Lucky M. füllt alle Särge - Jess Franco

Moderator: jogiwan

Lucky M. füllt alle Särge - Jess Franco

Beitragvon ugo-piazza » 22. Jul 2017, 23:16

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E/I/D 1967

OT: Lucky, el intrépido

D: Ray Danton, Baarbara Bold, Dieter Eppler, Rosalba Neri


Sein Name ist Lucky. Er arbeitet für den amerikanischen Geheimdienst. Und er ist einer der Besten seines Fachs. Kein Wunder, dass er von höchster Stelle nach Europa geschickt wird, als eine gefährliche Bande von Dollarfälschern ihr Unwesen treibt. Die Spur der Blüten führt zunächst nach Rom. Nach einigen Ermittlungen ist klar, dass Lucky weiter nach Albanien reisen muss. Dort unterstützt ihn eine äußerst hübsche Polizistin, deren Reizen Lucky nicht widerstehen kann ... (Backcover)


Ja, storymäßig ist der Film recht sinnfrei und passt eigentlich auch nicht so wirklich ins Örespy-Genre. Er ist aber sehr vergnügliche sinnfreie Unterhaltung, und das ist ja wohl das Wichtigste. Rosalba Neri als albanische Polizeichefin auftreten zu lassen, ist ja schon mal eine klasse Idee. OK, den Einsatz der Peitsche muss sie besser hinbekommen (Enver Hoxha hatte Albanien ja innerhalb Europas isoliert, weil ihm seine sozialistischen Bruderstaaten zu lasch waren. Man darf also mit Fug und Recht bessere Mißhandlungsqualitäten erwarten... ;) ), aber allein für die Szene, in der mit unvollständiger Uniform befehligt, hat Rosalba vermutlich immer noch Einreiseverbot bei den Shkipetaren. :mrgreen:

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Nein, hier soll und darf man absolut nichts ernst nehmen, und so begegnet Lucky der Tötungsandrohung des Bösewichts kurzerhand, dass er das nicht machen könne, schließlich habe er doch gerade für fünf Fortsetzungen unterschrieben. Und wenn sich am Ende die schöne Brunhilde als angeblich chinesischer Doppelagent (im Original wohl von der SS) Francesco Transvestito entpuppt, die/der dann mit einem "Heil, Mao Tse-tung" stirbt, sollte man besser gerade kein Bier im Mund haben, sonst prustet man vor Lachen seine Couch voll.

Eben noch die Synchro und das geile 60er-Dekor gelobt, und dann darf man sich mal wieder wundern, was Franco im Laufe seines Lebens alles gedreht hat. Ich glaub, seine beiden Fu Man Chus sind auch bald fällig.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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