Triangle - Christopher Smith (2009)

Moderator: jogiwan

Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon DrDjangoMD » 26. Jun 2011, 18:10

untot hat geschrieben:Ich hasse den Film!!! :kotz:


Dito, bei meiner Sichtung war ich ziemlich verwirrt und das nicht auf die coole "Bo eh, was fürn geiler Mindfuck"-Art sondern auf die "Verdammt das macht alles keinen Sinn"-Art :evil:

Aber trotzdem hat Horror1966 wieder mal einige gute Gründe genannt, warum ein Film, den ich absolut nicht mag, doch auch ein wenig Ehre verdient
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Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon Vinz Clortho » 8. Jul 2011, 01:38

untot hat geschrieben:Ich hasse den Film!!! :kotz:


NaNa ... :nixda: HASS ist ein 4-lettriges Kleeblatt Wort. Aber ich verstehe, was Du meinst. Ich hasse den Film zwar nicht (fand den eigentlich ganz okay), aber er wird auch nie mein Freund werden - dazu ist er einfach zu verkopft. Ich würde sogar behaupten, dass Kopffilme nie deine Freunde sein können (aber vielleicht wollen sie das ja auch gar nicht). Ebensowenig wie Wes Anderson-Filme jemals deine Freunde sein können (und meine schon mal gar nicht, aber das ist wohl eher was zwischen Wes und mir).
:kicher:
Die vielgepriesene Cleverness von "Triangle" ist gleichzeitig das größte Manko des Films. Er will einfach total sophisticated rüberkommen und lässt das auch von Anfang bis Ende raushängen. Will meinen: ...und noch 'ne Zeitschleife ... und noch 'ne falsche Fährte/ doppelter Boden/Twist am Ende etc. pp. Da hat jemand seine grauen Zellen aber mal so richtig gefordert. Vielleicht spekuliert der Regisseur/Drehbuchautor ja auch nur darauf, dass ihm bei der nächsten Cocktail-Party alle anerkennend auf die Schulter klopfen, so à la "Mensch Chris, du hasses echt drauf, Junge!" Patt - patt - patt.
Wobei ...stimmt ja auch. Zum Teil.
Das Beste an dem Film ist übrigens seine kalte, unwirkliche, fast surreale Atmosphäre, die zum Ende immer beklemmender wird und sogar ein wenig nachwirkt - auch dann noch, wenn der Abspann rollt. "Seelenlos" fällt mir in dem Zusammenhang spontan ein. Letzteres würde zumindest erklären, warum einem das Schicksal der einzelnen Charaktere auch in diesem Fall mal wieder ziemlich schnurz ist.
Mir zumindest. :mrgreen:
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Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon Nello Pazzafini » 8. Jul 2011, 19:20

manchmal muss ich neumodernes kino gucken wegen der frau. da freut man sich über sowas regelrecht ;) kann man gut gucken und ich wusste überhaupt nichts davor über die story und da kommt das alles recht gut. Dem Schicksal kann man halt nicht entrinnen gell :D 7/10
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Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon Adalmar » 15. Nov 2011, 20:54

Ein toller Film, den Smith hier gezaubert hat. Gleich wie man die Zeitschleifen-Struktur nun interpretiert und ob sie in jedem Detail aufgeht (bei solchen Analysen bin ich sowieso nicht der Größte, daher lasse ich es hier gleich), hat der Film doch ein paar richtige Überraschungen zu bieten, bei denen es sich nicht um Standard-Twistelemente handelt. Insbesondere die moralisch ambivalente Anlegung der Hauptfigur hat mir hier sehr gefallen. Die Optik war mir teilweise zu künstlich und die Schauspieler teilweise nicht mein Geschmack, das ändert aber nicht viel am guten Gesamtergebnis. 8/10
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Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon kinski » 20. Jan 2012, 00:56

Yes ... das ist endlich mal wieder kein 08/15-Film! Auch wenn das Muster von TRIANGLE schon öfters benutzt wurde, ist die Umsetzung hier absolut gelungen und wirkt trotz allem erfrischend neu.

Grundsätzlich habe ich auch kein Problem damit, wenn ich nicht alles an einem Film verstehe. Nicht umsonst zählt "High Tension" zu meinen Lieblingsstreifen. TRIANGLE lässt den unbedarften Zuschauer mit so einigen Fragezeichen zurück. Versucht man diese offenen Fragen zu lösen, indem man sich die zahlreichen Filmkritiken durchliest, so ist man hinterher genauso schlau wie vorher, da diese Kritiker zwar vorgeben, die Story hinter der Story verstanden zu haben, es aber in Wirklichkeit genauso wenig geschafft haben wie man selbst.
Ich hätte auch gut damit leben können, die letzten Geheimnisse nicht entschlüsseln zu können ...

Von den Schauspielern her war ich erstmal sehr erfreut Rachael Carpani (McLeods Töchter) wiederzusehen. Melissa George hatte ich schon in "30 Days of Night" klasse gefunden. In TRIANGLE geht sie mir anfangs mit ihrer permanenten Leidensmiene etwas auf die Nerven, diese wird aber mit der Zeit storytechnisch erklärbar und verständlich. Letztendlich muss ich sagen, dass die Darstellung von Melissa George mehr als gelungen ist ... wie der ganze Film auch.
Auch von der Ausstattung, dem Soundtrack und der Location her weiß TRIANGLE zu überzeugen. Einen verlassenen, düsteren Ozeandampfer hat es zwar schon zigmal gegeben, allerdings versucht Regisseur Christopher Smith erst gar nicht, die Location unangemessen stark in den Vordergrund zu rücken, sondern verlässt sich voll und ganz auf seine Hauptdarstellerin.

An meinen guten Tagen mag ich solche Streifen wie TRIANGLE - Filme, bei denen man ein klein wenig seinen Grips anstrengen muss ... Filme, bei denen nicht immer alles vollkommen logisch sein muss und die am Ende eigene Interpretationsmöglichkeiten zulassen. Heutzutage gibt es kaum noch neue Filme, bei denen ich mir überhaupt noch die Mühe mache, mehr als zwei Zeilen zu schreiben ... Christopher Smiths Schauerstückchen ist mir sogar einen zweiten Blick wert und zählt definitiv zu den besseren Filmen, die ich in den letzten Jahren gesehen habe.

9/10
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Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon Blap » 10. Apr 2013, 19:00

Im Ultrakurzformat:


• Triangle (Australien, Großbritannien 2009) - Melissa George spielt die alleinerziehende Mutter Jess, eine kleine Bootstour mit Freunden und Bekannten entwickelt sich zum Albtraum ...

Ich möchte nicht näher auf den Inhalt eingehen, lasst euch von "Triangle" auf einen Horrortrip der etwas anderen Art entführen. Zwar erfindet Regisseur und Autor Christopher Smith das Genre nicht neu, dennoch mutet sein Werk erfrischend an. Vor allem die Leistung von Hauptdarstellerin Melissa George bleibt in Erinnerung, die junge Dame liefert eine beeindruckende Leistung ab, verhilft ihrer "Jess" immer wieder zu neuen Facetten. Melissa und Christopher, ich werde euch gern im Auge behalten. Ascot Elite zeigt den Film in schöner Qualität, ich bin mit der BD sehr zufrieden.

7/10 (gut)
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Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon Lesotho » 24. Apr 2013, 13:27

Unverständlich... :bang:
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Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon jogiwan » 24. Apr 2013, 15:26

was ist denn unverständlich? :???: Der Film, die Wertung der User oder die Tatsache, dass "Timecrimes" bei der gleichen Thematik viel besser ist? ;)
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Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon reggie » 27. Apr 2013, 17:02

Ich muss zugeben den Film auch nicht zu mögen. Für mich auch unverständlich das der so hohe Bewertungen bekommt.

Es war ja so das sich die Geschichte immer wieder wiederholt hat, nur mit kleinen änderungen, nur wusste man immer wo es nun hinauslaufen wird, was passiert.
Für mich blieb irgendwie die Spannung auf der Strecke...

War einfach nicht so mein fall :|
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Re: Triangle - Christopher Smith

Beitragvon buxtebrawler » 28. Dez 2016, 18:39

„Er war tot, und jetzt noch nicht!“

Nach zwei Kurzfilmen debütierte der britische Regisseur Christopher Smith 2004 mit seinem recht stimmigen „Creep“ im abendfüllenden Spielfilmformat und überraschte zwei Jahre später mit dem schwarzhumorigen „Severance - Ein blutiger Betriebsausflug“. 2009 schließlich folgte mit dem britisch-australisch koproduzierten Mystery-Horrorfilm „Triangle“ sein Drittwerk:

„Du hast versucht, mich zu erwürgen - weißt du noch?“

Jess (Melissa George, „Amityville Horror - Eine wahre Geschichte“) ist alleinerziehende Mutter des kleinen, autistischen Tommys (Joshua McIvor) und daher öfter gestresst. Wie gerufen kommt da die Einladung ihres Bekannten Greg (Michael Dorman, „Sleeping Beauty“), gemeinsam mit seinen Freunden Sally (Rachael Carpani, „Scorched“), Downey (Henry Nixon, „Noise“) und Victor (Liam Hemsworth, „Know1ng - Die Zukunft endet jetzt“) sowie Sallys Freundin Heather (Emma Lung, „House of Wax“) einen Törn auf seiner Yacht zu unternehmen. Doch während Tommy laut Jess in der Schule beaufsichtigt wird, geraten die Ausflügler in ein unvermittelt aufkommendes Unwetter, das die Yacht kentern lässt. In scheinbar aussichtsloser Lage kommt ihnen jedoch ein Kreuzfahrtschiff entgegen, auf das sie sich retten können – nur Heather bleibt verschwunden. An Bord des altertümlichen Gefährts treffen sie zunächst auf keine Menschenseele. Jess wundert sich indes, dass sie ihren Anhänger auf dem Schiff findet, obwohl sie schwören könnte, noch nie auf ihm gewesen zu sein. Der wahre Horror beginnt jedoch, als ein Unbekannter Mörder mit Kapuze Jagd auf die Schiffbrüchigen zu machen beginnt...

Was sich wie die Inhaltsangabe eines typischen Slashers liest, wird auch zunächst so inszeniert: Oberflächliche Charaktere, ein paar amouröse Avancen und ein unbekannter Killer, der auf fremdem Terrain Eindringlinge bzw. in die Falle getappte Opfer nach und nach dezimiert. Diese Prämisse war Smith, der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, jedoch zu profan und so ritt er lieber auf den Ausläufern der Mindfuck-Filmwelle seines Jahrzehnts mit. Demnach ist natürlich nichts, wie es im ersten Moment scheint und steuert die Handlung auf eine überraschende Wendung zu, die das zuvor Gezeigte in neuem Lichte erscheinen lässt. Der Titel „Triangle“ steht dabei sowohl für den Namen der Segelyacht als auch als Reminiszenz an das sagenumwobene Bermuda-Dreieck, aus dem – würde es sich um einen „herkömmlichen“ Mystery-Slasher handeln – beispielsweise das Geisterschiff hätte stammen oder in das es die Gruppe hätte verschlagen können. Vielmehr steht es jedoch für die Konstruktion der Handlung, die grob in drei Abschnitte unterteilt wurde und letztlich von drei Seiten betrachtet wird.

Nach einem leicht mysteriösen Prolog, der in aller Eile Jess’ aktuelle unwirtliche Lebenssituation skizziert und mit einem Klingelstreich an der Haustür schließt, nimmt die beschriebene Entwicklung ihren Lauf, bis Smith sie erneut aufrollt und aus anderer Perspektive zeigt. Der Zuschauer darf sich nun fragen, worin er respektive Jess gelandet ist. Am stärksten drängt sich der Eindruck einer Zeitschleife auf, à la „Und täglich grüßt das Murmeltier“ in einer Mystery-Horror-Variante, was schließlich das letzte Drittel, quasi der Epilog, bestätigt. Smith bemüht sich, alle Puzzleteile zusammensetzen und dem Zuschauer sein Aha-Erlebnis zu bieten, was jedoch in einer kitschigen Pointe kulminiert. Wirkte der erste Abschnitt stets ein bisschen billig und nur semiaufregend, steigerte sich die Erwartungshaltung, die von den blass bleibenden, austauschbaren Charakteren nur mit Müh und Not aufrecht erhalten werden konnte. Dass diese Austauschbarkeit offenbar zum Konzept der Geschichte gehört, macht es dabei nicht wirklich besser und hinterlässt den Eindruck eines in der Theorie überambitionierten Drehbuchs, das in der praktischen Umsetzung nicht nur am Digital-Look des Films krankt, sondern derart überkonstruiert wurde, dass der Weg leider das Ziel nervenzerfetzender Spannung nicht erreicht, sondern den Zuschauer mit einer halbgaren Story abspeist und damit an den typischen Problemen eines überstrapazierten Stils, eben jener Mindfuck-Schwurbelei, scheitert und entscheidende Fragen eben doch unbeantwortet lässt. Punkten kann „Triangle“ immer dann, wenn sich die klaustrophobisch-ausweglose, kalte Atmosphäre dann und wann durchs inszenatorische Dickicht Bahn bricht und Gewaltspitzen, in erster Linie einige recht ordentlich umgesetzte Schießereien, zielführend zum Einsatz kommen. Das war’s dann aber auch im Groben, so dass Smith mit „Triangle“ nicht viel mehr als dröge Unterhaltung zu bieten vermag, wenn er in überfischten Gewässern angelt.

In komprimierterer Form wäre bestimmt mehr herauszuholen gewesen, auf Spielfilmlänge jedoch bleibt „Triangle“ lediglich enttäuschender Durchschnitt, der leider nicht mit der Drei multipliziert werden kann, sich nach seinen 99 Minuten aber glücklicherweise in keiner Endlosschleife wiederholt.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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