Verdammte, heilige Stadt - Marino Girolami

Action, Crime, harte Cops, Gangster & Mafia

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Re: Verdammte, heilige Stadt - Marino Girolami

Beitragvon buxtebrawler » 25. Sep 2013, 12:19

dr. freudstein hat geschrieben:Man sollte Filme nicht zu ernst nehmen und seine eigene Anschauung da mit hinein projizieren.


Wieso nicht?

dr. freudstein hat geschrieben:Filme sind Unterhaltung.


Nicht ausschließlich.

dr. freudstein hat geschrieben:Klar hat der Bux recht


;)

dr. freudstein hat geschrieben:Und auch Santini mischt hier mit.


Haha, das ist mir auch nicht entgangen :lol:
Der vielbeschäftigte Herr - nun auch bei der Bürgerwehr :D
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Verdammte, heilige Stadt - Marino Girolami

Beitragvon ugo-piazza » 25. Sep 2013, 13:51

dr. freudstein hat geschrieben:Man sollte Filme nicht zu ernst nehmen und seine eigene Anschauung da mit hinein projizieren. Filme sind Unterhaltung. Klar hat der Bux recht, aber es scheint mir auch eine Zeitgeistfrage zu sein, denn Italien 70er Jahre war nun mal geprägt von Gewalt, Mafia und auch Kleinkriminellen. Die Mehrheit der Bevölkerung hat sicher aus Wut auch so gedacht, Selbstjustiz. Das dies sich auch nicht mit meiner Einstellung deckt, ist eine Sache. Aber es ist ja kein Wahlwerbefilm, sondern ein Unterhaltungsprodukt. Und unterhalten tut der Film zweifelsohne, hat ein gutes Tempo etc. Hab mir auch ein paar Notizen gemacht, aber ich sitze da nicht so überkritisch vor :nixda: Aber gut, ein Film ohne Intelligenz, genau das richtige für mich :mrgreen:


Es ist schon ewig her, dass ich den Film gesehen habe, die Erinnerung ist daher getrübt. Ich unterstütze hier allerdings den Doc. Auch wenn gewiss in manchen Polizeifilmen jener Zeit unreflektiert staatliche Härte, Abschaffung rechtsstaatlicher Prinzipien bis hin zu Selbstjustiz propagiert wurde, so erschließt sich mir dennoch nicht, deshalb erstmal generell auf einen einzigen Punkt abzuwerten. Zumindest der Zuschauer von heute dürfte allein durch den zeitlichen Abstand eine gewisse Distanz zum Geschehen aufbauen.

Oder anders gesagt: Was real absolut nicht sein darf, kann im Film sehr wohl unterhaltsam sein und Spaß machen.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Verdammte, heilige Stadt - Marino Girolami

Beitragvon dr. freudstein » 25. Sep 2013, 15:30

ugo-piazza hat geschrieben:Oder anders gesagt: Was real absolut nicht sein darf, kann im Film sehr wohl unterhaltsam sein und Spaß machen.


Genau das, Filme sind eine Fiktion, ein Phantasieprodukt. Da kann man alles mal ausleben ohne wirklich Schaden zu nehmen. Normalerweise.
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Re: Verdammte, heilige Stadt - Marino Girolami

Beitragvon Adalmar » 25. Sep 2013, 16:17

Ich sehe solche Filme auch nicht als Propaganda oder Aufforderung zu irgendwas, sondern eher als Katharsisversuch oder einfach als Zeitzeugnis mit Protest gegen die damalige Kriminalitätsrate, ohne dass die gezeigten Methoden damit automatisch empfohlen würden. Die Aussage wäre demnach "In unserer Zeit ist Verbrechen derart alltäglich, dass man theoretisch einen derartigen Brutalokommissar brauchte, um damit fertig zu werden, was jedoch unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten nicht möglich wäre."
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Re: Verdammte, heilige Stadt - Marino Girolami

Beitragvon Captain Blitz » 26. Sep 2013, 12:03

Adalmar hat geschrieben:Ich sehe solche Filme auch nicht als Propaganda oder Aufforderung zu irgendwas, sondern eher als Katharsisversuch oder einfach als Zeitzeugnis mit Protest gegen die damalige Kriminalitätsrate, ohne dass die gezeigten Methoden damit automatisch empfohlen würden. Die Aussage wäre demnach "In unserer Zeit ist Verbrechen derart alltäglich, dass man theoretisch einen derartigen Brutalokommissar brauchte, um damit fertig zu werden, was jedoch unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten nicht möglich wäre."


Amen!

Nach dem Film wollte ich mir auch nicht sofort die nächstbeste Knarre organisieren und aufräumen. Oder doch? :kicher:

Man muss solche Filme aber nicht überdramatisieren.
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Re: Verdammte, heilige Stadt - Marino Girolami

Beitragvon Captain Blitz » 26. Sep 2013, 18:59

Witzig, heute kam mir zu Ohren, dass der Streifen demnächst von Filmart kommen soll, sehr gut!
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Re: Verdammte, heilige Stadt - Marino Girolami

Beitragvon dr. freudstein » 26. Sep 2013, 19:04

Tatsache? So ganz legal und wohl auch in einer guten Aufmachung nehme ich an bei dem Label. Wäre spitze :D
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Re: Verdammte, heilige Stadt - Marino Girolami

Beitragvon Captain Blitz » 27. Sep 2013, 06:58

dr. freudstein hat geschrieben:Tatsache? So ganz legal und wohl auch in einer guten Aufmachung nehme ich an bei dem Label. Wäre spitze :D


Ja, die Info kam von jemandem, der dem Umfeld recht nah ist, von daher glaube ich das einfach mal. Auch, weil ich das glauben WILL! :kicher:

Ich vermute mal, dass der Film in der neuen Polizeifilm-Reihe erscheinen wird.
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Re: Verdammte, heilige Stadt - Marino Girolami

Beitragvon Captain Blitz » 27. Sep 2013, 14:23

Schade, da ist der Kollege wohl einer Falschinfo aufgesessen, filmart hat soeben dementiert. :(
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Re: Verdammte, heilige Stadt - Marino Girolami

Beitragvon Il Grande Racket » 22. Feb 2016, 03:46

Ich habe ein paar Probleme mit der Strukturierung des Films. Der Plot um die Bürgerwehr setzt für mich zu spät ein, den hätte Girolami etwas mehr Spielzeit einräumen sollen. Auch fehlt ein passender Antagonist, John Steiner kommt dem am nächsten, wird aber schon kurz nach der Hälfte des Films von Merli zur Strecke gebracht. Und das Fehlen einer richtigen finalen Auseinandersetzung ist doch etwas unbefriedigend, auch wenn das wohl durchaus so intendiert ist. Die Welle der Verbrechen ebbt ja auch nicht ab, das ist grundsätzlich nicht unüblich, aber es fehlt mir am Ende der persönliche Etappensieg des Helden vor dem deprimierenden Ende. Aber langweilig ist der nicht. 6,5/10
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