Blutiger Schweiß - Michele Massimo Tarantini

Action, Crime, harte Cops, Gangster & Mafia

Moderator: jogiwan

Blutiger Schweiß - Michele Massimo Tarantini

Beitragvon Santini » 8. Dez 2009, 00:58

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Originaltitel: Poliziotti violenti

Herstellungsland: Italien / 1976

Regie: Michele Massimo Tarantini

Darsteller: Antonio Sabato, Ettore Manni, Henry Silva, Silvia Dionisio, Rosario Borelli, Daniele Dublino u. A.

Story:

Die brutale Gewalt internationaler Waffenhändler kennt keine Grenzen und keine Gnade. Machtkämpfe zwischen Militär und Politik und die Unbestechlichkeit eines Einzelgängers sind die Hauptthemen dieses spannenden Thrillers, der sämtliche Machenschaften des weltweiten Waffenhandels bloßstellt.
Major Altieri (Henry Silva) und Kommissar Tosi (Antonio Sabáto) decken Zusammenhänge auf, die bis in die oberste Spitze der Regierung reichen und das sichere Todesurteil für die beiden Männer bedeuten. Sie stellen sich der Welle aus Gewalt entgegen und nehmen den Kampf auf...
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Re: Blutiger Schweiß - Michele Massimo Tarantini

Beitragvon Ringo aka Angelface » 29. Mär 2010, 16:07

Major Altieri hat einen schlechten Tag, er verliert seinen Posten weil er sich zu viel für unsaubere Machenschaften beim Militär interessiert. Kommissar Tosi hat einen schlechten Tag, er wird den gewalttätigen Entführern nicht Herr.
Den schlechtesten Tag hat aber Regisseur Tarantini :P , er schafft es nicht daraus einen zusammenhängenden Film zu machen. :roll:
Es wird viel geprügelt, verfolgt und geschossen, aber einen Handlungsverlauf plus durchgängiger Geschichte gibt es nicht. Figuren, die scheinbar wesentlichen Anteil an der Handlung haben verschwinden plötzlich. Man könnte fast meinen die DVD ist stark geschnitten, doch dies scheint nicht zuzutreffen (ItaloDVD ist gleich lang!). :basi:
Übrig bleibt ein bisschen Action ohne Handlung mit zwei guten Helden, wobei Silva in der Rolle des Guten blass bleibt. Nur wenn er der Gerechtigkeit nachhilft kommt Frohsinn auf :mrgreen:
Ein besser Regisseur hätte einen durchaus guten Film drehen können, so bleibt er nur leicht unterdurchschnittlich.
Kann man schauen, muß man aber nicht.
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Re: Blutiger Schweiß - Michele Massimo Tarantini

Beitragvon untot » 13. Jan 2011, 00:52

Also mir hat "Blutiger Schweiß" recht gut gefallen, ist er doch ein routiniert gut inzenierter Polizeifilm, er ist temporeich, spannend und auch ziemlich brutal, hat also alles was so ein Streifen braucht.
Auch die Handlung war ok, wenn auch nix Neues!
Ich finde, wenn man auf solche Filme steht, sollte man sich den auf jeden Fall ansehen.

7/10
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Re: Blutiger Schweiß - Michele Massimo Tarantini

Beitragvon Canisius » 13. Jan 2011, 20:11

Ja, der Film ist echt nicht zu verachten, macht Spaß!
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Re: Blutiger Schweiß - Michele Massimo Tarantini

Beitragvon sid.vicious » 21. Feb 2011, 21:23

Major Altieri wird nach Mailand versetzt, um dort einem Schreibtischjob zu verrichten. Auf diese Weise meint man den eigenwilligen Altieri besser unter Kontrolle zu haben. Allerdings ist der Ärger auch hier vorprogrammiert. Nachdem Altieri eine Kindesentführung verhindert, wird er von Unbekannten Krankenhausreif geschlagen. Dieses ist allerdings erst der Anfang einer Orgie der Gewalt.

Michele Massimo Tarantinis Film zeigt dem Zuschauer ein Mailand, welches in seiner Brutalität dem Rom von Marino Girolamis „Verdammte heilige Stadt“ gleichzusetzen ist. Die italienische Titelvergabe Poliziotti violenti und Roma violenta vertieft weiterhin, diesen Eindruck, das Girolami nicht ganz unbefangen an seinen Film gegangen ist. Tarantinis Mailand ist dem Rom von Girolami, in seiner Härte und Brutalität allerdings noch um einiges voraus. Somit präsentiert der Film eine Flut an Brutalitäten und gut in Szene gesetzten Verfolgungsjagden.

Dabei ist beiden Seiten jedes Mittel recht. „Gut“ wie „Böse“ kennt in Tarantinis Film keine Skrupel. Beide Seiten sind korrupt, nur der Preis ist unterschiedlich, so eines der Filmzitate. Zweifelsohne richtet sich auch dieser Film, in seiner Grundidee, an Don Siegels Dirty Harry, die Polizeimarke wird zwar am Ende nicht ins Wasser geworfen, aber der Polizeiausweis landet im blutigen Staub von Mailand.

Henry Silva spielt die Rolle des Majors, der für ein sauberes Mailand sorgen will und am Ende mit einem Lächeln im Gesicht stirbt, wie erwartet absolut überzeugend.

Fazit:
Blutiger Schweiss ist ein brutaler und spannender Poliziesco, der den Freunden dieses Genres definitiv gefallen wird.


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Re: Blutiger Schweiß - Michele Massimo Tarantini

Beitragvon Santini » 6. Mär 2011, 15:32

"Michele Massimo's neuester Schocker"

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Re: Blutiger Schweiß - Michele Massimo Tarantini

Beitragvon Blap » 15. Okt 2011, 00:29

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Kleine Hartbox von Eyecatcher, Cover A


Blutiger Schweiss (Italien 1976, Originaltitel: Poliziotti violenti)

Der unbeugsame Eckschädel

Major Altieri (Henry Silva) stellt gern unbequeme Fragen, will illegale Machenschaften innerhalb des Militärapparates aufdecken und anprangern. Seinen Vorgesetzten passt diese Gangart nicht in den Kram, daher wird der lästige Offizier von Rom in Richtung Mailand abgeschoben. Immerhin lernt er während einer Zugfahrt die attraktive Anna (Silvia Dionisio) kennen, auf dem beruflichen Abstellgleis möchte er dennoch nicht versauern. Als Schurken vor seinen Augen einen kleinen Jungen entführen wollen, greift Altieri beherzt ein, rettet das Kind aus den Fängen der brutalen Verbrecher. Freilich lässt sich die lokale Unterwelt eine solche Frechheit nicht bieten. Altieri kassiert wenig später eine heftige Abreibung, die ihm eine lädierte Visage samt Krankenhausaufenthalt einbringt. Während man ihm die Kauleiste mit Anlauf verschönerte, bemerkte der geschundene Major eine beunruhigende Ungeuerheuerlichkeit. Die Gangster waren mit neuen Automatikwaffen ausgestattet, auf die bisher offiziell lediglich die Armee zu Testzwecken Zugriff hatte. Kommissar Tosi (Antonio Sabato) zeigt sich als zuständiger Ermittler zunächst wenig erfreut über Major Altieris Eifer, doch nach und nach lernen sich die Streiter für Recht und Ordnung schätzen, ziehen tatkräftig an einem Strang...

Denkt der Fan an die kernigen italienischen Polizeifilme der siebziger Jahre, kommen ihm vermutlich sofort klangvolle Namen wie Umberto Lenzi und Fernando Di Leo in den Sinn, denn diese Regisseure fügten dem Genre einige seiner grössten Klassiker hinzu. Michele Massimo Tarantini mag nicht zur ersten Garde der Poliziesco-Macher zählen, ein Streifen wie "Blutiger Schweiss" -der früher auch unter den besser gewählten Titel "Die Ratten von Milano" bekannt war- ist für jeden Freund dieser Filmgattung gleichwohl unverzichtbar.

Neue Aspekte kann der Flick nicht unters Volk bringen. Egal ob Drebuch, Inszenierung oder Darsteller, Tarantini und seine Mannschaft bedienen sich bekannter und bewährter Zutaten. Oft mutet "Blutiger Schweiss" wie "Lenzi-light" an, ohne dabei die Qualität des Meisters zu erreichen. Es wird geballert und geprügelt, geraubt und geschändet, selbstredend wird nicht auf geschrottete Autos und rasende Motorräder verzichtet. Hin und wieder geht es blutig zur Sache, der gewaltsame Tod unbeteiligter und harmloser Passanten untermauert die klare Ansage: In der Stadt ist das Pack unterwegs, brave Bürger müssen ständig und überall um ihr kleines Leben fürchten! Angenehmerweise tritt die Sause nicht ständig mit voller Wucht auf die Tube, immer wieder nimmt sich Tarantini Zeit für ruhige Einstellungen, stellt die (durchaus vorhandene) Schönheit der Stadt kurzzeitig in den Vordergrund. So lässt er seinen Helden Major Altieri durch ein stimmungsvoll beleuchtes Altstadtambiente schreiten, bricht den kleinen Anflug von Großstadtromantik aber sofort auf, kehrt ihn in die räudig-überzeichnete Polizieso-Realität um. Ihr ahnt es bereits, plötzlich taucht eine Horde fieser Fratzen auf, vermöbelt den unerwünschten Störenfried nach allen Regeln der Kunst. Klar, von solchen Bestrafungsaktionen lässt sich ein Recke wie Major Altieri nicht unterkriegen, mit zunehmendem Gegenwind schwillt der Kamm des Militärschädels heftiger und heftiger an.

Damit sind wir bereits beim üblichen Blick auf die Riege der Schauspieler angekommen. Henry Silva gehört ohne Zweifel zu den ganz grossen Namen des Genres. Sein markantes Gesicht prägt sich sofort nachhaltig ein, sein minimalistisches und effektives Spiel hat verständlicherweise noch immer viele Freunde, auch ich bin ein bekennender Verehrer des ruppigen Eckschädels. Egal ob sich Silva als Bulle um einen durchgeknallten Schwerverbrecher kümmern muss (Der Berserker, 1974), oder ob er selbst als Drecksack auf den Putz (und die bemitleidenswerte Frau Bouchet) haut (Die Rache des Paten, 1974), Henry Silva bleibt immer in Erinnerung, kann den Filmen seinen Stempel aufdrücken, zumindest eine eindeutige Duftmarke hinterlassen. Später setzte er ultraharten Superduperkampfbartklopskloppern wie Chuck Norris (Cusack - Der Schweigsame, 1985) und Steven Seagal (Nico, 1988) zu, fegte zuvor mit dem stählernen Besen durch die zerstörte Bronx (The Riffs II - Flucht aus der Bronx, 1983). Vor lauter Begeisterung möchte ich weitere Glanztaten des Herrn Silva aufzählen, doch das würde den Sinn dieses Beitrages sprengen (Lieber Chuck, lieber Steven. Nehmt mir die freundliche Umschreibung nicht übel, ich liebe euch, das wisst ihr doch!). Silva agiert in "Blutiger Schweiss" üblich, selten huscht fast ein kleines Lächeln über sein Gesicht, zeigt sich ein Anflug von Milde. Antonio Sabato hat als Co-Held keinen leichten Stand gegen die Präsenz Silvas, macht seinen Job dennoch gut, bleibt gleichzeitig aber weit von der Explosivität eines Maurizio Merli entfernt (was sich nicht als schädlich erweist, ich möchte lediglich keine "falsche" Erwartungshaltung erzeugen). Silvia Dionisio durchlebte "Horror-Sex im Nachtexpress" (1979), erlebte "Eiskalte Typen auf heißen Öfen" (1975). Als Freundin des Helden lebt sie nicht nur in ständiger Sorge um ihren Liebsten, sie wird mit in den Strudel der Gewalt gesogen, wird so zur Antriebsfeder der finalen Eskalation aus Zorn und Gewalt. Dionisio zeigt sich hier als eher biedere und unauffällige Durchschnittsfrau, kann ihre grosse Attraktivität aber erfreulicherweise nie verstecken. Schon ein Blick in ihre Augen beschleunigt meinen Puls, daran ändert die brav-dezente Anlage ihrer Rolle nichts (Lustgreise aller Länder, hechelt mit mir!).

Die übrigen Gestalten suhlen sich vornehmlich im Sumpf des Verbrechens, kleine und mittelgrosse Schweinebacken treiben den Zornespegel der Helden ausdauernd in die Höhe. Überall regiert die Verdorbenheit, korruptes Pack in den Büros, brutaler Pöbel auf der Strasse. Wie bringt es einer der Schweinepriester sinngemäß auf den Punkt: "Alle sind koruppt, nur der Preis ist unterschiedlich". Vielleicht hätte ein echter Antagonist dem Film zusätzliche Reize verliehen, allerdings erfüllt die konturarm wabernde Verbrecherflut ihren Zweck, unterstreicht die geringen Erfolgsaussichten der Aufrechten. Da passt dann auch das Finale pefekt ins Bild, über dessen Verlauf ich mich allerdings nicht auslassen werde.

Michele Massimo Tarantini hat dem Genre mit "Poliziotti violenti" keinen Höhepunkt zugefügt. Solides Handwerk und schmackhafte Ingredienzien vereinen sich zu einem unterhaltsamen Beitrag für Liebhaber, Neulinge werden nicht abgeschreckt, finden aber bei Lenzi und/oder Di Leo geeignetere Einstiegsdrogen. Den Score steuerten übrigens die De Angelis Brüder bei, daher wird auch in dieser Disziplin guter Stoff aufgeboten. Dank der DVD aus dem Hause Eyecatcher liegt der Film in ansprechender Verfassung vor, neben der deutschen Synchronisation befinden sich auch der italienische Originalton und die englische Variante an Bord. Im Bonusbereich gibt es Trailer zu weiteren Titeln des Labels zu bestaunen. Ursprünglich wurde die Scheibe in Hartboxen ausgeliefert, inzwischen dient ein herkömmliches Amaray-Case als Verpackung. Über die Seriösität der Label Eyecatcher, NEW (usw.) wurde bereits häufig diskutiert, ich will mich an dieser Stelle nicht dazu äussern.

Zieht man die Spitze des Genres zum Vergleich heran, müsste sich dieser Streifen mit einer Bewertung im Bereich 6-6,5/10 begnügen. Durch meine stets freundlich eingefärbte Fanbrille erblicke ich jedoch eine kleine 7/10 (gut).

Lieblingszitat:

"In dieser verdammten Stadt scheint es nur Gewalt zu geben."
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Re: Blutiger Schweiß - Michele Massimo Tarantini

Beitragvon buxtebrawler » 23. Okt 2013, 14:22

„In dieser verdammten Stadt scheint es nur Gewalt zu geben!“

Auch Italo-Regisseur Michele Massimo Tarantini („Flotte Teens und heiße Jeans“) wollte in den 1970ern im Poliziesco-Genre mitmischen, konnte Henry Silva („Der Berserker“) für die Hauptrolle gewinnen und lieferte mit dem 1976 veröffentlichten „Blutiger Schweiß“ durchaus solide Arbeit ab.

Militär-Major Altieri (Henry Silva) wird von Rom nach Mailand strafversetzt, da er etwas zu integer und aufmerksam für seine Stellung ist. In Mailand gerät er unvermittelt in einen Strudel aus Verbrechen, Gewalt und Gegengewalt und muss feststellen, dass die Gangster mit modernsten Schusswaffen ausgestattet sind, die eigentlich ausschließlich in die Hände des Militärs gehören. Zusammen mit Kommissar Tosi (Antonio Sabato, „The Riffs II – Flucht aus der Bronx“) kommt er einem bis in höchste Militär- und Politikkreise hineinreichendem Komplott auf die Schliche…

„Man will nur ordentliche Zustände haben und schon wird da von Polizeistaat gefaselt!“

„Blutiger Schweiß“ pendelt ein wenig zwischen Selbstjustiz-Actioner und anspruchsvollerem Polit-Thrill-Kino. So gibt es einerseits eine verschwörerische Hintergrundgeschichte, welche indes nicht sonderlich ausgefeilt wurde, und andererseits einen Kommissar mit markigen Sprüchen und eben Henry Silva als die Dinge selbst in die Hand nehmenden Militärangehörigen, der sich auch nicht abhalten lässt, wenn man ihm auflauert, ihn übel zurichtet und immer wieder sein Leben bedroht. So richtig herauskristallisiert sich die Verschwörung erst gegen Ende, jedoch ahnt der aufmerksame Zuschauer sie bereits von Beginn an und ist sie somit keine große Überraschung. Dafür ist das Ende unfassbar garstig geraten und wertet den Film auf, der bis dahin gespickt ist mit Verfolgungsjagden, Motorradstunts, Explosionen und Schießereien. Ständig werden arglose Passantinnen als Kollateralschäden über den Haufen geballert, doch werden Gewalt und Chaos auch kontrastiert von kitschigen Szenen voller Liebe und Idylle, die Altieri mit seiner hübschen neuen Freundin Anna (Silvia Dionisio, „Gewalt – Die fünfte Macht im Staat“) zeigen – einer Beziehung, der selbstverständlich auch kein guter Ausgang vergönnt ist. Sonderlich realistisch mutet das alles nicht an, viel mehr exploitativ überzeichnet, was sich naturgemäß jedoch nicht negativ auf den Unterhaltungswert auswirkt. Wer Silva bereits aus anderen Filmen kennt, wird sich bereits an seine eiserne Miene gewöhnt haben, dennoch eventuell einen umso fideleren Gegenpart wie beispielsweise Milian in „Der Berserker“ vermissen. Der Soundtrack der De-Angelis-Brüder passt mit seinen treibenden Rhythmen recht gut zum Geschehen, bizarre Ideen wie eingearbeitete Schreie, während Altieri böse vermöbelt wird, lassen aufhorchen.

Fazit: Für Genre-Fans grundsolide Kost im oberen Durchschnittsbereich, aber kein Überflieger, den man unbedingt gesehen haben muss.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Blutiger Schweiß - Michele Massimo Tarantini

Beitragvon Adalmar » 23. Okt 2013, 15:59

Nicht zuletzt dank Silva in der Hauptrolle (wohl der Einzige, der meinem Avatarhelden in puncto Poliziesco-Männertum das Wasser bzw. die Bleispritze reichen kann) für den Genrefan Anschaupflicht, möchte ich meinen.
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Re: Blutiger Schweiß - Michele Massimo Tarantini

Beitragvon sergio petroni » 7. Sep 2014, 17:06

Antonia Sabato als aufrechter Bulle und Henry Silva als Fallschirmjäger-Major, dem
seine Ehre noch etwas bedeutet. Die beiden finden sich nach anfänglichen Schwierigkeiten
zusammen, um der überbordenden Gewalt in Mailand Einhalt zu gebieten. Dies gelingt
nur mit Abstrichen, da sich die Mißstände nicht an einzelnen Personen festmachen
lassen, sondern das ganze korrupte System durchziehen.

Das Antihelden Paar Sabato und Silva prügelt und schießt sich durch den immer
rasanter werdenden Film. Die Actionszenen sind routiniert inszeniert, und die Musik
der De-Angelis-Brüder paßt sich dem Geschehen gut an.
Lediglich das Drehbuch läßt manchmal Logik und Konsequenz außer acht.
Vielleicht lag es auch daran, daß gleich vier Schreiberlinge daran
beteiligt waren.
Silva hat seinen running gag mit seiner Pfeife/Zigarre, die er glaube ich auch gar nie raucht.
Der Bösewicht ißt ständig Schokoriegel, während seine Mannen Verbrechen begehen.
Langeweile kommt definitiv nicht auf, aber zu mehr als gutem Durchschnitt
reicht es meiner Ansicht nach aber leider auch nicht.
6,5/10
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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