Tote Zeugen singen nicht - Enzo G. Castellari (1973)

Action, Crime, harte Cops, Gangster & Mafia

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Re: Tote Zeugen singen nicht - Enzo G. Castellari

Beitragvon Onkel Joe » 31. Mai 2011, 09:51

Den Ugo hab ich auch auf nem Foto :kicher:, bei der 2. Runde zwecks Autogramme geben taucht er auf nem Bild rechts neben mir auf :mrgreen: .
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Re: Tote Zeugen singen nicht - Enzo G. Castellari

Beitragvon Nello Pazzafini » 31. Mai 2011, 13:13

dr. freudstein hat geschrieben:@Nello, McB und Ugo :shock:
Ihr wart aber nicht alle im gleichen Kino oder wirklich dort :?
Prollt nur rum, ja? So wie Nello mit den Lobbys, die ich nicht habe :palm:
Und den Film auch nicht, was natürlich nur drittrangig ist :oops: :kicher:
Noch nicht :opa:


sicher waren wir alle im gleichen kino, der onkel sass auch drin, nur kannte man sich noch nicht. tja, dottore, du hast etwas einmaliges schlicht & ergreifend VERSÄUMT :D ;)
mal sehen ob ich den einen oder anderen auf dem von mir teilweise gefilmten event entdecke.... :)
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Re: Tote Zeugen singen nicht - Enzo G. Castellari

Beitragvon Onkel Joe » 31. Mai 2011, 13:50

Nello Pazzafini hat geschrieben:mal sehen ob ich den einen oder anderen auf dem von mir teilweise gefilmten event entdecke.... :)


Ich bin mir sicher das du den einen oder anderen dort finden wirst :) und Nello kann es sein das du ein Keoma oder Riffs Querplakat von Enzo hast Unterschreiben lassen??
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Re: Tote Zeugen singen nicht - Enzo G. Castellari

Beitragvon Nello Pazzafini » 31. Mai 2011, 16:27

Onkel Joe hat geschrieben:
Nello Pazzafini hat geschrieben:mal sehen ob ich den einen oder anderen auf dem von mir teilweise gefilmten event entdecke.... :)


Ich bin mir sicher das du den einen oder anderen dort finden wirst :) und Nello kann es sein das du ein Keoma oder Riffs Querplakat von Enzo hast Unterschreiben lassen??


ein Keoma Quer AHF wars, hat deine linse mich auch erfasst? musst mir senden das foto! :D am besten die fotos :D :)
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Re: Tote Zeugen singen nicht - Enzo G. Castellari

Beitragvon ugo-piazza » 1. Jun 2011, 13:22

dr. freudstein hat geschrieben:@Nello, McB und Ugo :shock:
Ihr wart aber nicht alle im gleichen Kino oder wirklich dort :?
Prollt nur rum, ja? So wie Nello mit den Lobbys, die ich nicht habe :palm:
Und den Film auch nicht, was natürlich nur drittrangig ist :oops: :kicher:
Noch nicht :opa:


Wir prollen nur deshalb rum, damit du unserem Nivea folgen kannst. ;)

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Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Tote Zeugen singen nicht - Enzo G. Castellari

Beitragvon dr. freudstein » 1. Jun 2011, 20:17

Nivea :? Ja, dann ist ja gut, ich dachte schon, Ihr wollt hier Niveau einführen :basi: :nixda:
Ich bin ja nur enttäuscht...weil ich NICHT da war :cry:

Alright, BTT :pfeif:
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Re: Tote Zeugen singen nicht - Enzo G. Castellari

Beitragvon buxtebrawler » 28. Mär 2014, 16:28

„Mohnblumen sollten Sie züchten!“ – „Ihr Bullen – immer einen schlechten Scherz!“

„Tote Zeugen singen nicht“ aus dem Jahre 1973 – das ist der Einstand des italienischen Filmemachers Enzo G. Castellari („Ein Bürger setzt sich zur Wehr“) ins Poliziesco-Genre, die erste von vielen Zusammenarbeiten mit Franco Nero („Django“), der hier die Hauptrolle bekleidet, und dürfte stilbildenden Einfluss auf das Genre ausgeübt haben.

„Du hast Scheiße im Gesicht!“

Die internationale Drogenmafia expandiert und neue, äußerst brutale und skrupellose Kräfte überziehen Genua mit Gewalt und Mord, um sich ihr Revier zu schaffen. Kommissar Belli (Franco Nero) versucht verzweifelt, den Verbrechern das Handwerk zu legen, sucht gar die Kooperation des alternden Mafiapaten Cafiero (Fernando Rey, „Brennpunkt Brooklyn“), der sich aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen hat und Belli ausdrücklich vor der Rücksichtslosigkeit der neuen Generation warnt. Bellis Vorgesetzter Scavino (James Whitmore, „Formicula“) sammelt seit langer Zeit belastendes Material, möchte jedoch weiter mit der Anklage warten, bis er über entscheidende Informationen zu den Hintermännern verfügt. Doch Belli ist ungeduldig und hält diese Vorgehensweise angesichts der grassierenden Brutalität für falsch. Aber tatsächlich führen die Spuren zu hohen Herren, denen bislang nichts angelastet werden konnte – und die vor wirklich gar nichts zurückschrecken, wie Belli schmerzhaft erfahren muss…

„Worauf wollen Sie hinaus?“ – „Auf einen tödlichen Sport, genannt ‚Politik‘!“

„Tote Zeugen singen nicht“ paart die Action Di Leo’scher Gangsterstreifen à la „Der Teufel führt Regie“ mit dem systemkritischen Ansatz eines Damiani aus „Der Clan, der seine Feinde lebendig einmauert“ und der besessenen Polizeiarbeit auch US-amerikanischer Vorbilder, die von Maurizio Merli unter Umberto Lenzi und anderen auf die Spitze getrieben wurde, häufig aber auch durch ihre gnadenlosen Überzeichnungen nicht 100%ig ernstgenommen werden konnte. Castellaris Film hingegen ist durchgehend um absolute Ernsthaftigkeit bemüht, grimmig und kulturpessismistisch. Zur aufpeitschenden Funk-Musik der De-Angelis-Brüder eröffnet „Tote Zeugen singen nicht“ mit Bellis Jagd auf den „Libanesen“ in Form einer überaus rasanten Verfolgung über eine Hochstraße inkl. Blechschäden und gewagten Stunts. Tatsächlich wird der „Libanese“ geschnappt, doch der Polizeiwagen mit ihm als Insassen kurzerhand in die Luft gesprengt – Polizisten und ein kleines Mädchen sterben, Belli überlebt mehr durch Zufall. Spätestens jetzt weiß der Zuschauer bereits, womit er es hier zu tun bekommt: mit Verbrechern, die keinerlei Grenzen mehr kennen, keinen Ehren- oder Moralkodex, wie er dann und wann mafiösen Strukturen zugesprochen wird, stattdessen nackte Gewalt als Allzweckmittel inflationär einsetzen, die Stadt mit Terror überziehen. Das ist Castellaris überspitzte Sichtweise auf das gewaltgebeutelte Italien der 1970er, die er für keinen lässig-coolen Ein-Mann-Krieg-Action-Film aufgreift, sondern für einen Thriller voller Emotionen wie Wut, Verzweiflung, auch Trauer.

„Aber wem helfen wir? Den Privilegierten, von denen alles bestimmt wird, denen, die bezahlen!“

Kommissar Belli wird als von seiner Arbeit besessener, cholerischer, mit dem Mut der Verzweiflung vorgehender Mann, dem bei Vernehmungen und Ermittlungen auch schon einmal die Hand ausrutscht, charakterisiert. Die Handlung offenbart Einblicke in sein Privatleben, das spürbar unter seiner Arbeit leidet. Er hat eine Freundin (Delia Boccardo, „Die Klette“) und eine kleine Tochter (Castellari-Tochter Stefania Girolami Goodwin, „Racket“); letztere kommt ihn besuchen, beschwert sich über den Zustand seiner Wohnung und räumt erst einmal auf… Dass seine Freundin im späteren Verlauf überfallen und zusammengeschlagen werden wird, ahnt Belli zu diesem Zeitpunkt genauso wenig voraus wie den ultrabrutalen Tod seiner Tochter. Die verfeindeten Mafia-Clans liefern sich tödliche Schießereien, Cafiero-Untergebener Rico (Daniel Martin, „Für eine Handvoll Dollar“) ist zum Gegner übergelaufen. Ein Gangster überfährt einen Mann per Motorrad im Park; Castellari filmt den Angriff teils aus subjektiver Point-of-View-Perspektive des Fahrers, teils mit Wackelkamera und lässt den Angreifer komplett in schwarzes Leder gekleidet besonders bedrohlich erscheinen. Ein schöner Kunstgriff in einem Film, in dem sich Castellari ansonsten als handwerklich weniger filigraner Mann fürs Grobe gibt und selbst einen kleinen Auftritt als Moderator auf einer Yacht hat. Hier wird eindeutig mehr geklotzt als gekleckert, selbst die Wortgefechte zwischen Belli und Scavini sind aufbrausend. Immer wieder appelliert Scavini an Belli, geduldig zu sein, um die wirklich großen Fische fangen zu können, während Belli die immer mehr einer Anomie gleichenden Umstände auf der Straße vor Augen hat und nicht versteht, weshalb Scavini auf seinen Ermittlungsergebnissen sitzt. Der Zuschauer kann sich noch nicht sicher sein, ob Scavini nicht evtl. ein falsches Spiel spielt, doch beseitigt auch Scavinis Tod kurz nach dessen Umdenken alle Zweifel. Auch Überläufer Rico gerät erneut ins Kreuzfeuer und wird kurz vor seiner Flucht brutal ermordet. Und zum Finale hin legt Castellari glatt noch ein paar Scheite nach und aus dem hohen Tempo des Films wird fast schon Hektik, bis eine ausgedehnte Schießerei im Rahmen des actionreichen Showdowns viele weitere Tote kostet und man schließlich doch noch an die „Saubermänner“ im Hintergrund herankommt.

Castellaris vornehmlich auf Action setzender Film ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich auch ein sicherlich häufig spekulativer Actionstreifen mit Aussage und Niveau kombinieren lässt, wie charismatische, erfahrene Schauspieler internationaler Herkunft und Formats zu seinem Gelingen beitragen und wie nachvollziehbare Emotionen ein aus der harschen Realität abstrahiertes, beinahe-apokalyptisches Bild spannend und unterhaltsam präsentieren können, ohne auf den Stammtischfaktor der Lynchjustiz oder die distanzschaffende Comichaftigkeit zu setzen. Auch davon losgelöst hat „Tote Zeugen singen nicht“ bisweilen seine visuelle Ästhetik, die Aufmerksamkeit erregt, bleibt jedoch stilistisch noch hinter späteren, künstlerischeren Werken Castellaris zurück. Dessen häufig einfließende Sozialkritik findet sich jedoch unverkennbar bereits hier; nicht nur im Aufgreifen der Verquickung von Wirtschaft, Politik und Mafia, sondern auch im am Rande zusätzlich thematisierten Arbeitskampf. Ob es nun unbedingt sein musste, immer wieder Bellis Gedanken und Erinnerungen an vorausgegangene Szenen zu zeigen und dadurch dem Zuschauer sämtliche Arbeit abzunehmen, sei einmal dahingestellt. Meines Erachtens wäre hier auch erzählerisch noch etwas Luft nach oben gewesen, doch der positive Gesamteindruck überwiegt ohne Zweifel.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Tote Zeugen singen nicht - Enzo G. Castellari (1973)

Beitragvon Onkel Joe » 31. Mär 2014, 12:25

Castellaris Aussage das man mit einem "Peckinpah" einen jeden Film beginnen musste fand ich schon sehr abgefahren! Erstmal ordentlich "KAWUUUM" um die Zuschauer zu fesseln und dann ausgibig die Geschichte zu erzählen ist wenn man darauf achtet so oft zu sehen das es fast schon peinlich ist. Sind die Italiener in so vielen Filmen einfach Schema F gefahren......das hätten wir auch hinbekommen, da bin ich mir sicher.

"Tote Zeugen singen nicht " ist sehr einfach gestrickt aber gehört zum besten was dieses Genre hergibt.
Hier mal ne DVD oder gar ne Blu-Ray das wäre doch mal etwas vernünftiges.
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Re: Tote Zeugen singen nicht - Enzo G. Castellari (1973)

Beitragvon Theoretiker » 31. Mär 2014, 15:11

Der hört sich ja sehr gut an, mangels DVD-VÖ kenne ich den leider nicht. Ich hoffe auf Filmart.
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Re: Tote Zeugen singen nicht - Enzo G. Castellari (1973)

Beitragvon Captain Blitz » 13. Mai 2014, 13:10

Theoretiker hat geschrieben:Der hört sich ja sehr gut an, mangels DVD-VÖ kenne ich den leider nicht. Ich hoffe auf Filmart.


Ich hoffe mit. :)
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