Hallucination Strip - Lucio Marcaccini (1975)

Action, Crime, harte Cops, Gangster & Mafia

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Hallucination Strip - Lucio Marcaccini (1975)

Beitragvon jogiwan » 6. Apr 2014, 08:28

Hallucination Strip

Bild

Originaltitel: Roma drogata: la polizia non può intervenire

Alternativtitel: The hallucinating trip

Herstellungsland: Italien / 1975

Regie: Lucio Marcaccini

Darsteller: Bud Cort, Marcel Bozzuffi, Guido Alberti, Ennio Balbo, Tom Felleghy, Francesco Ferracini

Story:

Der politisch interessierte und rebellische Student Massimo ist im Gegensatz zu seinen Freunden nicht mit einem reichen Elternhaus gesegnet und stiehlt eines Tages den Eltern seiner Freundin eine wertvolle, kleine Dose um mit dem Erlös Drogen zu kaufen und zwei seiner polizeilich gesuchten Freunde die Ausreise aus Italien zu ermöglichen. So gerät der junge Mann auch rasch zwischen die Fronten von Polizei und Mafia und als ein weiterer Freund Massimo bietet für eine anstehende Party Drogen zu organisieren, ahnt er nicht, dass ihn ein ermittelnder Polizist als Köder nutzt. Als es auf der Party zu einem tödlichen Zwischenfall und auch Massimos Freundin wegen eines schlechten Trips in der Psychiatrie landet, verliert Massimo alles was er hat und gerät nach dem Tod seines Dealers auch noch ins Visier der Mafia.
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Re: Hallucination Strip - Lucio Marcaccini (1975)

Beitragvon jogiwan » 6. Apr 2014, 08:42

Lucio Marcaccini hat mit seinem einzigen Ausflug als Regisseur ja schon einen sehr seltsamen Film geschaffen, der den Zuschauer auch vor eine kleine Herausforderung stellt. Obwohl in der Mischung aus politischen Policziesco und psychedelischen Drama ständig recht viel passiert, konnte ich der Handlung nicht so richtig folgen bzw. hatte ich bei meiner Sichtung mehrmals das Gefühl, irgendetwas wichtiges in der Handlung versäumt zu haben. Des Rätsels Lösung erfolgt jedoch im Bonusmaterial, wo der für den Schnitt verantwortliche Giulio Berruti erklärt, dass Marcaccini mit der Regie hoffnungslos überfordert war und Szenen des Drehbuchs einfach spontan abänderte, bis nichts mehr zum anderen passte und Berruti wurde von den Produzenten zu Hilfe gerufen um zu retten, was noch zu retten ist. Herausgekommen ist auch ein lückenhaftes Etwas, dass in der zweiten Hälfte eine knapp zehnminütige Halluzinations-Sequenz bietet, die auch recht hübsch und obskur ausgefallen ist und drum herum eine etwas seltsame Geschichte über einen linken Studenten auf Abwegen präsentiert. Trotz Bud Cort ("Harold & Maude") der sich trotz Bart wie ein androgynes Wiesel durch die Handlung schlängelt und interessantem Soundtrack ist "Hallucination Strip" auch kein verkanntes Highlight, sondern für den aufgschlossenen Italo-Fan vielmehr ein Beispiel dafür, was in den Siebzigern filmisch so alles möglich war. Die empfehlenswerte Blu-Ray-Disc von Raro präsentiert diesen bislang unbekannten Streifen dafür als Ausgleich in bestmöglicher Qualität.

www.youtube.com Video From : www.youtube.com
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Re: Hallucination Strip - Lucio Marcaccini (1975)

Beitragvon ugo-piazza » 23. Sep 2014, 23:49

Eine richtige Geschichte gibt's in dem Film eigentlich nicht.
Es geht um eine Gruppe Studenten, die alle aus reichem Hause kommen, bis auf Massimo.
Er muss stehlen, um sich Drogen leisten zu können.
Eines Tages soll er eine Drogen-Party organisieren, blöd nur, dass genau auf dieser Party jemand stirbt und seine Freundin auch noch in der Psychiatrie landet.
Massimo hat damit schon alles verloren, was er hatte, aber da kommt noch mehr auf ihn zu.
Nach dem Tod seines Dealers hat er nicht mehr nur die Polizei auf den Fersen, sondern gerät auch noch ins Visier der Mafia...

Zugegeben, diese Inhaltsangabe ist nur eine Umformung der Inhaltsangabe von Jogiwan aus dem Deliria-Italiano-Forum, denn dies ist tatsächlich der erste Film meines Lebens, den ich nicht bis zum Ende durchgehalten habe.
Das liegt zwar zum Teil sicher auch daran, dass der Stream-Player ab Minute 41 immer wieder stehen geblieben und ich irgendwann genug davon hatte, aber auch der Film selber ist einer der schwächsten italienischen Filme, die ich in den letzten Monaten gesehen habe.
Da kann man froh sein, dass das die einzige Regiearbeit von Lucio Marcaccini ist.
Der Film wirkt zwar nicht amateurhaft, aber trotzdem fragt man sich die ganze Zeit, was das eigentlich sein soll.
Ein Psychotrip, ein Studentendrama, ein Poliziesco...
Es gibt eine ca. 10-minütige Halluzinationssequenz, die aber auch das einzig unterhaltsame an dem Film darstellt.
Wenn auch sonst nicht viel an dem Film passt, die Szene ist genial und verdient 10/10.
Schauspielerisch ist das ganze natürlich auch nicht besonders.
Lediglich die Musik von Alberto Verrecchia wäre noch positiv zu erwähnen.

Fazit: Sehr seltsames Stück Italo-Kino, eher ein Zusammenhangloses Etwas von einem Regisseur, der mit seiner Aufgabe sichtlich überfordert war.
2/10 (Für die Halluzinationsszene und die Musik)


Quelle: http://dirtypictures.phpbb8.de/poliziot ... t8070.html
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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