr Sohn vielleicht doch die ganze Zeit Recht gehabt?
(quelle: filmstarts.de)
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
Benutzeravatar
sergio petroni
 
Beiträge: 4501
Registriert: 02.2013
Wohnort: im Schwarzen Wald
Geschlecht: männlich

Re: Der Babadook - Jennifer Kent (2014)

Beitragvon buxtebrawler » 30. Sep 2015, 11:56

Hat den schon jemand gesehen? Soll ja ziemlich gut sein!

www.youtube.com Video From : www.youtube.com
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

Ein-Mann-Geschmacks-Armee gegen die eingefahrene Italo-Front (4/10 u. 9+)

Suche (dt. Sync): Dr. Jekyll und Mr. Hyde ('31) / The Last Song (Permanent Record) / Der Mann mit der eisernen Maske (Whale) / Rock'n'Roll Nightmare
Benutzeravatar
buxtebrawler
Forum Admin
 
Beiträge: 23890
Registriert: 12.2009
Wohnort: Wo der Hund mit dem Schwanz bellt.
Geschlecht: männlich

Re: Der Babadook - Jennifer Kent (2014)

Beitragvon supervillain » 30. Okt 2015, 14:42

buxtebrawler hat geschrieben:(...)Soll ja ziemlich gut sein!


Ist er auch. Baba Dook, Dook, Dook! Dicke Empfehlung!

Ein Kurzkommentar folgt, erstmal ein paar optische Eindrücke der äusserst ansprechenden Capelight Veröffentlichung. An der Ausstattung und deren Qualität gibt es auch nichts zu mäkeln.

Bild

Bild

Bild

Bild
Bild
Benutzeravatar
supervillain
 
Beiträge: 1374
Registriert: 03.2013
Wohnort: München
Geschlecht: männlich

Re: Der Babadook - Jennifer Kent (2014)

Beitragvon Die Kroete » 2. Nov 2015, 13:02

Den hielt ich auch schon öfter in den Händen, hab den aber immer wieder ins Kaufregal zurück gestellt.

Auf Grund des nicht gerade günstigen Preises und einiger sehr unterschiedlichen Meinungen...

:?
Benutzeravatar
Die Kroete
 
Beiträge: 1251
Registriert: 10.2011
Geschlecht: männlich

Re: Der Babadook - Jennifer Kent (2014)

Beitragvon supervillain » 3. Nov 2015, 08:56

Verständlich, der Film wird auch hier die Geister spalten, alles andere als ein Konsensfilm. Ich habe die Kontroverse nur anhand von Kurzkommentaren im sozialen Netzwerk mitbekommen, da ich ungern längere Reviews lese, bevor ich einen Film gesehen habe. Ich trau mich auch gar nicht näher darauf einzugehen, der Film baut zwar nicht auf Wendungen, und trotzdem würden nähere Erörterungen oder Analysen einem kleinen Spoiler gleichkommen. Nur so viel, um herben Enttäuschungen vorzubeugen:
(kein Mega-Spoiler, kann man meiner Meinung nach lesen)

...der Film zeigt phantastische Elemente um zu schildern, wie einem der eigene Geist nach schweren Schicksalsschlägen, in einem Zustand der absoluten Überforderung, mitspielen kann. Also eher Drama statt Horrorfilm, obwohl ich diesen Vorgang durchaus als persönlichen Horror bezeichnen würde. Gerade die Ungewissheit und Deutungsmöglichkeiten, empfinde ich innerhalb der aktuellen Geister Welle als frischen und nötigen Impuls (ein bisschen wie bei "Shining").


Den Preis von 17.99€ (Müller) oder 19.99 (Saturn) finde ich zwar angemessen, aber ich versteh dich schon, denn auch ich warte bei vielen Filmen die ich mit Skepsis beäuge auf günstige Amaray Angebote. So hat uns der Markt im digitalen Zeitalter erzogen.
Bild
Benutzeravatar
supervillain
 
Beiträge: 1374
Registriert: 03.2013
Wohnort: München
Geschlecht: männlich

Re: Der Babadook - Jennifer Kent (2014)

Beitragvon jogiwan » 14. Nov 2015, 09:53

Interessant gestaltetes und noch besser gespieltes Drama mit Grusel-Einschlag über eine Pflegehelferin
, die sich Jahre nach einem persönlichen Schicksalsschlag in eine persönliche Ausnahmesituation schlittert und sich in weiterer Folge mit einem Monster konfrontiert sieht. Dabei lässt der Streifen zwar etwas offen, was der Babadook versinnbildlicht, aber die Figur geht meines Erachtens eindeutig in Richtung klar in Richtung depressiver Schub und/oder Psychose und zeigt sehr eindringlich das Gefühl der Isolation des Betroffenen und Ausweglosigkeit dieser Situation, soweit man das als Hobby-Psychologe beurteilen kann. Jedenfalls ist „Der Babadook“ dabei nicht sonderlich gruselig, will es auch gar nicht sein und aufgrund der Dramatik und Verzweiflung der Figuren ist Jennifer Kents vielschichtige und filmische Aufbereitung eines Traumatas auch kein Streifen, der in das Raster eines herkömmlichen Unterhaltungsstreifens aus der Horrorecke fällt und bei dem man sich gut vorstellen kann, dass er mit seiner Thematik auch vielen Horrorfans vor den Kopf stößt.
it´s fun to stay at the YMCA!!!



» Es gibt 1 weitere(n) Treffer aus dem Hardcore-Bereich (Weitere Informationen)
Benutzeravatar
jogiwan
 
Beiträge: 27189
Registriert: 12.2009
Wohnort: graz / austria
Geschlecht: männlich

Re: Der Babadook - Jennifer Kent (2014)

Beitragvon sergio petroni » 7. Aug 2017, 05:18

Pflegehelferin Amelia hat vor Jahren ihren Mann bei einem Unfall verloren.
Seitdem lebt sie mit dem sechsjährigen Sohn Samuel sehr zurückgezogen.
Samuel entwickelt sich anscheinend zum Sonderling. Er erwartet an jeder Ecke
ein Monster und versucht sich mit selbst gebastelten Waffen gegen diese zu wehren.
In seiner Schule und bei der Verwandtschaft kommt das natürlich nicht gut an.
Und so erhöht sich noch die Isolation von Sohn und Mutter. Lediglich die
die alte verwitwete Nachbarin Mrs. Roach hält bedingungslos zu den beiden.
Nachdem Samuel von Claire nach einem weiteren Vorfall von der Schule genommen
wurde spitzt sich die Situation im inzwischen einem Gefängnis gleichenden Zuhause
dramatisch zu.

Hier wird das Genre Horror mal wieder gewählt, um ein menschliches Drama möglichst
spannend und genreübergreifend zu erzählen. Hauptdarstellerin Essie Davis spielt die
in die Depression abgleitende Amelia überzeugend. Und auch Junior Noah Wiseman als
Samuel macht seine Sache authentisch und gut. Somit entfaltet sich vor dem
Zuschauer eine Geschichte über den Verlust einer geliebten Person und wie
man damit umgeht. Dabei wird offenbar, daß der Grat zwischen Selbstzerstörung und einem Weiterleben
mit einigermaßen normalem, lebensbejahendem Habitus sehr schmal sein kann.
Das Gefühl des Verlustes wird nie verschwinden, soll es auch gar nicht,
aber der Weg, damit umzugehen, ist ein sehr individueller.
Hierbei steht Mrs. Roach als Nachbarin, die das alles schon erlebt hat der jungen Mutter
Amelia hilfreich zur Seite. Und letztlich ist es auch Sohn Samuel, der Amelia
zeigt, daß das Leben noch einen Sinn hat.

7/10
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
Benutzeravatar
sergio petroni
 
Beiträge: 4501
Registriert: 02.2013
Wohnort: im Schwarzen Wald
Geschlecht: männlich


Zurück zu "Australien"


 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste