Vier Fäuste gegen Rio - Enzo Barboni

Klamauk, Satire & jede Menge Gags

Moderator: jogiwan

Vier Fäuste gegen Rio - Enzo Barboni

Beitragvon buxtebrawler » 7. Dez 2011, 16:21

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Originaltitel: Non c'è due senza quattro

Herstellungsland: Italien / 1984

Regie: Enzo Barboni

Darsteller: Terence Hill, Bud Spencer, April Clough, Harold Bergman, C.V. Wood Jr., Dary Reis, Nello Pazzafini, José Van de Kamp, Fernando Amaral, Roberto Roney, Athayde Arcoverde, Claudioney Penedo u. A.

Elliot Vance (Terence Hill) verdient sein Geld als Stuntman. Greg Wonder (Bud Spencer) spielt als Gefängnisfreigänger Saxophon in einer Jazzband. Zufällig sehen die beiden zwei brasilianischen Multimillionären, den Vettern Coimbra, täuschend ähnlich. Greg und Elliot werden von den Brasilianern als Doppelgänger angeheuert, da diese von einer Killerbande bedroht werden. Sie sollen die Aufmerkasmkeit der Gangster in Rio de Janero auf sich ziehen, während die echten Coimbras in Amerika ihren Geschäften ungefärdet nachgehen. Mit ihrer ungezwungenen Art stiften Greg und Elliot viel Verwirrung in Rio. Untypisch für die Coimbras, lassen sie den Rolls Royce umlackieren, musizieren mit dem Personal und besuchen eine Hafenkneipe. Wenig später deckt Elliot die finsteren Machenschaften seines Psychiaters auf, der Elliots Pendant Don Antonio unter Hypnose geschäftliche Geheimnisse zu entlocken pflegt. Greg hingegen, zeigt der platonischen Freundin Don Sebastianos, Donna Olympia, dass er neben literarischen auch andere Interessen hat ... Im Laufe der Geschichte, gelingt es Elliot und Greg immer wieder den Attacken der Killer zu entkommen, bis sie zum Schluss, gemeinsam mit ihren Doppelgängern sogar eine Söldnerbande in Grund und Boden prügeln. Auch wird der Drahtzieher aller Anschläge demaskiert...


Quelle: www.ofdb.de
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Vier Fäuste gegen Rio - Enzo Barboni

Beitragvon dr. freudstein » 7. Dez 2011, 16:32

Prügel-Klamauk mit altbekannten Gesichtern, der aber nicht allzu doll nervt. Ich muß sowas nicht unbedingt sehen, jag diesen Filmen nicht hinterher, aber hatte einen TV Mitschnitt vom Bux mal bekommen.

Bud Spencer und Terence mal doppelt. Ansonsten natürlich Sprüche am laufendem Band, Prügeleien ebenso, wie gehabt. Natürlich haben sie Widersacher wie der trottelige Nello Pazzafini (Tango), aber leichtes Spiel für unsere Rabauken. Kann man schon mal gesehen haben, typischer Sonntagnachmittag Film oder wenn man sonst grad mal nix zu tun hatte.

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Re: Vier Fäuste gegen Rio - Enzo Barboni

Beitragvon DrDjangoMD » 7. Dez 2011, 16:41

dr. freudstein hat geschrieben:Prügel-Klamauk mit altbekannten Gesichtern, der aber nicht allzu doll nervt.


An diesen Speziellen kann ich mich zwar nicht mehr erinnern (hab ihn wahrscheinlich trotzdem in Kindertagen mal gesehen), allgemein merk ichs aber stark, dass die Barboni-Klamauks wirklich ziemlich ausnahmslos erträglich sind. Mein Genre ist der Italoklamauk zwar auch nicht, aber in Barboni kann man, wie du schon sagst, wirklich hier und da mal einen gemütlichen Nachmittag investieren. Und sollte ich den Film jemals für unter fünf Euro irgendwo sehen wäre natürlich der Pazzafinische Nello ein kleiner Kaufgrund. ;)
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Re: Vier Fäuste gegen Rio - Enzo Barboni

Beitragvon Jeroen » 9. Dez 2011, 22:58

Sehr sehr spaßiges Filmchen, das man zwar eigentlich immer sehen kann, das von bierseligem Ambiente und wiederholtem Anschauen (weil wegen Sprüche mitsprechen) aber enorm profitiert. Der letzte richtig gute Spencer/Hill-Streifen mit vielfach schlichtweg unglaublichen Dialogzeilen.

Barboni und Spencer/Hill, das hat einfach gepasst und war immer unterhaltsam. Dieser Film ist wohl der albernste der in dieser Konstellation entstandenen Filme, aber immer noch gut anschaubar und mehr lustig als peinlich. Natürlich vorausgesetzt, man hat keine tief verwurzelte Abneigung gegen Spencer/Hill und/oder Rainer Brandt...
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Re: Vier Fäuste gegen Rio - Enzo Barboni

Beitragvon Jeroen » 27. Dez 2011, 23:36

Hmm, die Resonanz hält auf diesen Film hält sich ja in Grenzen. Komödien sind einfach nicht das Genre der hartgesottenen Deliria-Gemeinde :D

Zu diesem Film fiel mir noch ein, dass ein lieber Freund mir mal den großartigen Gefallen getan hat, mein DVD-inlay dem einzigartigen Rainer Brandt zwecks Signatur in die Griffel zu drücken :thup: Allein schon deswegen wird dieser Film niemals meine Sammlung verlassen können ;)

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Re: Vier Fäuste gegen Rio - Enzo Barboni

Beitragvon Santini » 26. Apr 2012, 15:01

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Re: Vier Fäuste gegen Rio - Enzo Barboni

Beitragvon ugo-piazza » 1. Mai 2014, 18:14

dr. freudstein hat geschrieben:Prügel-Klamauk mit altbekannten Gesichtern, der aber nicht allzu doll nervt. Ich muß sowas nicht unbedingt sehen, jag diesen Filmen nicht hinterher, aber hatte einen TV Mitschnitt vom Bux mal bekommen.

Bud Spencer und Terence mal doppelt. Ansonsten natürlich Sprüche am laufendem Band, Prügeleien ebenso, wie gehabt. Natürlich haben sie Widersacher wie der trottelige Nello Pazzafini (Tango), aber leichtes Spiel für unsere Rabauken. Kann man schon mal gesehen haben, typischer Sonntagnachmittag Film oder wenn man sonst grad mal nix zu tun hatte.

5/10


Würde ich so unterschreiben, hab den nämlich vorhin beim Bügeln gesehen. :D

Die Auflösung war aber schon selten dämlich.
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Vier Fäuste gegen Rio - Enzo Barboni

Beitragvon buxtebrawler » 1. Jun 2014, 19:44

„Ist das unnatürlich! Und du willst beim Film sein?!“

Italo-Regisseur bat 1970 das Kult-Duo Terence Hill und Bud Spencer („Die rechte und die linke Hand des Teufels“) erstmals vor die Kamera und drehte seither eine Vielzahl weiterer Komödien mit den beiden. 1984 kündigte sich bereits das Ende des ehemals so erfolgsversprechenden Prügelklamaukrezepts an und Barbonis „Vier Fäuste gegen Rio“ wurde der vorletzte gemeinsame Spielfilm der beiden Raufbolde für lange Zeit.

Elliot Vance (Terence Hill) ist Stuntman, Greg Wonder (Bud Spencer) Saxophon-Spieler in New Orleans und Gefängnis-Freigänger. Sie werden von einer Doppelgänger-Agentur als Doubles für die brasilianischen Multimillionärs-Vettern Bastiano und Antonio Coimbra angeheuert, denen sie wie aus dem Gesicht geschnitten sind. Die Coimbras werden von unbekannten Kriminellen bedroht; Vance und Wonder sollen die Aufmerksamkeit auf sich lenken, während die echten Coimbras wichtige Geschäfte erledigen. Die Doppelgänger sorgen für reichlich Verwirrung, entwischen immer wieder den Auftragsmördern und kommen sogar dem Drahtzieher auf die Spur...

Fernweh weckende Luftaufnahmen Rio de Janeiros werden abrupt von einem explodierenden Auto beendet, woraufhin die Doppelgänger in spe vorgestellt werden. Bei der ersten Begegnung der beiden kommt es zu einem herrlichen Spruchduell, doch bezieht „Vier Fäuste gegen Rio“ seinen Komik nicht nur einmal mehr aus dem ungleichen Duo Spencer/Hill, sondern außerdem aus dem Kontrast zwischen diesen beiden Proleten und den feinen, reichen, tuntigen Pinkeln von Coimbras, die ebenfalls von Spencer und Hill gespielt werden – beide agieren also in Doppelrollen, und zwar in solchen, in denen man sie nicht alle Tage zu sehen bekommt. Spencer und Hill beweisen Mut zur Selbstironie und konterkarieren ihr testosterongeschwängertes Image. Ein weiterer humorvoller Kontrast ergibt sich daraus, wie die beiden die Welt des Reichtums reichlich durcheinander wirbeln. Da werden Nobelkarossen umgespritzt, billige Tanzbars zum Essen aufgesucht, dort die erste Massenschlägerei anberaumt und die platonische Liebschaft des zu Doubelnden in die Welt der Körperlichkeit eingeführt. Brandt’scher Sprachwitz ist natürlich ebenso dominant wie in anderen Filmen dieses Kalibers.

Den immer wiederkehrenden Bösewicht „Tango“ darf „die ewige Nebenrolle“ Nello Pazzafini („Lauf um dein Leben“) sehr überzeugend spielen, wobei sein Stottern obligatorisch und nur bedingt witzig ist. Mit bauernschlauer List und Tücke entgehen Vance und Wonder ihm und seiner Bande immer wieder und kommen schließlich hinter das Komplott. Der mit Versatzstücken klassischer Verwechslungskomödien arbeitende Film weiß gerade auch mit seinem landschaftlichen und kulturellen Ambiente zu gefallen, äußert jedoch nie Kritik am exorbitanten Reichtum der Coimbras. Er zieht sie zwar durch den Kakao, hinterfragt aber nie die Ungleichverteilung des Geldes. Die zweite und schon letzte Massenschlägerei setzt gegen Ende ein und lässt es unsere Protagonisten mit einem ganzen Söldnerkommando aufnehmen, was einerseits etwas sehr übertrieben anmutet, dafür aber sehr athletisch und rasant choreographiert wurde und tatsächlich recht viel Witz entwickelt. Die Enttarnung des nur flüsternd kommunizierenden Hintermannes indes ist nun sicherlich kein Paradebeispiel für Glaubwürdigkeit, aber darum dürfte es diesem solide unterhaltenden Film auch nie gegangen sein, dessen Humor leider nicht an die Bissigkeit manch früherer Großtat des ungleichen Duos heranreicht und der inhaltlich doch schon merklich abgeflacht ist, setzt man ihn einem direkten Vergleich mit vorausgegangen Produktionen aus. Als leichte Sommerklamotte aber noch goutierbar.
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