Verflucht, verdammt und Halleluja - Enzo Barboni (1972)

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Verflucht, verdammt und Halleluja - Enzo Barboni (1972)

Beitragvon purgatorio » 31. Dez 2013, 09:37

VERFLUCHT, VERDAMMT UND HALLELUJA

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Deutscher Titel: Verflucht, verdammt und Halleluja
Alternativtitel: Ein Gentleman im wilden Westen
Originaltitel: E poi lo chiamarono il magnifico

Regie: Enzo Barboni
Produktionsland: Italien, Frankreich, Jugoslawien (1972)

Darsteller: Terence Hill, Gregory Walcott, Yanti Somer, Dominic Barto, Harry Carey Jr., Dan Sturkie, Salvatore Borghese, Enzo Fiermonte, Danika La Loggia, Riccardo Pizzuti, Jean Louis, Alessandro Sperli...

Story:
Der feine Brite Joe schlägt im wilden Westen auf. Den Spuren seines verstorbenen Vaters folgend stößt er auf dessen ehemalige Spießgesellen Monkey, Bull und Holy. Während diese den jungen Mann westerntauglich ausbilden wollen, geht er jedoch lieber Blaubeeren sammeln und fährt mit dem Fahrad. Dabei lernt er eine junge Dame kennen, was ihm umgehend großen Ärger mit den Nebenbuhlern einbringt. Für Monkey, Bull und Holy ist die Stunde gekommen, um einen Helden zu formen...
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Re: Verflucht, verdammt und Halleluja - Enzo Barboni (1972)

Beitragvon purgatorio » 31. Dez 2013, 10:10

VERFLUCHT, VERDAMMT UND HALLELUJA (E POI CHIAMARONO IL MAGNIFICO, Italien, Frankreich, Jugoslawien 1972, Regie: Enzo Barboni)

Der feine Brite Joe schlägt im wilden Westen auf. Den Spuren seines verstorbenen Vaters folgend stößt er auf dessen ehemalige Spießgesellen Monkey, Bull und Holy. Während diese den jungen Mann westerntauglich ausbilden wollen, geht er jedoch lieber Blaubeeren sammeln und fährt mit dem Fahrad. Dabei lernt er eine junge Dame kennen, was ihm umgehend großen Ärger mit den Nebenbuhlern einbringt. Für Monkey, Bull und Holy ist die Stunde gekommen, um einen Helden zu formen...

Auch für nicht-unbedingt-Western-Freunde bietet VERFLUCHT, VERDAMMT UND HALLELUJA mit seinem karikierenden Unterton einiges an Schauwerten. Regeln und Normen, damit einhergehend die Erwartungshaltung des Zuschauers, werden regelmäßig gebrochen, was sich als ziemlich reizvoll herausstellt. Speziell die melancholischen Untertöne bzgl. des Fortschritts (hier symbolisch durch die Triebfeder der Industrialisierung, die Eisenbahn, dargestellt) erweisen sich als sehr ansprechend und münden einer großartigen Schlussszene! Der Rest des Films ist irgendwie typisch italienisch, wenn auch nicht typisch Italo-Western. Guter Film, amüsant und unterhaltsam! So häufen sich naive Segmente, die an Charme kaum zu übertreffen sind. Beispielsweise fährt Terence Hill als adretter Engländer meistens seinen Freunden zu Pferde mit einem Fahrrad davon. Einer stellt daraufhin fest: „Das Ding läuft ganz schön schnell, oder?“ Woraufhin ein anderer antwortet: „Ja! Und kacken muss es nie, ich beobachte das schon den ganzen Morgen!“ 7-8/10
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Re: Verflucht, verdammt und Halleluja - Enzo Barboni (1972)

Beitragvon buxtebrawler » 31. Dez 2013, 15:59

purgatorio hat geschrieben:Beispielsweise fährt Terence Hill als adretter Engländer meistens seinen Freunden zu Pferde mit einem Fahrrad davon. Einer stellt daraufhin fest: „Das Ding läuft ganz schön schnell, oder?“ Woraufhin ein anderer antwortet: „Ja! Und kacken muss es nie, ich beobachte das schon den ganzen Morgen!“ 7-8/10


:lol:
Onkel Joe hat geschrieben:Die Sicht des Bux muss man verstehen lernen denn dann braucht man einfach viel weniger Maaloxan.

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Re: Verflucht, verdammt und Halleluja - Enzo Barboni (1972)

Beitragvon Jeroen » 5. Jan 2014, 14:44

Ja, das ist schon ein echt schönes Feelgood-Filmchen. Sympathische Besetzung, stimmige Ausstattung und einfach eine tolle Stimmung zwischen leichtfüßigem Humor (ohne Holzhammer-Deppen-Kalauer) und den melancholischen Untertönen ob des allmählich endenden Pionier-Zeitalters. Die Schlussszene ist grandios. Schön, dass die deutsche Synchro die leisen Töne diesmal nicht mit derben Zoten zunichte macht. Stattdessen habe ich die Übersetzung als sehr angemessen in Erinnerung. Schade nur, dass Terence hier noch nicht von seinem späteren Stammsprecher Danneberg gesprochen wird.

Die DVD aus dem Hause Koch ist sehr hübsch aufgemacht, als Digi im Schuber mit einem superdicken Booklet mit sehr lesenswerten Texten. Auf der Disc selbst gibt es ein Interview mit Riccardo Pizzuti, der auf etwas verbitterte Art seine Karriere Revue passieren und dabei kein gutes Haar an Bud und Terence lässt, von denen er sich nicht ausreichend gewürdigt und im Stich gelassen fühlt. Leider ist das Bild der DVD sehr weich, ein Problem, dass auch die TV-Ausstrahlung vor einigen Tagen plagte.
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Re: Verflucht, verdammt und Halleluja - Enzo Barboni (1972)

Beitragvon reggie » 5. Jan 2014, 18:04

Das ende ist gelungen, es wäre aber geil wenn sie das ernst umgesetzt hätten!

Viele Comedy Western hätten mit einer kleine Priese ernst wahre knaller werden können!

Überlegt mal Spencer Hill hätten nicht nur geprügelt sondern auch leute abgeknallt :nick:
Ich steh halt eher auf die ernsteren...
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Re: Verflucht, verdammt und Halleluja - Enzo Barboni (1972)

Beitragvon Onkel Joe » 6. Jan 2014, 18:52

Auch kein wirklicher Bringer, gut aber der große Knaller ist es einfach nicht geworden. Alles irgendwie schon dagewesen und es fehlt einfach an allen Ecken und Enden das gewisse Etwas!
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Re: Verflucht, verdammt und Halleluja - Enzo Barboni (1972)

Beitragvon purgatorio » 6. Jan 2014, 18:55

Onkel Joe hat geschrieben: Alles irgendwie schon dagewesen (...)


ach darum hat der mir gefallen. Ich kenne ja alles andere nicht :lol:
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Re: Verflucht, verdammt und Halleluja - Enzo Barboni (1972)

Beitragvon Onkel Joe » 18. Jul 2017, 16:46

Erscheint am 10. August nochmals neu abgetastet vom italienischen Originalmaterial :

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