Betrachten wir die Angelegenheit...- Vittorio Salerno (1973)

Action, Crime, harte Cops, Gangster & Mafia

Moderator: jogiwan

Betrachten wir die Angelegenheit...- Vittorio Salerno (1973)

Beitragvon jogiwan » 12. Jun 2015, 19:49

Betrachten wir die Angelegenheit als abgeschlossen

Bild

Originaltitel: No il caso è felicemente risolto

Alternativtitel: Zeuge unter Mordverdacht

Herstellungsland: Italien / 1973

Regie: Vittorio Salerno

Darsteller: Enzo Cerusico, Enrico Maria Salerno, Riccardo Cucciolla, Martine Brochard, Umberto Raho

Story:

Der kleine Schalterbeamte Fabio Santamaria (Enzo Cerusico) aus Rom wird beim Angeln auf dem Lande zufällig Zeuge eines brutalen Mordes. Praktisch vor seinen Augen verfolgt ein Mann eine junge Frau und erschlägt sie dann mit einer Eisenstange. Als der Mörder Fabio entdeckt und auch auf ihn losgehen will, ergreift er die Flucht und kann den Mann schließlich abhängen. Wieder in Rom angekommen, begeht Fabio einen fatalen Fehler, denn er beschließt die Tat nicht bei der Polizei zu melden, um Ärger aus dem Weg zu gehen. Der Mörder, bei dem es sich um den angesehenen Gymnasiallehrer Prof. Ranieri (Riccardo Cucciolla) handelt, kommt Fabio währenddessen zuvor und meldet sich bei der Polizei als Zeuge des Mordes. Am nächsten Tag berichten alle Zeitungen von der Bluttat und die Täterbeschreibung, sowie das Phantombild passen genau auf Fabio... (quelle: ofdb.de)
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Re: Betrachten wir die Angelegenheit...- Vittorio Salerno (1973)

Beitragvon jogiwan » 12. Jun 2015, 19:49

demnächst...

ugo-piazza hat geschrieben:Bild
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Re: Betrachten wir die Angelegenheit...- Vittorio Salerno (1973)

Beitragvon DrDjangoMD » 12. Jun 2015, 19:53

jogiwan hat geschrieben:demnächst...

ugo-piazza hat geschrieben:Bild


Großartig! Ein Regal mit vielen Enrico Maria Salernos, ist ein gutes Regal :D
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Re: Betrachten wir die Angelegenheit...- Vittorio Salerno (1973)

Beitragvon Theoretiker » 12. Jun 2015, 20:52

Kennt den jemand und kann etwas dazu sagen?
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Re: Betrachten wir die Angelegenheit...- Vittorio Salerno (1973)

Beitragvon Bonpensiero » 12. Jun 2015, 23:55

Unbekannt ist der ja nicht, da er ja zuletzt vor einigen Jahren im MDR lief und in Fankreisen eigentlich auch rege geteilt wurde. Fesselnd! Tolle Geschichte, guter Score und über die Besetzung brauchen wir nicht zu sprechen. Eine VÖ auf die ich mich sehr freue. Vor allem auf die (hoffentlich) zusätzliche Laufzeit. Bei der MDR-Aufnahme fehlt sicher noch einiges?! :?
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Re: Betrachten wir die Angelegenheit...- Vittorio Salerno (1973)

Beitragvon buxtebrawler » 25. Nov 2015, 13:22

Ich kopiere jogis Beitrag aus dem Kommende-VÖs-Thema auch mal hier hinein - und attestiere dem Ganzen unbesehen Pflichtstoff-Charakter! Bin sehr gespannt :popcorn:

Die Camera Obscura-VÖ von "Betrachten wir die Angelegenheit als abgeschlossen" und Regisseur Vittorio Salerno ist jetzt mit 11.01.2016 gelistet.

Bild

hat geschrieben:* Featurette* „Mother Justice“ mit Regisseur Vittorio Salerno und Darstellerin Martine Brochard
* Alternatives Ende
* Audiokommentar** mit Marcus Stiglegger und Kai Naumann
* Bildergalerie
* Italienischer Trailer
* Booklet (deutsch/englisch) von Christian Keßler


quelle: dtm.at
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Betrachten wir die Angelegenheit...- Vittorio Salerno (1973)

Beitragvon Nello Pazzafini » 2. Mai 2016, 23:59

wunderbarer film, sehr stimmig sowie irgendwie melancholisch/traurig ist das Leben doch zumeist sehr ungerecht. Vorhanden ist das eigentliche wie auch geschönte ende sonst dürfte es da keine unterschiede geben.
Synchro ist sehr gut, war ja auch eine DDR Kinosynchro.
Ist weder ein Giallo noch ein Polizeifilm, das nur zur Warnung für alle Unwissenden (gibts die hier überhaupt?).
Was soll ich sagen, als Italophiler Haudegen ein absolutes Muss!
Schön auch das interessante Interview mit Vittorio Salerno.
TOP Veröffentlichung!!!!
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Re: Betrachten wir die Angelegenheit...- Vittorio Salerno (1973)

Beitragvon sergio petroni » 3. Mai 2016, 15:53

Vittorio Salernos Drama handelt die titelgebende "Angelegenheit", den Mord, gleich zu Beginn ab. Danach
geht es um das Verhalten der zwei Protagonisten, des Mörders in Person des Professor Ranieri
(Riccardo Cucciolla, wohlbekannt u.a. noch vom letzten Forentreffen als romantischer Dieb)
und des Zeugen in Person des Bahnangestellten Santamaria (Enzo Cerusico, ein damals bekannter
Fernsehdarsteller, der dann leider viel zu früh verstarb).
Der unbescholtene Santamaria (was für ein Name!) möchte den Mord anzeigen,
doch immer wieder hindern ihn widrige Umstände und dann auch ein Mangel an Courage
daran, die Polizei aufzusuchen. Durch sein ungeschicktes Agieren, verhält er sich
immer mehr wie ein Verdächtiger. Sein Zögern führt dazu, daß der Professor zuerst die Initiative
ergreift und sich selbst als Zeugen präsentiert. Damit hat er bei den Behörden
einen ganz entscheidenden, wenngleich zunächst auch nur psychologischen Vorteil.
Da bleibt Santamaria und dem Zuseher über kurz oder lang nur noch die Hoffnung auf das Korrektiv
der vierten Macht, hier verkörpert durch den Journalisten Giannoli (Enzo Maria Salerno, den Bruder des Regisseurs).
Dieser ist selbst nicht nur von hehren Motiven getrieben, spürt aber einer möglichen
Sensationsmeldung mit untrüglichem Spür- und Starrsinn hinterher.

Vor dem Zuschauer entwickelt sich ein Drama, das seinem vorgezeichneten Ende
unaufhaltsam entgegenzusteuern scheint. Dabei sind das tatsächliche Filmende
bzw. das im Bonus enthaltene Alternativende gar nicht so weit voneinander entfernt.
Dies wird auch von Regisseur Salerno im Interview so dargestellt.

Interessant ist, wie sich die zwei Charaktere im Laufe der Handlung entwickeln.
So wird Santamaria aufgrund seines langen Schweigens letztlich tatsächlich
zu einem Schuldigen. Daß dies in erster Linie zu Lasten seiner Familie geht,
zeigt Salerno dem Zuschauer eindringlich in einigen Szenen. Am rührendsten
hierbei fand ich den gemeinsamen Mittagstisch. Alles ist gedeckt und serviert
für ein Essen zu dritt. Lediglich Papa fehlt noch. Nach einiger Zeit deckt die Tochter
das Essen des Vaters zu, um es warm zu halten; im festen Glauben daran, daß
Papa bald nach Hause kommt. Lediglich der Zuschauer weiß, daß dem nicht so ist.
Gerade in diesen ruhigen Szenen hat Salernos Film auch seine stärksten Momente.

Sehr gelungene Veröffentlichung eines unbedingt sehenswerten Filmes.
8/10
DrDjangoMD hat geschrieben:„Wohl steht das Haus gezimmert und gefügt, doch ach – es wankt der Grund auf dem wir bauten.“
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Re: Betrachten wir die Angelegenheit...- Vittorio Salerno (1973)

Beitragvon ugo-piazza » 22. Mai 2016, 21:44

Man kann Camera Obscura ja gar nicht genug für denen ICGC danken, wenn man sieht, was für Perlen für diese Reihe ausgegraben werden. Vittorio Salernos Regiedebüt ist zwar nicht in der obersten Reihe des kritischen Genrekinos anzusiedeln, dafür wirkt Santamarias Handeln dann doch zu wenig nachvollziehbar, doch handelt es sich gleichwohl mit einen sehenswerten Film mit tollen schauspielerischen Leistungen, wobei ich insbesondere Riccardo Cucciolla hervorheben möchte. Dass der Film eine deutsche Synchro spendiert bekam (DEFA), war mir gar nicht geläufig, weshalb ich von der deutschen Sprachoption ziemlich überrascht war. Die Synchro ist aber weitgehend gut gelungen. Erstmals wird der Film hier mit dem ursprünglich angedachten Ende präsentiert, das bisherige, auf "Wunsch" des Produzenten entstandene Ende wird hier (dankenswerterweise) ins Bonusmaterial verbannt.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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