Brutale Stadt - Sergio Sollima (1970)

Action, Crime, harte Cops, Gangster & Mafia

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Brutale Stadt - Sergio Sollima (1970)

Beitragvon Santini » 27. Dez 2009, 17:55

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Originaltitel: Città violenta

Herstellungsland: Italien / Frankreich / 1970

Regie: Sergio Sollima

Darsteller: Charles Bronson, Jill Ireland, Michel Constantin, Telly Savalas, Umberto Orsini, George Savalas, Ray Saunders u. A.

Story:

Profikiller Jeff ist in einen Hinterhalt geraten, den er beinahe mit seinem Leben bezahlt hätte. Den Schützen und seine geheimnisvolle Geliebte kann er bis nach New Orleans verfolgen und dort seine Rache vollziehen. In der "brutalen Stadt" wird Jeff von dem mächtigen Mafia-Boss Weber erpresst, der den unabhängig arbeitenden Killer vor eine folgenschwere Entscheidung stellt: Entweder er arbeitet für das Syndikat oder Weber hetzt seine Meute auf den Einzelgänger. Jeff entscheidet sich gegen Weber - ein gnadenloses Katz- und Maus-Spiel nimmt seinen Lauf. "Brutale Stadt" ist ein spannender Gangsterfilm, der nebst seiner prominenten Besetzung durch rasante Actionszenen, überraschende Plot-Twists und einen großartigen Soundtrack von Ennio Morricone zu fesseln versteht. Charles Bronson gegen Telly Savalas - ein Duell der Besten!

(Quelle: deutsche DVD)


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Re: Brutale Stadt - Sergio Sollima

Beitragvon untot » 3. Jan 2011, 02:55

Ganz ansehnliches Filmchen, gehobenes Mittelmaß aus meiner Sicht.
"Brutale Stadt" hat seine Längen, braucht er doch über 40 Minuten um erst einmal in Gang zu kommen, danach ist er wirklich sehenswert!
Wenn ich auch, sogar als Frau, meine Zweifel daran habe, ob Männer im realen Leben wirklich so dumm sein können?? :?
Bronson und Ireland spielen gewohnt gut zusammen, schade nur das Telly Savalas keine größere Rolle hatte.
Auch ist die Handlung ziemlich vorhersehbar, ich wusste schon ziemlich früh, was Sache ist, trotzdem gibts ne Empfehlung meinerseits!

6,5/10
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Re: Brutale Stadt - Sergio Sollima

Beitragvon Nello Pazzafini » 3. Jan 2011, 16:34

gestern zufällig wieder mal gesichtet, hm, leider wird der film nicht besser......
er hat nicht nur seine längen, die recht dünne geschichte ist langweilig erzählt, leider, und ein langweilige geschichte mit längen geht eigentlich gar nicht. Dazu dieser Topcast, göttlicher Score von Morricone und das Sollima sein Handwerk versteht das weiss man ja. Echt wirklich schade, leider eine ziemlich eingeschlafene Angelegenheit und alle möglichkeiten hergeschenkt!
5/10
aber auch nur weil gute kamera, sehr gutes styling, schöne location mit schittigen autos und george savalas schön eingeschenkt bekommt :) sonst hätt sich das noch weniger verdient :(
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Re: Brutale Stadt - Sergio Sollima

Beitragvon luca canali » 3. Jan 2011, 17:33

Ja, fand den auch so mittelmäßig für die Besetzung etc.... Aber letztendlich ganz ok, kann man gucken. Man hätte aber wirklich mehr daraus machen können... 4,5 / 10
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Re: Brutale Stadt - Sergio Sollima

Beitragvon Blap » 3. Jan 2011, 20:22

Ein älterer Ultrakurzkommentar:


Brutale Stadt

Der Profikiller Jeff Heston (Charles Bronson) und seine Freundin Vanessa Sheldon (Jill Ireland), geraten während ihres gemeinsamen Karibikurlaubes in einen Hinterhalt. Schwer verletzt überlebt Jeff den Mordanschlag nur knapp. Da er jedoch einige der üblen Mordbuben, beim Kampf auf Leben und Tod ins Jenseits beförderte, darf er ein paar Jährchen im Knast absitzen. Nach seiner Freilassung steht im Sinn der Rache. Er möchte einen anderen Kriminellen zur Rechenschaft ziehen, auch Vanessa, die ihn offensichtlich hintergangen hat, soll für ihren Verrat bezahlen. Die Dame spinnt jedoch ein bösartiges Netz aus Intrigen, Jeff lässt sich von ihr erneut einwickeln...

In den Jahren 1966 bis 1968 inszenierte Regisseur Sergio Sollima drei wundervolle Italo-Western, von denen zumindest zwei zu den grossen Klassikern des Genres gehören. 1970 kehrte er mit "Brutale Stadt" (Città violenta) in die aktuelle Zeit zurück, mit Charles Bronson die perfekte Besetzung für die Titelrolle vor der Kamera. Jill Ireland, im realen Leben die Ehefrau des Herrn Bronson, war damals noch ein knackiges Weibchen, Telly Savalas ist in einer wichtigen Nebenrolle zu sehen.

Sollima schafft es nahezu in Vollendung, die Einsamkeit seiner Akteure spürbar zu machen. Der Zuschauer bleibt in der Rolle des Beobachters, findet keinerlei Identifikationsmöglichkeiten mit den Charakteren. Ich empfand weder Zuneigung noch Abscheu für einzelne Figuren. Die Hauptfigur ist weder ein sympathischer Anti-Held, noch nimmt man dem Killer seine Taten übel, letztlich tötet er (überwiegend) nur abstossende Figuren. Als er an einer Stelle jedoch einen offensichtlich "unschuldigen" älteren Herrn erschiesst, zeigt er tatsächlich so etwas wie Reue und Bedauern. Ergo fällt er selbst durch diese Tat nicht beim Zuschauer in Ungnade, gewinnt aber auch keine nachhaltigen Sympathien.

Sollima inszeniert sehr überzeugend, die Kamera ist ebenfalls sehr positiv zu erwähnen, die Rollen sind durchweg gut besetzt. Koch Media hat diesen kleinen Klassiker ansprechend auf DVD gebracht. Es sind zwei Versionen erhältlich. Eine gekürtzte -und damit uninteressante- Scheibe mit FSK 16 Freigabe. Die ungekürzte Version ist indiziert, über die bekannten Beschaffungswege aber ohne Probleme erhältlich (Nachtrag: Inzwischen vergriffen).

Ein sehr guter Film. Von mir gibt es jedoch nur 7/10 (gut), weil mir die Kälte dieses Werkes nicht so sehr zusagt. Ich habe es lieber ein wenig emotionaler, egal ob in ruhiger oder hysterischer Form.

***

Nachtrag: Der Film ist eine kleine Perle. Die "Langeweile" einiger Zuschauer, ist IMHO auf eine völlig verkehrte Erwartungshaltung zurückzuführen. Hier geht es nicht in erster Linie um wilde Schauwerte. Weitaus interessanter ist die Zeichung der Figuren, ihre Isolation in der schönen Scheinwelt der späten sechziger/frühen siebziger Jahre. Ein Werk für Geniesser.
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Re: Brutale Stadt - Sergio Sollima

Beitragvon Nello Pazzafini » 3. Jan 2011, 20:33

hm, ich bin geniesser und ich habe nie eine erwartungshaltung. Weder vor der erstmaligen sichtung eines films noch bei späteren (da schon gar nicht mehr)
Habe Brutale Stadt jetzt ca. 4-5 gesehen, früher von meiner alten vhs, später von der schönen koch dvd, er wird nicht besser.....
Wenn man bedenkt wer den gemacht hat und mit wem dann wurde leider (fast) alles verschenkt.
aber man kann sich natürlich alles schön reden....... ;)
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Re: Brutale Stadt - Sergio Sollima

Beitragvon Onkel Joe » 3. Jan 2011, 20:43

Beim der ersten sichtung war ich auch geschockt, bei mir hat er es erst im 2 oder 3 anlauf zu guten 7/10 gepackt.
Es wurde bestimmt einiges nicht getan um den Film mit diesem Cast in den Italo Olymp zu hieven, ist zwar schade aber Brutale Stadt bleibt ein guter Film ;) .
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Re: Brutale Stadt - Sergio Sollima

Beitragvon Nello Pazzafini » 3. Jan 2011, 21:34

Onkel Joe hat geschrieben:Beim der ersten sichtung war ich auch geschockt, bei mir hat er es erst im 2 oder 3 anlauf zu guten 7/10 gepackt.
Es wurde bestimmt einiges nicht getan um den Film mit diesem Cast in den Italo Olymp zu hieven, ist zwar schade aber Brutale Stadt bleibt ein guter Film ;) .


das sagst du nur weil ein Grieche dabei ist, nein sogar 2! :D ;)
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Re: Brutale Stadt - Sergio Sollima

Beitragvon Onkel Joe » 3. Jan 2011, 21:37

Nello Pazzafini hat geschrieben:das sagst du nur weil ein Grieche dabei ist, nein sogar 2! :D ;)

:mrgreen: darauf einen Ouzo für meinen guten Freund :prost: .
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Re: Brutale Stadt - Sergio Sollima

Beitragvon Nello Pazzafini » 3. Jan 2011, 21:40

Onkel Joe hat geschrieben:
Nello Pazzafini hat geschrieben:das sagst du nur weil ein Grieche dabei ist, nein sogar 2! :D ;)

:mrgreen: darauf einen Ouzo für meinen guten Freund :prost: .


nein, gleich 3 ouzos, 2 für die brüder und einen auf dich! ;)
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