The Metal Years: Headbangend durch die 80er

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The Metal Years: Headbangend durch die 80er

Beitragvon Vinz Clortho » 17. Jun 2013, 14:25

Angedroht und umgesetzt: der Fred zum Thema 80er HARDROCK & METAL! Memories und Metal-Tees von A bis Z. Mal aufzeigen: Wer hatte noch das Glück, seine rebellische (Langhaar-)Phase in diesem bewegten Jahrzehnt verleben zu dürfen? Wer hat damals schon den Metal Hammer verschlungen und sein komplettes Taschengeld fast ausschließlich in Hardrock- und Metal-Platten investiert? Wer kann sich an das Gefühl erinnern, endlich die langerwartete "Master Of Puppets" in Händen zu halten? Und überhaupt: Wieso war es damals soviel geiler, den örtlichen Plattenladen zu stürmen, das Objekt seiner Begierde aus dem Neuheiten-Fach zu ziehen und anschließend stolz wie Oskar mit der Tüte unterm Arm nach Hause zu radeln, um dort zwei Wochen lang nichts anderes mehr zu hören? Wessen Eltern waren total locker drauf und haben Euch einfach gewähren lassen, während andere ob des anhaltenden Riffgewitters fast die Tür eintraten?

Fragen über Fragen. Bin mal gespannt auf Eure Antworten. Vor allem aber auf Eure Erinnerungen/Anekdoten zu diesem Thema. Also: auf eine angeregte, lebhafte und spannende Diskussion. Und wer weiß: Vielleicht wird's ja ähnlich geil wie die Zeit damals ...

:prost:
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Re: The Metal Years: Headbangend durch die 80er

Beitragvon Blap » 17. Jun 2013, 15:11

Vinz Clortho hat geschrieben:Angedroht und umgesetzt: der Fred zum Thema 80er HARDROCK & METAL! Memories und Metal-Tees von A bis Z. Mal aufzeigen: Wer hatte noch das Glück, seine rebellische (Langhaar-)Phase in diesem bewegten Jahrzehnt verleben zu dürfen? Wer hat damals schon den Metal Hammer verschlungen und sein komplettes Taschengeld fast ausschließlich in Hardrock- und Metal-Platten investiert? Wer kann sich an das Gefühl erinnern, endlich die langerwartete "Master Of Puppets" in Händen zu halten? Und überhaupt: Wieso war es damals soviel geiler, den örtlichen Plattenladen zu stürmen, das Objekt seiner Begierde aus dem Neuheiten-Fach zu ziehen und anschließend stolz wie Oskar mit der Tüte unterm Arm nach Hause zu radeln, um dort zwei Wochen lang nichts anderes mehr zu hören? Wessen Eltern waren total locker drauf und haben Euch einfach gewähren lassen, während andere ob des anhaltenden Riffgewitters fast die Tür eintraten?


Ja, ja, JAAAAHAAA!!! Nur meine Ollen kamen mit dem "Krawall" nicht klar. Doch die Zeiten ändern sich, meine Behälterin, der ich im Sommer '68 entrissen wurde, mag jetzt tatsächlich Iron Maiden. Unpackbar, wo bleibt da der Generationskonflikt?

... meine Matte habe ich Ende der Achtziger radikal gekürzt. Jetzt wächst die Mähne seit Ende 2011 wieder, ich will im Spiegel einen Sexgott mit langen grau-brauen Haaren bewundern. :palm:
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Re: The Metal Years: Headbangend durch die 80er

Beitragvon Vinz Clortho » 17. Jun 2013, 15:40

Blap hat geschrieben:... meine Matte habe ich Ende der Achtziger radikal gekürzt. Jetzt wächst die Mähne seit Ende 2011 wieder, ich will im Spiegel einen Sexgott mit langen grau-brauen Haaren bewundern. :palm:

Braucht's dazu eine Matte? Ich meine kürzlich noch Dein betörendes blaues Antlitz erspäht zu haben, als ich bei Wikipedia unter eben jener Begrifflichkeit nachschlug! ;)

Aber egal. Ich möchte an dieser Stelle bemerken, dass mir mein Papa anno 1978 (oder war's '79?) sein Exemplar der VAN HALEN - I überließ, wohl in der Hoffnung, sein Sohn möge in seine Fußstapfen treten (oder in der Hoffnung, sein Sohn möge endlich aufhören, tagein/tagaus diese unsäglichen Kinderhörspiel-Kassetten à la Hui Buh/Kasperle & Käpt'n Knackwurst durchzuleiern). Das Schicksal nahm seinen Lauf: Vatter hatte, ohne es zu wissen, meine Seele an den Beelzebub verhökert. Fortan rannte ich also mit dem Teufel um die Wette, begleitet von einer durchdringenden Sirene, die von einer pumpenden Bass Drum abgelöst wurde, um in eine Art splitterndes Gitarrenriff überzugehen. Und DAS, liebe Metal-Gemeinde, war das mit Abstand Geilste, was ich bis zu diesem Zeitpunkt gehört hatte ... noch dazu konnte man es nicht laut genug hören! :mrgreen:

- Fortsetzung folgt -
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Re: The Metal Years: Headbangend durch die 80er

Beitragvon Blap » 17. Jun 2013, 16:26

Vinz Clortho hat geschrieben:Braucht's dazu eine Matte?


Andere Herren in meinem Alter benötigen Sportwagen oder Mädel die ihre Töchter sein könnten. Ich begnüge mich mit langen Haaren auf dem eigenen Haupt, finde ich in Ordnung. :lol:

---

Meine erste echte Liebe waren/sind Queen (seit 1979 infiziert), neben Marillion -seit 83, vor allem auch ab 89, ich liebe Steve Hogarth- meine Lieblinge der Lieblinge. Von den Queen der siebziger Jahre, war es kein weiter Schritt Richtung Metal. Könnte jetzt etliche Zeilen in die Tastatur kloppen, aber bin gerade zu faul und fertig, komme als Nordmann nicht mit der Hitze klar.

Herrlich bekloppt die jugendliche Intoleranz. Was habe ich damals Zorn und Spott über Popper, Punker und die NDW ausgeschüttet, sowieso über Grufties wie z. B. The Cure (die inzwischen seit über 20 Jahren zu meinen Top 20 zählen).

Ja, "irgendwie" schöne Erinnerungen, obschon die Achtziger in der Realität ein Haufen Mist waren. Kalter Krieg auf dem Höhepunkt, schreckliche Mode, teils grausame Plastikmusik. Da waren sie Siebziger ein ganz anderes Kaliber. Dennoch möchte ich keinen Tag missen.
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Re: The Metal Years: Headbangend durch die 80er

Beitragvon Vinz Clortho » 17. Jun 2013, 17:01

Blap hat geschrieben:Ja, "irgendwie" schöne Erinnerungen, obschon die Achtziger in der Realität ein Haufen Mist waren.

Blap, Du brauchst 'nen Ventilator. Dringend. So kleine für die Handtasche gibt's garantiert beim Tedi schon für 1 Euro. Und die 80er waren in der Realität ein ebensolcher Haufen Mist wie jedes andere Jahrzehnt, das rückblickend glorifiziert wird. Machenwirunsnichtsvor: Wir waren jung und unerfahren und brauchten das Geld. Für Schallplatten (oder wie wir im Rheinland sagen: Schalllllllplatten). Für Rauchwaren. Und nicht zuletzt: für Racke Rauchzart. :lol:

MARILLION tauchten erst viel, viel später auf meinem Radar auf. Immerhin sind sie nicht drunter durchgeflogen. Das beste Marillion-Album für Herrn Clortho ist und bleibt "Fugazi". Punkt. Für mich ihre "alles richtig gemacht"-Platte, ohne Zugeständnisse an die Industrie, an irgendwelche musikalischen Strömungen oder Trends. Vermutlich auch eines ihrer komplexesten Werke, oder? Wenn ich so an "Emerald Lies" denke ... jedenfalls von vorne bis hinten gut. Eine Platte, die erarbeitet werden will. Werden muss. Und trotzdem mit zahlreichen Hymnen gespickt, von denen mir "Jigsaw" die liebste ist. Sollte ich unbedingt mal wieder hören!
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Re: The Metal Years: Headbangend durch die 80er

Beitragvon ugo-piazza » 17. Jun 2013, 18:04

Blap hat geschrieben:komme als Nordmann nicht mit der Hitze klar.



Welche Hitze? :?

Welcher Nordmann? :?


Zum Topic: Der Ugo hatte zwar nie eine lange Matte, aber eine (recht kurze) Phase, in der der Metal Hammer gelesen und Platten von Helloween, Testament und Anthrax ins Haus kamen. :palm:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: The Metal Years: Headbangend durch die 80er

Beitragvon Blap » 17. Jun 2013, 18:53

ugo-piazza hat geschrieben:1. Welche Hitze? :?
2. Welcher Nordmann? :?
3. Zum Topic: Der Ugo hatte zwar nie eine lange Matte, aber eine (recht kurze) Phase, in der der Metal Hammer gelesen und Platten von Helloween, Testament und Anthrax ins Haus kamen. :palm:


1. Alles über 15 Grad Celsius ist für mich unangenehme Hitze.
2. Das Blap™ - Den Norden im Herzen. Du vermutlich nicht, sonst würdest du die perverse Hitze ebenso ablehnen. :mrgreen:
3. Du schämst dich für eine kurze Phase guten Geschmacks. Hm ... :palm: :lol:
Zuletzt geändert von Blap am 17. Jun 2013, 19:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: The Metal Years: Headbangend durch die 80er

Beitragvon Blap » 17. Jun 2013, 19:03

Vinz Clortho hat geschrieben:MARILLION tauchten erst viel, viel später auf meinem Radar auf. Immerhin sind sie nicht drunter durchgeflogen. Das beste Marillion-Album für Herrn Clortho ist und bleibt "Fugazi". Punkt. Für mich ihre "alles richtig gemacht"-Platte, ohne Zugeständnisse an die Industrie, an irgendwelche musikalischen Strömungen oder Trends. Vermutlich auch eines ihrer komplexesten Werke, oder?


"Fugazi" lebt von seiner kalten und aggressiven Atmosphäre, gewissermaßen das Gegenstück zum melancholischen Vorgänger "Script for a Jester's Tear" (den klar bevorzuge), während der Nachfolger "Misplaced Childhood" ein versöhnlicher Blick zurück und nach vorn ist. Danach kam noch "Clutching at straws" mit Fish am Mikro, bevor der dicke Schotte ausstieg.

Damals war ich geschockt, doch seit vielen Jahren bin ich sehr froh über seinen Abgang. Steve Hogarth ist nicht nur der bessere Sänger (und inzwischen auch der bessere Texter), er trägt auch viel mehr zu den Kompositionen bei. Längst sind Marillion eine völlig eigenständige Institution, mit kleiner und feiner Fangemeinde, Alben wie z. B. "Afraid of Sunlight", "Anoraknophobia", "Marbles" oder "Sounds that can't be made" sprechen für sich.
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Re: The Metal Years: Headbangend durch die 80er

Beitragvon ugo-piazza » 17. Jun 2013, 19:51

Blap hat geschrieben:
ugo-piazza hat geschrieben:1. Welche Hitze? :?
2. Welcher Nordmann? :?
3. Zum Topic: Der Ugo hatte zwar nie eine lange Matte, aber eine (recht kurze) Phase, in der der Metal Hammer gelesen und Platten von Helloween, Testament und Anthrax ins Haus kamen. :palm:


1. Alles über 15 Grad Celsius ist für mich unangenehme Hitze.
2. Das Blap™ - Den Norden im Herzen. Du vermutlich nicht, sonst würdest du die perverse Hitze ebenso ablehnen. :mrgreen:
3. Du schämst dich für eine kurze Phase guten Geschmacks. Hm ... :palm: :lol:


1. Ich bin auch kein Freund übertriebener Hitze, aber 15 Grad sind schon arg kühl. :nixda:

2. Wenn sich hier einer Nordmann schimpfen darf, dann ich. Süddeutschland fängt schließlich schon hinter der Elbe an. :P

3. Vielleicht hast du diesem Punkt gar nicht ganz unrecht...
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Re: The Metal Years: Headbangend durch die 80er

Beitragvon Vinz Clortho » 17. Jun 2013, 20:22

Blap hat geschrieben:... während der Nachfolger "Misplaced Childhood" ein versöhnlicher Blick zurück und nach vorn ist.

"Misplaced Childhood" war für mich das Sommeralbum '85. Das war die Zeit, als man noch sechs Wochen Sommerferien hatte und dachte, anderthalb Monate kämen der gängigen Vorstellung von Ewigkeit schon ziemlich nahe. Heute kratzt man sich einmal am Sack und - rubbeldizupp - ist wieder ein Jahr rum. Gefühlt zumindest.

Wenn ich so im Sommer auf der elterlichen Terrasse im Liegestuhl vor mich hin briet, neigte ich bei der Bestückung meines Walkman komischerweise gerne mal zu Musik, die man heute gemeinhein als "Beamten-Rock" klassifiziert. Bei "Shine On You Crazy Diamond" ließ sich beispielsweise ganz hervorragend braten - im eigenen Saft wohlgemerkt. "Brothers In Arms" gehörte damals ebenso zur Grundausstattung, wenn die Tage heiß und klebrig waren, wie auch "So Far Away" der gleichen Band, die dem pinkfarbenen Schweißbändchen bereits zu Lebzeiten zu zweifelhaftem Ruhm verhalf. Desweiteren der Clapton Erich mit "Forever Man" und einige andere mehr. Bevor ich mich mit meinen Ausführungen jedoch endgültig in die Kacke reite, wieder zurück zum Thema ...

Wo war ich? Ach so: "Running With The Devil". Man muss wirklich sagen, dass der gute Eddie mit seinen ekstatischen Gitarreneruptionen seiner Zeit um Lichtjahre voraus war, als VAN HALEN Ende der 70er mit ihrem Debüt um die Ecke bogen. Produktionstechnisch kann das Album auch heute noch locker mithalten. Ungefähr zwei Jahre lang war die Platte für mich das absolute Nonplusultra und alles, was mir an ähnlich gearteter Musik in die Hände kam, musste sich zwangsläufig daran messen lassen.

Bis ... tja, bis ich im Sommer 1980 plötzlich die Glocke läuten hörte.

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