Die entfesselte Silvesternacht - Marco Risi (1998)

Klamauk, Satire & jede Menge Gags

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Die entfesselte Silvesternacht - Marco Risi (1998)

Beitragvon jogiwan » 3. Mai 2017, 06:29

Die entfesselte Silvesternacht

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Originaltitel: L'Ultimo capodanno

Herstellungsland: Italien / 1998

Regie: Marco Risi

Darsteller: Monica Bellucci, Max Mazzotta,Beppe Fiorello, Marco Giallini, Claudio Santamaria

Story:

Am Silvestertag sind in einem modernen Apartmentkomplex in Rom die unterschiedlichsten Menschen mit den Vorbereitungen zu einem gelungenen Jahreswechsel beschäftigt. Doch die Vorzeichen dafür stehen schlecht, als sich aus unterschiedlichen Gründen keine große Freude einstellen möchte. Die hübsche Giulia entdeckt, dass sie von ihrem Mann mit ihrer besten Freundin betrogen wird und beschließt Rache zu nehmen. Eine reiche Gräfin heuert einen Gigolo an und muss miterleben, wie ihre Party von einer Horde proletarischer Fußballfans gestürmt wird und ein biederer Anwalt wird beim SM-Liebesspiel mit einer Prostituierten von drei Einbrechern überrascht. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs und im schicksalhaften Verlauf der Silvesternacht steuert alles auch noch auf eine bombige Überraschung zu…
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Re: Die entfesselte Silvesternacht - Marco Risi (1998)

Beitragvon jogiwan » 3. Mai 2017, 06:31

„Die entfesselte Silvesternacht“ ist der vollkommen misslungene Versuch von Regisseur Marco Risi – der Sohn von Dino Risi - eine überdrehte und pechschwarze Komödie im Ende der Neunziger so beliebten Tarantino-Stil zu drehen. Dabei bedient er sich in seinem Streifen vollkommen überzeichneter Charaktere und Szenarien, die leider allesamt wenig prickelnd ausgefallen sind und dem Zuschauer auch ein ausgelutschtes Klischee nach dem anderen zumuten. Vom biederen Rechtsanwalt im Lederoutfit mit Nippelklemmen, den obligatorischen Drugheads auf einem schlechten Trip, bis hin zu einer freizügigen Monica Bellucci, der man ihre Rolle als perfekte Hausfrau auch nicht wirklich abnehmen möchte, ist auch alles dabei, was man in derartigen Filmen eigentlich nicht mehr sehen möchte und der episodenhafte Streifen entpuppt sich mit zunehmender Laufzeit auch als zunehmend nervig. Auch der Humor hat so überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen und statt entlarvendem Zynismus setzt Risi auf billige Schadenfreude und destruktiven Sarkasmus. Am Ende gibt es dann noch etwas blutiges Gekröse, bevor die ganze Silvesterparty dem italienischen Originaltitel entsprechend mit einem Knalleffekt aufgelöst wird. Mag sein, dass ich mit der turbulenten Dramödie etwas zu hart ins Gericht gehe, aber hätte ich gestern neunzig Minuten auf die Decke gestarrt, wäre es vom Humor- und Unterhaltungsfaktor wohl auch ungefähr dasselbe gewesen und wegen solcher Filme ist dann wohl auch das Schrottwichteln erfunden worden.
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Re: Die entfesselte Silvesternacht - Marco Risi (1998)

Beitragvon ugo-piazza » 3. Mai 2017, 14:31

jogiwan hat geschrieben: wegen solcher Filme ist dann wohl auch das Schrottwichteln erfunden worden.


:shock: :angst:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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