Der Tollwütige - Sergio Grieco

Action, Crime, harte Cops, Gangster & Mafia

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Der Tollwütige - Sergio Grieco

Beitragvon Onkel Joe » 8. Dez 2009, 11:53

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Originaltitel: La Belva col mitra

Herstellungsland: Italien / 1977

Regie: Sergio Grieco

Darsteller: Helmut Berger, Marisa Mell, Richard Harrison, Marina Giordana, Luigi Bonos, Nello Pazzafini, Antonio Basile u. A.

Story:

Nanni Vitale, skrupelloser Mörder und Totschläger, bricht zusammen mit seinen Komplizen aus dem Hochsicherheitsgefängnis aus. Mit kaltblütiger Brutalität startet er einen Rachefeldzug gegen all jene, die ihn damals hinter Gitter gebracht haben. Kommissar Santini heftet sich an die Fersen des unberechenbaren Psychopathen. Doch schon bald muss er erkennen, dass Nanni nicht nur äußerst raffiniert, sondern auch zu allem fähig ist. Mit Santinis Vater und Tochter als Geiseln in seiner Gewalt, fordert er den Kommissar zum finalen Showdown...


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Re: Der Tollwütige - Sergio Grieco

Beitragvon Ringo aka Angelface » 22. Jan 2010, 12:56

Letztens mal wieder gesehen - Berger gibt einen total durchgeknallten Psycho :mrgreen: Stark bei Kinski abgeschaut!
Marisa Mell ist das Opfer seiner sexuellen Gelüste, mir gefällt die Frau. Nur Harrison als Kommissar sackt ab. Das Drehbuch ist an den Haaren herbeigezogen, gibt aber den Rahmen für einige spannende Szenen. Hier ist Action angesagt.

Hol mal schon den Kalk :shock:

7/10 von mir.
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Re: Der Tollwütige - Sergio Grieco

Beitragvon Blap » 22. Jan 2010, 14:10

Der Tollwütige

Nanni Vitale (Helmut Berger) bricht mit ein paar Komplizen aus dem Knast aus. Zunächst wird mit einem armen Wicht abgerechnet, dessen Aussage vor drei Jahren zur Einlochung Vitales beitrug. Giuliana (Marisa Mell) muss dabei zusehen wie ihr Freund auf brutalste Art und Weise zu Tode kommt, zu allem Überfluss wird sie dabei auch noch von Vitale geschändet. Kommissar Santini (Richard Harrison) ist der härteste Widersacher und Jäger des üblen Schurken. Das die erniedrigte Giuliana schliesslich bei der Polizei auspackt, stellt sich zwar als hilfreich, aber nicht als endgültige Lösung des Problemes Vitale dar, der mit Geiseln aus der gestellten Falle entkommt. Doch die letzte Stufe der Eskalation ist noch längst nicht erreicht, diese wird die schlimmsten Befürchtungen des eifrigen Santini übertreffen...

Wieder ein herrliches Gangster/Polizeidrama aus dem Italien der goldenen Siebziger. 1977 bracht Regisseur Sergio Grieco diesen starken Genrebeitrag auf den Weg. Die Konsequenz und Härte des Filmes packen den Zuschauer, die erstklassige musikalische Untermalung sorgt für zufriedenes Grinsen beim Italo-Fan, die Leistungen der Schauspieler wissen ebenfalls durchweg zu gefallen. Helmut Berger spielt seinen Charakter Vitale mit unglaublicher Menschenverachtung und Boshaftigkeit, für den Erniedrigung, Vergewaltigung und Mord zum normalen Alltagsgeschäft gehören. Marisa Mell kann unter Beweis stellen, dass sie mehr als pralle Lippen und Möpse zu bieten hat (Sieht aber -wie fast immer- schröcklich aus). Nicht zu vergessen Richard Harrison der den harten Bullen ebenfalls überzeugend gibt, mehr leisten Merli und Co. auch nicht.

Wenn ich an Bösewichter des italienischen Kinos der Siebziger denke, muss Helmut Berger als Nanni Vitale auf jeden Fall genannt werden. Geschlagen wird er jedoch von Tomas Milian, welcher in "Der Berserker" als völlig durchgeknallter Giulio Sacchi eine absolut göttliche Vorstellung abliefert. Jedoch ist der Vergleich unfair, da die Rollen unterschiedlich angelegt sind.

NEW hat "Der Tollwütige" in ungekürzter Form veröffentlicht. Verpackt in einer -für das Label üblichen- schicken Hartbox, bietet die DVD den Streifen in ordentlicher Qualität, ein paar nette und durchaus interessante Extras gibt es als kleine, feine Zugabe. Eigentlich finde ich es inzwischen sehr abgedroschen wenn für solche Filmschätze mit dem Namen Tarantino geworben wird. Wenn es jedoch hilft ein wenig Werbung für Perlen wie "Der Tollwütige" zu machen, so sei darauf hingewiesen, dass Onkel Quentin in seinem Streifen "Jackie Brown", eine kleine Huldigung des hier kurz vorgestellen "Der Tollwütige" eingebaut hat.

Sehr gut = 8/10 (Wenn ich ein paar andere Italos nicht noch mehr lieben würde, dann stünde hier mit Sicherheit eine noch höhere Hausnummer!)
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Re: Der Tollwütige - Sergio Grieco

Beitragvon Santini » 22. Jan 2010, 15:05

Helmut Berger ging in der Rolle des Nanni Vitale's sichtbar auf. Helmut Berger ist Nanni Vitale!
Nanni Vitale schließe ich jeden Abend in mein Nachtgebet mit ein. 8-) :lol:

"So nice to see you, Inspector Santini..."


Ich glaube es war Richard Harrison, der in einem Interview mal sagte, zu Beginn der Dreharbeiten war mit Helmut Berger alles i. O. / ein normales Auskommen möglich. Als dann kurze Zeit später Marisa Mell am Set dazu stieß, wurde alles "kompliziert" und die Drogen...
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Re: Der Tollwütige - Sergio Grieco

Beitragvon Nello Pazzafini » 28. Feb 2010, 17:51

italienischer Nachdruck

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Re: Der Tollwütige - Sergio Grieco

Beitragvon italofreak1970 » 5. Mär 2010, 18:59

Ein Film, den man sich immer wieder anschauen kann, zumindestens geht es mir so. Berger als Bösewicht ist wirklich überragend. :popcorn:
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Re: Der Tollwütige - Sergio Grieco

Beitragvon Nello Pazzafini » 10. Sep 2010, 21:54

hier ein kleines, schnuckiges mexikanisches Plakat für diese Wucht von einem Film! :D

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Re: Der Tollwütige - Sergio Grieco

Beitragvon untot » 2. Okt 2010, 03:26

Guter Film, hart, kompromisslos, spannend, brutal, Helmut Berger ist in Topform, er war die richtige Wahl für diese Rolle.

7/10
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Re: Der Tollwütige - Sergio Grieco

Beitragvon sid.vicious » 26. Jan 2011, 21:44

Nanni Vitali flieht zusammen mit 3 weiteren Insassen aus dem Gefängnis. Er will sich nun an den Leuten rächen, die ihn ins Gefängnis gebracht haben und dabei ist Nanni jedes Mittel recht…

Der 1977 entstandene Poliziesco von Sergio Grieco ist in keiner Weise zimperlich und geht mit aller Härte und Gewalt zur Sache. Der zentrale Punkt für diese rasante und sleazige Achterbahnfahrt ist zweifelsohne ein schauspielerisch brillanter Helmut Berger. Wie auch Tomas Milian als Guilio Sacchi in „Der Berserker“, versteht es auch Helmut Berger, die Rolle des Psychopathen Nanni Vitali absolut überzeugend zu verkörpern. Sein Spiel ist irgendwo zwischen Tomas Milian und David Hess angesiedelt, dazu kommt eine unnachahmliche und diabolische Mimik, die seines Gleichen sucht.

Der Film an sich liefert zwar keine große Story, präsentiert allerdings das was dieser zu bieten hat in einer absolut dramatischen und kurzweiligen Art. Dazu kommt, die wirklich gut gewählte Filmmusik zum Tragen. Diese ist zwar minimalistisch angelegt, passt allerdings zum Film wie die Faust aufs Auge und hilft dem Zuschauer sich noch mehr in den Film zu vertiefen.

Neben der angesprochenen Kurzweiligkeit, bietet „Der Tollwütige“ einiges an Brutalität und Gewalt. Diese wird in realistischer Weise an das Publikum vermittelt und trifft dieses dort, wo es weh tut.

Als Darsteller sind neben Helmut Berger auch Marisa Mell und Richard Harrison positiv zu erwähnen, da auch sie ihren Part sehr gut rüberbringen.

Fazit: „Der Tollwütige“ ist eine rasante Mischung aus Poliziesco und Terrorfilm, der dem Zuschauer kaum Zeit zum Luftholen lässt und das mit einem Helmut Berger in Höchstform. Sleazig, brutal, fies und gemein.


8,5/10
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Re: Der Tollwütige - Sergio Grieco

Beitragvon horror1966 » 13. Mär 2013, 16:17

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Der Tollwütige
(La Belva col mitra)
mit Helmut Berger, Marisa Mell, Richard Harrison, Marina Giordana, Luigi Bonos, Vittorio Duse, Ezio Marano, Claudio Gora, Alberto Squillante, Maria Pascucci, Nello Pazzafini, Antonio Basile, Sergio Smacchi
Regie: Sergio Grieco
Drehbuch: Sergio Grieco
Kamera: Vittorio Bernini
Musik: Umberto Smaila
ungeprüft
Italien / 1977

Nanni Vitale, skrupelloser Mörder und Totschläger, bricht zusammen mit seinen Komplizen aus dem Hochsicherheitsgefängnis aus. Mit kaltblütiger Brutalität startet er einen Rachefeldzug gegen all jene, die ihn damals hinter Gitter gebracht haben. Kommissar Santini heftet sich an die Fersen des unberechenbaren Psychopathen. Doch schon bald muss er erkennen, dass Nanni nicht nur äußerst raffiniert, sondern auch zu allem fähig ist. Mit Santinis Vater und Tochter als Geiseln in seiner Gewalt fordert er den Kommissar zum finalen Showdown...


Helmut Berger spielt die Hauptrolle in diesem Policiesco aus dem Jahre 1977 und liefert dabei eine exzellente Performance als mordender Psychophat ab. Dabei merkt man ihm die Spielfreude in jeder einzelnen Einstellung an und es überkommt einen nicht selten das Gefühl, das er seinen exzentrischen Lebens-Stil nahezu perfekt in die vorliegende Geschichte einbringen kann. Dadurch entsteht fast zwangsweise ein ziemlich glaubwürdiger Eindruck der Ereignisse, was dem Ganzen schon einmal etliche Pluspunkte einbringt. Dennoch ist "Der Tollwütige" nicht frei von diversen Mankos, die in einigen Phasen leider recht offensichtlich zu erkennen sind. Hauptsächlich möchte ich mich bei diesem Punkt auf das Verhalten der Polizei beziehen, deren Handlungsweisen doch manchmal recht unglaubwürdig erscheinen. Ganz besonders kommt dies zum Vorschein, als die Gangster ein Lohnbüro überfallen und dabei Geiseln nehmen.

Hier ist mehrmals die Möglichkeit zu einem erfolgreichen Zugriff gegeben, doch anstatt die gebotene Chance wahrzunehmen, verhalten sich die Beamten eher dümmlich und ermöglichen den Gangstern so die Möglichkeit zur Flucht. Diese Passagen erscheinen doch eher künstlich und trüben ein wenig den ansonsten guten Gesamteindruck dieses Werkes. Ein weiterer Minuspunkt ist sicherlich der Aspekt, das sich während des gesamten Szenarios nie der herausragende Spannungsbogen erkennen lässt, der doch so viele andere Genre-Vertreter auszeichnet. Dafür sind dann die Abläufe doch zu vorhersehbar und vermitteln dem Zuschauer auch nicht den Eindruck, das echte Überraschungsmomente auf ihn zukommen würden. Gut also, das mit Helmut Berger ein absolut überzeugender Haupt-Charakter am Start ist, der durch seine grandiose Performance so manch kleine Schwäche überdecken kann und mit seiner Omnipräsenz die Geschichte fast von allein trägt. Seine Sonderstellung wird auch im Umgang mit seinen Verbrecher-Kollegen ziemlich klar, denn in keiner einzelnen Szene kommt die Frage auf, wer in der Gruppe das Sagen hat und die Zügel in der Hand hält.

Gerade dieser Aspekt wird von Regisseur Sergio Grieco absolut grandios herausgearbeitet, denn die von Berger dargestellte Figur Nanni Vitale ist absolut unberechenbar. Dies kommt schon durch die erstklassige Mimik zum Ausdruck und so manches Mal meint man den puren Wahnsinn im Gesicht des Mörders ablesen zu können. Davon sichtlich eingeschüchtert befolgen seine Gefolgsleute auch sämtliche Anweisungen, um nicht selbst Opfer des unbeherrschten Psychophaten zu werden. Wenn man also auch im Gesamtbild der Geschichte einige offensichtliche Defizite erkennen kann, so ist die Kern-Thematik des Ganzen doch umso besser in Szene gesetzt worden. Auch der deutsche Film-Titel ist passend gewählt, erscheint einem die Hauptfigur doch größtenteils wie ein tollwütiger Hund, der ohne jegliche Skrupel etliche Leben auslöscht, ohne dabei auch nur mit der Wimper zu zucken. Dabei ist das gesamte Geschehen auf einen finalen Showdown ausgelegt, in dem Vitale und der ermittelnde Kommissar Santini aufeinander treffen. Inszeniert wurde das Finale schon fast wie in einem Western, in dem sich zwei Desperados bei einem Duell gegenüberstehen. Diesen Schlusspunkt kann man dann auch als durchaus gelungen ansehen, so das der Zuschauer letztendlich mit einem befriedigendem Gefühl aus einem Film entlassen wird, der sich trotz einiger Schwächen oberhalb des normalen Durchschnitts ansiedelt und jederzeit eine Sichtung wert ist.

"Der Tollwütige" ist also im Endeffekt kein Film ohne Fehler, doch das überragende Schauspiel von Helmut Berger lässt einen über manche Defizite generös hinwegsehen. Dazu zählt auch die immer wieder kehrende musikalische Untermalung der einzelnen Passagen, die einen manchmal schon recht monotonen Eindruck hinterlässt. Und auch wenn hier keine wirkliche Hochspannung aufkommen will, erliegt man letztendlich doch der Faszination des Geschehens, die ganz eindeutig von der charismatischen Hauptfigur ausgeht. Es gibt auf jeden Fall bessere Vertreter des Genres, aber dennoch zählt das Werk von Sergio Grieco zu den absolut sehenswerten Beiträgen, die man sich auch in der heutigen Zeit immer wieder gerne anschaut.


Fazit:


Ohne den brillanten Hauptdarsteller würde sich dieser Film gerade einmal im Durchschnitts-Bereich ansiedeln, doch allein für die mehr als gelungene Performance von Helmut Berger muss man seine Bewertung um mindestens 2 Punkte erhöhen. Diverse kleinere Schwächen sind dadurch zu verschmerzen und fallen nicht so stark ins Gewicht, wie es ansonsten wohl der Fall gewesen wäre. Eine Sichtung des Filmes erscheint also allemal lohnenswert, so das man ohne Weiteres eine Empfehlung aussprechen kann.


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