Verführung einer Nonne - Pier Giorgio Ferretti

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Verführung einer Nonne - Pier Giorgio Ferretti

Beitragvon jogiwan » 8. Feb 2012, 08:35

Verführung einer Nonne

Bild

Originaltitel: La Novizia

Atlernativtitel: Novizia - Verführung einer Nonne

Herstellungsland: Italien / 1975

Regie: Pier Giorgio Ferretti

Darsteller: Gloria Guida, Gino Milli, Femi Benussi, Fiore Altoviti, u.a.

Story:

Tony, ein gut aussehender Student, den die Mädchen lieben, wird von seinem Studienplatz in seine Heimat gerufen. Sein einziger, noch lebender Verwandter, ist sein schwerreicher Onkel, der im Sterben liegt. Tony möchte ihn in seinen letzten Tagen beistehen. Ganz nebenbei kann er auch seine Freunde wieder sehen, mit denen er wilde Orgien feiert, und ganz nebenbei widmet er sich seinen Liebschaften. Alles ändert sich schlagartig, als zur Pflegeunterstützung eine blutjunge Nonne ins Haus geholt wird. Tony verliebt sich in das junge Ding und hat plötzlich kein Interesse mehr an seinen Freunden und an anderen Mädchen. Als die junge Nonne sich ihren eigenen Reizen erlegen sieht, flüchtet sie. Tony beginnt mit der Such nach ihr in einem Kloster... (quelle: dtm.at)
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Re: Verführung einer Nonne - Pier Giorgio Ferretti

Beitragvon Nello Pazzafini » 8. Feb 2012, 13:45

auf den bin ich gespannt, ist ja grad auf X-Rated erschienen und bei Gloria kann ich nicht nein sagen :D
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Re: Verführung einer Nonne - Pier Giorgio Ferretti

Beitragvon jogiwan » 8. Feb 2012, 13:57

ich hab den heute auch geordert... bin ja ein bissl auf dem Nonnen-Trip! Aber anscheinend geht der doch eher in Richtung Komödie... :?
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Re: Verführung einer Nonne - Pier Giorgio Ferretti

Beitragvon purgatorio » 8. Feb 2012, 14:41

jogiwan hat geschrieben:ich hab den heute auch geordert... bin ja ein bissl auf dem Nonnen-Trip! (...)


Wäre mir nicht aufgefallen :pfeif:

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Re: Verführung einer Nonne - Pier Giorgio Ferretti

Beitragvon jogiwan » 20. Okt 2012, 17:09

Neuigkeiten von Schnittberichte:

schnittberichte.com hat geschrieben:Der Erotikfilm Verführung einer Nonne (Originaltitel: La Novizia) aus dem Jahre 1975 erschien in Deutschland auf Video nur in einer um über 30 Minuten gekürzten Fassung mit einer FSK 18-Freigabe und wurde im Oktober 1987 indiziert. Auf DVD konnte das Label X-Rated den Film dann hierzulande erstmals in seiner ungekürzten Form veröffentlichen.

Letzten Monat wurde der Film dann nach 25 Jahren auf dem Index vom selbigen gestrichen und vor einigen Tagen von der FSK neugeprüft. Diese kam zu dem Entschluss, dem Film in seiner ungekürzten Version eine Freigabe ab 16 Jahren zu bescheinigen. Zum aktuellen Zeitpunkt ist eine neue Veröffentlichung auf DVD vom verantwortlichen Label VZ-Handelsgesellschaft noch nicht angekündigt, man kann allerdings in naher Zukunft mit dieser rechnen.


quelle: schnittberichte.com
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Re: Verführung einer Nonne - Pier Giorgio Ferretti

Beitragvon purgatorio » 20. Okt 2012, 17:12

jogiwan hat geschrieben:Neuigkeiten von Schnittberichte:

schnittberichte.com hat geschrieben:(...)
Letzten Monat wurde der Film dann nach 25 Jahren auf dem Index vom selbigen gestrichen und vor einigen Tagen von der FSK neugeprüft. Diese kam zu dem Entschluss, dem Film in seiner ungekürzten Version eine Freigabe ab 16 Jahren zu bescheinigen (...)



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Re: Verführung einer Nonne - Pier Giorgio Ferretti

Beitragvon buxtebrawler » 12. Apr 2017, 11:16

www.youtube.com Video From : www.youtube.com
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Verführung einer Nonne - Pier Giorgio Ferretti

Beitragvon buxtebrawler » 12. Apr 2017, 18:33

„Herrliche Titten, Kompliment!“

Der italienische Regisseur Pier Giorgio Ferretti, laut IMDb ein Pseudonym Giuliano Biagettis (doch dessen bin ich mir nicht sicher), drehte 1975 die Dramödie „La Novizia - Verführung einer Nonne“, die das Nunploitation-Genre streift, ohne jedoch dessen Standards zu erfüllen. Für die weibliche Hauptrolle konnte man Italo-Erotik-Ikone Gloria Guida („Oben ohne, unten Jeans“) gewinnen.

„Ich mach‘ die Beine so weit auseinander wie ein Scheunentor!“

Als Vittorios (Gino Milli, „Mordanklage gegen einen Studenten“) Onkel Don Nini (Lionel Stander, „Milano Kaliber 9“) im Sterben liegt, kehrt er nach seinem Studium in Rom in seine sizilianische Heimat zurück. Don Nini hat die junge, attraktive Novizin Maria (Gloria Guida) zu seiner Pflege angestellt. Statt mit seinem Schicksal zu hadern, liegt er Vittorio mit zahlreichen Anekdoten und Zoten aus seinem ehemals so umtriebigen Liebesleben in den Ohren und ermutigt ihn, es ihm gleichzutun und keine erquickliche sexuelle Gelegenheit auszulassen. Wenn Vittorio nicht gerade seinem Onkel zuhört oder mit seinen alten Kumpeln Rodolfo (Fiore Altoviti, „Eiskalt wie das Schweigen“) und Saretto (Beppe Loparco, „La Cecilia“) die Dorfstraßen unsicher macht, vergnügt er sich mit seiner alten Jugendliebe Nunziatina (Femi Benussi, „Der Mafiaboss – Sie töten wie Schakale“), die mit ihm ohne jede Skrupel ihren Ehemann betrügt. Mit der Zeit findet Vittorio jedoch weitaus mehr Gefallen an Maria, die zwischen all der geballten Männlichkeit zunehmend Probleme bekommt, ihre Libido zu unterdrücken und sich ebenfalls für Vittorio zu interessieren beginnt…

„Du bist keine Nonne – du bist eine Frau!“

Ferretti geht streng chronologisch vor und zeigt zunächst, wie Vittorio von seinen Freunden am Bahnhof abgeholt wird. Auf humoristische Weise wird Vittorio die Gemeinschaft des Dorfs vorgestellt, durch das man nun abends und nachts gemeinsam zu ziehen pflegt. Man trinkt etwas, lässt sich zu einem Besuch bei einer Prostituierten (Sofia Lusy, „Oh, Serafina!“) überreden (und hübsch neppen) und gabelt junge Touristinnen auf, die man mit nach Hause nimmt. Stolz präsentiert man die Brüste der Engländerin Onkel Nini, bevor sich beide Mädels zu ihm ins Sterbebett legen und sich befummeln lassen, während dieser pausenlos über Frauen und Sex schwadroniert. All dies bekommt die arme Maria mit, während man sich als Zuschauer in einer überzeichneten, wenig nachvollziehbar anmutenden Sex-Klamotte wähnt. Als sich Nunziatina wieder einmal nach Vittorio verzehrt, nimmt er sie notgedrungen mit zu sich, was Maria ebenfalls beobachtet und beginnt, sich selbst zu betatschen. Maria und die feier- und sexwütigen jungen Menschen freunden sich schließlich miteinander an und tanzen zusammen ausgelassen zu Musik.

Langsam ändert sich der Tonfall des Films, trotz einer Silvesterfeier mit Feuerwerk, viel Gefummel und Blinde-Kuh-Spiels mit Maria. Der Sterbende äußert als letzten Wunsch, dass Maria ihre Nonnentracht ablege und sich erotische Frauenkleidung anziehe. Sie geht darauf ein und wirft sich oben ohne in Strapse. Bei dieser bizarren Szene handelt es sich um die ersten erotischen Bilder des Films, die auch Vittorio unbemerkt beobachtet – und aufgebracht reagiert. Als er kurz darauf mit Maria knutscht, stirbt sein Onkel, als habe dieser damit sein Ziel erreicht. Damit ist jedoch auch besiegelt, dass Maria das Haus des Onkels verlässt und ins Kloster zurückkehrt. Vittorio leidet unter seinem Liebeskummer und stellt ihr am Kloster nach. Seine notgeile Nunziatina füllt er ab und lockt seine Freunde hinzu, damit diese sie „übernehmen“. Nunziatina reagiert begeistert… Nachts sucht Vittorio verzweifelt nach Maria und erneut das Kloster auf, wo sie jedoch nicht mehr weilt. Im Dorf ihrer Mutter wird er fündig, jedoch von eben jener harsch davongejagt. Dennoch kommen die beiden schnell wieder zusammen und vergnügen sich unter freiem Himmel. Am Schluss springt Maria ebenso nackt wie kitschig mit Vittorio über eine Wiese, bevor es mit der bitteren Pointe aus heiterem Himmel noch einmal knüppeldick kommt.

Dieser holprige Mix aus Komödie, Drama und Erotikstreifen ist leider nichts davon wirklich und erweist sich in sämtlichen Aspekten als Rohrkrepierer Der Jugend-Sex-Klamotten-Anteil ist in der ungeschnittenen internationalen Fassung extrem geschwätzig und bestimmt von unerträglichem italienischem Macho-Geplapper, wobei die unvollständige und fehlerbehaftete deutsche Untertitelung der DVD-Veröffentlichung nicht gerade zum Unterhaltungswert beiträgt. Die Dramatik setzt erst gegen Ende ein und wird in Rekordgeschwindigkeit abgespult. Das erotische Potential einer Gloria Guida wiederum wird ebenfalls kaum ausgeschöpft.

Damit ist „La Novizia - Verführung einer Nonne“ ein Film mannigfaltiger vergebener Möglichkeiten: Bereits der Kulturclash zwischen der Metropole Rom, aus der der Protagonist zurückkehrt, und den Gepflogenheiten eines sizilianischen Dorfs hätte Potential für spannende Entwicklungen geboten, ganz zu schweigen von einer verbotenen, von traditioneller christlicher Prüderie verhinderten Liebe zwischen den Extremen der absoluten Keuschheit und der zum Ideal ernannten Vielweiberei Vittorios und seiner Familie/Freunde. Nichts davon jedoch wird ausgearbeitet, lediglich oberflächlich angerissen oder gegen Ende in Bezug auf Kitsch und Tragik heillos übertreiben. Der Komödienanteil, der sich viel zu lange durch den Film zieht, ist – abgesehen von seinen pittoresken Bildern dörflichen sizilianischen Ambientes – beinahe gänzlich zu vernachlässigen und verleitet gar dazu, den Film bereits vor seinen entscheidenden Wendungen abzuschalten. Neben Guidas spärlichen Erotikszenen ist einzig der hier demonstrierte gefasste und positive Umgang mit der eigenen Sterblichkeit bemerkenswert und inspirierend.

Eigentlich müsste man diesen Film noch einmal neu drehen. Es ist wahrlich ein Jammer.
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