Brad Harris - Ein amerikanischer Bayer

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Brad Harris - Ein amerikanischer Bayer

Beitragvon Onkel Joe » 16. Okt 2010, 21:07

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Neuauflage des Buches (erschienen 2010) mit einem neuen Cover.
Wer in den 60er Jahren aufgewachsen und häufig ins Kino gegangen ist, kam an den trashigen Europroduktionen eigentlich gar nicht vorbei. Einer der Heroen des kunterbunten Exploitationfilms war damals der Amerikaner Brad Harris, der es im italienischen Muskel- und Sandalenfilm zu Berühmtheit gebracht hatte. Später engagierte ihn der deutsche Produzent Wolf C. Hartwig für seine billigen Abenteuerreißer vor exotischer Kulisse, bevor er als Partner des James-Bond-Verschnitts Tony Kendall in sieben Kommissar X-Filmen endgültig Kultstatus erreichte. Reiner Boller hat dem mittlerweile 72jährigen Bodybuilder, der zu den Vorbildern Arnold Schwarzeneggers gehört und schon immer eine besondere Beziehung zu Deutschland im Allgemeinen und dem Oktoberfest im Besonderen pflegte, in dieser Biografie ein bereits überfälliges Denkmal gesetzt. Das leider etwas spärlich bebilderte Buch ist gespickt mit unzähligen Zitaten aus persönlichen Gesprächen mit Brad Harris, die es fast schon zu einer Autobiografie werden lassen. Ergänzend hat der Autor seine Rekonstruktion der beispielhaften Karriere des Abenteuerfilmhelden und waghalsigen Stuntman mit vielen Anmerkungen prominenter Kollegen von Brad Harris und zeitgenössischen Filmkritiken gespickt. Auf diese Weise erhält man interessante Einblicke in die Rezeptionsgeschichte des Euro-Trash-Kinos, dessen enorme Popularität sich heutzutage schwerlich wiederholen ließe, dessen kultische Verehrung aber nach wie vor ungebrochen ist.(Reiner Boller: „Ein amerikanischer Bayer: Brad Harris – Die Biographie“, 390 Seiten, Gryphon Verlag München 2005, EUR 18,90)
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Re: Brad Harris - Ein amerikanischer Bayer

Beitragvon Nello Pazzafini » 4. Jan 2011, 20:46

kurz vor silvester bekommen und schon durchgelesen, hervorragend! Ich mag den Brad Harris ja sehr gern als typ und hab mich sehr gefreut eine richtige Biographie von ihm zu lesen. Da kommen so viele nette Geschichten ans Tageslicht, hervorragend!!!! Er dürft ja auch ein ziemlicher Stecher gewesen sein.... :D
Auch sehr positiv zu erwähnen der sympatische und kundenfreundliche Gryphon Verlag. Sowas hab ich schon lang nicht mehr erlebt, Hut ab! Hoffe die machen noch mehr auf dem Filmsektor! :thup:
Wenn ihr viele Anekdoten aus den 60/70er aus der B Filmzone lesen wollt seid ihr hier 100% richtig!!!
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Re: Brad Harris - Ein amerikanischer Bayer

Beitragvon ugo-piazza » 4. Jan 2011, 21:34

Huch, völlig entgangen!

Brad Harris hab ich ja im September 2009 gesehen, netter Mensch und spricht sehr gutes deutsch.

Vielleicht sollte ich mir das Buch mal besorgen.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Brad Harris - Ein amerikanischer Bayer

Beitragvon Nello Pazzafini » 5. Jan 2011, 01:20

ugo-piazza hat geschrieben:Huch, völlig entgangen!

Brad Harris hab ich ja im September 2009 gesehen, netter Mensch und spricht sehr gutes deutsch.

Vielleicht sollte ich mir das Buch mal besorgen.


NEIN, du MUSST es dir besorgen! :)
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