Verdammte, heilige Stadt - Marino Girolami

Action, Crime, harte Cops, Gangster & Mafia

Moderator: jogiwan

Re: Verdammte, heilige Stadt - Marino Girolami

Beitragvon dr. freudstein » 1. Jan 1970, 02:00

Höh, der Bux hat um 3:27 gepostet, zwischen meinen beiden?
Wieso sind Filme nicht ausschließlich Unterhaltung? Ich meine ja den Konsumenten damit. Wozu guckt er die denn sonst? Um sie als nörgeliger Kritiker zu zerreißen :? Dokumentarfilme, ja die dienen Information, Aufklärung etc., aber Genrefilme doch nicht :nixda: Egal, alle anderen lagen bei 7-8 Punkten.
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Re: Verdammte, heilige Stadt - Marino Girolami

Beitragvon dr. freudstein » 1. Jan 1970, 02:00

:P
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Verdammte, heilige Stadt - Marino Girolami

Beitragvon dr. freudstein » 21. Feb 2010, 14:39

Verdammte, heilige Stadt

Bild
Alternativtitel: Forced Impact /Violent City /Violent Rome /Gewalt rast durch die Stadt

Originaltitel: Roma violenta

Herstellungsland: Italien/1975

Regie: Marino Girolami

Darsteller: Maurizio Merli, Richard Conte, Silvano Tranquilli, Ray Lovelock, John Steiner, Daniela Giordano u.a.

Story:

Rom hat mehr Gesichter als Touristen glauben. Die Polizei ist machtlos gegen brutale Gangster-Banden, die die Stadt terrorisieren. Doch ein Mann stellt sich der Herausforderung. Polizei-Kommissar Berti führt einen gnadenlosen Kampf gegen die Kriminellen. Für ihn zählt nur Gewalt gegen Gewalt...
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Re: Verdammte, Heilige Stadt

Beitragvon italofreak1970 » 20. Aug 2010, 12:11

Der gute alte Polizeifilm aus Italien. Wenn man an dieses Filmgenre denkt, dann denkt man auch sofort an einen Namen "Maurizio Merli".
Schon in den Filmen "Die Viper" und "Camorra - Eine Bulle räumt auf", zeigt uns der gute Mr. Merli wie man als Kommisar mit den verbrecherischen Gesindel von Italien umzugehen hat, nähmlich mit Härte und Brutalität.
Wenn Merli die Verbrecher vertrimmt, denkt man halt immer, recht hat er mit seinen Methoden.
Die Geschichte ist nur nebensache und dient als Aufhänger für die Actionszenen.
Aber die Filme wissen zu unterhalten und machen einfach Spaß sie sich anzuschauen.

8/10
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Re: Verdammte, Heilige Stadt

Beitragvon Blap » 20. Aug 2010, 13:41

Ein älterer Ultrakurzkommentar:


Gewalt rast durch die Stadt

In Rom nehmen schwere Straftaten sehr bedenkliche Ausmaße an. Die Polizei ist in den meisten Fällen überfordert, die dringend nötige Unterstützung von Justiz und Politik lässt zu wünschen übrig. Commissario Betti (Maurizio Merli) hat die Nase gestrichen voll, er geht mit Härte und Konsequenz gegen den Abschaum vor. Bei seinen Vorgesetzten eckt er mit seinen Methoden ständig an. Da er auf offiziellen Wegen ständig Steine in den Weg gelegt bekommt, schliesst er sich einer Bürgerwehr an...

"Gewalt rast durch die Stadt" aka "Verdammte, heilige Stadt" (Roma violenta) ist ein typischer Poliziesco aus den siebziger Jahren. Marino Girolami setze den Stoff gekonnt in Szene, Maurizio Merli ist in seiner Paraderolle zu sehen. Der Commissario hat den Finger schnell am Abzug, Fäuste und Tritte bekommt der Pöbel ebenfalls zu spüren. Es gibt deftige Ballereien und Verfolgungsjagden zu sehen, Personen- und Blechschäden inklusive.

Zwar erreicht dieses Werk nicht ganz die Klasse der Genrespitze, aber jeder Italo-Fan sollte seine Freude an diesem feinen Action-Thriller haben. Gute und kurzweilige Unterhaltung, gehört in jede gepflegte Italo-Sammlung.

Gut bis sehr gut = 7,5/10
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Re: Verdammte, Heilige Stadt

Beitragvon sid.vicious » 30. Nov 2010, 21:13

Alternativtitel: Forced Impact /Violent City /Violent Rome /Gewalt rast durch die Stadt
Produktionsland: Italien
Produktion: Dante Brini
Erscheinungsjahr: 1975
Regie: Marino Girolami
Drehbuch: Vincenzo Mannino
Kamera: Fausto Zuccoli
Schnitt: Vincenzo Tomassi
Spezialeffekte: G. Stacchini
Musik: Guido De Angelis, Maurizio De Angelis
Länge: 85:46 Min.
Freigabe: Ab 18
Darsteller: Maurizio Merli, Richard Conte, Silvano Tranquilli, Ray Lovelock, John Steiner, Daniela Giordano


Die Quote an Verbrechen steigt in Rom von Tag zu Tag. Kommissar Berti steht einem aussichtlosen Kampf gegenüber, vor allem weil sich das Gesetz gegen seine eigenwilligen Methoden wendet. Berti quittiert den Polizeidienst und schließt sich einer Bürgerwehr an…

Bei Gewalt rast durch die Stadt ist es schwierig auszumachen ob die Brutalität die der Film präsentiert zur Unterhaltung dient oder ob eine Anklage gegen die Gewalt geschaffen werden sollte. Aus meiner Sicht präsentiert Marino Girolami in seinem Film einen brutalen Poliziesco der die Gewalt zu Selbstzweck überspitzt. Dieses soll keine negative Kritik sein, denn der Film bedient sich bester Mittel. Dazu gehören richtig gut in Szene gesetzte Autojagden und übelste Ganoven, die genauso wenig Skrupel haben wie ihre Gegenseite. Girolami sagt hier eindeutig: Gewalt erzeugt Gegengewalt und dieses in einer unendlichen Spirale. Nicht die Vernunft ist der Sieger, sondern der jenige, der am Ende überlebt.

Der Film gehört nicht zu den Meisterwerken des Genres und kann sich in keiner Weise mit Filmen wie Die Viper oder Der Berserker messen, weist allerdings dennoch Spannung und ein schäbiges, dreckiges Ambiente auf. Weiterhin sind Girolamis Bilder stark depressiv beeinflusst. Maurizio Merlis Darstellung des Kommissars ist absolut überzeugend, da dieser sich wie schon in Die Viper in dieser Rolle zu Hause fühlt.

Für Genrefreaks ist Gewalt rast durch die Stadt ein absolutes Pflichtprogramm.

7,5/ 10
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Re: Verdammte, Heilige Stadt - Marino Girolami

Beitragvon untot » 28. Okt 2011, 03:05

Ich mochte den Film sehr, einmal mehr kämpft Merli mehr oder weniger erfolgreich gegen das Verbrechen in Rom, gegen das es seiner Meinung nach nur ein Mittel gibt, nämlich Gewalt.
"Verdammte, heilige Stadt" ist hart und kompromisslos wie mans gewohnt ist, aber zu meinem Erstaunen auch ziemlich unversöhnlich und pessimistisch.
Trotzdem hat der Streifen was, auch wenns bessere gibt.

8/10
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Re: Verdammte, Heilige Stadt - Marino Girolami

Beitragvon horror1966 » 8. Apr 2013, 18:25

Bild




Verdammte, heilige Stadt
(Roma violenta)
mit Maurizio Merli, Richard Conte, Silvano Tranquilli, Ray Lovelock, John Steiner, Daniela Giordano, Attilo Duse, Giuliano Esperanti, Marcello Monti, Consalvo Dell'Arti, Luciano Rossi, Pippo Pollaci
Regie: Marino Girolami
Drehbuch: Vincenco Mannino
Kamera: Fausto Zuccoli
Musik: Guido De Angelis / Maurizio De Angelis
ungeprüft
Italien / 1975

Rom hat mehr Gesichter als Touristen glauben. Die Polizei ist machtlos gegen brutale Gangster-Banden, die die Stadt terrorisieren. Doch ein Mann stellt sich der Herausforderung. Polizei-Kommissar Berti führt einen gnadenlosen Kampf gegen die Kriminellen. Für ihn zählt nur Gewalt gegen Gewalt...


Die kurze und sehr knappe Inhaltsangabe bietet sicherlich keinerlei Neuerungen, gibt es doch genügend Filme, die eine solche oder ähnlich gelagerte Thematik bearbeiten. Warum aber "Verdammte, heilige Stadt" deswegen stellenweise als langweilig oder gar altbacken bezeichnet wird, ist für mich persönlich nicht so ganz nachvollziehbar. Sicherlich mag das Werk aus heutiger Sicht ein wenig angestaubt erscheinen, doch sollte man dabei auch nicht vergessen, das der Film von Marino Girolami mittlerweile fast vier Jahrzehnte auf dem Buckel hat. So sollte man also nicht unbedingt die vorhandenen Action-Sequenzen mit denen der heutigen Zeit vergleichen, sondern vielmehr versuchen, sich in die Mitte der 70er Jahre zurückversetzen, denn nur so kann das Geschehen auch seine durchaus vorhandene Glaubwürdigkeit ausstrahlen. Und so offenbart sich dem Zuschauer eine nicht unbedingt neue, aber dafür jederzeit unterhaltsame Geschichte, die gleichzeitig ein Paradebeispiel dafür darstellt, das Gewalt immer wieder Gegen-Gewalt erzeugt.

Im Fokus der Ereignisse steht mit Maurizio Merli ein grandios agierender Hauptdarsteller, der in der Rolle des Kommissar Berti eine herausragende Performance abliefert. Im Prinzip kann man jedoch der gesamten Darsteller-Riege ein Kompliment aussprechen, ist sie doch nicht unwesentlich dafür verantwortlich, das dieser Film einen äußerst authentischen Eindruck hinterlässt. Die sehr temporeiche Erzählweise der Story lässt keinerlei langatmige Passagen entstehen, zudem wird man auch mit etlichen wilden Verfolgungs-Jagden und Schlägereien konfrontiert, so das auch der geneigte Action-Junkie durchaus auf seine Kosten kommen sollte. Doch handelt es sich keinesfalls um einen reinen Action-Kracher, denn Girolami stellt trotz aller vorhandenen Härte die grenzenlose Ohnmacht der Polizei in den Mittelpunkt, die schwerlich mit der Verbrechenswelle in Rom klar kommt.

Die Auslegung der Gesetze dient schon fast mehr dem Schutz der Verbrecher als der Bürger und so müssen Methoden angewandt werden, die nicht immer ganz den Buchstaben des Gesetzes entsprechen. Sicherlich kommt einem das äußerst bekannt vor, denn fast jeder Vertreter des italienischen Policiescos ist thematisch so aufgebaut und immer wieder werden die gleichen Kern-Themen aufgegriffen. Dennoch ist es immer wieder interessant sich mit diesen Geschichten auseinanderzusetzen, wobei vorliegender Film sich meiner persönlichen Meinung nach noch intensiver als diverse andere Genre-Vertreter mit der Thematik auseinandersetzt. Natürlich liegt das im Auge des jeweiligen Betrachters, aber "Verdammte, heilige Stadt" ist in dieser Beziehung absolut im oberen Qualitäts-Drittel anzusiedeln. Absolut passend erscheint hier auch das gewählte Ende, das ziemlich tragisch aber absolut stimmig daher kommt.

Insgesamt gesehen hat Girolami hier einen immer wieder sehenswerten Vertreter des Policiesco kreiert, der auch heute noch blendend funktioniert. Die hohe Alterseinstufung ist zwar keinesfalls gerechtfertigt, aber zu seiner Zeit war der Film schon ein hartes Stück Tobak. Wie dem aber auch sei, Freunde des Genres werden hier bestens bedient, denn die vorliegende Story beinhaltet sämtliche Zutaten, die diese Sorte von Film so auszeichnet.


Fazit:


Manch einer mag es eventuell anders sehen, aber "Verdammte, heilige Stadt" zählt zu meinen persönlichen Favoriten im Bereich der italienischen Polizei-Filme. Tempo, Rasanz und tolle Action ergeben ein exzellentes Gesamtbild und ein grandios agierender Maurizio Merli ist ein weiterer Grund, sich dieses tolle Werk in regelmäßigen Abständen immer wieder anzuschauen.


8/10
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Re: Verdammte, heilige Stadt - Marino Girolami

Beitragvon Captain Blitz » 9. Apr 2013, 13:08

Ich finde den Film auch ziemlich gut, auch wenn der Trailer eigentlich schon alles zeigt was im Film so interessantes vorkommt, aber insgesamt ein cooler Actioner. Dazu eine sehr ordentliche Synchro, die richtig Spaß macht.

Maurizio Merli wird in dem Film von Horst Stark synchronisiert und den hört man nicht so oft in einer Synchro bzw. nicht unbedingt in einer Hauptrolle.

Ist die DVD eigentlich ein Bootleg?
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Re: Verdammte, heilige Stadt - Marino Girolami

Beitragvon Bonpensiero » 9. Apr 2013, 13:18

Ja, ist ein Stiefel. Eine ordentliche VÖ wäre was feines...
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