Der Berserker - Umberto Lenzi

Action, Crime, harte Cops, Gangster & Mafia

Moderator: jogiwan

Re: Der Berserker - Umberto Lenzi

Beitragvon untot » 23. Okt 2010, 01:30

ugo-piazza hat geschrieben:
untot hat geschrieben:Klasse Streifen, ders echt geschafft hat mich richtig wütend zu machen!
Was für eine linke, gewissenlose, geisteskranke Ratte Guilio Sacchi ist, unglaublich!
Milian liefert hier eine schauspielerische Glanzleistung ab, Hut ab!
Man gönnt dem Drecksack sein Ende im Selbigen, von ganzem Herzen! :x


8/10


Link, gewissenlos, geisteskrank?

Hey, Guilio Sacchi mag ein durchgeknallter Verbrecher sein, aber er ist sicher kein Finanzspekulant.


Jawoll is er! Er spekuliert doch auf die erpressten Finanzen! ;)
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Re: Der Berserker - Umberto Lenzi

Beitragvon ugo-piazza » 23. Okt 2010, 01:39

untot hat geschrieben:
ugo-piazza hat geschrieben:
untot hat geschrieben:Klasse Streifen, ders echt geschafft hat mich richtig wütend zu machen!
Was für eine linke, gewissenlose, geisteskranke Ratte Guilio Sacchi ist, unglaublich!
Milian liefert hier eine schauspielerische Glanzleistung ab, Hut ab!
Man gönnt dem Drecksack sein Ende im Selbigen, von ganzem Herzen! :x


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Hey, Guilio Sacchi mag ein durchgeknallter Verbrecher sein, aber er ist sicher kein Finanzspekulant.


Jawoll is er! Er spekuliert doch auf die erpressten Finanzen! ;)


Das lass ich nicht gelten, Kleingeld zählt nicht! ;)
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Der Berserker - Umberto Lenzi

Beitragvon luca canali » 17. Nov 2010, 15:33

Ja, Killer-Teil, absolut. Milian in Bestform und endlich mal eine vernünftige Synchro von ihm... Das sind Filme, wie ich sie sehen will... Das Ding bekommt man mittlerweile ja schon hinterhergeschmissen. Absolute Pflicht!!!
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Re: Der Berserker - Umberto Lenzi

Beitragvon dr. freudstein » 6. Dez 2010, 14:13

Ein Mörderfilm :twisted:

Aufgrund seines Patzers bei einem Banküberfall bekommt Sacchi eine ordentliche Tracht Prügel. Gekränkt will er es allen beweisen und beschließt den großen Coup. Er will eine halbe Milliarde erpressen. Was ich zunächst noch für größenwahnsinnig hielt wegen der großen Summe, erinnerte ich mich daran, daß in Italien selbst ein Schuhputzer ja Millionär ist.Getrieben von Geltungssucht, Drogenrausch, Selbstüberschätzung und den Hass auf alle erfolgreichen Menschen der oberen und "gebildeten" Schichten tötet er einen Menschen nach dem anderen.
Thomas Milian in eine seiner besten Rolle (kenne längst noch nicht alle Filme) :thup:
Henry Silva hingegen kommt hier nur sehr wenig zum Zuge. Ich habe den Verdacht, daß der mal eine Begegnung mit der Medusa hatte, unglaublich, sein Gesicht scheint keine Muskeln zu besitzen :o
Das Ende finde ich ein bißchen abrupt. "Ein Bulle dreht durch" so eine Schlagzeile auf dem VPS Tape, ist hier in wenigen Filmminuten dargestellt.

Aber der Film bekommt von mir (fast) alle Punkte, die man zusammenkratzen kann.
Wahnsinn!!

Umberto Lenzi war am Anfang meiner Filmgucker Karriere eher bekannt-berüchtigt für seine Kannibalen Filme und dabei hat er zuvor solche Meisterwerke gedreht, die erst jetzt in mein Regal gefunden haben. Beschämend ja, aber dafür ist ja dieses Forum da, seinen Horizont zu erweitern und dafür danke ich Euch :prost:
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Re: Der Berserker - Umberto Lenzi

Beitragvon buxtebrawler » 6. Dez 2010, 14:20

dr. freudstein hat geschrieben:Was ich zunächst noch für größenwahnsinnig hielt wegen der großen Summe, erinnerte ich mich daran, daß in Italien selbst ein Schuhputzer ja Millionär ist.


war :opa:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Der Berserker - Umberto Lenzi

Beitragvon horror1966 » 20. Feb 2011, 00:18

Bei diesem 1974 unter der Regie von Umberto Lenzi entstandenen Polizei-Thriller ist der Titel des Filmes im wahrsten Sinne des Wortes Programm. Wie ein Berserker wütet der brillant agierende Tomas Milian in der Rolle eines Kleinganoven, der das ganz große Ding drehen will, indem er zusammen mit zwei Freunden die Tochter eines Millionärs entführt. Was hier mit kleineren Gaunereien noch recht harmlos beginnt und auch den Hauptcharakter Giulio Sacchi (Tomas Milian) eher als leicht überdrehten arbeisscheuen Kleinganoven darstellt, entwickelt sich innerhalb kürzester Zeit zu einem fulminaten Actionfilm, der eine immer rasantere und temporeiche Erzählstruktur an den Tag legt, die in den ersten Minuten noch nicht unbedingt abzusehen ist. Insbesondere der enorme Tempowechsel der Erzählweise reisst den Zuschauer dabei aus einem eher beschaulichen Sehverhalten am Beginn der Geschichte und überhäuft ihn mit einem actiongeladenen Szenario, das absolut faszinierend umgesetzt wurde und mit Tomas Milian einen Hauptdarsteller hat, der dem Begriff Psychopath schon fast eine neue Dimension verleiht. Seine gesamte Art drückt dem Film unweigerlich seinen ganz persönlichen Stempel auf und ganz besonders die Eiseskälte mit der er hier seine Taten ausführt und vollkommen emotionslos etliche Menschen ermordet, kann einem wirklich so manch kalten Schauer über den Rücken jagen und das Blut in den Adern gefrieren lassen.

Dabei steigert er sich immer weiter in eine Art Rauschzustand hinein, denn mit jedem weiteren begangenen Mord schwindet auch der letzte Rest einer eventuell noch vorhandenen hemmschwelle und mit der Zeit ist ihm die pure Freude über jede weitere Tötung förmlich aus dem Gesicht abzulesen. Die Darstellung eines vollkommen durchgeknallten Psychophaten ist hier so genial getroffen worden, das es schon fast erschreckend erscheint, wie glaubhaft und authentisch das Schauspiel Milian's auf den Betrachter wirkt, bei dem sich aufgrund der eiskalten und absolut sinnlosen Morde jede Menge Wut aufbaut, andererseits ist man von der Person des Killers auch auf eine eigenartige Weise äusserst fasziniert. Jedoch ist es ganz eindeutig die Wut, die hier die Uberhand behält und die sich auch bei den ermittelnden Beamten einstellt, die scheinbar keine echten beweise aufbringen können, um den wie wahnsinnig agierenden Killer zu stoppen. Denn obwohl man in Kreisen der Polizei genau weiss, das Sacchi hinter den Morden steckt kann man seiner nicht habhaft werden, da ihm andere ganoven für die jeweilige Tatzeit immer wieder ein Alibi geben.

Das ist insbesondere Kommissar Grandi (Henry Silva) ein Dorn im Auge, der für die Opfer nichts anderes als Gerechtigkeit will, sich stattdessen aber auch noch von Sacchi verhöhnen lassen muss. Mit Henry Silva hätte man keinen besseren Gegenspieler finden können, der hier also einmal in der Rolle des "Guten" zu sehen ist, kennt man ihn doch aus etlichen anderen Filmen, in denen er ansonsten den Bösewicht darstellt. Lenzi lässt hier trotz aller Action und Tötungsszenen auch genügend Spielraum für den menschlichen Aspekt, der gerade durch Grandi immer wieder ins Spiel gebracht wird. Schockiert einen beim Schauspiel von Milian noch die absolute und sehr glaubhafte Eiseskälte, die er seinem Charakter verleiht, so ist man umso menschlicher berührt über die emotionsgeladene Darstellung Silva's, der dem von ihm dargestellten Charakter des Kommissar's eine äusserst menschliche und fast schon sebsible note verleiht, die den idealen Gegenpart zu dem psychophatische Ganoven darstellt.

Und so entwickelt sich mit der Zeit psychischer Machtkampf der beiden vollkommen unterschiedlichen Männer, bei dem Sacchi anscheinend wirklich die Oberhand gewinnen soll, kann er doch für seine Taten nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Doch "Der Berserker" wäre kein wirklich gelungener Film, wenn Lenzi nicht das gewählte Ende verwendet hätte, bei dem ein Diener des Gesetztes praktisch sein eigenes Leben wegwirft, um die Bevölkerung vor einem Psychophaten zu schützen. Manchen Zuschauern mag der Schluss dieses fantastischen Filmes eventuell etwas zu heroisch erscheinen, vom menschlichen Standpunkt aus ist er allerdings absolut nachzuvollziehen. Zudem ist es der absolut perfekte Schlusspunkt auf eine Geschichte, die in allen Belangen zu überzeugen weiss, weshalb dieser Film auch sicherlich zu den absoluten Perlen des italienischen Kinos zu zählen ist. "Der Berserker" ist meiner persönlichen Meinung nach einer der allerbesten (wenn nicht sogar der beste) Filme von Umberto Lenzi, zudem rockt dieses Werk wirklich ohne Ende und bietet dabei ganzzeitig erstklassige und temporeiche Action/Thriller Kost, die selbst nach weit über dreissig Jahren nichts von ihrem reiz verloren hat.


Fazit:


Eine actiongeladene-und extrem temporeiche Geschichte, eine wirklich überzeugend agierende Darsteller-Riege und ein alles überragender Tomas Milian ergeben ein gesamtpaket, das man im Endeffekt nur als nahezu perfekt bezeichnen kann. Dabei löst der Film gleichzeitig eine ungeheure Faszination wie auch eine Art Schock-Starre beim Zuschauer aus, der kaum glauben kann mit welcher Emotionslosigkeit und totalen Kälte die Hauptfigur hier zur Sache geht. Wer diesen genialen Film noch nicht gesehen hat, sollte diesen Zustand schnellstens ändern, denn hier geht die Post ab. Action, bis der Notarzt kommt und ein Tomas Milian, der die Bude rockt, bis kein Stein mehr auf dem anderen steht.


9/10
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Re: Der Berserker - Umberto Lenzi

Beitragvon Santini » 9. Jan 2012, 16:16

Da wir ja alle Nostalgiker sind, darf das VPS Tape hier nicht fehlen. ;)

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Re: Der Berserker - Umberto Lenzi

Beitragvon Jeroen » 11. Jan 2012, 19:40

Ich hab ein schlechtes Gewissen. Ich fand den zwar ganz gut, aber irgendwie hat der mich nicht richtig gepackt, obwohl ich sonst eigentlich immer schwer begeistert bin von den ganzen Polizeifilmen (Milano Kaliber 9, Racket, Camorra, Die Viper ...) - dabei hatte ich mir den Berserker extra aufgehoben, weil der immer so abgefeiert wird :(
Eine Zweitsichtung kriegt der Film aber auf jeden Fall spendiert, vielleicht war ich ja einfach nur in der falschen Stimmung.

Die DVD von New ist gut und war günstig, ich glaube 7 oder 8 Euro hat die mich gekostet. Leider in großer Hartbox, ich mag diese klobigen Platzverschwender nicht wirklich. Kleine Hartboxen rocken :)
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Re: Der Berserker - Umberto Lenzi

Beitragvon buxtebrawler » 11. Jan 2012, 21:27

Jeroen hat geschrieben:Leider in großer Hartbox, ich mag diese klobigen Platzverschwender nicht wirklich. Kleine Hartboxen rocken :)


Ganz meine Meinung. Nieder mit den großen Hartboxen!
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Re: Der Berserker - Umberto Lenzi

Beitragvon Adalmar » 12. Jan 2012, 01:20

Ich überlege momentan, ob ich mir die UK-DVD von Shameless noch besorgen soll. Nach bisher gesehenen Screenshots könnte das Bild etwas besser sein als bei der NEW. Habe aber noch keinen direkten Vergleich gesehen und wenn da noch eine BD kommen sollte, wäre die natürlich angesagt.
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