Terrorkino - Marcus Stiglegger

Moderator: jogiwan

Terrorkino - Marcus Stiglegger

Beitragvon purgatorio » 30. Jul 2012, 13:15

Terrorkino
Angst/Lust und Körperhorror

(Kultur & Kritik 1)

Autor: Marcus Stiglegger

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108 Seiten, 45 Fotos (s/w)
Paperback, 10,5 x 14,8 cm
Artikelnummer 978-3-86505-701-3
(Erstauflage erschienen im Juni 2010)
Preis: 9,90 EUR

Mit dem weltweiten Erfolg der amerikanischen Filmreihen HOSTEL und SAW erfährt das Horrorgenre in Form eines zynisch anmutenden Terrorkinos gegenwärtig eine erstaunliche Renaissance. Auch aus Frankreich, Japan, Italien und anderen Ländern kommen ähnliche Produktionen. Von der Feuilletonkritik als »torture porn« verdammt, werden die Filme in Deutschland einer umfassenden Zensur unterworfen. Schaut man genauer hin, kann das Terrorkino als Spiel mit der Angstlust und den sadomasochistischen Phantasien des Publikums verstanden werden. Zudem reflektieren die Filme die Gewalteskalation und den Folterdiskurs nach 9/11 sowie den realen Schrecken eines globalisierten Kapitalismus mit seinem Krieg aller gegen alle. Stigleggers Essay untersucht die Ursprünge des Terrorkinos im Horrorfilm, erörtert Themen und Motive und bietet Ansätze für eine gesellschaftskritische und philosophische Lesart dieses verfemten Genres.

(via bertz-fischer)
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Re: Terrorkino - Marcus Stiglegger

Beitragvon purgatorio » 30. Jul 2012, 13:20

Wem das Buch zu klein oder zu teuer oder zu teuer weil zu klein oder was auch immer ist, dem sei dieser Videomitschnitt ans Herz gelegt:

vimeo.com Video From : vimeo.com


Dokumentiert ist ein Vortrag auf der Tagung "Gefährliches Kino?" am 11. Juni 2010 in Berlin (Arsenal-Kino) [hier präsentiert von "F.LM - Texte zum Film"], in welchem Herr Stiglegger die Kernthesen aus seinem Essay TERRORKINO zusammenfasst.
(via f-lm.de)
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Re: Terrorkino - Marcus Stiglegger

Beitragvon buxtebrawler » 30. Jul 2012, 16:11

Das aus meiner Sicht hocherotische Cover find ich schon mal klasse. :thup: :D
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Terrorkino - Marcus Stiglegger

Beitragvon purgatorio » 30. Jul 2012, 19:34

buxtebrawler hat geschrieben:Das aus meiner Sicht hocherotische Cover find ich schon mal klasse. :thup: :D


ich find die Gute in High Tension ehrlich gesagt auch höchst ansehnlich :nick: :sabber:

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allerdings, um das Cover etwas zu bemängeln, hätte man sie ruhig sauberer und mit etwas mehr Details vom Hintergrund separieren können. Gerade auf diesem Cover sieht es aus als hätte meine Tocher das Bild ausgeschnitten :| beispielsweise ist auf dem Cover das Sägeblatt nicht kreisrund, was wirklich bizarr aussieht
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Re: Terrorkino - Marcus Stiglegger

Beitragvon jogiwan » 30. Jul 2012, 19:47

Ich schrieb vor einiger Zeit mal Folgendes zu dem Teil:

hat geschrieben:Horror- und Gruselfilme nehmen ja eigentlich seit Beginn der Filmindustrie einen besonderen Platz in der Kinogeschichte ein. Die Konfrontation an bewussten und unbewussten Ängsten in Form von bewegten Bildern auf der großen Leinwand fasziniert das Publikum seit nunmehr über hundert Jahren. Horrorfilme sind oft große wirtschaftliche Erfolge und nicht wenige, mittlerweile renommierte Regisseure und Darsteller haben ihre Karriere mit Filmen aus der Horrorecke begonnen. Dennoch ist die Geschichte des Horrorfilms im deutsprachigen Raum auch eine eher leidvolle Geschichte voller Zensur und Missverständnisse, wobei sich vor allem der deutsche Gesetzgeber auf der Grundlage eines vermeintlichen Jugendschutzes und dem damit verbundenen Gesetz einen besonderen Platz einnimmt.

Waren zu Beginn der Kinogeschichte die Geschichten, sowie die gezeigten Effekte noch relativ harmlos, steigerte sich die Intensität der Bilder und Inhalte kontinuierlich über Jahrzehnte. Den ersten brutalen und heute eher harmlosen Höhepunkt hatte das Genre mit den blutigen Gothic-Horrorstreifen aus den britischen Hammerstudios. Später folgten die in Italien sehr erfolgreichen Giallos, die erstmals eine Krimihandlung mit brutaler und oftmals sexualisierter Gewalt vermengten und in Amerika entstanden – ausgelöst durch das Vietnam-Trauma – Filme wie „Night of the living Dead“, „Texas Chainsaw Massacre“ und „Last House on the Left“, die ihrerseits das Genre in Punkto Psychoterror revolutionieren sollten. In den Achtzigern boomte das Horror-Business aufgrund des Videothekenboom und die Zuseher wurden mit brutalen Werken nahezu überschüttet.

Danach wurde es vergleichsweise ruhig und das Publikum schien von zu viel an grafischer Gewalt und den ewig gleichen Geschichten übersättigt. Mit dem Überraschungserfolg von „Scream“ entstanden zwar eine ganze Handvoll mainstream-tauglicher Teenie-Slashern und auch das Zombie-Genre war über die Jahre eigentlich alles andere als ruhig. Doch die breite Masse konnte man damit nicht in die Kinos locken und so blieben viele Werke von der breiten Masse unbeachtet. Ende der Neunziger gab es dann den sogenannten Asia-Boom, die sich in Punkto „grafischer Härte“ jedoch sehr zurücknahmen und den Schwerpunkt eher auf die gruselige Geschichte und kurze Schockeffekte verlegten.

Als dann am 11. September 2001 die beiden World-Trade-Türme in sich zusammenbrachen musste sich Amerika eingestehen, dass der Krieg gegen Terrorismus im eigenen Land angekommen war. Danach folgten Festnahmen vermeintlich Verdächtiger, die Einrichtung des Guantanamo-Gefängnisses und gezielte Folter zur Erpressung von Geständnissen. Durch Fernsehberichterstattung und Internet wurde dieses auch ausreichend in seiner ganzen Grausamkeit dokumentiert. Doch anstatt sich im Kino in angenehmere Welten zu flüchten, hatte der schreckliche Terroranschlag paradoxerweise zur Folge, dass sich das Zuschauerverhalten änderte und sich ein erheblich erhöhter Härtegrad im Mainstream-Kino etablierte.

Marcus Stiglegger beschreibt in dem Pocket-Büchlein „Terrorkino – Angst / Lust und Körperhorror“ aus dem Verlag Bertz + in einem interessanten Text die doch etwas erstaunlichen Tendenzen in aktuellen Horrorfilmen, welche durch den wirtschaftlichen Erfolg der „Saw“-Reihe, als auch von beiden „Hostel“-Filme seit Beginn der Nuller-Jahre ausgelöst wurden. Beide Filme haben zwar bekanntlich das Rad nicht neu erfunden und setzen auch inhaltlich auf bereits bekannte Motive, übertreffen in Punkto Härte jedoch mit Leichtigkeit alles, was bisher im Mainstream-Bereich zu sehen war und wurden dennoch zu großen Überraschungserfolgen und lösten damit einen wahren Boom an brutalen Werken aus.

Filme, für die von wenig-wohlwollenden Personen jedoch eher verächtlich und abwertend die Schublade „Torture-Porn“ erfunden wurde. Dass sind Filme in denen stets die physische und psychische Gewalt an Personen im Vordergrund steht und deren Episodenhaftigkeit, ausufernde Gewaltdarstellung und Minimum an Geschichte und charakterlicher Tiefe der beteiligten Protagonisten an pornografische Werke erinnern. Mit dem eher doofen und tendenziösen Begriff soll aber wohl auch impliziert werden, dass diese Filme gleichfalls an die niedrigsten Triebe und Sensationslust des Zuschauers abgeschielt werden soll.

Doch der Vergleich hinkt natürlich gewaltig, da wohl kaum ein Zuseher bei dem Konsum von Terrorfilmen natürlich Lust im sexuellen Sinn empfinden wird. Stiglegger beleuchtet in seinem Text daher auch eher die Hintergründe, die das gesteigerte Interesse an immer brutaleren Werken verdeutlichen könnte. Einerseits natürlich die ambivalente Lust aus Leiden und Unterdrücken im Sinne der Psychoanalyse (Sadismus und Masochismus) bzw. deren Zusammenspiel im Sadomasochismus. Andererseits wird natürlich auch darauf eingegangen, dass in Zeiten von 9/11, Kriegsberichterstattung und Internet, das Publikum gezielter auf Themen wie Folter sensibilisiert ist und sich natürlich auch vermehrt – bewusst oder unbewusst - mit diesem Thema beschäftigen möchte.

Filme wie „Hostel“, „High Tension“, „Saw“ oder auch die zahlreichen Remakes von Terror-Filmen aus den Siebzigern sind dann auch nur die logische Konsequenz aus diesen bereits erwähnten Dingen. Denn das wahre Grauen wartet im realen Leben nicht in Form außerirdischer Monster oder fantastischen Wesen, sondern die größte Bedrohung geht immer noch vom Menschen und seinem aggressiven Potential aus. Und genau dieser Tatsache wird in diesen Filmen Rechnung getragen, in dem die Gewalt immer eine „authentische“ und „realistische“ Komponente hat und der fantastische Anteil der Geschichten auf ein Minimum reduziert wird. Und es sind ja immer noch die Urängste der Menschheit, mit denen in diesen Filmen geschickt gespielt wird.

Und so werden von Marcus Stiglegger natürlich neben den filmischen Vorbildern aus vergangenen Jahrzehnten natürlich auch die Vertreter des aktuellen Terrorkinos stichwortartig vorgestellt. Beginnend mit Tommy O´Havers Streifen „American Crime“ aus dem Jahre 2007, in dem ein grauenvolles Verbrechen an einer jungen Frau verfilmt wurde, werden nahezu sämtliche Streifen aus der sogenannten Schublade des „Torture Porn“ aus den Jahren 2000 – 2009 kurz vorgestellt. Stiglegger erwähnt jedoch auch die Negativ-Highlights wie „Murder Set Pieces“ und „Chaos“ und im Gegenzug auch Lars von Triers „Antichrist“ und Gaspar Noes „Irreversible“ aus der Arthouse-Ecke. Bis auf „Frontiers“ und „Inside“ sind dann wohl auch so ziemlich alle wichtigen Filme des Genres in dem kleinen aber feinen Werk zusammengefasst.

Leider muss ich aber auch ehrlich anmerken, dass ich angesichts der Verlags-Angaben im Vorfeld doch ein wenig umfangreicheres Werk erwartete hätte. „Terrorkino“ bietet zwar einen wirklich interessanten Text und auch die wohl erste umfangreichere Abhandlung zu dem Thema, doch der Text würde zusammengefasst und ohne Bilder wohl gerade mal ein paar A4-Seiten ausmachen. Zusammen mit Prolog, Zitaten, Fazit, Fußnoten und einem großen Schriftbild werden zwar stattliche 100 Seiten erreicht, doch ist man mit dem Lesen doch relativ schnell durch. Sicherlich hätte ich mir persönlich ein „dickeres“ Werk gewünscht, welches vielleicht auch irgendwann mal kommen wird - angesichts des günstigen Preises von knapp 10 Euros kann man aber eigentlich nicht groß meckern.

Unterm Strich bleibt ein schmuckes, kleines Büchlein mit einem interessanten Essay zu einem Genre, das im deutschsprachigen Raum immer wieder zu kontroversen Diskussionen, Anfeindungen und ausgeprägten Zensuren geführt hat. Doch auch wenn die Zensoren diese Werke am liebsten in den Müll verfrachten würden, so spiegeln sie doch auch die Entwicklungen unserer Gesellschaft wieder, dessen Seh- und Informationsverhalten durch das Internet und dem Kampf gegen Terrorismus maßgeblich verändert hat. Im sogenannten Terrorkino der Nuller-Jahre spiegelt sich nicht nur die zunehmende Verrohung unserer Gesellschaft wider, sondern es werden auch geschickt mit gesellschaftlichen Existenzängsten gespielt, die durch die zunehmende Globalisierung und Bedrohung durch das Unbekannte geschürt werden.
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Re: Terrorkino - Marcus Stiglegger

Beitragvon ugo-piazza » 31. Jul 2012, 00:22

buxtebrawler hat geschrieben:Das aus meiner Sicht hocherotische Cover find ich schon mal klasse. :thup: :D


hocherotisch?? :o
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Terrorkino - Marcus Stiglegger

Beitragvon buxtebrawler » 31. Jul 2012, 00:57

ugo-piazza hat geschrieben:hocherotisch?? :o


"High Tension" ist allgemein ein hocherotischer Film, ja. :nick:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Terrorkino - Marcus Stiglegger

Beitragvon ugo-piazza » 31. Jul 2012, 01:29

buxtebrawler hat geschrieben:
ugo-piazza hat geschrieben:hocherotisch?? :o


"High Tension" ist allgemein ein hocherotischer Film, ja. :nick:


Du hast dich auf das Cover bezogen.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Terrorkino - Marcus Stiglegger

Beitragvon purgatorio » 31. Jul 2012, 09:02

man Jogi, deine Zusammenfassung in großer Schriftart auf kleine Seiten gedruckt und mit vielen Fotos versehen dürfte in etwa einen äquivalenten Umfang wie das besprochene Buch ergeben :lol:

. . .

ich selbst fand das Essay klasse und konnte auch bedenkenlos den final abrundenden Gedankengang zu MARTYRS mitgehen. Dem Umfang ist zwar geschuldet, dass die Arbeit in vielerlei Belangen keinen Vollständigkeitsanspruch erfüllen kann aber als Einführung und Aufhänger für weitere Forschungen und wissenschaftliche Betrachtungen zu diesem Thema genügt es natürlich vollkommen. Eventuell wollte Marcus auch nur eine Initialzündung für die filmtheoretische Betrachtung dieses einstmaligen Nischenthemas abliefern - und das ist meiner Meinung nach gelungen. Ergo liegt mit TERRORKINO ein lesenswertes kleines Büchlein vor, dass allerdings durch seinen Umfang den Preis nicht unbedingt rechtfertigt, was vor einiger Zeit diverse negative Kritiken bei amazon provozierte.


In einer Fußnote meiner Examensarbeit dürfte das Büchlein auch als Grundlage einer grob umrissenen Definition von "Terrorkino" herhalten, die vielen Sprünge in den Seitenzahlen offenbaren jedoch, dass Herrn Stiglegger eher an einem filmhistorischen Überblick denn an einer gebündelten Definition gelegen war - brauchbar waren seine Äußerungen dennoch - und als damaliger Noch-Student war ich wohl zu feige mir anzumaßen, dass ich eine allgemeingültige Definition eines so jungen Phänomens aus eigener Kraft hätte verfassen können :lol:

S.75, Fußnote 264 im zur Prüfung eingereichten Exemplar:
Terrorkino meint die Filme der ersten Dekade des neuen Jahrtausends, die durch explizite Drastik auf sich aufmerksam machten. Die Verbindung von sexualisierter Gewalt und Folter bis hin zur detaillierten Destruktion menschlicher Körper sind hier als Merkmal herauszukristallisieren. Synonym, aber bewusst diffamierend, findet sich auch die Umschreibung als torture porn und Gewaltpornographie, vgl. Stiglegger (2010), S.16f. „Was von den Massenmedien also oft als medialer Sündenbock ›Gewaltpornografie‹ beschworen wird, verweist letztlich nur auf ein Endstadium der Profitgesellschaft, in der selbst der menschliche Körper nur noch zur frei verfügbaren Ware verkommen ist (…).“ Ebd., S.28, und weiter: „Die politischen Wirren nach dem Terroranschlag vom 11. September 2001 brachten schließlich eine neue Popularität kruder Terrorfilme mit sich, in denen wiederum der Mensch des Menschen größter Feind ist.“ Ebd., S.60. Das Terrorkino kann folglich als „ästhetischer Reflex“ (S.72) verstanden werden, der das Nischendasein verließ und den Mainstream erreicht, vgl. ebd., S.68.
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Re: Terrorkino - Marcus Stiglegger

Beitragvon buxtebrawler » 31. Jul 2012, 13:26

ugo-piazza hat geschrieben:Du hast dich auf das Cover bezogen.


Na, so'ne kurzhaarige Schönheit mit schwerem Sägegerät in den Händen... :sabber:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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