Tampeko - Ein Dollar hat zwei Seiten - Georgio Ferroni

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Tampeko - Ein Dollar hat zwei Seiten - Georgio Ferroni

Beitragvon Die Kroete » 3. Apr 2015, 12:09

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Originaltitel: Per pochi dollari ancora

Herstellungsland: Italien, Spanien, Frankreich

Erscheinungsjahr: 1966

Regie: Georgio Ferroni (als Calvin Jackson Paget)

Darsteller: Giuliano Gemma (als Montgomery Wood), Sophie Daumier, Dan Vadis, Angel del Pozo, Nello Pazzafini, Jacques Sernas, Benito Stefanelli u.a.

Inhalt:
"1866, ein Jahr nach Kriegsende, hat eine Rebellenkompanie unter Führung von Major Sanders (Jacques Sernas) die Waffen immer noch nicht niedergelegt. Sanders, korrupt und geldgierig, macht gemeinsame Sache mit dem Banditenchef Riggs (Dan Vadis). Sie planen, die Soldaten auf das schwer bewaffnete Yankee-Fort Yuma zu hetzen und im Gefechtstrubel das dort gelagerte Gold zu rauben. Von diesem Plan kriegen die Nordstaatler Wind: Ein kleiner Trupp unter Führung von Captain Lefevre (Angel del Pozo) und Sergeant Pitt (Nello Pazzafini) wird losgeschickt, um Fort Yuma zu alarmieren. Gleichzeitig soll die Garnison gehalten werden, nur im Notfall auf die verblendeten Rebellen zu schießen. Mit dabei ist auch der kriegsgefangene Südstaaten-Lieutenant Gary "Tampeko" Diamond (Giuliano Gemma), der als Scout dient und seine alten Kameraden von dem selbstmörderischen Plan abhalten und zur Aufgabe bewegen soll. Doch bis die Sache ausgestanden ist, müssen noch allerhand brave und vor allem weniger brave Männer ins Gras beißen." Quelle:Filmmaniax

Fazit:
Der zweite Film, der Ferroni-Trilogie mit Hauptdarsteller Giuliano Gemma, beginnt wieder in einem Gefangenenlager der Yankees, von denen die dort inhaftierten Konföderierten schikaniert werden. Nur diesmal wehrt sich unser Held und darf "als dank" dafür an einer gefährlichen Mission teilnehmen.
Dabei dominiert der US-Stiel, die erste hälfte des Films fast ausschließlich, steht dabei seinen amerikanischen Vorbildern aber in nichts nach, sondern setzt hier sogar noch einige positiven Akzente hinzu. In der zweiten Hälfte setzt Ferroni dann noch, etwas italienische Härte hinzu, was der bis dahin spannenden Handlung nochmal einen zusätzlichen Kick verleiht. Leider wurde die Chance vertan, Nello Pazzafini endlich mal eine Hauptrolle zuteil werden zu lassen. Wozu sich hier eine gute Gelegenheit geboten hätte, da sich Pazzafini's Rolle zu beginn in einer herausragenden Position befand, deren Ende man viel zu früh einleitete. Kameraführung, Ausstattung und Score sind darüber hinaus sehr gelungen, wenngleich letzter nicht ganz so einprägsam wie im Erstling daher kommt.

8,5/10
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