Das Syndikat - Stefano Vanzina

Action, Crime, harte Cops, Gangster & Mafia

Moderator: jogiwan

Re: Das Syndikat - Stefano Vanzina

Beitragvon purgatorio » 31. Mär 2012, 08:58

McBrewer hat geschrieben:
jogiwan hat geschrieben:
ugo-piazza hat geschrieben:
Dresden, still home of the Stasi? :o


Diese Frage kann wohl mit "Ja!" beantwortet werden... :kicher: :kicher: :kicher:


BIG BROTHER is watching YOU :geek:


:palm:

Transparenz heißt das Zauberwort :opa:
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Re: Das Syndikat - Stefano Vanzina

Beitragvon dr. freudstein » 31. Mär 2012, 15:59

Diese Dresdner, sie können nicht aus ihrer Haut :roll: Noch immer klebt ein Ohr stets an der Wand :palm:
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Re: Das Syndikat - Stefano Vanzina

Beitragvon purgatorio » 31. Mär 2012, 16:14

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so, jetzt aber gut mit diesem diffamierenden Unsinn :opa:
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Re: Das Syndikat - Stefano Vanzina

Beitragvon igore » 21. Jul 2012, 21:15

bin eben endlich mal dazu gekommen "das syndikat" zu schauen. klasse film mit großartigem score und einer wunderschönen laura belli!
muss sagen, dass onkel jürgen sehr interessante stories zum besten gibt in den extras und echt sehr sympathisch rüberkommt. muss mir wohl doch noch seinen ak zu "malastrana" anhören demnächst.
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Re: Das Syndikat - Stefano Vanzina

Beitragvon horror1966 » 21. Jul 2012, 21:22

Ich muss mir den Film auch endlich mal zulegen. :angst:
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Re: Das Syndikat - Stefano Vanzina

Beitragvon Onkel Joe » 21. Jul 2012, 21:25

horror1966 hat geschrieben:Ich muss mir den Film auch endlich mal zulegen. :angst:


Der ist sehr gut, da kannste nix falsch mit machen.
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Re: Das Syndikat - Stefano Vanzina

Beitragvon horror1966 » 28. Jan 2013, 21:21

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Das Syndikat
(La Polizia ringrazia)
mit Enrico Maria Salerno, Mariangela Melato, Mario Adorf, Franco Fabrizi, Cyril Cusack, Laura Belli, Jürgen Drews, Corrado Gaipa, Giorgio Piazza, Ezio Sancrotti, Piero Tiberi, Diego Reggente, Ada Pometti
Regie: Steno
Drehbuch: Steno / Lucio De Caro
Kamera: Riccardo Pallottini
Musik: Stelvio Cipriani
FSK 16
Deutschland / Frankreich / Italien / 1972

Italien in den frühen Siebzigern. Es sind raue Zeiten, und raue Zeitgenossen treiben ihr Unwesen auf den Strassen Roms.Oftmals werden von der Polizei gefasste Verbrecher aufgrund von Beweismangel und geschickten Verteidigern wieder auf freien Fuß gesetzt. Bei einem Überfall erschießen zwei Ganoven unschuldige Passanten. Mario Bertone, Hauptkommissar des römischen Morddezernats, tappt erstmals auf der Suche nach den brutalen Tätern im Dunkeln. Während er unbeirrt seiner Arbeit nachgeht, erscheint nachts plötzlich eine mysteriöse Gruppe auf den Straßen der Metropole. Ihr Ziel ist es, die von der Justiz freigelassene Verbrecher auf bestialische Art und Weise zu exekutieren …


Einmal mehr bekommt man es bei vorliegendem Film mit einer wahren Perle des italienischen Kinos zu tun, zudem ist "Das Syndikat" auch noch maßgebend für alle weiteren Vertreter des Poliziesco, die sich offensichtlich an vorliegender Geschichte orientiert haben. Nun mag es ganz sicher härtere Vertreter des Sub-Genres geben, doch ist das Werk von Steno meiner Meinung nach eine der besten Gesamt-Kompositionen, die mir bisher vor die Augen gekommen sind. Die Story ist gut durchdacht, intelligent und wirft einige brisante Fragen auf, die sich im Grunde genommen durch den Inhalt selbst beantworten. Die Kriminalität in Italiens Hauptstadt Rom nimm immer stärkere Ausmaße an und die Polizei steht dem Verbrechen fast hilflos gegenüber, da die meisten Täter vor Gericht immer wieder mit einem blauen Auge davonkommen. Kein Wunder also, das die Beamten einer Ohnmacht nahe sind und von Verbrechern sowie schleimigen Winkel-Advokaten fast schon ausgelacht werden. Es ist ganz besonders dieser Aspekt, der hier ganz hervorragend herausgearbeitet wird und immer wieder die Frage aufwirft, wie man die vorherrschende Situation ändern könnte. Eine mögliche Antwort wird auch sogleich mitgeliefert, denn ein ominöses Syndikat macht es sich zur Aufgabe, die freigesprochenen Verbrecher Roms ihrem Schöpfer zuzuführen und so finden mit der Zeit immer mehr Hinrichtungen statt, bei denen kurzer Prozess mit den Tätern gemacht wird.

Dabei wird der Zuschauer nun mit seinen eigenen moralischen Grenzen konfrontiert, denn auch wenn man kaum Mitleid mit den Getöteten empfinden kann, ist die Thematik der Selbstjustiz doch immer wieder ein zweischneidiges Schwert, das man definitiv nicht gut heißen kann. Nicht weiter verwunderlich also, das man dem Gesehenen emotional sehr zwiespältig gegenübersteht und sich mehr als einmal selbst die Frage stellt, wie man in einer solchen Situation reagieren würde. Regisseur Steno hat auch bei dieser Kehrseite der Medaille die Thematik äußerst gut in Szene gesetzt, spaltet man sich doch selbst im Lager der Polizei in 2 verschiedene Lager. Der verantwortliche Inspektor Bertoni ist der pflichtgetreue Beamte, der sich trotz seiner Hilflosigkeit immer an die Buchstaben des Gesetzes hält, doch auf der anderen Seite gibt es genügend Mitarbeiter die der Meinung sind, das man das Syndikat sogar unterstützen sollte. Vom rein menschlichen Standpunkt aus gesehen kann man diese Haltung sogar nachvollziehen, andererseits beinhaltet diese Sichtweise auch einen extrem bitteren Beigeschmack. Um das Ganze wirklich nachvollziehen zu können, muss man sich selbst ein Bild von dem erstklassigen Szenario machen, das von der ersten bis zur letzten Sekunde absolut herausragende Film-Kost anbietet, die einen auch nachhaltig berührt. Es handelt sich um keinen Film, den man einfach mal so nebenbei schauen sollte, denn hier sollte man eine Sichtung in aller Ruhe vornehmen, damit das Geschehen auch seine volle Intensität entfalten kann.

Und diese ist nicht gerade niedrig, denn die glaubwürdig umgesetzten Ereignisse ziehen den Betrachter in einen wahren Strudel aus Verbrechen und Brutalität, aus dem es augenscheinlich kein Entkommen gibt. Man wird selbst zu einer Art Spielball des Geschehens und kann sich gedanklich äußerst gut mit der Situation auseinandersetzen. Handelt es sich doch um eine extrem authentisch erscheinende Ansammlung von Abläufen, die in dieser Form alles andere als realitätsfremd rüberkommt und in etlichen Passagen vielmehr wie ein erschreckender Tatsachenbericht erscheint. Darum hat mir persönlich auch die Tatsache am besten gefallen, das man fast gänzlich auf visuelle Gewaltdarstellungen verzichtet hat, denn bis auf ganz wenige Ausnahmen gestaltet sich die Geschichte vollkommen blutarm. Es verhält sich fast wie bei einer Nachrichtensendung, in der einem bestimmte Dinge verbal serviert werden, bei denen man jedoch darauf verzichtet, auf visuelle Details zurückzugreifen. Stellt das für manch einen eventuell einen Schwachpunkt dar oder der Film wird gar als zu weich empfunden, so möchte ich an dieser Stelle auf jeden Fall widersprechen. Die Vorstellungskraft wird nämlich sehr stark in Gang gesetzt und dadurch erscheint das Ganze meiner Meinung nach noch viel härter und intensiver. Streckenweise ist man psychisch gesehen richtig mitgenommen, da der eigenen Vorstellung nun einmal keinerlei Grenzen gesetzt sind. Und so bin ich letztendlich zu dem Entschluss gelangt, das Regisseur Steno mit "Das Syndikat" ein wahres Meisterwerk geschaffen hat, das in wirklich jeder Beziehung zu überzeugen weiß.

Abschließend sollte man auf keinen Fall versäumen, auf das grandiose Schauspiel der Akteure hinzuweisen, denn die Story ist selbt in den kleinsten Nebenrollen absolut perfekt besetzt. Neben den brillant aufspielenden Hauptdarstellern Enrico Maria Salerno (Bertoni) und Mario Adorf (Staatsanwalt Ricciuti) kann selbst ein ansonsten singender Jürgen Drews in der Rolle eines Killers überzeugen. Nun ist gerade sein Part nicht unbedingt so ausgelegt das er hier geniales schauspielerisches Können zum Besten geben muss, doch seine Performance wirkt durchaus glaubwürdig. Im Endeffekt kann man als Fan des Sub-Genres nur zu einem richtig guten Gesamteindruck gelangen, wobei "Das Syndikat" für mich selbst ein echter Meilenstein ist, den ich mir ganz bestimmt nicht das letzte Mal angesehen habe. Ein Film der äußerst stark nachwirkt und einen zusätzlich zum nachdenken anregt.


Fazit:


Vielleicht kann ich nicht ganz objektiv sein da mich diese Geschichte und deren glaubwürdige Umsetzung mich regelrecht begeistert hat, doch aus meiner Sicht kann man in vorliegendem Fall nur die Höchstnote vergeben. Wer sich für diese Art von Film interessiert, kommt an "Das Syndikat" unmöglich vorbei, denn es wird wirklich alles geboten, was den Poliziesco so sehenswert macht.


10/10
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Re: Das Syndikat - Stefano Vanzina

Beitragvon ugo-piazza » 28. Jan 2013, 22:08

Puh! Bei 7/10 hätte es aber :basi: gegeben... :mrgreen:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Das Syndikat - Stefano Vanzina

Beitragvon horror1966 » 28. Jan 2013, 22:09

ugo-piazza hat geschrieben:Puh! Bei 7/10 hätte es aber :basi: gegeben... :mrgreen:



Damit wäre dieser geniale Film vollkommen unterbewertet. :kicher:
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