Killer sind unsere Gäste - Vincenzo Rigo (1974)

Action, Crime, harte Cops, Gangster & Mafia

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Killer sind unsere Gäste - Vincenzo Rigo (1974)

Beitragvon Santini » 27. Dez 2009, 17:37

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Originaltitel: Gli Assassini sono nostri ospiti

Herstellungsland: Italien / 1974

Regie: Vincenzo Rigo

Darsteller: Anthony Steffen, Margaret Lee, Luigi Pistilli, Gianni Dei, Livia Cerini, Giuseppe Castellano u. A.

Story:

Bei einem Raubüberfall auf ein Mailänder Juwelengeschäft werden die beiden Söhne des Inhabers getötet. Die Täter Elena, Franco und an ihrer Spitze Mario können zwar entkommen, aber Franco ist schwer verletzt. So dringen sie in die Villa eines Arztes ein, der Franco helfen soll. Die Polizei ist den Dreien dicht auf den Fersen. Die Anspannung und Aggressivität des Räubertrios steigt. Schließlich kann Elena Eddi, den geistigen Vater des Überfalls telefonisch erreichen. Er soll die Beute übernehmen. Doch dieser versucht auf ganz andere Art und Weise die schwierige Situation zu beenden...

(Quelle: deutsche DVD)


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Re: Killer sind unsere Gäste - Vincenzo Rigo

Beitragvon Ringo aka Angelface » 28. Dez 2009, 17:52

Sehr guter Entführungskrimi mit einigen überraschenden Wendungen! Der Raubüberfall am Anfang ist nur ein erster Höhepunkt. Tolle Musik, feine, interessante Kameraführung - wirklich gelungen!
Sogar Antony Steffen liefert überraschenderweise eine gute schauspielerische Leistung ab. Für mich eine echte Entdeckung! Leider das einzige Werk von Rigo :cry:
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Re: Killer sind unsere Gäste - Vincenzo Rigo

Beitragvon untot » 21. Sep 2010, 15:11

Kürzlich gesichtet und für gut befunden.
Ein atmosphärisch dichter Thriller, der mit einigen Überraschungen glänzen kann, sehr zu empfehlen!

7,5/10
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Re: Killer sind unsere Gäste - Vincenzo Rigo

Beitragvon italofreak1970 » 20. Okt 2010, 10:42

Habe ich mir auch vor einigen Tagen angeschaut und war doch positiv überrascht. Die Mischung aus Gangster- und Terrorfilm fand ich wirklich sehr gut. Vor allem Margaret Lee (sah wieder umwerfend aus) und Giuseppe Castellano (schön fies) konnten in ihren Rollen mehr als überzeugen. Ein wirklich sehenswerter Streifen.

7.5/10
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Re: Killer sind unsere Gäste - Vincenzo Rigo

Beitragvon Reinifilm » 20. Okt 2010, 14:31

Oh Gott.... noch 'nen Film, der ungesehen bei mir vergammelt. :oops:
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Re: Killer sind unsere Gäste - Vincenzo Rigo

Beitragvon DrDjangoMD » 11. Dez 2011, 23:19

Handlung:
Dr. Guido Malerva (the one and only ANTHONY STEFFEN) hat es mit seiner hassenswerten Gattin (Livia Cerini) weiß Gott nicht leicht. Doch größere Probleme nahen als eines Abends zwei Gangster (Margaret Lee und Giuseppe Castellano) vor seiner Türe stehen und ihn zwingen ihren, bei einem Raubüberfall verwundeten Kumpanen, zu behandeln. Kann Inspector Di Stefano (Luigi Pistilli) die Verbrecher ausfindig machen, bevor sie dem Doc ein Haar krümmen oder muss sich der Gutste selbst aus dieser misslichen Lage befreien?

Kritik:
Da meine oberste Intention, diesen Film zu sehen, der Name meines Anthönchens auf dem Cover war beginn ich gleich mal mit den Darstellern: Anfangs war ich von Steffens Rolle ein klein wenig enttäuscht. Der Typ hat nichts weiter zu tun als wahlweise dazusitzen oder dazustehen und einen (erraten!) leidenden Blick aufzusetzen. Gegen Ende jedoch erlebt seine Rolle einen interessanten Wandel, der ihm sichtlich Freude bereitet. Kurz vor Schluss stapft er mal erfreut, mal besorgt durchs Bild, bringt seine Mimik dazu, Emotionen darzustellen :o und bringt hier und da sogar einen echten Grinser zusammen :D …außerdem trägt er ein lustiges Käppchen und so etwas wird immer gerne gesehen. :mrgreen:
Die größte Schwäche des Filmes liegt in der Performance von Livia Cerini, welche als des Doktors Gattin einfach unerträglich ist! Stets hat sie so einen abweisenden Blick, schimpft ununterbrochen mit dem armen Anthönchen, schert sich einen Dreck um das Leid anderer, erkennt die Gefahr, die von den Gangstern ausgeht, nicht und und und. Jetzt könnte man argumentieren: „Aber ihre Rolle soll ja unsympathisch sein, betrachtet man, was am Ende mit ihr geschieht.“ Ja, das stimmt schon und es ist gut, dass Cerini ihre Rolle nicht liebenswert angelegt hat aber 1) übertreibt sie die Unausstehlichkeit über alle Maßen und 2) erkennen wir erst gegen Schluss den Sinn dahinter die Rolle so hassenswert zu gestalten, was uns die ersten drei Viertel des Filmes einfach nur unter ihrer Performance leiden lässt. Um auszudrücken wie unglaublich hassenswert Livia Cerinis Charakter in diesem Film rüberkommt, hier eine Liste mit Personen, welche mir sympathischer sind als sie:
Ihr Ehemann
Die drei Gangster
Major Jackson aus „Django“
Jeder einzelne Gehilfe Major Jacksons
Jeder einzelne Bond-Bösewicht
Leute, denen James Camerons „Avatar“ gefällt
James Cameron
Der Jäger, welcher Bambis Mutter getötet hat
Caligula aus Tinto Brass’ „Caligula“
Caligula aus Joe D’Amatos „Caligula 2“
Caligula, die echte Person
Luzifer
Die „Heldin“ aus „Blaue Bohnen für ein Halleluja“, welche Django erschoss
Das Kind aus „Cowboys and Aliens“
Das Kind aus „Absurd“…OK, das vielleicht nicht
Das Kind aus „Ich war noch niemals in New York“…OK, das ganz sicher nicht. :x Zur Hölle mit dem Kind aus „Ich war noch niemals in New York“ :x , das war die entsetzlichste Rolle, die ich in meinem ganzen Leben gesehen habe. Wer denkt sich so was aus? :thdown:

Zum Glück sind die restlichen Darsteller und ihre Rollen wesentlich besser: Luigi Pistilli ist immer gerne gesehen und macht hier wie immer gehörig Laune, ebenso Giuseppe Castellano, welcher einen cartoonhaften Fiesling spielen darf und, da er mit seiner Rolle sichtlich Freude hat, für einige Lacher sorgt; und last but not least weiß Margaret Lee zu überzeugen: Sie versteht es skrupellos herüberzukommen, dass wir ihr einen mehrfachen Mord zutrauen und gleichsam ist sie stets charmant und liebenswürdig und schmeichelt sich damit erfolgreich in das Herz der Zuseher.
Kommen wir nun zur Inszenierung, für die sich Vincenzo Rigo verantwortlich zeichnet, dessen Werke als Regisseur bedauernswerter Weise an einer Hand abzuzählen sind. Mit einigen ungewöhnlichen Ideen schafft er es die altbekannte Prämisse interessant umzusetzen. Hier und da sind seine Einfälle allerdings auch ziemlich komisch und steigern eher den Trash-Wert des Filmes. So lässt er das Bild mehrmals einfrieren, nicht immer an wichtigen Stellen, zeigt am Schluss eine rücklaufende Aufnahme von abhebenden Tauben (eine recht plumpe Symbolik) und einmal lässt er völlig aus dem Nichts eine Lesbenszene zwischen Lee und Cerini einfließen, die keinen Sinn ergibt und den Zuseher letzten Endes mehr verwirrt als sonst was (Sehr geehrter Herr Rigo, ich heiße es gut, dass Sie sich ein Vorbild suchen, ABER MUSSTE DIESES VORBILD AUSGERECHNET JOE D’AMATO SEIN??? :palm: ). Sonst zeichnet sich seine Regie allerdings durch eine dichte Atmosphäre aus, so dass wir ihm einige Anfängerfehler (hier und da wissen wir nicht genau worauf er mit einzelnen Einstellungen hinaus will) gerne verzeihen.
Noch zu erwähnen ist der Soundtrack, welcher das Geschehen mit einem schönen spannenden Thema untermalt, welches gut die Stimmung des Filmes einfängt…nur in einer Szene beschloss man „Eine Nacht auf dem kahlen Berge“ von Mussorgski zu spielen, was dann doch ziemlich fehl am Platz wirkt. Sicher, wenn Tinto Brass und Stanley Kubrick für ihre epochalen Meisterwerke mit klassischer Musik aufwarten wirkt es grandios, aber wenn Vincenzo Rigo in seinem kleinen Gangsterdramachen solch großen Melodien auflegt verstimmt es mehr als dass es passt.
Fazit: Vincenzo Rigo konnte bei seinem ersten Film mit einigen hervorragenden Darstellern (und mit Livia Cerini)zusammenarbeiten, die er mit einer talentierten Regie versorgt. Diverse Unstimmigkeiten scheinen nur typische Anfängerfehler zu sein. 7/10
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Re: Killer sind unsere Gäste - Vincenzo Rigo

Beitragvon sid.vicious » 26. Dez 2011, 22:32

Alternativer Titel: Killers Are Our Guests
Produktionsland: Italien
Produktion: Alberto Rigo
Erscheinungsjahr: 1974
Regie: Vincenzo Rigo
Drehbuch: Bruno Fontana, Renato Romano
Kamera: Vincenzo Rigo
Schnitt: Vincenzo Rigo
Musik: Roberto Rizzo
Länge: ca. 87 Min.
Freigabe: FSK 18
Darsteller: Anthony Steffen, Margaret Lee. Luigi Pistilli, Gianni Dei, Livia Cerini


Drei Männer und eine Frau überfallen ein Juweliergeschäft. Bei dem Überfall wird einer der Beteiligten verletzt, ein weiterer erschossen. Die verbleibenden Gangster suchen nun einen Arzt auf um den Verwundeten behandeln zu lassen. Doktor Guido Malerva passt der Besuch nicht, aber er hat keine andere Wahl als zu helfen.

„Killer sind unsere Gäste“ beginnt recht behäbig und ist doch ziemlich absehbar, was die ersten zwei Drittel anbelangt. Dabei sind Giuseppe Castellano als Mario und Margaret Lee als Eliana die Highlights innerhalb der Darstellerschar. De Teffe hält sich sehr zurück und nervt mit seinem doch sehr Weicheinähnlichem Spiel. Es ist schon klar, dass ihm das Drehbuch dieses verhalten vorgeschrieben hat, aber sein gequälter Gesichtsausdruck nervt vereinzelnd schon. Allerdings bekommt er in der Rolle des Doktor Guido Malerva im letzten Drittel des Films auch noch seine Erfolgserlebnisse. In mag Antony Steffen als Schauspieler sehr, aber innerhalb seiner Italo-Western Rollen halte ich ihn für wesentlich besser platziert. Eine Ausnahme ist natürlich „La notte che Evelyn uscì della tomba“.

„Killer sind unsere Gäste“ wirkt in einigen Momenten ein wenig dahin gestreckt ohne wirklich die Absicht zu zeigen auf den Punkt zu kommen. Für diese doch eher langatmige Verfahrungsweise wird man allerdings im letzten Drittel des Films entschädigt. Bis dahin bleibt dem Zuschauer eine aufdringlich spielende Livia Cerini als Mara Malerva, ein Giuseppe Castellano der den perfekten Kernassi verkörpert und eine wirklich sehr nett anzusehende Margaret Lee. Margeret hat u.a. auch mit Lizzani innerhalb „Die Banditen von Mailand“, mit Tesssari innerhalb „Der Bastard“ und mit Franco in „Der Hexentöter von Blackmoor“ zusammen gearbeitet. Margaret Lee hat es bei „Killer sind unsere Gäste“ einfach drauf, richtig cool rüber zu kommen.

Fazit: Ein Film der absehbar und dahin gezogen losgeht, mündet in ein gutes und überraschendes Finale, welches diesen gesamt gesehen ein wenig aufwertet.


6/10
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Re: Killer sind unsere Gäste - Vincenzo Rigo

Beitragvon McBrewer » 12. Dez 2014, 22:05

Dank Onkel Joe konnte ich nun endlich auch diese Lücke des italienischen Thrillergenre schließen und KILLER SIND UNSERE GÄSTE sehen. Nun: Poliziesco oder doch Terrorfilm ?! Es das ist gar nicht so einfach. Aber als Ergebnis von beiden auf jedenfall verdammt spannend und unterhaltsam. Gut, ich muss zugeben das mich die Handlung der einzelnen Figuren erst verwunderte, aber mit Blick auf das Knüppeldicke Ende dann doch ins rechte Bilde passte.
Charaktergesicht Giuseppe Castellano sehe ich schon sehr gerne auf dem Bildschirm bzw. der Leinwand. Und hier spielt er auch endlich mal mehr,als einfach nur durch`s Bild zu laufen und einen Satz zu sagen.Seine fiese-Gangsterroller ist doch schon ausführlich ausgefallen. Die hübsche Margaret Lee wurde ja auch schon ausführlich und zu recht erwähnt. Fehlt nur noch die wunderbare Präsenz des feinen Backenbartes von Luigi Pistilli alias Inspector Di Stefano, er schaut geradewegs wie Wolverines Papa aus. :nick:

Hier noch die Screenshots von @Nello (ich bin mal so frei :pfeif: )

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Anthony Steffen

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Luigi Pistilli

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