Nacktschnecken - Michael Glawogger (2004)

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Nacktschnecken - Michael Glawogger (2004)

Beitragvon jogiwan » 26. Apr 2017, 08:50

Nacktschnecken

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Originaltitel: Nacktschnecken

Herstellungsland: Österreich / 2004

Regie: Michael Glawogger

Darsteller: Michael Ostrowski, Raimund Wallisch, Pia Hierzegger, Sophia Laggner, Iva Lukic

Story:

Johann, Max und Maria, genannt Mao sind drei Ex-Studenten, die in Graz mehr schlecht als recht in einer WG dahinleben und ihren Lebensunterhalt mit unterschiedlichen Dingen verdienen. Als das ohnehin schon knappe Geld noch knapper wird, bekommt Mao durch einen Dealer den Ansporn einen Porno zu drehen. Vermeintlich leicht verdientes Geld, dass mit Johann und Max vor - und Mao hinter der Kamera auch scheinbar leicht zu realisieren ist. Nach einem Casting sind auch zwei willige, weibliche Darstellerinnen gefunden und mit dem Haus von Maos auf Urlaub gefahrenen Eltern gibt es auch schon die richtige Location für den österreichischen Fleischfilm. Doch die für ein Wochenende festgelegten Dreharbeiten entpuppen sich als ein Stück hartes Brot und persönliche Befindlichkeiten, mangelnde Standfestigkeit und durch Alkohol und Drogen ausgelöste große und kleine Krisen rücken ein brauchbares Ergebnis in weite Ferne…
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Re: Nacktschnecken - Michael Glawogger (2004)

Beitragvon jogiwan » 26. Apr 2017, 08:52

Michael Glawoggers „Nacktschnecken“ ist ja in mehrfacher Hinsicht ein besonderer Film, der meines Wissens erstmals die Künstler im Umfeld des Grazer „Theater am Bahnhofs“ in den Fokus einer breiteren Öffentlichkeit rückte. Damals schon lange Geheimtipp für montägliches Impro-Theater und sonstige Produktionen war der 2004 gedrehte und eigentlich nicht ganz Mainstream-taugliche Streifen dann auch Impulsgeber für zahlreiche andere Produktionen und machte auch seine drei Hauptdarsteller bekannt, die heutzutage auch gar nicht mehr aus dem österreichischen Kulturschaffen und Fernseh- und Kinolandschaft wegzudenken sind. Der Streifen selbst ist eine eher seltsame Mischung aus Slacker-Komödie, die versucht den Spagat zwischen Witz und Ernst, Sex und Komödie, sowie Gaga und Anspruch zu finden und dabei auch österreichische Befindlichkeiten bloßlegt. Bisweilen mutet das Drehbuch etwas viel an Verwicklungen und „Nacktschnecken“ wirkt oftmals wie eine Collage aus Ideen, die bisweilen auch surrealer Natur sind. Nicht jeder Gag zündet und nicht jede Figur wird greifbar, was wohl auch beabsichtigt scheint und dennoch ist die Dramödie des mittlerweile leider verstorbenen Regisseurs Michael Glawogger ein unterhaltsam wie spannender und auch sehr österreichischer Streifen, der so wie das „Theater im Bahnhof“ auch im Verlauf seiner 90 Minuten immer wieder für eine unvorhergesehene Überraschung gut ist.
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Re: Nacktschnecken - Michael Glawogger (2004)

Beitragvon untot » 29. Apr 2017, 15:50

Haha, der steht auch hier im Regal.
Nicht ganz ausgefeilt zwar, aber ein paar wirklich grandiose Momente bietet der Streifen dennoch.
Mochte ich.

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