Workingman's Death - Michael Glawogger (2005)

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Workingman's Death - Michael Glawogger (2005)

Beitragvon jogiwan » 24. Apr 2014, 07:20

Workingman's Death

Bild

Originaltitel: Workingman's Death

Herstellungsland: Österreich, Deutschland / 2005

Regie: Michael Glawogger

Darsteller: -

Story:

"Workingman's Death" von Michael Glawogger präsentiert fünf atemberaubende Momentaufnahmen über Arbeit im 21. Jahrhundert. Dabei bewegt sich Glawogger einmal um die Erde: von den vergessenen Helden in den illegalen, ukrainischen Kohleminen über die geisterhaften Schwefelträger von Indonesien und die stolzen Schlachter in Nigeria, hin zu den pakistanischen Stahlschnittern auf einem riesigen Schiffsfriedhof und den Stahlgießern im aufstrebenden China. Er führt vor Augen, in welchem Verhältnis Menschen zu ihrer Arbeit und zu ihrem Leben stehen, und entdeckt Stolz und Zusammenhalt bei den Arbeitern untereinander. Eine bildgewaltige Reise zu unglaublichen Menschen und unvorstellbaren Schauplätzen, die dem Zuschauer lange im Gedächtnis bleiben werden. (quelle: amazon.de)
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Re: Workingman's Death - Michael Glawogger (2005)

Beitragvon jogiwan » 24. Apr 2014, 07:35

Michael Glawoggers "5 Bilder zur Arbeit im 21. Jahrhundert" ist eine Mischung aus neorealistischer Dokumentation über körperliche Arbeit unserer Zeit und Mondo-Spielfilm, die sich ja seit den Sechzigern beim wissbegierigen Publikum großer Beliebtheit erfreuen. Ohne Kommentar lässt Glawogger seine eindrucksvollen Bilder sprechen, die den Zuschauer von illegalen Kohle-Minen in der Ukraine, über Schwefelträger in Indonesien bis hin zu den Leuten eines Open-Air-Schlachthofes in Nigeria, Schweißern in Pakistan und - etwas zu kurz - Eisenarbeitern in China präsentiert. Vor allem die Nigeria-Episode ist für unbedarfte Zuschauer wohl sehr hartes Brot und bringt das etwas zu lang-ausgefallene Werk etwas zu nahe in Richtung Shockumentary, wobei man im Falle von Glawogger nicht das Gefühl hat, diese herben Szenen "allzu" selbstzweckhaft zu präsentieren. Die FSK 6-Freigabe ist aber Anbetracht aufgeschnittener Kehlen und ausblutenden und zuckenden Tieren wohl ein Witz. Dennoch zeigt Glawogger auch die Lebensfreude der Arbeiter, die sich mit ihrer für westliche Augen unpackbaren und gefährlichen Situation arrangieren und beschließt sein Werk mit Bildern eines stillgelegten Stahlwerk im Ruhrpott, dass eindrucksvoll beweist, dass diese Form der körperlichen Schwerstarbeit auch im westliche Raum bis vor einigen Jahrzehnten noch durchaus üblich war.
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