Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Klamauk, Satire & jede Menge Gags

Moderator: jogiwan

Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon jogiwan » 29. Aug 2011, 15:21

Weil das Thema gerade in einem anderen Fred angeschnitten wurde. Was haltet ihr eigentlich von italienischen Komödien aus den Siebzigern und Achtzigern im Allgemeinen? Es gibt ja offensichtlich kaum ein weiteres Genre, dass trotz bekannter Namen und Gesichter dennoch bei Genre-Fans größtenteils auf kollektive Ablehnung trifft. Warum ist das eigentlich so, wo doch gerade deutsche Kalauer-Nonsens-Synchros auch Kult-Status besitzen und sich die Dinger zur Entstehungszeit ja auch der Renner waren. Guckt ihr heutzutage noch Bud Spencer und Terence Hill-Filme, oder sind diese Filme eher nur als positive Kindheitserinnerungen präsent, die mit einer neuerlichen Sichtung wohl zerstört werden würden? Und gibt es sonstige Komödien, die empfehlenswert wären, oder meidet ihr solche Filme wie die Pest?

:popcorn:
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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon DrDjangoMD » 29. Aug 2011, 16:02

Ich denke, wenn man bei Komödien etwas falsch macht, dann macht man es gehörig falsch: Wenn mal ein normaler Film schlecht gelingt hat er meist einen Trash-Status, was ihn sofort liebenswert macht, da er unfreiwillig komisch wird. Wenn eine Komödie (welche ja von anfang an komisch sein sollte) mal nicht gelingt wird sie unfreiwillig unkomisch. Daher sind Komödien so ziemlich das einzige Genre, bei welchem ich als Freund schlechter Filme nur gelungene akzeptiere. Mir erschließt sich nicht mal der Charme einer Idiotensynchro, ich finde sie nicht komisch, weder freiwillig noch unfreiwillig. Nello, du darfst jetzt den Pro-Part übernehmen ;)

P.S. Wobei ich natürlich einem gepflegten Spencer-Hill (bzw. Spencer-Gemma - Liebe "Auch die Engel essen Bohnen") Klamauk nicht abgeneigt bin, sofern der Drehbuchautor einen Sinn für gute Witze und der Regisseur einen Sinn für gutes Timing haben.
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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon ugo-piazza » 29. Aug 2011, 17:12

Na ja, Spencer & Hill auf der einen Seite und Franco & Ciccio auf der anderen lassen sich schwer miteinander vergleichen. ;)
Onkel Joe hat geschrieben:Die Kunst im Leben ist es, immer einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.


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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon dr. freudstein » 29. Aug 2011, 17:14

Sehe ich genauso wie mein Praxiskollege :nick:
Eine Komödie oder ein Klamauk muß halt gekonnt sein, damit ich nicht genervt abschalte. Heutzutage schalt ich ja kaum noch so was ein. Bud Spencer/Terence Hill hab ich als Teenie reihenweise verschlungen, heute wär mir das zu blöd, wird zu schnell langweilig und die Gags nerven anstatt zu belustigen. Mehr peinlich als lustig.
Gibt sicher noch einige darunter, die man durchaus jetzt gucken kann und wenn man nicht mehr drüber lacht, aber wenigstens schmunzeln kann.
Könnt ich jetzt auch nicht mehr viel zu schreiben, weil ich lieber auf eine Loriot Box spare als auf eine Bud Spencer Box. Kenne mich im allgemeinen auch nicht so mit Italo Comedy aus.
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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon DrDjangoMD » 29. Aug 2011, 17:22

dr. freudstein hat geschrieben:Könnt ich jetzt auch nicht mehr viel zu schreiben, weil ich lieber auf eine Loriot Box spare als auf eine Bud Spencer Box.


Kaufen tu ich prinzipiell auch keine mehr, nur wenn mal eine im Sonderangebot ist nehme ich sie zu Ehren irgendeines mitwirkenden Darstellers wie Milian oder Fenech.
Die einzigen Komödien, die ich halbwegs mit einem Trahwert ausstatten würde sind die, wo sie einen stockernsten Film mit einer Doofensynchro ausgestattet haben wie "Zwei vom Affen gebissen" (Synchro zu "Gott vergibt...Django nie") oder "Joe, der Galgenvogel" (Synchro zu "Django und die Bande der Bluthunde"). Diese Filme sind überhaupt nicht gut, aber ich seh sie zumindest mit einigem Interesse, da ich doch wissen will, wie sie solche Handlungen wie Massenexekutionen durch die Synchro humoristisch darstellen werden.
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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon DrDjangoMD » 29. Aug 2011, 17:25

Vergleicht mal die beiden Trailer: Die Filme sind ident, nur die Synchros sind unterschiedlich:
www.youtube.com Video From : www.youtube.com

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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon jogiwan » 29. Aug 2011, 17:49

Hui, das finde ich ja schon irgendwie ganz übel, wenn durch die deutsche Synchro die eigentliche Intention des Filmes vollkommen verfälscht wird...
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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon purgatorio » 29. Aug 2011, 19:38

ich hab letztens in der Pilotfolge der derzeit noch nicht existenten Sendung "Moviacs" eine geile Matz gesehen, in der über Szenen aus "there will be blood" diverse Bud Spencer Sounds und Sprüche gelegt wurden! Passte wie die Faust auf's Auge, ist also zeitlos - wenn oftmals auch viel zu dämlich :D
Bild
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- kein Wasser
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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon Arkadin » 29. Aug 2011, 20:45

Mit italienischen Komödien - wie auch interessanter ihren Kollegen aus Hongkong, die in vielen Belangen sehr ähnlich sind -habe ich so meine Probleme. Das ist einfach nicht meine Art von Humor. Sehr pubertär, laut und der Witz kommt meistens daher, dass auf Minderheiten und komischen Figuren eingehackt wird. Den ganzen Toni-Marroni-Krams kann ich überhaupt nichts abgewinnen und die "Flotten teens" haben auch lediglich Schauerwerte. Allerdings gibt es auch italienische Komödien, die ich mag (zumindest aus der Erinnerung - habe die lange nicht mehr gesehen). Darunter fällt viel mit Celentano, z.B. "Hände wie Samt" oder "Der gezähmte Widerspenstige". Und eine der schönsten Italo-Komödien überhaupt: "Bluff". Von Spencer/Hill mag ich die frühen Filme ausgesprochen gerne. Insbesondere "Die linke und die rechte Hand des Teufels". Leider werden ihre Filme ab Mitte der 70er immer alberner und was dann in den 80ern kam.. Schwamm drüber. Den "Supercop" mit Hill kann ich auch nicht viel abgewinnen. Von Buddy mochte ich immer "Sie nannten ihn Mücke", aber den habe ich seit 20 Jahren nicht mehr gesehen. Insgesamt ein schwieriges Genre mit wenigen Highlights. Aber wie gesagt - ist auch eine Sache, auf welche Art von Humor man steht -- was jetzt nicht wertend gemeint ist.
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Re: Italo-Komödien: Pro & Contra-Diskussionsthread

Beitragvon DrDjangoMD » 29. Aug 2011, 20:57

Arkadin hat geschrieben:Darunter fällt viel mit Celentano, z.B. "Hände wie Samt" oder "Der gezähmte Widerspenstige". Und eine der schönsten Italo-Komödien überhaupt: "Bluff".


Prinzipiell mag ich Celentano auch, nur manchmal gerät man dann doch in Gefahr eine unpassende Lobeshymne auf seine Person zu machen. (Wie dieses Basketballspiel aus "Der gezähmte Widerspenstige" was meiner Meinung nach gar nicht in diesen Film der Typenkomik gepasst hat.)
Von Bluff hab ich noch gar nichts gehört :oops: Was ist das tolle daran?
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